RE: RE:Judengasse G 2

#231 von Rolf Metzner , 09.01.2012 14:54

Angeblich setzt sich Professor Michael Heinrich, Vizepräsident der Fachhochschule Coburg, für den Erhalt der Häuser Judengasse 49 und 51 ein (siehe Link):

http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Heinrich_(B%C3%BChnen-_und_Kost%C3%BCmbildner)

Bitte beim sich öffnenden Link Michael Heinrich, Bühnen- und Kostümbildner, anclicken (dort wird unter "Sonstiges" auf die Häuser Judengasse 49 und 51 Bezug genommen)!


 
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RE: RE:Judengasse G 2

#232 von Stammbus , 09.01.2012 16:55

Hintergrund ist das ich evtl. Interesse Daran hätte die Beiden Gebäude zu erwerben, aber leider bekommt man beim Grundbuchamt ja keine auskunft mehr wem die Gebäude gehören.

Typischer Fall für die Wirtschaftsförderung der Stadt Coburg.


http://www.coburg.de/startseite/Leben-in...aft-Arbeit.aspx


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RE: RE:Judengasse G 2

#233 von chris-beamer , 09.01.2012 18:14

Das ganze ist etwas verworren. Die beiden Gebäude gehörten damals Firma Thau. Herr Herold hat sie dann aus der Insolvenzmasse erworben. Er wollte die Gebäude damals wegreissen lassen und besagte studentenwohnunge errichten. So viel ich aber gehört habe, gab es aber Probleme wegen der Nähe zur Itz. Worauf der Verkauf angeblich wieder rückgängig gemacht wurde. Von einem Dozenten der Hochschule habe ich aber gehört das die Gebäude trotzdem weg sollen und die geplanten Wohnungen errichtet werden sollen.

Egal wie es kommt die die Hausnummer 51 ist völlig marode und 49 mit viel viel Aufwand zu retten.

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RE: RE:Judengasse G 2

#234 von rüger , 10.01.2012 10:18

Ja, absolut oberkinderfreundlich, der alte Schinzel !!

Uns Jugendliche hat er in den späten 60ern mal mit der Pferdepeitsche aus seinem Gasthaus gejagt, nur weil wir dort in voller Faschingsmontur (es w a r Fasching!) rein sind.
Das war allerdings schon in der Steingasse, wo er eine Weile die Gaststätte betrieben hat, in der sich heute das 'DAL PASSATORE' befindet.

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RE: RE:Judengasse G 2

#235 von gerd , 10.01.2012 11:38

Die Cortendorfer Bierstube....war das damals.Der "Ernst" war ein Fall für sich...als der noch auf dem "Weissen Ross" in der Judengasse war,wurde erzählt,das er, Schinzel, den Gästen bei einem Gewitter,Messer und Gabel wegnahm,weil er angeblich vor Gewittern panische Angst hatte...
Im Hausflur der Cortendorfer Bierstube stand ein ausrangierter Tresen vom Ernst....der stand aber eines Abends lichterloh brenned im Hofe der Ehrenburg!!
"Da hammer doch so ah Paar Säuhünd mein Tresen gaklaut und ach noch ah gazünd!!"..es kam nie raus ,wer die "Säuhünd" waren...

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RE: RE:Judengasse G 2

#236 von rüger , 10.01.2012 12:10

Ja, der Schinzel's Ernst war schon ein Fall für sich ...
Die 'Cortendorfer Bierstube' - genau.
Das war übrigens auch das Haus, aus dem die Ingrid Wollandt, Karl's Frau (Gemüsegeschäft, Judengasse 31) rausstammte.
Ihre Eltern müssen dort in der Steingasse früher mal die Wirtsleute gewesen sein (Ingrids Mädchennamen kenne ich leider nicht).
Ich hab' die alten Wollandts, auch die Söhne Heiner und Claus gut gekannt, wir waren früher oft in Schney beim AWV.
Da hat sich's im Bootshaus immer prima feiern lassen :-)

War 'ne schöne Zeit!


