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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Coburger Geschichte
Seiten 1 | 2
bobo_1 Offline




Beiträge: 684
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15.04.2005 14:11
NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

In Antwort auf:
Übernahme der Forschungsstelle Weidach bei Coburg für Flugzeugschädlingsbekämpfung durch Institut f. Entomologie? Verlängerung des Forschungsauftrages für Oberst von Borstel. Unterbringung von Mitarbeitern und Labors gegebenenfalls in Goslar oder Oker möglich. Dr. May: Unterbringung von Prof. Hirt ggf. in Dachau. Heranziehung Dr. Schäfer für Anopheles-Forschung erforderlich. ... Kurzbericht für RfSS im Zusammenhang mit Arbeiten von Prof. Blome. Übernahme von Oberst von Borstel zur SS?
Quelle: http://home.t-online.de/home/fknolle/hcst.htm

Ist jemanden über Lage und anderen Details dazu was bekannt?

MfG BOBO
Das 2. THS-Schatzsuchertreffen in Coburg

bobo_1 Offline




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21.04.2005 00:19
#2 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Komisch - Hä!!!!!!

Und nun heute im Coburger Tageblatt ein Bericht über die Deutsche A-Forschung im Coburger Raum
MfG BOBO
Das 1. Schatzsuchertreffen in Coburg

gerd Offline



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22.04.2005 20:38
#3 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Übrigens,ein gewisser BALKE,muss ein Neustadter gewesen sein,war an den Versuchen mit der "Uranmaschine",wie sie damals bezeichnet wurde,heute sagt man "Kernreaktor",beteiligt.Er war Mitarbeiter von Diebner,welcher in Stadtilm Versuche mit der Kernspaltung machte.Die hatten ihr Forschungslabor zunächst in der Gegend von Berlin und sind dann durch Kriegseinwirkung gezwungen worden nach Stadtilm in Thüringen auszuweichen.Die Eltern lebten jedenfalls in Neustadt/Coburg!

bobo_1 Offline




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23.04.2005 09:38
#4 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Danke für den Hinweis. Klinkt interessant.

Zufällig aber nicht ein gewisser Siegfried Balke?

In Antwort auf:

BALKE, Siegfried (38612)
Die Nutzung der Kernenergie in geschichtlicher Darstellung. Mchn., Oldenbourg 1960. 12 Abb. 22 S. OKart.
Deutsches Museum. Abhandlungen und Berichte. Jg.28 Heft 3.
Quelle: http://www.antiquar-renner.com/search.mv?+showcat+H

MfG BOBO
Das 1. Schatzsuchertreffen in Coburg

gerd Offline



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23.04.2005 21:17
#5 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Leider muß ich mich berichtigen!!Es handelt sich nicht um einen BALKE,sondern um einen BAGGE!!-Erich Rudolf Bagge.Professor.Er arbeitete mit Diebner und auch Heisenberg in der Versuchstelle Gottow,in der Nähe von Berlin.Dieses Gelände hatte später zu DDR Zeiten die Rote Armee.Wenige Überreste der Versuchstelle sind noch vorhanden.So z.B. der Diebnersche Versuchstand,mit einem mächtigen Betonfundament.
"Bestandteil des deutschen Uranprojekts (1939-1945)war die Tätigkeit einer kleinen Forschungsgruppe
des Heereswaffenamtes auf einem gesonderten Gelände der Heeresversuchstelle Kummersdorf/Brandenburg,südlich von Berlin.Hier sollte ein funktionierender Atommeiler entstehen,genannt "Uranmaschine".Nach drei Großversuchen wurde die Diebner Gruppe 1944 nach Stadtilm/Thüringen verlagert,von wo sie sich in den letzten Kriegstagen nach Bad Tölz/Bayern absetzte.
Die parallel arbeitende Gruppe um den Forscher Heisenberg,die in Berlin arbeitete,setzte sich in das Baden Württembergische HAIGERLOCH ab.

Eine unbestätigte Vermutung von mir:Bei dem Namen Bagge,könnte es sich um Nachkommen handeln,welche in Coburg mit der ehemaligen Sturms Brauerei,bzw. mit der Vereinsbrauerei in Verbindung standen!

Christian Offline



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23.04.2005 21:25
#6 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Gerd, Prof. Dr. Erich Bagge kam am 30. Mai 1912 als Sohn des Maschinenbauers Rudolf Bagge und seiner Ehefrau Elsa geb. Eckardt in Neustadt zur Welt. Er starb 1996
Vielleicht hilft dir das weiter. Über sein Leben und seine Arbeit habe ich einen Artikel.

Gruß Christian

gerd Offline



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23.04.2005 21:39
#7 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

In dem mir vorliegenden Buch :"Atomversuche in Deutschland"-Geheime Uranarbeiten in Gottow,Oranienburg und Stadtilm,wird der Name Bagge des Öfteren genannt.Es wird hier auch kurz Neustadt/C. erwähnt!

