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Dieses Thema hat 120 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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gerd Offline



Beiträge: 4.384
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29.01.2005 16:46
Mohrenstraße Zitat · antworten

Eine kleine Erinnerung an das Hochwasser 1967 an Weihnachten.Blick in die "untere" Mohrenstraße.Das Ärztehaus an der Mohrenbrücke war noch nicht gebaut.Eine BP Tankstelle ,wo heute Aldi oder Norma(?) ist!Der Kaufhof ebenfalls noch nicht gebaut,das Eck vom alten Tageblatthaus spitzt rechts noch hervor!

gerd Offline



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30.01.2005 14:56
#2 RE:Mohrenstraße G 4 Zitat · antworten

Bildquellennachweis:Conny Weissbrodt-Coburg

gerd Offline



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17.02.2005 19:25
#3 RE:Mohrenstraße G 4 Zitat · antworten


Bild 1 Blick in die Heiligkreuzstraße

Bild 2 Blick zur Bahnhofsapotheke
Bild 3 Blick von der Post in die Hindenburgstraße/Mohrenkreuzung
Bild 4 Blick aus der Bahnhofstraße in Richtung Heiligkreuz-Kreuzung
Bildquellennachweis Conny Weissbrodt

Christian Offline



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17.02.2005 19:41
#4 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Vielen Dank für die Bilder Gerd,
wenn man sich vorstellen würde, das so ein Hochwasser wieder kommt, dann wäre ein Verkehrschaos ohnes gleichen in der Stadt

gerd Offline



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17.02.2005 19:47
#5 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Ja, man muß sich natürlich erstens an die Verkehrsdichte damals erinnern,dann waren ja Feiertage zu dem Zeitpunkt.Wie lange sich das aber damals hingezogen hat-kann ich nicht mehr sagen.-Solche Sachen "rauschen" an einem vorüber-wenn man sich nicht Notitzen macht,sind sie vergessen.

gerd Offline



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17.02.2005 19:51
#6 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Nicht verzagen Norbert fragen:Hochwasser 1967 vom 24.-27.12 1967-demnach gibt es noch mehrere Bilder vom Hochwasser in den damaligen Zeitungen!Aber interessant,die Ampeln gingen noch!-Und den "ELCHLEPP" an der Post gab es auch noch (war Farbengeschäft) und die "Grüne MINNA" gab es auch noch bei der Polizei!-Das dürfte damals noch die Coburger Stadtpolizei gewesen sein!

Christian Offline



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17.02.2005 20:00
#7 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Weil das der Thread über die Mohrenstraße ist, noch eine kleine Anmerkung. Beim Jahrhunderthochwasser 1909 lag die Grenze dieses Hochwassers in Mohrenstraße auf der Höhe des ehemaligen Cafe Schilling (heute Schreibwarengeschäft McPaper und Co)
Mein Großvater hat mir mal erzählt er habe einen Freund gehabt, der dem Rudersport verfallen war. Als am Heiligabend 1967 das Hochwasser seinen Höhepunkt erreicht hat, nahm der Freund sein Ruderboot und drehte einige Runden durch die Mohrenstraße, Löwenstraße und Lossaustraße.

gerd Offline



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17.02.2005 20:04
#8 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Kann ich mir gut vorstellen Christian!!

Christian Offline



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17.03.2005 19:55
#9 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

So, jetzt reaktiviere ich mal diesen Thread. Ich habe dos Foto was du angesprochen hast Norbert, gesehen. Das ist in dem neuen Roßteutscherbuch "Mohrenstraße" mit drin.

Ich schlage mal vor wenn wir über die Mohrenstraße sprechen, dass wir mal den Bereich Gräfsblock außen vorlassen. Der bietet alleine Stoff für einen Thread.
Und sonst ist ja die Mohrenstraße lang genug.

Da greife ich gleich mal vor auf die Denkmalschutzliste. Für die Mohrenstraße sind dort 30 Gebäude gelistet.
Ferner befindet sich in dieser Liste auch die Mohrenbrücke.

Und noch eine Besonderheit in der Hausnummerierung.
In Coburg war es normalerweise üblich, dass die Nummer 1 am nähesten das Stadtkerns waren. Je höher die Nummer, desto weiter war man vom Stadtkern entfernt. Das gilt für alle Straßen.
Ausnahme die Mohrenstraße. So hat das Gebäude, indem früher die Hypobank drin war die Adresse Mohrenstraße 40, das Gebäude Nummer 1 dagegen befindet sich weit außerhalb der Innenstadt am Bahnhof.

Mfg
Christian

Christian Offline



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18.03.2005 21:12
#10 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Das ist heute kaum vorstellbar, das Hertie mal ein Kaufhaus in der Mohrenstraße bauen wollte. Meines Wissens sollte das auch so ein Betonklotz werden wie andere "diverse" Kaufhäuser in Mohrenstraße. Dafür hätten die historischen Gebäude Mohrenstraße 24 bis 30 (Foto-Mitschke bis Sparda-Bank) abgerissen werden müssen. Gut das dies uns erspart geblieben ist.

Christian Offline



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19.03.2005 13:13
#11 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Ja, das weiss ich Norbert, ich möchte aber deinem Artikel nicht soviel vorweg nehmen.
Es gab damals auch die Schnapsidee, man könnte ja den Federsgarten überbauen. So hätte man das Bebauungsverbot umgehen können. Fakt ist Hertie hatte damals schon alle Grundstücke käuflich erworben und alle Mieter und Geschäfte rausgeworfen.