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RE: RE:Judengasse G 2

#237 von gerd , 10.01.2012 19:34

Das ist ja interessant!Die Wollands kannte ich sehr gut.Wir wohnten bei denen in der Judengasse bis ca. 1955.Auch das die beim AWV in Schney waren ist bekannt. Das die Eltern von der Ingrid aber einmal das Gasthaus hatten ist mir bis dato nicht bekannt gewesen.
Jaaa...die Sommernachtsfeste in Schney beim AWV oder beim PSC waren beliebt.Im Gegenzug kamen die Leute zu uns nach Hausen,SVC, wenn wir auf dem Bootsplatz unser Fest feierten.
Ich habe die Eltern von der Ingrid nur soweit in Erinnerung,das die auf der Mauer wohnten!?
Die ganz alten Wollands,welche am Brauhof wohnten kannte ich auch noch.Ebenso den Bruder vom Karl,der ja einmal Bürgermeister in C. war.(Malermeister)
Heiner und Claus sind ebenfalls bekannt,jedoch nicht persönlich!
In welchem Besitz ist eigentlich heute das Anwesen Judengasse 31? Da wohnt doch niemand mehr von den Wollands?


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RE: RE:Judengasse G 2

#238 von rüger , 10.01.2012 19:58

Das Haus wurde vor einigen Jahren nach dem Tod der Eltern von den beiden Söhnen an die 'Wohnbau' verkauft, meines Wissens dann mehr oder weniger komplett entkernt und beherbergt heute Mietwohnungen.
Früher stand im Hinterhof (Einfahrt von der Viktoriastrasse aus) links noch ein Flachbau. Darin war etliche Jahre die Ausstattungsabteilung der Fa. 'Matzer und Worsch' untergebracht.
Heute ist an Stelle der Einfahrt mit dem eisernen Schiebetor eine Mauer mit einer kleinen Eingangspforte. Nehme an, die 'Wohnbau' hat den alten Hof zu einer grünen Zone für die Bewohner umgestaltet.


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RE: RE:Judengasse G 2

#239 von gerd , 10.01.2012 21:14

Das Anwesen Judengasse 31 war früher im Besitz von einem Schlosser Buhmann.Der hatte in besagtem Flachbau seine Werkstatt.Als der Buhmann verstorben war,suchte die Witwe nach einen Compagnon der das Geschäft mit ihr weiter führen sollte.
Hier kam nun der junge Erich Krummholz-Schlossermeister ins Spiel.Die Witwe Buhmann ist aber zur Tochter verzogen und die Schlosserei ging ganz in die Hände von Krummholz über.
Ob das Anwesen aber zu dem Zeitpunkt von Wollands gekauft wurde und Krummholz nur als Pächter der Werkstatt und noch einiger Räume blieb,ist mir bis dato nicht bekannt.
Jedenfalls hat Krummholz dann das Anwesen Judengasse 29-daneben- gekauft und dort eine neue Werkstatt mit Wohnhaus an der Victoriastrasse errichtet.(Heute Antikladen).
Besagter Flachbau,war zunächst die Malerwerkstatt von Wolland,als die noch das Geschäft hatten.Dann war dort Fa.Matzer und Worsch mit der Ausstattungsabteilung zu finden.
Georg Wolland,der Vater von Friedrich und Karl Wolland,war ja Schreiner/Tischler,als Sozialdemokrat von den Nazis nach Dachau gebracht worden.
In den 50er Jahren betrieb Er und Karl/Ingrid das Gemüsegeschäft an der Judengasse,das ja beim Umbau des Hauses verschwunden ist.In dem Haus waren 4 Wohnungen verschiedener grösse vorhanden.In der ersten Etage waren die W. vom Friedrich und im Hinterhaus die unsere W.Einen Stock höher waren 2 kleine schräge Wohnungen bewohnt!Zwischen dem Vorderhaus an der Judengasse und dem Hinterhaus zum Garten/Victoriastrasse hin,war ein kleiner Innenhof.
Unter uns,hatte krummholz seine Schmiede und dann im Flachbau die Werkstatt.Als krummholz dann in sein neues Anwesen umgezogen ist,wurde die Schmiede und die Werkstatt total renoviert.Im Garten stand ein mächtiger Kastanienbaum und aus Wellblech eine Garage,denn Wollands hatten in den 50er Jahren einen PKW Ford "Eifel".
Zur Victoriastrasse hin befand sich ein kleiner,aber sehr schöner Rosengarten mit Spalieren und einem eisernen Gartenzaun mit doppelten Einfahrtstor.
Dort sind jetzt Parkplätze geschaffen


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RE: RE:Judengasse G 2

#240 von rüger , 10.01.2012 21:31

Danke Gerd, da war mir Einiges neu.

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