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Dieses Thema hat 74 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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Christian Offline



Beiträge: 5.678
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15.11.2005 21:25
#61 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Zwei Möglichkeiten:
Entweder gehst du mal ins Maccaroni zum Essen (und anschließend auf Toilette, die ist nämlich im ehemaligen Luftschutzkeller eingebaut) oder du gehst zum Geschäftsführer bzw. das Personal des Maccaroni und fragst ihn einfach ob du das mal anschauen darfst. Der Besitzer vom Oberen Bürglass 18 ist übrigends Herr Minuzzi.

bobo_1 Offline




Beiträge: 684
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16.11.2005 14:30
#62 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Maccaroni - die handeln doch angeblich auch mit dem weisen Gold - hatte ich mal gehört :)
MfG BOBO

tweety ( Gast )
Beiträge:

06.12.2005 14:39
#63 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

ich hab mal eine frage zur schwarzen allee. Weiss jemand von euch die Geschichten, die sich um diese Straße ranken? z.b. wurde früher den Kindern verboten, bei dunkelheit durch die Allee zu gehen. Oder warum heisst diese Strasse schwarze Allee??

Christian Offline



Beiträge: 5.678
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06.12.2005 17:06
#64 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Hallo Tweety ich versuche mal deine Frage zu beantworten

In der Schwarzen Allee zog sich früher ein Wassergraben um die äußere Stadtmauer entlang. Im Jahre 1803 schüttete man den Graben zu, eine Kastanien-und Lindenallee wurden angepflanzt, die heute nicht mehr existieren. Wegen des tiefen Einschnittes in den Festungsberg und der dunklen Bäume nennt der Volksmund die Straße auch die "Schwarze Allee". Ein übriges haben sicher die zahlreichen Kellereingänge dazu beitragen.

gerd Offline



Beiträge: 4.384
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08.12.2005 18:18
#65 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Also in einer nebeligen Novembernacht durch die Schwarze Allee zu gehen,war nicht unbedingt angenehm!-Noch dazu,das es damals mit Straßenbeleuchtungen noch nicht so gut bestellt war als heute!(zumindest in den frühen 50er Jahren!)

Jürgen Offline



Beiträge: 1.089
Punkte: 1.089

15.10.2006 12:53
#66 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten


Ein anderer Wirt (Ende der 50er bis in die 60er Jahre) war Karl Oelmann mit seiner Frau Melitta, genannt Rosl: er war früher Ober im Renner, stammte aus Annaberg und war begeisteter Motorradfahrer (250er Adler). Die beiden übernahmen später die Gastwirtschaft Schlag in Ketschendorf (jetzt Pizzeria).
Jürgen

Christian Offline



Beiträge: 5.678
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29.10.2010 16:21
#67 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Hier der Beitrag fürs Wochenende:
Die Schwarze Allee.

Hier zog sich der Wallgraben um die äußere Stadtmauer entlang, durch den bis 1810 der Stetzenbach floss. Beim abgerissenen Bürglaßtor wurde er mit einer Brücke überspannt. 1803 schüttete man den Graben zu. Kastanien und Linden wurden angepflanzt. Der Weg wird wegen des tiefen Einschnittes und der dunklen Bäume auch „Schwarze Allee“ genannt.

(aus Franz Eberlein: Die Straßennamen der Stadt Coburg, Coburg 1987 (= Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft 4), S. 11)

Angefügte Bilder:
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 Bürglaßbrücke.jpg  Bürglaßbrücke-1.jpg  Bürglaßbrücke-2.jpg  Allee 1.jpg  Allee 2.jpg  Allee 3-1.jpg  Allee 3a.jpg  Allee 4.jpg  Allee 4a-1.jpg  Allee 4b-1.jpg  Steinweg 68-1.jpg  Allee - Kiosk.jpg  Allee 7.jpg  Allee 6.jpg  Allee 7-1.jpg 
Christian Offline



Beiträge: 5.678
Punkte: 5.870

29.10.2010 16:54
#68 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Hier die restlichen Bilder

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
 Allee-1.jpg  Allee - Keller.jpg  Allee.jpg  Allee Luftschutzkeller.jpg 
alter Coburger Offline



Beiträge: 248
Punkte: 281

13.01.2014 13:33
#69 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Hallo Christian!
Allee 1
Ehemaliges herzogliches Forsthaus, neugotisch, entstanden um 1855
Zu deinem Eintrag vom 19.10.2005 19:50 habe ich im Coburger Heimatblatt von 1924 folgenen Artikel gefunden.
(Das Haus der Ritter von Rosenau und der Wappenstein am Giebel des ehemaligen herzoglichen Forsthauses in Coburg)

