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 Die Geschichte Coburger Straßen
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Norbert Offline

Alter Hase
Beiträge: 6.630


08.02.2009 17:55
#136 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten
Norbert,was ist da passiert?-Mit Bekannten?-Lass mal hören.
Christian Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.323

08.02.2009 18:30
#137 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten
Die Herrenhofscheune wurde um 1870 am Oberen Bürglaß abgebaut Gerd Es ist im übrigen interessant, dass auch die Coburger Hofbräu bei den Scheunen und Stadeln des Herrenhofes "bedient hat"
gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

08.02.2009 18:38
#138 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten
Christian, da könnte die Scheune Zug um Zug im Rückwärtigen Gelände der neuen Brauerei errichtet worden sein.Ich nehme an,als die neue Straße zum Brauhof fertig war(Voraussetzung zum Bau der Brauerei)dann die Bauarbeiten an der Brauerei begannen.(Teilabriß vom Haus Allee 5-ex. Gasthaus zur "Goldenen Rose")
Christian Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.323

08.02.2009 18:47
#139 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Schonmal das neue Buch von Wolfgang Vatke angeschaut ?

Stefan Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 369


08.02.2009 19:16
#140 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Mich würde interessieren, ob Marie Külbel (* 1890), spätere Gemahlin von Hermann Scheidmantel, mit Gustav Külbel verwandt war ....

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

10.02.2009 14:30
#141 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Christian,leider nicht.Ist da was über die V.-Brauerei zu lesen?
Stefan,sicher gab es da Verbindungen, bin ich aber überfragt.
gerd

Stefan Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 369


10.02.2009 17:34
#142 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Gerd,
im Buch wird auf deine Arbeit verwiesen ("Mit der Geschichte dieser größeren Brauerei befasste sich Gerd B."). Es sind viele Skizzen, Fotos auf 8 Seiten.

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

21.04.2009 10:33
#143 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten
Da führte mich doch am letzten Sonntagfrüh mein Weg wieder einmal zur ehemaligen Vereinsbrauerei.Nachdem Norbert und ich Kindheitserlebnisse ausgetauscht hatten, haben wir auch unseren damaligen Garten besucht,der am "auslaufenden Festungsberg" zu finden war.Dort an dem Berghang gab es ja mehrere Gärten,welche die Stadt Coburg an die Anwohner verpachtet hatte.Unser Garten, war der ehemalige "Hausgarten" der alten Brauerei, den die Erben noch lange in Besitz hatten und den sie dann später auch an die Stadt Coburg verkauften.Es dürften so an die 1500qm Grund gewesen sein.
Als wir den Garten im Jahr 1955 übernommen haben,war das Gelände in schlechten Zustand.Über Jahre hinaus wurde dort nichts mehr gemacht und nur das Obst,wurde geerntet.
Mit viel Arbeit und Initiative machten dann meine Eltern ein Schmuckstück aus dem Anwesen.Die vorhandene Hütte konnte wieder repariert werden ,alte provisorische Schuppen wurden abgerissen.Ein größerer Sitzplatz mit Platten belegt und ein offener Kamin errichtet.Eine vorhandene Wasserleitung wurde bis in die Hütte verlegt und ein Stromanschluss installiert.
Was hatte ich als Kind für Möglichkeiten dort in dem Garten!-Ich durfte (unter Aufsicht) ein Feuer schüren,--an dem man Stockbrot backen konnte.-Das erste Baumhaus bauen, welches nur über eine Strickleiter zu erreichen war.Einmal haben wir auch eine "Erdhöhle" gegraben, die aber dann einstürzte!(zum Glück war keiner drinnen!!)
Später dann bekam ich meinen ersten Bogen und habe das Bogenschießen erlernt.
Alles Dinge,die man als Kind in der Innenstadt nicht hätte machen können.
Als wir dann "flügge" wurden durften wir dort unsere ersten "Partys" feiern,wie solche Zusammenkünfte damals in den 50er/60er Jahren bezeichnet wurden!
Und dann, um das Jahr 1969 sind wir von dort weg gezogen und haben den Garten an eine nachfolgende Familie weiter gegeben.
Und seit dieser Zeit habe ich das Grundstück nicht mehr betreten.Das waren genau 40 Jahre!---bis zum letzten Sonntagfrüh.
Im nachhinein wäre es besser gewesen,ich hätte diesen Schritt nicht gemacht.-
Die Vorstellung und Erinnerung,wie man den Garten im Gedächtniss hatte und welche auch noch mit vielen Bildern vorhanden ist, wurde auf einmal jähh unterbrochen,als ich den Zustand des Garten heute dort sah!!
Alles was der Mensch erschaffen hat, ist nicht für die Ewigkeit gemacht und letztendlich vergänglich!!
Das ist mir am Sonntagmorgen wieder so richtig zu Bewusstsein gekommen!!
gruß gerd
Stefan Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 369


