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Dieses Thema hat 98 Antworten
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 Coburger Geschichte
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Rolf ( Gast )
Beiträge:

30.09.2004 11:16
Veste Coburg Zitat · antworten

Wer einen Grundriss der Verste sucht, wird hier fündig:
http://www.burgenwelt.de/coburg/grro.htm

bobo_1 Offline




Beiträge: 684
Punkte: 684

01.10.2004 16:06
#2 RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Auf dem Plan fehlt aber der U-Gang in die Stadt
MfG

BOBO
_______________________________________________________
Die wahren Herrscher dieser Welt leben unter der Erde, reiten auf Pferde ....
_______________________________________________________

Rolf ( Gast )
Beiträge:

01.10.2004 16:20
#3 RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Auch Pläne verraten nicht alles, Bobo.

Matthias Offline




Beiträge: 31
Punkte: 35

15.08.2011 23:06
#4 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Hallo zusammen,

auch wenn das Thema schon etwas älter ist, so fällt mir doch eine Begebenheit dazu ein:

Vor einigen Jahren habe ich meiner heutigen Ehefrau (stammt aus der Gegend um Weimar) die Veste erstmals gezeigt. Im Innenhof mit dem Zugang zur Bärenbastei haben wir uns die Zisterne angesehen. Ein Mitarbeiter(?) der Veste hat uns spontan angesprochen und berichtet, dass sich in der Zisterne ein "Geheimzimmer" befunden haben soll. Die Herren (inkl. Herzog) sollen sollen sich zum Teil über Tage aus dem Staub gemacht haben und waren für die Damenwelt unauffindbar. Untersuchungen im "Geheimraum" hätten dann zu Tage gefördert, dass die Herren sich dort bei Bier und Spielen vergnügt hätten. Leider war das Gespräch nur kurz, so dass wir keine Jahreszahlen erfahren konnten (weder zur Zeit der Nutzung, noch zur Zeit der Erforschung). In der Veste selbst habe ich bei meinem letzten Besuch nichts darüber in Erfahrung bringen können. Hat jemand von Euch nähere Informationen?

Grüße Matthias

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

16.08.2011 20:15
#5 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Da ist etwas dran!Irgendwo habe ich davon gelesen.
Zum Kriegsende soll da auch viel Kriegsschrott hinein geworfen worden sein...bei Reinigungsarbeiten kamen diese Dinge wieder ans Tageslicht.

gerd Offline



Beiträge: 4.384
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21.08.2011 17:15
#6 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Da schreibt Walter Schneier in seinem Buch. "Die Geschichte der Veste Coburg,1923-1981" auf Seite 102 folgendes:
Bei Ausschachtungsarbeiten der neun Meter tiefen Zisterne-in die zahlreiches Kriegsmaterial geworfen worden war-entdeckte man 1952 ein seitwärts angeschlossenes Gewölbe.Es war ein zusätzlicher Wassersammler,den 1531 der später bekannt gewordene Baumeister Cunz Krebs anlegte,wie sein Steinmetzzeichen CK dort verrät.Im Bereich dieser Zisterne fanden sich im Juni 1964 bei Erdarbeiten Scherben,die zum Teil aus keltischer Zeit stammten.(Also rund 600 v.Chr.)
Damit bestätigten sich die Erkenntnisse des Dresdner Baurates Dipl.Ing. Oskar Pusch,der schon 1941 nach derartigen Funden auf der Veste auf das Alter hinwies,aber damals nicht ernst genommen wurde!
Dagegen waren einige Skelettfunde zwar spektakulärer,sie stammten aber aus viel jüngerer Zeit und waren ohne historische Bedeutung.

Matthias Offline




Beiträge: 31
Punkte: 35

23.08.2011 22:06
#7 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Interessant! Danke!

Leider haben wir erst in zwei Wochen wieder ein gemeinsames freies Wochenende, aber ich denke, meine Frau und ich werden es nutzen, die gute Veste wieder zu besuchen!

LG an alle

Matthias

Rolf Metzner Offline




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31.01.2013 10:18
#8 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Auf einem Foto der Veste von 1890 ist "ein Teil" (rot eingerahmt von mir) erkennbar, welches ich nicht deuten kann (ich weiß, dass es wesentlich früher eine Windmühle auf der Veste gegeben haben soll). Rechts daneben ein Vergleichsbild ohne meine Einrahmung.

Veste 1890.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Veste 1890 (ohne Einrahmung des fraglichen Teils).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Kann jemand "dieses Teil" deuten(oder handelt es sich schlicht um einen Bildfehler)

gerd Offline



Beiträge: 4.384
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31.01.2013 13:08
#9 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Rolf, könnte die Aufnahme beschädigt sein? Sie zeigt ja die Veste noch vor dem Umbau durch Bodo Ebhardt. Dieses "Gebilde" wohl im Bereich vom Fürstenbau(?)
hätte ja eine extreme Höhe, soweit wie das über die Dächer hinausragt?

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.641
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31.01.2013 13:19
#10 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Zitat von gerd im Beitrag #9
Rolf, könnte die Aufnahme beschädigt sein? Sie zeigt ja die Veste noch vor dem Umbau durch Bodo Ebhardt.....


Ja Gerd, der rote Turm ist noch nicht wieder aufgebaut!

Wenn niemand eine Idee zu diesem Teil hat, ist wohl von einer Beschädigung des Fotos auszugehen (wenn auch keine der üblichen Beschädigungen, wie Knicke, Risse oder Flecken/Verfärbungen).

