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Dieses Thema hat 113 Antworten
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 Coburger Geschichte
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Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 21:01
#76 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Wenn Bernstein oder Holz verbrennt - übrigens auch Pulver zumindest das aus dieser Zeit - bleiben verschiedene Stoffe übrig! Dies ist aus der chemischen Zusammensetztung des Pulvers bzw. des Stoffes resultierend! Bei Abbrandgeschwindigkeit unter 1cm pro Sec. immer: Holzkohle oder Kohlenstoff(annähernd identisch!),CO2, CO1, Pottasche und div. andere mehr oder weniger giftige Chemikalien! (Dir übrigens einen sehr lebenswichtigen Tipp: TNT (Trinitrotoulol) ist sehr einfach in der Handhabung - bei vielen WKII Granaten verwendet! - ist aber in der Zeit vor der Explosion - also im Lagerzustand - bei Berührung höchst giftig!!!!!!!!!!!!! , also nach Berührung nicht in der Nase bohren!!!!!!!!! - Kein Witz! Die Gifte gelangen sofort in die Blutbahn! Obwohl Volkssturmmänner auf ausgebauten Panzerfaustsprengladungen immer wieder gerne Kaffee oder ähnliches kochten! - bleibt eigentlich nur schwarzes poröses Material übrig - allerdings wesentlich feiner wie bei einem abgebrannten Streichholz! D.h.: leider für dich: wenn die temperatur hoch genug ist, findest du von dem abgebrannten Bernsteinzimmer - eigentlich fast egal welche Größe es hatte nur so viel tatsächliches Material, um einen leeren Bierkasten wieder voll zu machen! - Je reiner das Verbrennungsmaterial, desdoweniger die Rückstände! Frag mal´jemanden der Vorderladerwaffen aktiv schießt! Bei normalem Jagdschwarzpulver braucht man nämlich mind. 1,5x soviel wie von dem verbrennungsrückstandsfreieren und abbrandfreundlicheren SchII!

bobo_1 Offline




Beiträge: 684
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15.12.2005 21:10
#77 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten
In Antwort auf:
Auf die Bemerkung: verbranntes Bernsteinzimmer möchte ich noch etwas sagen:
Ich war Mitte der ´80er beim 3.Inst.Btl.10Tle.Ingolstadt stationiert. Da ich Waffeninst. Dienstgrad war wurde ich Sonntagvormittag - ich schlief noch! - von den Waffenprüfern auf einen Truppenübungeplatz (Name leider entfallen - war jedenfalls ein weiter Weg, welchen ich während meiner Dienstzeit öfters vor mir hatte - div.!) "gebeten" wurde! Zur Unfallaufnahme! Leckere Sache! Du kommst in ein Gefechtsfahrzeug - darfst nicht wissen, was vorgefallen ist und mußt einen Schadensbericht sowie eine vermutliche Unfallursache unabhängig und ohne mit jemanden vorher gesprochen zu haben (Feldjäger passen dich vorher ab + keinerlei Telephonate!!!) schriftlich abliefern! Ich weiß jetzt auf jeden Fall, daß ich seit diesen Jahren, die ich Dienst tat inzwischen ruhiger schlafen kann, da ich nicht mehr von diesen Sachen träume! Auf jeden Fall kann ich dir mit ruhigem Gewissen sagen, was eine 20mm Spreng-Brand - wenn sie richtig funktioniert (kann nur bei dem Amiglump passieren - bei WKII Mun undenkbar!!!) anrichten kann! Pro Transporter 1en Treffer, und dann kannst du dir nur noch die Finger Wärmen!!

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Spielst Du auf die Bomben in Königsberg an?

Wenn ja, müßte Dir auch bekannt sein, das Bernsteinzimmer konnte nicht komplett in Königsberg aufgebaut werden.

Ein Teil vom Zimmer wurde von Rohde im Keller gelagert. Außerdem war das Zimmer zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr im Schloß aufgebaut, sondern von Rohde ordentlich verpackt.
Hast Du Dich auch mal mit der Person von Georg Stein auseinander gesetzt? Kennst Du die Umstände, welche zu seinem Tod geführt hatten?

Wer konnte nach dem 24. Januar 1945 nur über das BZ nur noch befehligen? Nur Bohrmann und Adolf möchte ich mal meinen.

Ist Dir bekannt, um welches Transportvolumen es sich bei dem Bernsteinzimmer gedreht hat.

