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 Die Geschichte Coburger Straßen
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gerd Offline



Beiträge: 4.351
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06.12.2009 09:38
#181 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Hallo Jürgen,wieder was dazu gelernt.danke!

gerd Offline



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06.12.2009 10:04
#182 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Der Name KÜLBEL,welcher ja eng mit der ehemaligen Vereinsbrauerei verbunden war,ist im Hahnweg früher sehr oft zu finden.Der Name erscheint auf der linken Straßenseite (stadtauswärts gesehen)
Haus No.3
1869: Gustav Külbel,hier wird auf den Bau einer Malzfabrik hingewiesen
1878: Bertha Külbel,Malzfabrikanten Witwe
1893: Ernst und Karl Külbel
1903: Gustav Külbel
1911: Ernst Külbel

Haus No. 15
1899 Gustav külbel
1903 Ernst und Karl Külbel

Auf der rechten Straßenseite
Haus No.2
1872 Errichtung der Vereinsbrauerei
Gustav Külbel und Gustav Beinert (Aktiengesellschaft)
1881 Bertha Külbel und Gustav Beinert
in diesen Jahren haben sich wahrscheinlich die Külbels aus dem Brauereigeschäft zurück gezogen(?)

1886 Gustav Beinert und Wilhelm Recknagel
1888 Beinert und Recknagel
1924 Beinerts Erben

Haus No. 6
1897 Gustav Külbel

Haus No. 10
1881 Bertha Külbel
1893 Karl Külbel
1895 Fa. Gustav Külbel

Haus No. 14a
1870 Gustav Külbel
1878 Gustav Beinert

Haus No. 72
1903 Gebrüder Külbel


Bei Frau Bertha Külbel bestanden Beziehungen mit der Brauerei Scheidmantel
Im 7. Bezirk wurde Herr Blechschmiedemeister Gustav Beinert mit 13 Stimmen in die Stadtverordnetenliste gewählt.
13.1.1885
(siehe hier auch bei Walter Schneier
"Coburg-Ein Blick in die Vergangenheit" auf Seite 77 Der letzte Coburger Sonderlandtag 1919-Külbel und Göckel.)

Beim Anwesen Hahnweg No.3 handelte es sich um ein größeres in Ziegelbauweise errichtetes Gebäude.Es hatte einen Innenhof durch den man mit dem LKW hindurch fahren konnte.Hier hatte die Fa. Olff Köppcke/Südfrüchte umfangreiche Lagerräume und über eine Hahnflussbrücke auch einen bequemen Zugang von der Höhe des Rittersteiches aus.Das Anwesen wurde von einem Treppenweg(nördlich) begrenzt der ja heute noch vorhanden ist und einen Zugang vom Hahnweg zum Rittersteich/Rosenauerstraße ermöglicht.Neben Wohnungen,beherbergte das Gebäude auch die Versteigerungsfirma Schweinsberg.

Christian Offline



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06.12.2009 10:46
#183 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Hallo Gerd,
beim Lesen deiner Aussagen ist mir aufgefallen, dass du die alten Hausnummern des Hahnwegs vewendest. Es gab in den 1950er Jahren nämlich eine Neuvergabe der Hausnummern.

So trägt das Haus Hahnweg 3 heute die Hausnummer 5.
Das Haus Nr. 15 findet man heute unter der Adresse Hahnweg 29
Nr. 6 findet sich heute unter Hahnweg 8
Nr. 10 findet sich heute unter Hahnweg 20
Nr. 72 findet sich heute unter Hahnweg 118

Lediglich die Nr. 2 und die 14a verblieben bei ihren alten Hausnummern.