07.05.2009 22:25
#144 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Gerd,

der Artikel bei der NP http://www.np-coburg.de/nachrichten/loka.../art2394,943901 dürfte dich sicher interessieren ...

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

16.05.2009 00:42
#145 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Hallo Stefan,es sind ja immer wieder einmal Gedanken erörtert worden,was mit dem Gelände dort geschehen soll.Die City-nahe Lage ist doch heute super!---Welche finanziellen Mittel für eine Neu-- Bebaung letztendlich gebraucht würden, steht aber auf einem anderen Blatt!-Schon allein wegen dem "durchlöcherten Käse", wie hier geschrieben wurde!!?....
gruß gerd

Weinwanderer Offline

CM-infiziert
Beiträge: 34

02.10.2009 18:14
#146 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Hallo,
ich war heute in Coburg und habe mal wieder die Bausünden der 70er Jahre in Bahnhofsnähe und Mohrenstraße "bewundert" Da in diesem Forum so viel vom Brauhof die Rede ist, habe ich meine Schritte auch dorthin gelenkt. Ein Straßenschild war nicht zu sehen. Ziemlich weit hinten rechts ist eine Treppe, die in einen Garten hinauf führt. Das dürfte der sein, den Gerd so anschaulich beschreibt.Solche Gärten waren wirklich Kinderparadiese. Unserer lag in der Weinstraße.
Helmut

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

02.10.2009 19:03
#147 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Hallo Helmut,genau oberhalb dieser Treppe,die Du beschreibst,war unser damaliger Garten.Ich habe ja hier auf der Seite darüber berichtet.Wenn Du einmal die Berichte vom Brauhof ließt,die alle hier im Forum stehen,wirst Du auch Bilder sehen,wie es damals dort aussah,als die Scheunen der alten Vereinsbrauerei noch standen.Zugegeben,es war schon ein "Gettho" der Brauhof in Coburg.Nicht die "feinste" Gegend von C.....aber es konnte ja nicht jeder am Festungsberg wohnen....!hahaha....
gruß gerd

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

02.10.2009 19:08
#148 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Weinstraße?---Hut Escherich?--BMW Herold?----und und ....die Gärten,waren(sind) mir bekannt.
Gerd