Christian Offline



Beiträge: 5.591
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23.04.2005 21:55
#8 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Ja nach dem Krieg war auch ein anerkannter Atomwissenschaftler. Er hat mit Gammastrahlen experimentiert.

bobo_1 Offline




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25.04.2005 21:00
#9 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

@gerd:
Kannst Du mal einen Auszug aus dem Buch betreffend Neustadt zukommen lassen?


MfG BOBO
Das 1. Schatzsuchertreffen in Coburg

Conny Offline



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27.04.2005 10:32
#10 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Hallo Bobo,
meine These im Zusanmmenhang mit wenigstens einem Transport in den Raum Coburg wird immer wahrscheinlicher. Friedwardt Wintherberg war ein früherer Mitarbeiter von Kurt Diebner und Diebner wieder der Chef von Bagge.
Zu Winterberg: Er hatte sich anläßlich der Pressekonferenz zu Karlschs Buch über die damalige Machbarkeit einer Bombe ausgelassen. Man braucht für das Fussions-Fissionsprinzip einer geboosteten Bombe stark angereichertes Uran, Lithium und Schweres Wasser. In dem Fall Lithiumdeuterit.

.....und was konnte die PTB bisher feststellen, was auf dem Platz (Ohrdruf) geknallt hatte? Eben Uran 235 und Lithium.

Zu Bagge: Was liegt denn näher, als lokale Kennnisse nebst Kontakten zu nutzen, die ein hochrangiger Wissenschaftler besitzt, um etwas zu verbergen?

Da gibt es doch einige Wissenschaftler, die ihre jeweiligen lokalen Kenntnisse nutzten um Labore und Forschungseinrichtungen in jeweils einer bestimmten Gegend Deutschlands zu errichten. Warum nicht auch ein Depot? Zumindest muß man der Sache auf den Grund gehen. Anzeichen sind vorhanden, dass wenigstens ein Transport in den Raum Coburg ging.

Was sagte Graue (Kriegsverwaltungs Chef des A-Projektes im RVR)zu Fischer vom SD? Schafft mir aus Stadtilm die Bombe weg.

Wo ist sie denn? Mit dem Transport Richtung Bad Tölz ist sie jedenfalls nicht mit. Wo ist die nach Stadtilm gelangte Hochkonzentrierungsanlage für Schweres Wasser? Wo ist sie denn?

Auch nicht da. Da denke ich doch, dass dem Grenzgebiet Thüringen zu Bayern ein wenig mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Tja Bobo, es sieht so aus, dass der ganze Zirkus mit dem Bernsteinzimmer reine Tarnung für die tatsächlichen Transportgüter war. Wozu sieben bzw. acht Halbkettenfahrzeuge mit kardanischer Aufhängung? Doch nicht für Kulturgut. Alle mir bekannten Transporte von Kulturgut wurden nur mit normalen Kfz´s durchgeführt. Da fällt mir immer der Jägerstabs/Rüstungsstabsbefehl ein: Alle Bauten zur Einlagerung von Kulturgut abzutarnen. Das Gesagte gilt analog für die Transporte.

Was ist aus Hubertus-Karl Graf Schimmelmann geworden? Er hat ja unter dem Pseudonym StFü X in Coburg Vorgespräche mit den Verantwortlichen für die Einlagerung einer wertvollen Musikinstrumentensammlung getätigt. Gemeint war die Sammlung Lobkowitz aus Prag. Sie kam jedoch nie an, weil sie in Prag zurückgehalten wurde. Ich denke das war nur ein Vorwand für die eigentlichen Gespräche mit den Verantwortlichen der Rüstungskommision und des Wehrkreises. Wozu solche Geheimhaltung eines Names, alle Anderen vom Regierungspräsidenten bis zu den Generalen sind alle namentlich genannt.

Ich werde mich bemühen und Dir die Coburgsachen aus meinem Ordner schnellsstmöglich zuzumailen.

Ich wünsche Dir noch Etwas und grüße Dich

Conny

bobo_1 Offline




Beiträge: 684
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27.04.2005 17:53
#11 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Hallo Kurt,

und erst einmal ein herzliches Willkommen hier auf dem coburg-magazin.de.

Freut mich, das Du auch mal hier vorbei geschaut hattest.

Das Grenzgebiet wird immer interessanter.

Mit den hier anzufindenden Heimatforscher müßte es doch möglich sein, mehr Licht ins Dunkle zu bringen, als 1998 :)


MfG BOBO
Das 1. Schatzsuchertreffen in Coburg

gerd Offline



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27.04.2005 21:42
#12 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Bin gerade am "blättern" in besagtem Buch und werde Passagen hier einmal vorlegen.Bitte etwas Geduld!.mfg

gerd Offline



Beiträge: 4.351
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28.04.2005 14:01
#13 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Bobo,die Angaben in dem Buch,den Bagge betreffend,sind nicht der Rede wert!.Es wird hier darauf hingewiesen,das die Frau und der Sohn von dem Diebner,im Juni 45 von Stadtilm in Thüringen fortzubringen seien,weil Thüringen kurz darauf von den Sowjets besetz wurde.Sie wurden zu Bagges Eltern nach Neustadt b.Coburg gebracht.
In einem anderen Buch,was ich gerade lese,bin ich auf folgendes gestoßen:
Das Buch trägt den Titel:"Deckname Lachs" und erzählt die Geschichte der unterirdischen Produktion der ME 262,welche im Walpersberg bei Kahla im Saaletal begonnen werden sollte.In dem Buch ist eine Liste zu sehen,welche die "UNTERTÄGIGE RÜSTUNGSANLAGEN UND PROJEKTE IN SÜDOST-THÜRINGEN 1944-45" auflistet.Hier ist u.A.zu lesen:Name der Anlage:EICH BERG-Standort EISFELD-Obj.Nr.0117-Deckname: SARDINE-Arbeitsfläche?-VERLAGERTER BETRIEB:Griebel Sonneberg?

