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Dieses Thema hat 373 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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Christian Offline



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06.06.2006 19:56
#151 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Norbert, ich habe dir mal die Judengasse 38 geschickt.

gerd Offline



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23.06.2006 16:51
#152 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Christian, zu deinem Bericht über die Wollandts:Der Karl Wollandt,war der Bruder vom Bürgermeister!-Der Bürgermeister hatte 2 Kinder,Doris W.und den Sohn Hans G.Wollandt.

Christian Offline



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23.06.2006 16:54
#153 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Ups, da hat sich der Fehlerteufel wieder mal eingeschlichen.
Danke Gerd werde das gleich korrigieren.

Zum Haus Judengasse 31 habe ich noch ein paar gute Sachen entdeckt.

gerd Offline



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23.06.2006 17:06
#154 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten
Christian,das Foto mit den Damen:da sind 3 Generationen drauf!!Rechts die Frau war Ingrid Wollandt,die Frau vom Karl Wollandt.Links daneben ihre Oma und als 3.von rechts ihre Mutter.Sie stammten von der Mauer.Frag mich aber nicht,wie die hießen???
Karl und Ingrid Wollandt hatten 2 Söhne.

Christian Offline



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23.06.2006 17:28
#155 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Ja habe sie im Adressbuch von 1983 entdeckt:

Judengasse 31:
Wollandt, Claus
Wollandt, Heinrich
Wollandt, Ingrid
Wollandt, Irmgard
Wollandt, Karl

gerd Offline



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23.06.2006 17:39
#156 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Claus und Heinrich waren die beiden Söhne.Die Irmgard W.ist die Witwe vom Bürgermeister gewesen.Denke sie lebte zuletz in einem Altenheim am Hischfeldring?-und die hatte 2 Kinder,"des Dorle" und den "Hans`l"-leben meines Wissens in der Oberpfalz und in Norddeutschland.

Jürgen Offline



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24.07.2006 19:49
#157 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Der Korbflechter Engelhardt hatte - nach seinen Angaben - vor dem Krieg das Haus von einem Juden gekauft, der aus Nazi-Deutschland raus wollte. Hatte angeblich auch den regulären Preis gezahlt, aber nach dem Stichtag. Der ehemalige Eigentümer kam nach dem Krieg und forderte einen neuen Kauf, da der alte ungültig sei. Engelhardt konnte nicht boch einmal zahlen und so fiel das Haus an den ursprünglichgen Eigentümer zurück. Ich bin deshalb so gut informiert, da Engelhardt in unserem Haus einen Raum gemietet hatte und dort seine Korbwaren herstellte (war in der Zeit ungefähr 1956 bis 1959)
Jürgen

Christian Offline



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25.07.2006 19:21
#158 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten
Das Anwesen Judengasse 8 gehörte vor dem Krieg dem Kaufmann Wolf Baumwollspinner. 1938 musste er, weil er Jude war, sein Haus verkaufen an Engelhardt. 1942 sind Baumwollspinner und seine Frau ins KZ Theresienstadt deportiert worden und höchstwahrscheinlich auch dort umgebracht worden.
Die Rückführungsansprüche hat deshalb höchstwahrscheinlich der Sohn Hermann Baumwollspinner wahrgenommen. In den Adressbüchern von 1949 ist allerdings Engelhardt als Hausbesitzer noch aufgeführt.