Christian Offline



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19.03.2005 13:21
#12 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Ich möchte heute mal nicht mit den alten Geschäften der Mohrenstraße beginnen, sondern mit den Ärzten. Aus dem Telefonbuch von 1949 kann man ersehen, dass schon damals die Mohrenstraße ein bevorzugtes Niederlassungsgebiet verschiedener Ärzte war.

C. Paulfranz Dentist Mohrenstraße 1
Karl Homburg Dentist Mohrenstraße 10
Dr. med. Clemens Schilling Praktischer Arzt und Geburtshelfer Mohrenstraße 12
Dr. dent. Degner Zahnarzt Mohrenstraße 12
Dr. Fritz Schuldenzucker Tierarzt Mohrenstraße 14
Dr. Hans Höfer Zahnarzt Mohrenstraße 24
Dr. Gerold Grempel Zahnarzt Mohrenstraße 25
Dr. med. Rolf Kellersch Praktischer Arzt und Geburtshelfer Mohrenstraße 28
Dr. med. Fr. Kühnlein Arzt für Augenkrankheiten, Augenklinik Mohrenstraße 3
Dr. med. Otto Rau Facharzt für Chirurgie, Privatklinik Mohrenstraße 3
Dr. Alfred Hofmann Zahnarzt Mohrenstraße 30
Dr. med. Hans Wangemann Facharzt für Hals, Nase, Ohren, Klinik Mohrenstraße 32
Erna Kirschenpfadt Dentistin Mohrenstraße 32
Dr. med. Werner Liese Neurologe und Psychiatrie Mohrenstraße 5
Dr. med. Walter Heß Praktischer Arzt Mohrenstraße 7a
Dr. E. Zimmerlein Zahnarzt Mohrenstraße 9a
Dr. med. Luise Hofmann Praktische Ärztin Mohrenstraße 26
Dr. med. Alfred Dittrich Praktischer Arzt / Privatklinik Mohrenstraße 3
Dr. med. Walter Arnold Haut -und Geschlechtskrankheiten Mohrenstraße 4

gerd Offline



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19.03.2005 14:37
#13 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Zahnarzt DEGNER und Dr.Rauh sind mir noch gut in Erinnerung!!(auch wenns negativ ist!!)

gerd Offline



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19.03.2005 14:52
#14 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

Übrigens lebte in der Mohrenstraße der bekannte Aquarellist Arno Müller.Ich denke er wohnte im Rückgebäude Mohrenstraße 3(?.Er war ja in der Rückertschule Rektor, gab bei der VHS Zeichen und Malkurse.(Hatte bei Ihm ein Stein im Brett!!)-Viele bekannte Motive von Coburg wurden in Aquarell von ihn gemalt.-Wie ich erfahren konnte,muß er als junger Mann mit dem ehemaligen "Zar" von Bulgarien,der ja in der "Parkvilla" im Hofgarten lebte,öfters auf Reisen gewesen sein und hat dabei ausländische Zoologie und Botanik studiert und gemalt/gezeichnet.-Auch heute gibt es ja wieder einen sehr guten Aquarellisten in Coburg.

Christian Offline



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19.03.2005 17:14
#15 RE:Mohrenstraße Zitat · antworten

stimmt, allen voran Günther Heinz mit seinen Kunstkalendern.

Hier etwas, was ich bei http://www.coburg.de gefunden habe


Die Mohrenstraße, Teil der Stadterweiterung der 2. Hälfte des 19. Jh., schafft die direkteste Verbindung vom Bahnhof zur Altstadt. Die Straße, die seit den 1860er Jahren geplant wurde, deren endgültiger Durchbruch zur Altstadt aber erst in den 1930er Jahren erfolgte, teilt sich ihrem stufenweisen Wachstum entsprechend in vier Abschnitte.
Der westliche und untere Abschnitt in Bahnhofsnähe, von der Lossaustraße in östlicher Richtung verlaufend, ist der älteste. Trotz moderner Einbrüche ist er noch wesentlich von villenartigen Einzelhäusern geprägt, wie sie in diesem Gebiet in den 60er und 70er Jahren des 19. Jh. üblich waren. Bei der Itz in südlicher Richtung abknickend, beginnt der nächste Abschnitt mit einem städtebaulich wirksamen Akzent, dem Jugendstileckhaus Mohrenstr. 9a/b. Die anschließende Bebauung bis zur Löwenstraße wird von Wohn- und Geschäftshäusern in relativ schlichter klassizisierender Formensprache geprägt. Mit der hier kreuzenden Seifartshofstraße repräsentiert der Abschnitt die Fortführung der Erweiterung in den 70er und 80er Jahren des 19. Jh. Zum Altstadtniveau in Richtung Spitaltor leicht ansteigend folgt der Abschnitt, der trotz Störung durch ein modernes Kaufhaus eine Geschäftsstraße des Historismus von hoher Geschlossenheit ist. Die Wohn- und Geschäftshäuser sind zumeist im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. entstanden; ihre aufwändige Prachtentfaltung zeigt häufig kolossale Gliederung in manieristisch abgewandelten Formen der Neurenaissance. Hinter der südlichen Bebauung befinden sich die zum Federsgarten parkartig zusammengefaßten Hofgrundstücke

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