Vurna Hörsta Offline



Beiträge: 56
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31.01.2013 18:53
#11 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.641
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31.01.2013 19:33
#12 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Zitat von Vurna Hörsta im Beitrag #11
Auf einem Foto der Veste von 1890 ?.


Auf was bezieht sich diese Frage

1. wenn es um das Alter von Fotos der Veste geht: Die ersten Fotografien der Veste Coburg wurden 1857 von Francis Bedford angefertigt. Siehe zwei Veste-Fotos aus seinem Album:

Fotos der Veste, Francis Bedford, 1857.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

2. Wenn es um den roten Turm geht: Der stürzte 1663 ein und wurde erst 1914 wieder errichtet (d.h. auf Veste-Bildern zwischen 1664 und 1913 fehlt der rote Turm )

Nebelglocke Offline




Beiträge: 250
Punkte: 264

01.02.2013 19:59
#13 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Sieht aus wie ein Winkermännchen (Flaggensignal) oder ein vergleichbarer Semaphor - natürlich aberwitzig groß - ist das vielleicht ein durchgedrückter Drudel?
Oder Sherlock Holmes Tanzende Männchen? Oder pc Sgraffitti - unsere Tochter hat so was in der Schule an der Wand (gegen Mobbing und Haß, glaube ich), sieht gut aus.
Vielleicht ganz uraltmodisch mit Kohlepapier oder vergleichbar geschehen?

-----------------------------------
Mir is a Fatzn Duft mei Nous naufkrocha!

gerd Offline



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Punkte: 4.482

15.02.2015 21:31
#14 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Im Jahr 1924 verfasste Dr. Oskar Doering aus Gauting bei München einen Bericht über die Bauarbeiten an der Veste, welche unter der Obhut vom Baumeister/Architekten Bodo Ebhardt standen.
Weil Rolf einmal der Geschichte der Drahtseilbahn zur Veste nach ging, einige Zeilen dazu aus dem Bericht von Dr. Doering:

Umfangreiche und nicht alltägliche Maßnahmen wurden für das heranschaffen der Baustoffe erforderlich. Die Lage der Burg hoch über dem Tale der Itz erschwerte und verteuerte außerordentlich das Anfahren der Lasten, richtete überdies an den Zufahrtsstraßen die durch die schöne Parkanlage des Hofgartens führen, durch starke Abnutzung Schaden an. Auf Vorschlag des Baumeisters wurde daher bereits zu Beginn des Baues eine große Drahtseilbahn mit elektrischen Antrieb errichtet. Sie führte
an der Nordseite senkrecht bis auf die Talsohle hinab und ermöglichte die Anfuhr von der Eisenbahn oder aus den Wäldern und Steinbrüchen der Nachbarschaft und des Maintales, verringerte die Kosten auf das möglichste Maß, verhütete die Störung des Verkehrs im Park, sowie dessen Beschädigung. Die Drahtseilbahn hat weit über ein Jahrzehnt den gesamten Zubringerverkehr ohne Schwierigkeit bewältigt.
Auch auf der Baustelle selbst wurde elektrische Kraft zum Antriebe von Kränen, Kreissägen, Winden, Maschinen in verstärkten Maße genutzt.

Mit welchen Schwierigkeiten Bodo Ebhardt kämpfen musste, sei hier erwähnt:
Es stellte sich heraus, das an der Nordseite des Fürstenbaus ,der Steinernen Kemenate und des Kongreßbaus die noch aus romanischer Zeit stammenden Fundamente unterfangen werden mussten. Die tragenden Felsen waren teilweise verwittert, teils hatten sie, wie deutlich ersichtlich, Bewegungen erfahren, da sie ihrerseits in einer Tiefe von 20-30 Metern auf einer Lettenschicht ruhen .Dieser Umstand, der zu Vorbeugungsmaßregeln zwang, verursachte umfangreiche Freilegungen der Felsen und Aufführung von Strebepfeilern bis zu 20 m Höhe. Das erforderte nicht nur sehr bedeutende Geldmittel, sondern auch sorgfältige Überlegung, weil außer den Fundamenten auch die tragenden Felsen bis in großer Tiefe standfest gemacht werden mussten!
Ganz große Schwierigkeiten entstanden für die Quermauern des Kongreßbau .Unter diesem ganzen mächtigen Gebäude ziehen sich in seiner ganzen Länge zwei alte übereinanderliegende Keller hin.(Zugang ist vom Tunnel zur Bärenbastei aus) Ihre Erhaltung war unbedingt erwünscht. Mit Rücksicht auf sie mussten sämtliche inneren Quermauern sowie die eine (östliche) Giebelmauer auf Bogen gesetzt werden, die dann ihrerseits Widerlager erforderten, welche der sehr erheblichen Belastung entsprachen.
F.folgt

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

16.02.2015 09:38
#15 RE: RE:Veste Coburg Zitat · antworten

Ohne hier Reklame machen zu wollen verweise ich auf das Buch von Dr. K. Weschenfelder
"Veste Coburg"-Geschichte und Gestalt, erschienen 2005 bei www.editionbraus.de (ISBN 9783899041965) antiquarisch preiswert noch zu bekommen...
Das durchaus mit farbigen Bildern versehene Buch gibt Einblicke in die Bausubstanz und vor allen Blickwinkel, welche dem normalen Besucher verborgen bleiben...

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