Gruß
Christian

gerd Offline



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06.12.2009 11:02
#184 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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06.12.2009 11:06
#185 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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Christian Offline



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06.12.2009 11:36
#186 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Auszug aus dem Adressbuch von 1955:

Hahnweg Nr. 2 Hausbesitzer: Gustav Beinert (Nordamerika)
Hahnweg Nr. 8 Hausbesitzer: Ida Zerr, Metzgermeisterswitwe aus der Heiligkreuzstraße
Hahnweg Nr. 14a (Zu diesem Zeitpunkt schon abgerissen.)
Hahnweg Nr. 20 Hausbesitzer: Alfred Schunk (Korbmöbelfabrik)
Hahnweg Nr. 118 (Zu diesem Zeitpunkt schon abgerissen. Das Haus stand auf dem Gelände der Firma Waldrich)

Hahnweg Nr. 5 Hausbesitzer: Gertrud Thiel, Witwe
Hahnweg Nr. 29 Hausbesitzer: Johann Lorenz (Polstermöbelfabrik)

Vielleicht hat der eine oder andere eine Erinnerung daran.

gerd Offline



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06.12.2009 11:48
#187 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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06.12.2009 13:12
#188 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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06.12.2009 20:53
#189 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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06.12.2009 21:30
#190 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Die "Tunnabatterie" welche Ernst Eckerlein erwähnt,war ein Wagen von 2 Pferden gezogen.Einige Arbeiter waren damit beschäftigt,die hauseigenen Fäkalienbehälter in diese Tonnenbatterie zu entleeren,als es noch keine Kanalisation in der Stadt gab...man kann sich vorstellen,welche "Düfte" der Wagen verbreitete,wenn er vor dem Haus stand!....
...."ob Bürgar,Grof,öb arm,öb reich,geht ährfurchtsvoll in großar Krümm ,Respaktvoll üm dan Wogen rüm,In gutem Garuch steht halt sie,Die ganza Tunnabatterie......

Jürgen Offline



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08.12.2009 12:29
#191 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

Ein Anschluss der VB an das Trinkwassernetz bedeutet nicht unbedingt, dass der Brunnen zu wenig Wasser lieferte. Meines Wissens gab es u. U. örtliche oder auch von den Ländern aufgestellte Vorschriften, die die Entnahme von Brunnenwasser zum Brauen verboten haben; allerdings durfte sieses Wasser aber noch zumeist für Reinigungszwecke genutzt werden. Kann man u. U. verstehen, hatte mab doch große Summen in die Wasserversorgung investiert und wollte diese möglichst bald wieder einnehmen. Denkbar ist aber auch, dass es oftmals Brunnenwasser gab, das eventuell sogar gesundheitsschädlich war.
Die ersten Abwasseranlagen in Coburg entstanden ca. ab Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei man aber hier zuerst Oberflächenwasser ableitete (wie z. B. den Bereich Steingasse, Anlage usw.) Hierbei handelte es sich in der Regel um gemauerte Kanäle, die noch eute in Betrieb sind (Oberflächenwässer, keine Fäkalien).
Der eigentliche Bau von Entwässerungskanälen wurde um die Jahrhundertwende ins Auge gefasst und ein Berliner Ingenieur (Jeffson oder so ähnlich) mit der Planung betraut. Aus dieser Zeit (Anfang des 20. Jahrhunderts) datieren auch die ersten Pläne einer Kläranlage.
Die erste Planung und der Bau von Kanälen ging von England aus, wo ca. Mitte des 19. Jahrhunderts eine große Epidemie in London (die man auf ungeklärte Abwässeer zurückführte) viele Opfer forderte. Auf dem europäischen Festland entstanden die ersten Kläranlagen in Frankfurt/Main und Hamburg.
Übrigens war die modernste Kläranlage in Europa direkt vor dem WK II in Dresden gebaut worden; diese moderne Anlage hat man dan nach dem Krieg verkommen lassen und die Kanalisation zur Abfallbeseitigung genutz. Die Abwässr wurden ungeklärt der Elbe zugeleitet. War ja nicht so schlimm - sollte dich der Klassenfeind damit fertig werden!
Zur "Tonnengalerie" ist noch zu sagen, dass diese Tonnen in der sog. "Coburger Reihe" untergebracht waren (Zwischenraum zwischen jeweils 2 Häusern, mit einer Brettetür - wie auch heute noch - verschlossen)

LG
Jürgen

... unser Coburg ist doch einzig schön ...

Stefan Offline




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13.12.2009 13:25
#192 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

So, ich war heute morgen mal da und hab mir die Bescherung angesehen. Hier zwei aktuelle Bilder:




gerd Offline



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13.12.2009 17:33
#193 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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13.12.2009 19:00
#194 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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gerd Offline



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14.12.2009 20:45
#195 RE: RE:Brauhof.- Gerd Zitat · antworten

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