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 Coburger Geschichte
bobo_1 Offline




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03.11.2004 00:36
Neue Ortungssystem Zitat · antworten

Am Schindberg hat sich deshalb alles ein wenig hinausgezogen, da ich ein neues Messgerät für die Ortung entwickelt/gebaut habe. Im Frühjahr, wenn die Test abgeschlossen sind, werde ich damit dem Schindberg hoffentlich sein Geheimnis entreisen. Kann natürlich aber auch passieren, dass die Messung eine U-Anlage nicht bestätigt, dann werde ich die Aktion abbrechen.

Die ersten Test mit dem Gerät waren erfolgreich und es gibt nur noch kleinere Probleme mit der Ergonomie des Gerätes und der Funkübertragung zum Laptop.

Sollte jemand genaueres dazu interessieren, hier eine kurze Erklärung zum Gerät:

Das Gradiometer

Die Magnetfeldmessung stellt das vielleicht universellste Verfahren in der Geophysik dar und gehört gleichzeitig zu den preiswertesten Methoden.
Die Auswertung basiert auf der Grundlage der Existenz des irdischen Magnetfeldes. Im natürlichen Magnetfeld der Erde bekommen alle Stoffe (alle!) durch einen Induktionsprozeß magnetische Eigenschaften (induzierte Magnetisierung). Diese Eigenschaft nennt man magnetische Suszeptibilität. Dabei kann sie durch unterschiedliche Stoffe (Gesteine, Erze; im Umweltbereich: eisenmetallische Objekte, gebrannte Keramik [Ziegel!]) um viele Größenordnungen differieren.
Durch die Induktion im Erdmagnetfeld werden Objekte selbst zu einer Art Magnet mit einem sich umgebenden Magnetfeld. Dieses, vom Objekt hervorgerufene Magnetfeld überlagert sich dem induzierenden (sog. normalen) Erdfeld als störendes Feld; es erzeugt somit Anomalien im natürlichen Erdmagnetfeld.
Die Vermessung solcher Anomalien mit dem Gradiometer erlaubt das Aufsuchen, Abgrenzen und Modellieren (Lage, Tiefe, Form) magnetisierter Körper und Objekte.

Mögliche Anwendungsgebiete:

-> als Hilfsmittel geologischer Kartierung (Tonsteine im allgemeinen stärker magnetisch als Sandsteine; basische Gesteine i.a. stärker magnetisch als saure usw.)

-> zur Prospektion auf Lagerstätten

-> in der Umweltgeophysik zum Nachweis und Abgrenzen von Altlasten; zur Ortung eisenmetallischer Objekte (Fässer, Tanks, Munition, Blindgänger, eisenmetallische Leitungen) und unterirdischer Bauten.

Magnetfeldmessungen werden meist mit Magnetometern durchgeführt. Die in der Vergangenheit viel benutzten mechanischen Magnetometer sind von elektronisch oder atomphysikalisch arbeiten Systemen abgelöst worden.
Spezielle Meßsysteme wie unseres nutzen sogenannte Gradiometer, bei denen mit zwei Magnetometersonden in einem gewissen Abstand die Differenz der Feldwerte gemessen wird.
Das Gradiometer registriert so näherungsweise den Vertikalgradienten der Vertikalkomponente des Erdmagnetfeldes, also seine räumliche Änderung. Das Gradiometer hat ein großes Auflösungsvermögen bei kleinräumigen Strukturen. Durch die Differenzbildung werden bei dieser Messung auch die - häufig unregelmäßigen und abrupten - zeitlichen Schwankungen des Erdmagnetfeldes eliminiert, die sonst durch Wiederholungsmessungen oder feste Basisstationen registriert werden müssen.

Durch die Anbindung des Gradiometers an ein Computersystem ist dann eine grafische Auswertung des ausgemessenen Areals möglich.

MfG

BOBO
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Die wahren Herrscher dieser Welt leben unter der Erde, reiten auf Pferde ....
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