Eine kleine Erinnerung an das Hochwasser 1967 an Weihnachten.Blick in die "untere" Mohrenstraße.Das Ärztehaus an der Mohrenbrücke war noch nicht gebaut.Eine BP Tankstelle ,wo heute Aldi oder Norma(?) ist!Der Kaufhof ebenfalls noch nicht gebaut,das Eck vom alten Tageblatthaus spitzt rechts noch hervor!
Bild 2 Blick zur Bahnhofsapotheke Bild 3 Blick von der Post in die Hindenburgstraße/Mohrenkreuzung Bild 4 Blick aus der Bahnhofstraße in Richtung Heiligkreuz-Kreuzung Bildquellennachweis Conny Weissbrodt
Vielen Dank für die Bilder Gerd, wenn man sich vorstellen würde, das so ein Hochwasser wieder kommt, dann wäre ein Verkehrschaos ohnes gleichen in der Stadt
Ja, man muß sich natürlich erstens an die Verkehrsdichte damals erinnern,dann waren ja Feiertage zu dem Zeitpunkt.Wie lange sich das aber damals hingezogen hat-kann ich nicht mehr sagen.-Solche Sachen "rauschen" an einem vorüber-wenn man sich nicht Notitzen macht,sind sie vergessen.
Nicht verzagen Norbert fragen:Hochwasser 1967 vom 24.-27.12 1967-demnach gibt es noch mehrere Bilder vom Hochwasser in den damaligen Zeitungen!Aber interessant,die Ampeln gingen noch!-Und den "ELCHLEPP" an der Post gab es auch noch (war Farbengeschäft) und die "Grüne MINNA" gab es auch noch bei der Polizei!-Das dürfte damals noch die Coburger Stadtpolizei gewesen sein!
Weil das der Thread über die Mohrenstraße ist, noch eine kleine Anmerkung. Beim Jahrhunderthochwasser 1909 lag die Grenze dieses Hochwassers in Mohrenstraße auf der Höhe des ehemaligen Cafe Schilling (heute Schreibwarengeschäft McPaper und Co) Mein Großvater hat mir mal erzählt er habe einen Freund gehabt, der dem Rudersport verfallen war. Als am Heiligabend 1967 das Hochwasser seinen Höhepunkt erreicht hat, nahm der Freund sein Ruderboot und drehte einige Runden durch die Mohrenstraße, Löwenstraße und Lossaustraße.
So, jetzt reaktiviere ich mal diesen Thread. Ich habe dos Foto was du angesprochen hast Norbert, gesehen. Das ist in dem neuen Roßteutscherbuch "Mohrenstraße" mit drin.
Ich schlage mal vor wenn wir über die Mohrenstraße sprechen, dass wir mal den Bereich Gräfsblock außen vorlassen. Der bietet alleine Stoff für einen Thread. Und sonst ist ja die Mohrenstraße lang genug.
Da greife ich gleich mal vor auf die Denkmalschutzliste. Für die Mohrenstraße sind dort 30 Gebäude gelistet. Ferner befindet sich in dieser Liste auch die Mohrenbrücke.
Und noch eine Besonderheit in der Hausnummerierung. In Coburg war es normalerweise üblich, dass die Nummer 1 am nähesten das Stadtkerns waren. Je höher die Nummer, desto weiter war man vom Stadtkern entfernt. Das gilt für alle Straßen. Ausnahme die Mohrenstraße. So hat das Gebäude, indem früher die Hypobank drin war die Adresse Mohrenstraße 40, das Gebäude Nummer 1 dagegen befindet sich weit außerhalb der Innenstadt am Bahnhof.
