RE: RE:Brauhof.- Gerd

#171 von Jürgen , 04.12.2009 12:56

Hallo Gerd,
in Deinem Bericht von den Kellern der VB erwähnst Du, dass die voegefundenen "Backsteine" (eigentliche Bezeichnung "Ziegelsteine") ein anderes Format hatten. Das ist ohne Zweifel so! Wir haben jetzt ein Regelformat von 0,24 cm Länge und 11,5 cm Breite. Dieses Format existiert seit nach dem WK II.
Vorher gab es das sog. RF (Reichsformat) mit 25 cm Länge und 12 cm Breite. Wann das RF eingeführt wurde, vermag ich jetzt nicht zu sagen. Vor dem RF wird jeder wohl sein eigenens Format gebrannt haben.


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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#172 von gerd , 04.12.2009 13:50

Hallo Jürgen,danke für den Hinweis.Das Format,der dort gesehenen Ziegelsteine ist mir damals sofort aufgefallen.Das heutige Format von o,24 x11,5x ??Höhe war anders.(RF?)Vor allem die Höhe der Ziegel war viel geringer.Ich wollte sowieso auf Dich zurück kommen,denn ich hätte die eine oder andere Frage,was das Bauwesen betrifft, an Dich .Somit gleich einige Fragen:
Ist bekannt seit wann betoniert wird?(man liest das früher "Stampfbeton" verarbeitet wurde)
Seit wann kennt man als Bewehrung im Beton Baustahl?(Moniereisen?)
Kannst Du mir erklären,wie man früher Fundamente gründete,(ohne in Beton gegossen)auf denen später große Gewichte lagerten?
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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#173 von gerd , 04.12.2009 17:28

Den Ordner über die Vereinsbrauerei habe ich gefunden und somit wäre es eine Möglichkeit hier in lockerer Reihenfolge etwas wieder zu geben.


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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#174 von gerd , 04.12.2009 17:33

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#175 von Christian , 04.12.2009 17:47

Ab jetzt hier:

http://www.bayerische-landesbibliothek-o...1860_hsc_03.jpg

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis.
Die Gebäude, welche grau unterlegt sind, waren Wohnhäuser.
Die Gebäude, welche gelb unterlegt sind, waren Scheunen, Stadel usw.

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#176 von Norbert ( gelöscht ) , 04.12.2009 20:23

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#177 von gerd , 04.12.2009 20:27

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#178 von gerd , 04.12.2009 20:30

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#179 von Christian , 04.12.2009 21:51

Im Linder-Album ist an dieser Stelle eine Scheune zu sehen.

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RE: RE:Brauhof.- Gerd

#180 von Jürgen , 05.12.2009 13:18

Hallo Gerd,
Höhenangaqben beim Ziegelformat habe ich absichtlich unterlassen, da es auchv heute noch mehrere gibt (Dünnformat, 1 1/2 Format usw. Durch Ziegelhöhen Rückschlüsse auf die Herstellungszeit zu treffen, dürfte nicht möglich sein. Doch nun zu Deinen anderen Fragen:
Moniereisen: Dieser Ausdruck bezieht sich auf einen französischen Gärtner, der auch seine BHlumentöpfe (meist aus Ton, später auch aus Zement - ich nehme an, mit Zuschlagstoff Sand -) herstellte. Diese brachen allerdings immer sehr leicht und Töpfe aus Holz verrotteten zu schnell. So experimentierte er mit diversen anderen Materialien und weiteren zugefügten Teilen, darunter auch einmal Draht (ich glaube, es war "Karnickeldraht") und siehe da, die Töpfe hielten ein vielfaches aus! Dies dürfte so um das Jahr 1860/1870 gewesen sein. Patentieren ließ er sich seine Erfindung in etwa der gleichen Zeit.
Heute heißt es nicht mehr "Eisenbeton" sondern Stahlbeton und die Bewehrungsart wird als "schlaffe Bewehrung" bezeichnet - im Gegensatz zum Spannbeton, der ja erst im vergangenen Jahrhundert entwickelt wurde. Auf die verschiedenen Betonstähle möchte ich hier nicht eingehen - würde den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es gibt z. B. kaltgereckten Baustahl, Baustahlmatten usw. Manche können nicht verschweißt werdehn, da durch die Hitzeeinwirkung die Belastungsaufnahme sinkt.
Da Beton keine Zugspannungen aufnehmen kann, wird immer in der Zugzone der Bauteile die Bewehrung angeordnet; wenn Du also irgenwo bei einem Abbruch Baustahl entdeckst, kannst Du auch als Laie sagen, wo Zugspannungen augeteten sind. Niemals wird man Baustahl in der Mitte der Bauteile finden und wenn doch, dann handelt es sich um einen krassen Baufehler und wenn das Bauwerk trotzdem stehenblieb, kann man nur von der "Dummheit des Materials" sprechen.
Beton kannten schon die alten Römer, zwar nicht in heutiger Form aber doch ähnlich, Denn auch Estrich kann man ja als Beton bezeichnen und einen Ziegelspittestrich kann man bei römischen Aquädukten immer finden. Allerdings achteten die Römer auf ihre Zuschlagstoffe und das Anmachwasser - man verwendete nur rechtsdrehende Materialien, während heute alles linksdrehend ist.
Stampfbeton ist nichts anderes als - meist erdfeuchter - Beton ohne Stahleinlagen, den man z.B. bei Fundamenten "einstampfte", d. h. verdichtete. daher auch der Name.
Für die Fundamente früher wurden - ähnlich wie heute - Fundamentgräben ausgehoben bis auf festen Boden und dann mit stabilen Bruchsteinen augefüllt, aber nicht geschüttet, sondern von Hand gelegt und eingepasst. Man könnte es mit der ehemaligen Packlage der Straße ver4gleichen (gibt es ja heute auchg nicht mehr, heite hat man beseere vVerdichtungsmöglichkeiten - Walzen - und bringt diese ehemalige Packlage in Schottetform (Minerslbeton) auf.


LG
Jürgen

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