Weiter:
Name der Anlage:Staatsbruch-Standort Lehesten-Obj.Nr.0082-Deckname: Kaulquappe-Arbeitsfläche 5-12000(!)m2-Verlagerter Betrieb:Schott & Gen.Jena-Fertigung.Optische Gläser-betriebsklar.

Weiter:
Name der Anlage:Pr(i)eterberg(?)-Standort Sonneberg-Obj.Nr.1056-Deckname:Schleierschwanz?

Weiter
Name der Anlage:Örtelsbruch-Standort Lehesten-Obj.Nr.1160-Deckname:Rotbutt-Arbeitsfläche ca.3000m2-
Verlagerter Betrieb.Heersversuchsanstalt Peenemünde.Flüss.Sauerstoffproduktion-Fertigung:A-4 Triebwerksprüfung-in vollem Betrieb!-Heute Gedenkstätte-mit Triebwerk einer V2 Rakete(!)

Weiter:
Name der Anlage:Porzellansandgrube-Standort:Großeutersdorf-Obj.Nr.5000-Deckname:Lachs-Arbeitsfläche 150 000 m2(!!)-Verlagerter Betrieb:Messerschmitt,AGO-Fertigung:Me 262 Endmontage-Anmerkung:REIMAHG,teilweise in Betrieb.

Die Verbringung der Fertigungsbetriebe in unterirdische Räume für die Jägerfertigung in bombensichere Anlagen hätten einen Flächenbedarf von 2 198 790 m2 erfordert.(Bestand!)
Die Herstellungskosten beliefen sich auf 575,257 Mio.Reichsmark.

Wer heute die B88 zwischen Kahla und Orlamünde passiert,wird kaum erkennen können,daß er an der ersten unterirdischen Flugzeugfabrik der Welt vorbei fährt,in der komplette Flugzeuge hergestellt wurden!Noch weisen die reichlich vorhandenen Spuren darauf hin,doch die aufstrebende Vegetation überdeckt bereits viele Relikte der einstigen Fabrikanlage.-Das Bergplateau,das einst die betonierte Startbahn aufnahm,zeigt noch die Sprengtrichter des "Demontagekommandos".Am Südlichen Berghang ist noch die Lage des Schrägaufzuges an Hand einer geradlinigen Erosionsrinne zu erkennen.(mit diesem Schrägaufzug wurden die fertigen Jagdmaschinen auf das Bergplateau zur Startbahn gebracht)Da die Startbahn aber zu kurz war,konnten die Me`s nur mit Zusatzraketen starten,eine Landung war dort nicht mehr möglich!
Das rießige Stollenwerk blieb lange unbeachtet,mitte der 70er Jahre von der NVA übernommen.Nach der Wende von der Bundeswehr aber nur z.T genutz,große teile der Stollen wurden abgemauert.Es sind aber Lagerstollen,eine Küche,Sanitäranlagen und Mannschaftsräume vorhanden und eine Klimaanlage sorgt für einwandfreie Frischluft und Temperierung!Die zahlreichen Zugänge sind mit Stahltoren gesichert,die bundeswehr lagert Ausrüstungsgegenstände,welche aber keinen Waffencharakter haben.

Der Bericht hat zwar nix mit Coburger Geschichte zu tun,wollte aber hier hauptsächlich auf die unterirdischen Verlagerungen bei Eisfeld und Sonneberg hinweisen.Wer was weiß?Bitte hier posten!

bobo_1 Offline




Beiträge: 684
Punkte: 684

28.04.2005 15:50
#14 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

In Antwort auf:
EICH BERG-Standort EISFELD-Obj.Nr.0117-Deckname: SARDINE-Arbeitsfläche?-VERLAGERTER BETRIEB:Griebel Sonneberg?

In Antwort auf:
...wollte aber hier hauptsächlich auf die unterirdischen Verlagerungen bei Eisfeld und Sonneberg hinweisen.Wer was weiß?Bitte hier posten!

Wieso Plural?

In die Sardine wurde eine Sonneberger Firma verlagert :)


MfG BOBO
Das 1. Schatzsuchertreffen in Coburg

Conny Offline



Beiträge: 2
Punkte: 2

02.05.2005 19:49
#15 RE:NS-Forschungslabor in Weidach Zitat · antworten

Hallo Bobo,
wie gewünscht sind die ersten Seiten meines Coburgordners bei Dir gelandet. Mach bitte das Postfach leer.

Ich wünsche Dir noch Etwas und grüße Dich

Conny

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