Mohrenstraße. Federsgarten-Probst-Mayer: Der Garten zwischen den Häusern Mohrenstraße 24 bis 30 und Häusern in der Mühlgasse hat seinen Namen von einen Arzt Dr. Feder. Dieser wohnte im Hause Webergasse 29 und hatte zu seinen Garten zwischen Mohrenstraße und Mühlgasse einen Zugang über das heutige Grundstück Webergasse 31, das erst 1910 mit Coburgs kleinstem Haus bebaut wurde. Ab 1885 baute Baumeister Johann Michael Probst(1854-1928) beginnend mit dem Haus Mohrenstraße 20 , u a noch die Häuser Mohrenstraße 24,26,28,30, und die Häuser Mühlengasse 2,4,4a. Erst als Johann Michael Probst den Ferdersgarten erworben hatte, konnte er seine Häuser in der Mühlgasse errichten. Baumeister Johann Michael Probst war Junggeselle. Er hatte eine Schwester,die mit einem Johann Georg Mayer verheiratet war. Aus dieser Ehe stammen 12 Kinder,denen Probst seine Häuser vermachte. Die Eben schlossen dann sich zu einer Erbengemeinschaft Mayer zusammen. Diese Erbengemeinschaft Mayer,wurde am 31.Dez. 1961 aufgelöst.
Das ist heute kaum vorstellbar, das Hertie mal ein Kaufhaus in der Mohrenstraße bauen wollte. Meines Wissens sollte das auch so ein Betonklotz werden wie andere "diverse" Kaufhäuser in Mohrenstraße. Dafür hätten die historischen Gebäude Mohrenstraße 24 bis 30 (Foto-Mitschke bis Sparda-Bank) abgerissen werden müssen. Gut das dies uns erspart geblieben ist.
Ja, das weiss ich Norbert, ich möchte aber deinem Artikel nicht soviel vorweg nehmen. Es gab damals auch die Schnapsidee, man könnte ja den Federsgarten überbauen. So hätte man das Bebauungsverbot umgehen können. Fakt ist Hertie hatte damals schon alle Grundstücke käuflich erworben und alle Mieter und Geschäfte rausgeworfen.
Ich möchte heute mal nicht mit den alten Geschäften der Mohrenstraße beginnen, sondern mit den Ärzten. Aus dem Telefonbuch von 1949 kann man ersehen, dass schon damals die Mohrenstraße ein bevorzugtes Niederlassungsgebiet verschiedener Ärzte war.
C. Paulfranz Dentist Mohrenstraße 1 Karl Homburg Dentist Mohrenstraße 10 Dr. med. Clemens Schilling Praktischer Arzt und Geburtshelfer Mohrenstraße 12 Dr. dent. Degner Zahnarzt Mohrenstraße 12 Dr. Fritz Schuldenzucker Tierarzt Mohrenstraße 14 Dr. Hans Höfer Zahnarzt Mohrenstraße 24 Dr. Gerold Grempel Zahnarzt Mohrenstraße 25 Dr. med. Rolf Kellersch Praktischer Arzt und Geburtshelfer Mohrenstraße 28 Dr. med. Fr. Kühnlein Arzt für Augenkrankheiten, Augenklinik Mohrenstraße 3 Dr. med. Otto Rau Facharzt für Chirurgie, Privatklinik Mohrenstraße 3 Dr. Alfred Hofmann Zahnarzt Mohrenstraße 30 Dr. med. Hans Wangemann Facharzt für Hals, Nase, Ohren, Klinik Mohrenstraße 32 Erna Kirschenpfadt Dentistin Mohrenstraße 32 Dr. med. Werner Liese Neurologe und Psychiatrie Mohrenstraße 5 Dr. med. Walter Heß Praktischer Arzt Mohrenstraße 7a Dr. E. Zimmerlein Zahnarzt Mohrenstraße 9a Dr. med. Luise Hofmann Praktische Ärztin Mohrenstraße 26 Dr. med. Alfred Dittrich Praktischer Arzt / Privatklinik Mohrenstraße 3 Dr. med. Walter Arnold Haut -und Geschlechtskrankheiten Mohrenstraße 4