Rohde verblieb in Königsberg. Wenn das Zimmer auch dort verblieben wäre, hätte Rohde alles daran gesetzt, das es nicht geblündert wird.

Hast Du Dich schon mal mit der Verlagerung in die Schachtanlage Wittekind beschäftigt? Dorthin kam z.B. die Königsberger Bernsteinsammlung. Und diese liegt heute noch dort, samt anderen Geblinker. Was aber nichts mit dem Bernsteinzimmer zu tun hat.

Ist Dir bekannt, das die Pferdeliebhaberin auch ein Bernstein-Bett besaß? Hat aber auch nix mit dem Bernsteinzimmer zu tun. Das Bett taucht aber später mal bei einem ARD-Streich auf.
Oder was ist mit dem Erotischen Kabinett von Katharina passiert?

Ohne sich tiefgreifend mit dem Thema zu beschäftigen ermöglicht nicht, Schlußfolgerungen zum Verbleib des Bernsteinzimmers zu tätigen.


MfG BOBO

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bobo_1 Offline




Beiträge: 684
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15.12.2005 21:19
#78 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

In Antwort auf:
Wenn Bernstein oder Holz verbrennt - übrigens auch Pulver zumindest das aus dieser Zeit - bleiben verschiedene Stoffe übrig! Dies ist aus der chemischen Zusammensetztung des Pulvers bzw. des Stoffes resultierend! Bei Abbrandgeschwindigkeit unter 1cm pro Sec. immer: Holzkohle oder Kohlenstoff(annähernd identisch!),CO2, CO1, Pottasche und div. andere mehr oder weniger giftige Chemikalien! (Dir übrigens einen sehr lebenswichtigen Tipp: TNT (Trinitrotoulol) ist sehr einfach in der Handhabung - bei vielen WKII Granaten verwendet! - ist aber in der Zeit vor der Explosion - also im Lagerzustand - bei Berührung höchst giftig!!!!!!!!!!!!! , also nach Berührung nicht in der Nase bohren!!!!!!!!! - Kein Witz! Die Gifte gelangen sofort in die Blutbahn! Obwohl Volkssturmmänner auf ausgebauten Panzerfaustsprengladungen immer wieder gerne Kaffee oder ähnliches kochten! - bleibt eigentlich nur schwarzes poröses Material übrig - allerdings wesentlich feiner wie bei einem abgebrannten Streichholz! D.h.: leider für dich: wenn die temperatur hoch genug ist, findest du von dem abgebrannten Bernsteinzimmer - eigentlich fast egal welche Größe es hatte nur so viel tatsächliches Material, um einen leeren Bierkasten wieder voll zu machen! - Je reiner das Verbrennungsmaterial, desdoweniger die Rückstände! Frag mal´jemanden der Vorderladerwaffen aktiv schießt! Bei normalem Jagdschwarzpulver braucht man nämlich mind. 1,5x soviel wie von dem verbrennungsrückstandsfreieren und abbrandfreundlicheren SchII!

Da hast Du schon Recht. Will jetzt nicht überall ins Detail gehen; deshalb besorge Dir am Besten das Buch vom Schön zum Bernsteinzimmer. (gibt zwar auch nicht auf alle Fragen eine Antwort, aber zumindest bringt es einen Einblick in die umfangreiche Sache "Bernsteinzimmer")

Dir ist bestimmt nix zu den Bombenschäden im Königsberger Schloß bekannt - oder?
Mir aber schon!

Kennst Du Bilder vom zerstörtem Schloß?
Ich schon.

Und mir ist auch die Zusammensetzung vom Bernsteinzimmer bekannt. Wie oben schon geschrieben, war es nicht nur Holz und Bernstein!

Hast Du schon einmal mit dem Wolfgang Rohde gesprochen?
Ich schon

Kennst Du die Vereinbarungen im Bezug auf die Rückführung geraubter Kunst- und Kulturgüter zwischen den beiden Ländern?

Hast Du Dich schon einmal mit dem Gauleiter Erich Koch auseinander gesetzt? Oder dessen Vernehmungsprotokolle in polnischer Gefangenschaft gelesen?

