Zu Ketschengasse 23: War im Krieg und kurzfristig danach eine Filiale der Firma Tamms&Garfs (meine Mutter war zu dieser Zeit dort Filialleiterin und mein Vater war ihr Angestellter! - nach dem Krieg!) heute ist dort die Firma Faulhaber mit Jeans o.ä.!
Andreas,ist es möglich, das der Fischer (Kinderwagen) bei seinem Ladeneingang wie eine kleine Passage hatte?Ich denke doch,das dort Vitrinen an der Wand hingen,wo sie Indianer und Cowboy Figuren vom "Hausser" ausgestellt hatten?(frühe 50er Jahre)-meine Eltern sind dort wegen mir nie vorbeigegangen,bis ich die Figuren gesehen hatte.(Einige sind noch vorhanden) Der Sohn vom Tüncher ENNES,der gegenüber auch die kneipe im ersten Stock hatte,(die Mutter machte die Kneipe) hatte eine Menge von diesen Figuren als Spielzeug!
Zitat von gerdAndreas,ist es möglich, das der Fischer (Kinderwagen) bei seinem Ladeneingang wie eine kleine Passage hatte?Ich denke doch,das dort Vitrinen an der Wand hingen,wo sie Indianer und Cowboy Figuren vom "Hausser" ausgestellt hatten?(frühe 50er Jahre)-meine Eltern sind dort wegen mir nie vorbeigegangen,bis ich die Figuren gesehen hatte.(Einige sind noch vorhanden) Der Sohn vom Tüncher ENNES,der gegenüber auch die kneipe im ersten Stock hatte,(die Mutter machte die Kneipe) hatte eine Menge von diesen Figuren als Spielzeug!
Es ist interessant was so alles in dem Haus drin war. So war auch das Modehaus Kaspar (jetzt am Markt) einige Jahre in dem Haus ansässig. Weiter liest man dort das Modehaus Matzer & Worsch und das Textilgeschäft Franz Reuter.
Bei Matzer & Worsch bin ich mir nicht wirklich sicher ob die in der Ketschengasse waren. Mir sind nur die alten Geschäfte in der Rückertstraße und in der Judengasse (jetzt Spielwaren-Schleier) bekannt bevor in den Gewerbehof auf die Mauer zog.
Vom Aussehen her finde ich dieses Gebäude als eines der schönsten in der Ketschengasse.
Zur Ketschengasse 29: (heute Orthopädie-Schuhtechnik Brünner)
Davon gibt es einige Fotos, darunter eines von Uwe Mannshardt aus dem Jahre 1980, wo er Lebensmittelgeschäfte in Coburg fotographiert hat. Da ist das Lebensmittelgeschäft Mai auch dabei !!!
Zur Ketschengasse 18: Das Haus steht heute nicht mehr. Es wurde Mitte der 80er Jahre beim Bau des Kaufhauses C&A abgerissen.
Falls es jemanden interessieren sollte: Ich habe noch ein paar Photos vom Rewe-Geschäft meiner Eltern gefunden! - Vor und nach dem Umbau! Vielleicht kapiere ich irgendwann diesen Blechtrottel vor mir und kann auch Bilder reinsetzen!
Hier habe ich mal eine neue Story zu diesen Häusern (Ketschengasse 47 und 49)
Hier befand sich früher die Fleischerei Johann Christ. Christ war ein strenger Lehrherr. Mein Urgroßvater Adolf Boseckert erlernte bei ihm das Metzgerhandwerk. So duldete Christ keine längere Mittagspause für seine Gesellen und Auszubildenden. Wenn er mit dem Essen fertig war mussten die anderen auch fertig sein, egal wieviel sie auf dem Teller hatten. Besonders schlimm war es, wenn es Hefenklöße gab. Christ brachte es nämlich fertig jeden Hefenkloß einmal in der Mitte durchzuschneiden und beide Teile komplett auf einmal zu verspeisen. Das schaffte er mit 3 Hefenklößen. Danach war er fertig und die Gesellen, die vielleicht gerade mal einen geschafft hatten mussten mit ihm gehen. Als einmal mein Urgroßvater eine Wurst platzen ließ, scheute Christ auch nicht vor einer körperlichen Züchtigung zurück. Sein labidarer Kommentar war, die beschädigte Wurst könne sein Alter (gemeint ist der Metzgermeister August Boseckert) auf dem Bürglaß den Leuten hinstellen. Ebenso derb war er gegenüber den Mitgliedern des Coburger Staatsministeriums, die bei ihm ihr Frühstück holten. Nach Christ befand sich in dem Gebäude die Fleischerei Sperrschneider.
in Anlage ein Foto der Sattlerei und Polsterei Max Richter in der Ketschengasse 45. Dieses Foto ist als Zeitdokument zu betrachten und stammt aus dem Fotoalbum meines Vaters. Die rückseitige Beschriftung gibt Auskunft darüber, dass dieses Foto am 10.07.1934 anlässlich des Gregorius-Festes aufgenommen wurde (sogar Belichtungsangaben sind handschriftlich vermerkt: Belichtungszeit 1/100 sec. bei Blende 6,3; der Fotoapparat hierzu, eine AGFA-Compur, befindet sich noch in meinem Besitz).