Heft 15.png - Bild entfernt (keine Rechte)Bild 7.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Coburger Heimatblätter.png - Bild entfernt (keine Rechte)Kemnate 3.png - Bild entfernt (keine Rechte)Kemnate 4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Kemenate am Rittersdeich 5.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Kemenate am Rittersdeich 6.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sputnik60 Offline



Beiträge: 152
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27.11.2015 07:06
#70 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

In Haus Allee Nr. 7 war ja früher das Landkrankenhaus und auch das Landratsamt untergebracht. Von wann bis wann war das Krankenhaus /Landratsamt dort?
Habe in einem Buch gelesen: 1862 Eröffnung des neuen Landkrankenhauses. In einem anderen Buch steht: Am 1.7.1908 wird das 50jährige Jubiläum des Landratsamtes in der Allee gefeiert ... Beides zusammen kann ja wohl nicht gleichzeitig in diesem Gebäude gewesen sein, oder?

Und wie ist der momentane "Zustand"? Sollten dort nicht hochwertige Eigentumswohnungen entstehen? Sind diese Pläne schon wieder hinfällig? Jedesmal wenn ich dort vorbei komme, sehe ich das sich absolut nichts tut.

Christian Offline



Beiträge: 5.678
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27.11.2015 18:06
#71 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Das Landkrankenhaus eröffnete am 1.5.1903 in der Ketschendorfer Straße.
Danach zog das Landratsamt aus dem Zeughaus hier ein.

Ich denke der Markt für teure Eigentumswohnungen ist in Coburg nicht gegeben.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.636
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27.11.2015 18:44
#72 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

In Anlage ein Auszug aus der "Historie" des Klinikums Coburg.

Die in einem Gutachten 1887 kritisierten Zustände des herzoglichen Landkrankenhauses in der Allee hatten übrigens u.a. mit den Emissionen der benachbarten Vereinsbrauerei zu tun.
Man befürchtete, dass diese den Kranken schaden würden, zumal es deutliche Schmutzablagerungen dort in der Gegend gab (nicht umsonst hieß damals der untere Bereich des heutigen Gustav-Freytag-Weges, der direkt oberhalb der Vereinsbrauerei lag, Asche Straße).

Historie Landkrankenhaus Coburg.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

27.11.2015 19:50
#73 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Gibt es Erkenntnisse was sich auf dem Gelände des Krankenhauses an der Allee vor dem Neubau befand?
Standen dort evtl. Vorgänger Bauten oder war da nur Brachland?
Hinter dem Gebäude steigt ja das Gelände in Richtung Nordlehne erheblich an....

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.636
Punkte: 1.656

27.11.2015 20:30
#74 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Zitat von gerd im Beitrag #73
Gibt es Erkenntnisse was sich auf dem Gelände des Krankenhauses an der Allee vor dem Neubau befand?
Standen dort evtl. Vorgänger Bauten oder war da nur Brachland?
Hinter dem Gebäude steigt ja das Gelände in Richtung Nordlehne erheblich an....


So schaut dieses Areal auf einem Stadtplan (Ausschnitt) von 1845 aus:

Stadtplan 1845, Ausschnitt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



Beiträge: 5.678
Punkte: 5.870

29.11.2015 12:55
#75 RE: Die Schwarze Allee Zitat · antworten

Die Altbebauung des Landkrankenhauses lässt sich rekonstruieren.

Als zentrales Grundstück ist hier der Braun´sche Garten samt Wohnhaus zu nennen. Das Haus wird folgendermaßen beschrieben: 2 Stockwerke, unten mit Halbquadern, oben von Fachwerk gedeckt. Das Grundstück war seit 1843 in herzoglichem Besitz. 1859 verlegte das Ministerium die herzogliche Lackierwerkstatt hierher, die sich vorher an der Reitbahn am Glockenberg befand. Das Wohnhaus vermietete das Ministerium an das hiesige Bataillon als provisorisches Lazarett. Dieses Gebäude ist auf dem Plan von Rolf gut zu erkennen. Es handelt sich dabei um das querstehende Gebäude an der Ostseite der Allee Richtung Untere Klinge. 1860 wurde dieses Haus abgerissen. Jakob Lindner hat uns das Aussehen in einer Zeichnung überliefert. Die Lackierwerkstatt ist auf dem Urkasterplan von 1860 noch eingezeichnet. Sie wurde erst 1871 abgerissen und in der Kasernenstraße neu aufgebaut. Die Werkstatt grenzte an das heutige Anwesen Untere Klinge 1 an.

Dazu kamen noch der Fischersgarten mit einem Stadel, den ich geografisch nicht erfassen kann. Offenkundig handelt es sich aber um den südlichen Bereich des Krankenhaus-Areals, da dort der Biergarten des Bäckermeisters Fischer angrenzt, der anstelle des heutigen katholischen Gemeindezentrum eine Schankstätte betrieb.

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