RE: RE:Häuser der Judengasse

#51 von Exil-Coborcha , 24.06.2006 13:06

fährst an die ostsee? würde mich freuen, wenn du dann bei mir vorbeischaust... du kannst ja auch mit couchservice norbert fahren


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RE: RE:Häuser der Judengasse

#52 von Jürgen , 25.06.2006 21:29

Hallo Gerd, Du schreibst man habe die Stadt "höhergelegt" um dem Grundwasser zu entgehen - aber auch im Marktbereich ist der Grundwasserstand ziemlich hoch - dürfte Hangwasser sein. Im unteren Bereich der Judengasse (Ecke Judengasse/Löwenstraße) befand sich ein kleiner "Tante Emma-Laden". Auf viel Wasser weist aber der Begriff "Floßsteg" hin. Die Straße hinter dem Backsteinhaus, in dem sich der türkische Verein befindet (gegenüber der Löwen-Apotheke), heißt Floßsteg! Hierher flößte man Holz für die Stadt.
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RE: RE:Häuser der Judengasse

#53 von Christian , 25.06.2006 23:04

Zum Thema Hochwasser und Judengasse habe ich folgendes anzumerken. Bei dem Jahrhunderthochwasser im Jahre 1909 lag die Hochwassergrenze im Einmündungsbereich Webergasse/Judengasse. Es gibt auch Aussagen von Chroniken die berichten, das einige Hochwasser sogar bis zum Judentor gereicht hätten.
Alles in allen lässt sich sagen das der innere Kern der Altstadt auf einem Plateau sich befindet, der sehr schwer vom Hochwasser überschwemmt werden kann. Das ist wieder ein Hinweis darauf, das sich die mittelalterlichen Städteplaner sich etwas dabei gedacht haben.


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RE: RE:Häuser der Judengasse

#54 von Jürgen , 26.06.2006 08:41

Hallo Christian, da kann ich nur beipflichten. Es ist sogar schon erzählt worden, dass auch im Bereich Leopold-Straße Wasser gestanden haben soll; wenn ja, dann kann aber es nur vom Stetsambach hervorgerufen worden sein. Mein Beitrag vom 25.6. bezog sich jedoch nur auf den Grundwasserpegel.
Dass es früher größere Überschwmmungen gab, ist ganz normal; damals hatte man auch noch keine Flußbegradigungen durchgeführt. Diese Begradigungen halfen aber nur dort, wo sie unmittelbar durhgeführt wurden. Die heutigen Überschwemmungen, z. B. hier in Coburg, resultieren in der Hauptsache auf die Versiegelung der Flächen. Noch vor 60 Jahren waren kaum Hofflächen wasserundurchlässig versiegelt, während dies heute überhand nimmt. Durch diese Versiegelung werden die Niederschlagswasser sehr schnell der Kanalisation zugeführt und somit auch den Vorflutern. Das gleiche gilt auch bei Dachabwässern; früher wurde auch hier viel mehr versickert, aber heute müssen sie in den Kanal eingeleitet werden. Diese Wassermengen fehlen aber wieder beim Grundwasser - ein Teufelskreis! Die Beseitigung der Mäander bewirkt, dass das Problem nur flußabwärts verlagert wird (hieraus resultieren auch die großen Überschwemmungen an z. B. Rhein und Donau. Gott sei Dank ist man nun klüger geworden und versucht die Flüsse zu renaturieren, d. h., man baut wieder Mäander ein.
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RE: RE:Häuser der Judengasse

#55 von Jürgen , 26.06.2006 20:53

Klasse, Norbert!


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