Jürgen Offline



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25.07.2006 21:06
#159 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Das war ein guter Obstladen - immer frische und gute Ware; habe gern dort gekauft. Haben (so glaube ich mich zu erinnern)erst in den 90er Jahren zugemacht. Inwieweit sie mit dem Obst-Wollandt am Spitaltor zu tun hatten, kann ich nicht sagen.
Jürgen

Christian Offline



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25.07.2006 21:24
#160 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Habe neulich mal das Grab von Wollandts auf dem Friedhof entdeckt
Darauf war zu lesen:

Georg Wollandt (1887-1955)

Friedrich Wollandt (1914-1970) ehemaliger 2. Bürgermeister von Coburg
Irmgard Wollandt (1912-2000)

Karl Wollandt (1925-2001)
Ingrid Wollandt (1933-1998)


Jürgen Offline



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26.07.2006 12:32
#161 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Karl und Ingrid Wollandt waren die Besitzer des Obstgeschäftes in der Judengasse.
Friedrich Wollandt war Malermeister und Mitglied des Stammtisches "Säukopf von der Itz" in der Gaststätte Mönchs-Karl
Jürgen

gerd Offline



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26.07.2006 16:37
#162 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten
Jürgen,ich bin da im Haus Wollandt geboren.Der Wollandt am Spitalturm,war der Bruder vom Georg Wollandt in der Judengasse.
Der Georg Wollandt war Tischler und hat den Gemüseladen aufgebaut.Als dann der Karl Wollandt(jüngerer Sohn vom Georg )heiratete-die Ingrid,arbeitete sie im Gemüseladen mit.Sie war aber gelernte Friseuse.Der Karl Wollandt war meines Wissens entweder Dreher oder Werzeugmacher beim
Dornburg oder Kapp(??).Als der Laden immer besser lief,war der Karl dann immer im Geschäft zu finden.Aus dieser Ehe gingen 2 Söhne hervor.

Der Malermeister Friedrich W.hatte eine Tochter und einen Sohn.Ich denke,das die Tochter in Schleswig Holstein lebt(?) und der Sohn in der Oberpfalz(?).Der Friedrich gab auch in der Gewerbeschule Unterricht für die Malerlehrlinge.

Der Georg Wollandt wohnte bis zu seinem Tod am Brauhof 1 und hatte den ehemaligen Hausgarten der Vereinsbrauerei gepachtet.(von der Stadt).Sie pendelten täglich vom Brauhof zur Judengasse.Als dann die beiden Kinder vom Karl unterwegs waren,(und der Georg und seine Frau gestorben waren) machte der Karl meinen Eltern den Vorschlag,die Wohnungen zu tauschen.Hinzu kam,das meine Eltern zu Anfang der 50er Jahre einen Garten suchten.Das war damals so gut wie Aussichtslos.Durch den Wohnungswechsel kamen wir nun in den Genuss eines Garten.
Das mich dieser Garten in meiner persönlichen Entwicklung mit prägte,sei nur am Rande erwähnt.
Ich hatte dort Möglichkeiten,welche andere Kinder in der Stadt nicht hatten!(Sei es im Zelt zu übernachten,ein Feuer zu schüren,oder Obst direkt vom Baum zu essen.-Auch durfte ich mit dem Luftgewehr die ersten Schüsse dort machen!)
So wurde ich also ein "Brauhöfer".Nicht gerade die feinste Ecke von Coburg-aber was solls!!??
Der Brauhof war damals ein Getto,wie es die anderen Straßen,wie etwa der Schiesstand auch waren.
Aber das juckt doch heute niemanden mehr!-Wer weiss denn noch davon?
gerd

gerd Offline



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26.07.2006 16:39
#163 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Christian,der Name der Frau vom Georg Wollandt stand nicht mit auf dem Grabstein?

Christian Offline



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26.07.2006 17:15
#164 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

nein. Nur diese 5

gerd Offline



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26.07.2006 19:23
#165 RE: RE:Judengasse G 2 Zitat · antworten

Norbert,das trifft ja alles zu!-Ich meine aber,durch die abgeschlossene Lage des Brauhof`s(nur eine Zufahrt und sonst nur für Fussgänger vom Hahnweg aus zu erreichen)stellte der B.für mich ein Getto dar.Letztendlich war es ja auch ein "Verschworenes Häuflein",das da wohnte!-Die ganzen vor und Nachteile dort haben wir ja schon ausgiebig bequatscht!!Oder?

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