Übrigens lebte in der Mohrenstraße der bekannte Aquarellist Arno Müller.Ich denke er wohnte im Rückgebäude Mohrenstraße 3(?.Er war ja in der Rückertschule Rektor, gab bei der VHS Zeichen und Malkurse.(Hatte bei Ihm ein Stein im Brett!!)-Viele bekannte Motive von Coburg wurden in Aquarell von ihn gemalt.-Wie ich erfahren konnte,muß er als junger Mann mit dem ehemaligen "Zar" von Bulgarien,der ja in der "Parkvilla" im Hofgarten lebte,öfters auf Reisen gewesen sein und hat dabei ausländische Zoologie und Botanik studiert und gemalt/gezeichnet.-Auch heute gibt es ja wieder einen sehr guten Aquarellisten in Coburg.
Die Mohrenstraße, Teil der Stadterweiterung der 2. Hälfte des 19. Jh., schafft die direkteste Verbindung vom Bahnhof zur Altstadt. Die Straße, die seit den 1860er Jahren geplant wurde, deren endgültiger Durchbruch zur Altstadt aber erst in den 1930er Jahren erfolgte, teilt sich ihrem stufenweisen Wachstum entsprechend in vier Abschnitte. Der westliche und untere Abschnitt in Bahnhofsnähe, von der Lossaustraße in östlicher Richtung verlaufend, ist der älteste. Trotz moderner Einbrüche ist er noch wesentlich von villenartigen Einzelhäusern geprägt, wie sie in diesem Gebiet in den 60er und 70er Jahren des 19. Jh. üblich waren. Bei der Itz in südlicher Richtung abknickend, beginnt der nächste Abschnitt mit einem städtebaulich wirksamen Akzent, dem Jugendstileckhaus Mohrenstr. 9a/b. Die anschließende Bebauung bis zur Löwenstraße wird von Wohn- und Geschäftshäusern in relativ schlichter klassizisierender Formensprache geprägt. Mit der hier kreuzenden Seifartshofstraße repräsentiert der Abschnitt die Fortführung der Erweiterung in den 70er und 80er Jahren des 19. Jh. Zum Altstadtniveau in Richtung Spitaltor leicht ansteigend folgt der Abschnitt, der trotz Störung durch ein modernes Kaufhaus eine Geschäftsstraße des Historismus von hoher Geschlossenheit ist. Die Wohn- und Geschäftshäuser sind zumeist im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. entstanden; ihre aufwändige Prachtentfaltung zeigt häufig kolossale Gliederung in manieristisch abgewandelten Formen der Neurenaissance. Hinter der südlichen Bebauung befinden sich die zum Federsgarten parkartig zusammengefaßten Hofgrundstücke
Christian, da erinnere ich mich an ein Streitgespräch vor sehr langer Zeit!-Da ging es nämlich darum, wann wurde die "untere" Mohrensprache ausgebaut!-Und dabei waren sich Leute damals uneins,die diese Zeit durchlebt haben.-Es ist heute wie damals-er rauscht an einem vorüber-wenn man sich nicht Notizen macht oder das eine oder andere Foto?-Schall und Rauch!!
Mohrenstraße. Federsgarten-Probst-Mayer:Teil 2. Am 29.Juni 1960 berichtete das Coburger Tageblatt, daß Coburg ein Warenhaus des Hertie Konzerns erhalten soll. Im Sommer 1962 stellte Hertie bei der Stadt Coburg den Bauantrag zur Errichtung eines modernen Geschäftshauses an die Stele der Häuser Mohrenstraße Nr.24 bis Nr.30 und Mühlengasse Nr.4. Ende 1963 wurde weiter bekannt,Hertie habe außerdem den Grund und Boden der ehemaligen Posthalterei Mönch erworben. Zu dem Bauvorhaben des Kaufhauses Hertie in Coburg beschloß im Sommer 1965 der Stadtrat in geheimer Sitzung,daß die Stadt zur zeit nicht zurücktritt von ihrer im Grundbuch an erster Stelle eingetragenen Grunddienstbarkeit, wonach der Federsgarten nicht bebaut werden darf. Dieser Beschluß bedeutete daß ein Warenhaus Hertie abgeschlossener Erbbauvertrag mit den Eigentümern der Häuser Mohrenstraße Nr.24,26,28, und 30 nicht rechtswirksam werden kann, weil ein Erbbaurecht an erster Rangstelle im Grundbuch eingetragen werden muß,was nicht möglich ist,da die erste Rangstelle die erwähnte Grunddienstbarkeit eines Bebauungsverbotes des Federsgartens einnimmt.
Hallo, wir können mal im Zusammenhang mit der Mohrenstraße über ein paar Stadtbekannte Persönlichkeiten sprechen z.T. schon verstorben. Vielleicht wisst ihr was über sie.
- Roeperts Karl - Brücken-Adolf bzw. Brückenmillionär - Wolfgang Paetz, der Losverkäufer von der Ecke Mohrenstraße/Seifartshofstraße
In Antwort auf: Hallo, wir können mal im Zusammenhang mit der Mohrenstraße über ein paar Stadtbekannte Persönlichkeiten sprechen z.T. schon verstorben. Vielleicht wisst ihr was über sie.
Heh Christian,die sind doch noch nicht Tot.Den Brücken-Adolf und den Paetz kenne ich Persönlich sehr gut.
ich habe auch eher den Roeperts Karl gemeint mit dem Verstorbenen.
Aber über den Paetz wird ja viel gemunkelt und gemutmaßt wie das mit seinem Gesicht passiert ist.
Und über den Brücken-Adolf weiss ich, dass er ein gebürtig aus dem Landkreis Kronach stammt. Ich habe mal reinzufällig eine Nichte von ihm bei Tettau getroffen.
Ich glaube der Wolfgang hat es seit seiner Geburt.Von Brücken Adolf war mal ein größer Zeitungartikel in einer Coburger Zeitung,und von Roeperts Karl weis ich nix.
Da gibt es doch Fotos,wo am Eingang zum Hofbräusaal im 3.Reich eine Gedenktafel enthüllt worden ist.(Es sind eine Menge Uniformierte zu sehen)-Unmittelbar anschließend nach rechts zu,war doch das Cafe Schilling.-Hat das damals schon existiert oder erst nach dem Krieg?
Die Konditorei-Cafe Schilling wurde 1892 dort gegründet. Mit dem Cafe verbinden mich sehr viele schöne Erinnerungen, denn da bekam das ganze Jahr über Softeis. Die Maschine stand wenn man den Eingang reinging auf der linken Seite. Heute muss immer auf das Vogelschießen warten, wenn man mal ein Softeis lecken will.
Gerd, ich gebe gleich mal auch eine Auflistung der verschiedenen Geschäfte raus