Ich glaube nicht. Deshalb finde ich es mehr als waage dann sich ein Urteil über den Verbleib des Bernsteinzimmers zu erlauben.
MfG BOBO

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bobo_1 Offline




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15.12.2005 21:26
#79 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Nebenbei mal was anderes noch gefragt. Kennst Du die Vergeltungswaffen 3 - 8?
MfG BOBO

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Archiv der SGC ( Gast )
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16.12.2005 10:12
#80 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich wollte damit nur auf einen eventuellen Beschuß durch Tiefflieger hinweisen! Fahrzeugkolonnen und Züge wurden zu dieser Zeit zu hunderten angegriffen und vernichtet, da längst die deutsche Lufthoheit verloren war! Und in einer Nacht fährt man nunmal nicht von Königsberg nach z.B. Coburg und schon gar nicht zur damaligen Zeit! Will damit sagen, daß es zu viele Gelegenheiten für Jabo-Angriffe gegeben hätte!
Selbstverständlich würde es mich freuen, wenn es das BZ noch gäbe - ist ja schließlich unser aller Kulturgut!
Aber ich bin nunmal ein Realist (kein Pessimist)!

Archiv der SGC ( Gast )
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16.12.2005 13:43
#81 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Habe mich ´mal vor vielen Jahren mit diesem Thema befasst! Ich habe auch etwas Literatur darüber, aber leider alle älteren Datums! Interessant wird dieses Thema aber erst, wenn die Amis ihre Archive zu 100% zu diesem Thema öffnen!
Ich glaube allerdings nicht, daß das jemals eintreffen wird, da sie sich dann die Blöße geben müßten, daß sie erst durch deutsche Entwicklungen solch einen technischen Stand erreichen konnten!
Irgendwer hat mir ´mal vor ca. 30 Jahren erzählt, daß auf dem Coburger Bahnhof V1 oder V2 Raketen für Breslau verladen bzw. Züge zusammengestellt wurden! Die Quelle hatte aber keinerlei Einsicht bei der Bahn und ist somit sehr mit Vorsicht zu genießen!

bobo_1 Offline




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16.12.2005 14:58
#82 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

V1 oder V2 verladen, bzw. geladen - Nein, wirklich nicht - höchstens Züge zusammen gestellt.
MfG BOBO

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Archiv der SGC ( Gast )
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16.12.2005 15:26
#83 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich kann es wirklich nicht genau sagen! Ich weiß nur, als ich mich mit dem Güterbahnhof befaßte, stieß ich unter anderem darauf, daß er wohl zur Hauptstrecke München - Berlin gehört haben muß!

Archiv der SGC ( Gast )
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16.12.2005 17:48
#84 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Mir ist noch was ggf. interessantes eingefallen:
Mir hat vor zig Jahren ´mal jemand aus der Samuel-Schmidt-Str. (lebt längst nicht mehr!) erzählt, daß irgendwo im Bereich des Mohrenkellers ein Haus mit Turm stand - oder heute noch steht? -, wo man das Dach des Turmes entfernte und ´ne 2cm drauf´ setzte. Nach dem ersten verschossenen Magazin unterließ man allerdings sofort dieses Unterfangen, da die Gebäudestruktur zu wünschen übrig ließ!

bobo_1 Offline




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19.12.2005 13:02
#85 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

In Antwort auf:
Mohrenkellers

Meinst Du den LS-Keller, welcher sich an der Stelle befand, wo heute der Kaufhof steht?
MfG BOBO

http://detektorenstudio.schatzsucherforum.de

Archiv der SGC ( Gast )
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19.12.2005 18:21
#86 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Nein! Bahnübergang beim Schlachthof! Stand etwa vor den großen Mauern,die jetzt links sind wenn du den Marschberg rauf´ fährst!

Christian Offline



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19.12.2005 20:37
#87 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Das ist der Mohrenkeller

gerd Offline



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20.12.2005 11:19
#88 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Coburgs erste Brathähnchen Station!-Freitag Abend-Chris Keller Band,Gittarrist "Billus"-Peter Billmeier

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

28.12.2005 18:44
#89 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Falls es irgend jemanden interessieren sollte:
Ich habe den Bauplan vom Coburger Wasserturm und den Plan vom Coburger Personenbahnhof gefunden! Leider noch nicht den vom Güterbahnhof! Bestandsplan von 1934 1:1000 - berichtigt nach dem Stand vom14.06.49! Er reicht leider nur bis zum Haus Sonntagsanger Nr. 11! Bauplan vom Wasserturm von 1903!

gerd Offline



Beiträge: 4.384
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28.12.2005 19:15
#90 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Andreas, hast du den Plan im Geschäft?-Wenn ja, komm ich mal vorbei.

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