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

03.10.2009 09:25
#149 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Weil hier wieder einmal der Name Brauhof erwähnt wird,möchte ich einiges dazu sagen.Leser,welche mittlerweile im fortgeschrittenen Alter sind ,hier im Forum,werden mir das bestätigen.Oder auch nicht??..Wer nach dem Krieg,bzw. in den Anfangsjahren der 50er versuchte, ein Gartengrundstück zu pachten,hatte so gut wie keine Chance so etwas zu bekommen.(zumindest im unmittelbaren Stadtbereich.)----Schrebergärten waren sowieso vergeben und an andere private Grundstücke zu kommen war fast unmöglich.Warum war das so?---Ich denke,das viele Leute damals,bedingt durch den Krieg und die Nachkriegszeit froh waren,wenn sie ihren "Speiseplan" etwas erweitern konnten,sei es durch selbst angebautes Obst oder Gemüse!
Ich möchte behaupten,wer einen Garten hatte, nicht unbedingt auf´s "Hamstern" angewiesen war,es sei denn, man brauchte etwas Aussergewöhnliches.Und da waren die Leute mit einem Garten etwas im Vorteil,denn sie hatten wiederum etwas zum Tauschen.....!
Wenn ich mich erinnere,was wurde von dem Garten,den wir durch einen guten Umstand dann bekamen,nicht alles verwertet!?Das gesammte Obst,was wir dort ernten konnten wurde damals "eingeweckt","eingekocht",es wurde Marmelade gemacht,Äpfel wurden zu einem Mostbetrieb gefahren und man bekam dann einen klaren Apfelsaft wieder zurück.X-Gläser wurden mit Kirschen,Birnen,Pflaumen gefüllt und eingeweckt.Lagerbares Obst,bei uns z.B. Birnen wurden auf selbstgebauten Regalen, zum Teil sogar oben auf den Schränken ,gelagert.Obst wurde auch gedörrt.Aus Himbeeren,Stachelbeeren, Johannisbeeren(rot oder weiß) oder Erdbeeren wurde Marmelade gekocht.Bohnen kamen ebenfalls in Gläser,sowie Gurken.Gelbe Rüben,Kohlrabi,Dill,Petersilie waren stets vorhanden,wenn eben die Zeit der Ernte war.Für uns war es selbstverständlich,wenn etwas reif war,das man´s vom Strauch oder Baum holte!Ich könnte mich auch nicht erinnern,das der Wunsch nach Südfrüchten bei uns ausgeprägt war?--gut,zu Weihnachten gab es Apfelsinen...
Das alles natürlich mit viel Arbeit verbunden war,hauptsächlich für die Mutter,wurde aber in Kauf genommen...stolz waren die Eltern dann,wenn die Regale alle gut gefüllt waren und man so eine Zeit (Winter) überbrücken konnte.
Das dann natürlich so ein Garten auch der Geselligkeit diente, sei nur am Rande erwähnt!...Die Leute gingen noch aufeinander zu,Nachbarschaftshilfe war selbstverständlich und sei es nur,das man sich eine längere Leiter ausborgte!Der "Schwatz" übern Gartenzaun hinweg war normal und so wurden auch von alten Gartennachbarn wertvolle Hinweise weiter gereicht.Es wurden da Tipps gegeben,wie man fachmännisch Bäume schneidet,wie man "Veredeln" kann,wie evtl. Krankheiten an den Bäumen bekämpft werden usw.
Erst zu Ende der 50er ,Anfang der 60er Jahre,als in Deutschland so richtig die Motorisierung einsetzte,manch alter Gartennachbar war verstorben,war das Interesse an Gärten nicht mehr so groß.Die Leute setzten sich nun lieber aufs Motorrad oder in den VW und fuhren am Wochenende hinaus ins "Grüne".Manch Bekannter, auf seinen Garten angesprochen meinte dann "Garten??...Viel zu viel Arbeit!...am liebsten betoniere ich alles zu und streiche das dann grün an.."??...
Und wenn man heute einmal mit offenen Augen zu den Anlagen geht,wo eben "Gartengegenden" waren,sei´s im Probstgrund,oder am Eckartsberg,oder eben am Brauhof,wo ja auch einige Gärten vorhanden waren,...viele,sehr viele Gärten aufgelassen,verwildert...Brachland...!Keiner will sich mehr mit so etwas belasten,der Supermrkt um die Ecke liefert doch alles aus der Dose,oder auch frisch aus Holland,Spanien usw.!Alles natürlich pik fein und ohne Runzeln am Obst!..Und sooo praktisch!
Nach der Wende 1990,als da die Leute aus den Ostblockstaaten zu uns kamen und die Volksdeutschen hier Fuß fassten,waren noch Ältere dabei,die dann auf solche leeren Gärten zu gingen.Sei es,das sie zu Hause einen Garten hatten oder um etwas "gefeit" zu sein, in der neuen Umgebung!Die zweite Generation aber,hatte auch schon keinen Bock mehr,einen Garten zu bewirtschaften!...Ich möchte unseren Garten dort oben am Brauhof in der Erinnerung niemals missen!.....
gerd

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.552

03.10.2009 12:02
#150 RE: RE:Brauhof. Zitat · antworten

Was ich noch vergessen habe zu sagen: Als wir unseren Garten bekamen,waren vom Vorbesitzer noch eine Anzahl Stallhasen vorhanden,welche wir eine Zeit lang behielten.Das dann öfters einmal ein Hasenbraten auf dem sonntäglichen Tisch stand, war ganz normal.Und so ganz nebenbei stand stets ein Blumenstrauß auf dem Tisch.Mutter war niemals verlegen,wenn es darum ging einen passenden (Geburtstags) Strauß zu überreichen,denn das war auch ihr "Revier" im Garten damals.

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