Ein Blick von der Schlachthofstraße zum Hofbrauhaus/Postgrund und Bahnübergang.Interessant, das der Verkehr Richtung Norden über den Neuen Weg abgeleitet war,obwohl "abknickende Vorfahrt"über den Bahnübergang Richtung Stadtmitte war!.Auf dem Wiesengelände zwischen dem gelben Wegweiser und dem linken(oberen) Gleis befand sich vor langer Zeit ein Kiosk.
Hochinteressant das Foto vom Bahnübergang.Knapp 8 Jahre später hatte ich fast täglich den gleichen Blickwinkel von unsrer Gießerei aus. Erstmal interessant der alte Stadtbus!!-Über der Bahn drüben ,das dürfte der ehemalige Kiosk sein,dahinter war ein Zebrastreifen zum Mohrenkeller.-Der Mohrenkeller-Coburgs erste Brathendlstation. Am Freitag Abend spielte oft dort die "Chris Keller Band".Wenn wir am Freitagabend "auf Tournee"gingen war der Mohrenkeller meist die "Endstation" denn ich wohnte damals auf der Hutstraße!
Auf dem Foto allerding hier nicht mehr zu sehen,stand(steht) ein Signal der Bahn.Rechts!Es ist glaub ich das Einfahrsignal für den Güterbahnhof. Damals fuhr die Bahn ja noch mit Dampfloks(s.Foto) Wenn nun eine Dampflok vom Bahnhof in den Güterbahnhof wollte mußte sie an diesem Signal anhalten! Unser Lehrlingsmeister war meistens gut drauf und veralberte die Kollegen mit der Ansage:"Guckt nunter,die Schwarze steht wieder unten und raucht!"--???---Alles rannte an die Fenster um evtl.eine "Dame" zu sehen!?-"Na wo denn??"-"Mensch da steht`se doch!Seht ihr sie denn nicht!!"-"Mann, ah Dampflok!-So was blödes!!"-So hat man den Arbeitstag auch rumgebracht!
Habe grad nen Plan von 1860 vor mir liegen, aus dem ersichtlich ist, daß das ganze Gebiet - Hang bis zu den Itzschleifen - als Weichengereuth bezeichnet wird und nicht nur der Fahrweg! Interessant ist auch, daß es Marsberg heißt und nicht Marschberg!
Also hier verweise ich mal auf das Buch von Franz Eberlein über die Straßennamen in Coburg Eberlein bestätigt hierbei den Plan von 1860
Weichengereuth: Der Name, der als Weyckengerewte für die Flur auftritt, ist noch nicht vollkommen geklärt. In dem Grundwort gerewte steckt roden, es bedeutet also, daß hier Büsche und Bäume beseitigt wurden, um Ackerland und Wiesen zu gewinnen. Schwierigkeiten bereitet allerdings das Wort Weycken. Der Heimatforscher Zapf geht auf einen Personennamen zurück. So taucht in unserer Gegend im 12. und 13. Jahrhundert Weico auf, oder um 1400 heißen Coburger Bürger Weyck. Weichengereuth wäre also die Rodung des Weico oder des Weyck.
Marschberg: Die Straße, die heute diesen Namen trägt, hieß früher Seßlacher Weg. Neben diesen Weg liegt auch die Anhöhe des Ahornberges. Im Volksmund entstand aus der Verbindung "Am Ahornberg" das Wort "Marnsberg", später abgeschliffen zu Marsberg. Im 19. Jahrhundert bürgerte sich dafür das in diesem Falle völlig beziehungslose Marschberg ein. Diesen Namen erhielten dann 1875 Flur und Straße.
Wieder einmal hat in Coburg die Abrissbirne viel zu tun. In diesen Tagen schlägt die letzte Stunde für das ehemalige Gasthaus Jägersruh an der Ecke zur Samuel-Schmidt-Straße. Hier zur Erinnerung ein Bild und die Geschichte des Hauses.
Der Abriss der Haeuser im Weichengereuth, die dem Ausbau der B4 weichen mussten, ist vor etlichen Jahren schon im Forum besprochen worden. Leider sind die Photos von damals nicht mehr aufrufbar. Hier ein paar Aufnahmen vom Haus Weichengereuth 3 mit seinem Hintergebaeude.