RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#51 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 12:59

Das mit den Kellern unter der Veste ist schon in Ordnung, denn auf einer Bergkuppe ist erfahrungsgemäß der Grundwasserspiegel sehr tief - denk an den Brunnen! Aber das Problem wird mit zunehmender Fläche und talwärts potenziell größer!
Aber ich kann dich beruhigen - so ein Geheimgang wär´schon nicht schlecht!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#52 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 18:03

Habe übrigens 5 Kartuschhülsen von diesem Beschuß?
Bodenkennung: 105 MM M14 (Kaliber / aus welcher Waffe darf diese Munition verschossen werden! In diesem Fall eine mit zylindrischem Patronenlager mit einer Hülsenlänge von 371mm!)
Typ I (Geschoßart: Sprenggranate)
LOT GL - 1 - 116 (Herstellungslos d.h.: Aus einer Marge Messing, Stahl, Zündmittel sowie Schießpulver kann man eine begrenzte Anzahl solcher Granatpatronen herstellen! Sollte eine dieser Komponenten bei der Herstellung verbraucht sein, wird dieses Los eingestellt, d.h.: Es wird nicht einfach eine andere Komponente verwendet, sondern es wird ein neues Los zusammengestellt! Falls dieses erfolgrei gewisse Tests durchlaufen hat, bekommen die Hülsen diese Losnummern und einen Abnahmestempel! In diesem Fall eine runde brennende Granate! Falls ein Unfall passieren sollte, kann man sofort anhand dieser Daten die Munition zurückrufen und den Fall bis ins Detail aufrollen!
1944 (Herstellungsjahr)
Diese Codierungen gab es Übrigens auch bei den Deutschen! Auf allen Gegenständen!!!! Man konnte damit auch relativ leicht Saboteure feststellen, da damit die Zahl der an der Herstellung beteiligten auf ein absolutes Minimum eingegrenzt werden konnte!
Nehmen wir z.B. an: Die Kennung lautet: agb (einer hat beim Waldrich Mist gebaut!)
agc - Dornburg
eke - Möbelfabrik Albrecht Weitramsdorf
kys - Wagner/Polstermöbel/Siemau-Scherneck usw. usw. + Losnummer!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#53 von gerd , 15.12.2005 18:10

Hallo Andreas,ich hab den Eindruck,das Bewegung in unsere Nachforschungen über die FW 190 auf der Brandensteinsebene kommt!Ich bin erfreut über deinen Bericht hier und habe sofort meinen Freund Kalle in Arnstein angerufen um ihm das mitzuteilen.(Kalle hat mittlerweile ein Archiv über abgestürzte Flugzeuge (Deutsche/Amerikaner/Engländer) hier im Oberfränkischen/Thüringer Raum.(Z.T.auch Exponate).
Wir meinen,das die FW 190 zum J.G.2 gehörten,die kurz vor Kriegsende aus dem Raum Hanau in die Tschechei verlegten,und auf der Brandensteinsebene landeten.Hier sollen Maschinen bruch gemacht haben und es sollen auch Piloten dabei ums Leben gekommen sein.Das ist momentan die brennendste Frage.Ob der Pilot was darüber weiß??


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#54 von gerd , 15.12.2005 18:18

Bei den Hülsen 105MM M14 handelt es sich um Amerikanische??
Da gab es doch vor langer Zeit von der Fa. REVELL einen Bausatz einer 105 MM Haubitze.War das nicht das Standartgeschütz der Amis??


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zuletzt bearbeitet 15.12.2005 | Top

RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#55 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 18:24

Über einen eventuellen Bruch weiß er nichts! Aber eines muß doch aus dem gesehenen klar sein: Die Piloten, die diese Maschinen landeten waren keine Bruchpiloten!!! Sonst hätten die Maschinen nicht normal dagestanden! Zwecks des Geschwaders muß ich ´mal vorsichtig nachkitzeln. Das Problem wird nur sein: Hat er Beziehungen zu diesem gehabt, dann merkt man sich so etwas leichter! Und ist nach der Ausschlachtung überhaupt noch etwas davon zu sehen? So ein Stück Alublech ist in schlechten Zeiten schon etwas feines! Definitiv waren Rümpfe, Flächen und Fahrwerk nicht deformiert!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#56 von gerd , 15.12.2005 18:39

Ich zitiere mal aus dem Buch von Sandner:1945-Seite 183 unten rechts-2.4.45,Eine Gruppe von 20 Jagdflugzeugen vom Typ FW 190 fliegt aus Hanau an und versucht auf der Brandensteinsebene zu landen.Für die schnellen Maschinen ist die Landebahn zu kurz.Über die Hälfte der Maschinen geht zu Bruch,mehrere Piloten kommen ums Leben.--Nachforschungen liefen bisher zu J.G.2,alles andere,was die Piloten betrifft,ist (noch) im Dunkeln.Woher die Nachricht von Sandner stammt,entzieht sich bis jetzt meiner Kenntnis-evtl. könnte er selbst etwas dazu sagen?


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#57 von gerd , 15.12.2005 18:46

Schanzi berichtete mir,das lange Zeit 2 "Störche" ausgeschlachtet auf der Brandensteinsebene standen.Er hat sich damals auch an dem "Schlachtfest" beteiligt und ein Teleskopbein mit dem Rad abgesägt.Das lag sehr lange Jahre dort im Garten.Es wurde dann Günther Sengfelder für sein Privates Flugzeugfahrwerkmuseum in Zirndorf angeboten,allerdings ohne Erfolg.Auch so eine Story aus dem Garten dort oben!!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#58 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 18:58

Gehen wir doch ´mal logisch vor!
Wenn die Maschinen standen, dann gibt es für mich zwei logische Erklärungen:
1. Die Maschinen landeten wegen Spritmangel oder verirrt (eher unlogisch bei dem Ausbildungsstand auch´45!) und der Restsprit wurde in die anderen umgepumpt um wenigstens diese in Sicherheit zu bringen! Ich kann mir kaum vorstellen, daß zum damaligen Zeitpunkt auf der Brandensteinsebene soviel Sprit vorhanden war um alle Maschinen aufzutanken!
Das 2. was mich stutzig macht, ist: wo sind die 10 Piloten die tot sein sollen? Ich weiß jetzt den genauen Zeitpunkt nicht, aber März - April ´45 hätten sie diese schnellstens neben dem Flugfeld begraben! Oder haben sie wie Oberst Hans-Ullrich Rudel sich zu zweit in die Kabine gezwängt, um die lebenden (kein Bruch!) Kameraden nicht im Stich zu lassen! (Werde mich ´mal schlau machen, ob das überhaupt möglich war!) Im Regelfall - wenn sie zurückbleiben mußten, sammelte die Wehrmacht die Lebenden und Verwundeten ein, um sie so schnell, wie möglich der Front zuzuführen!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#59 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 19:01

Ich kann mir sehr gut vorstellen, das dieser Jagdpilot die Störche absichtlich übersehen hat! Diese Lufttaxis waren unter seiner Würde - könnte ich auch verstehen!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#60 von gerd , 15.12.2005 19:04

Und das ist auch die Frage,die mich bewegt:wenn es mehrere Tote Piloten gegeben haben sollte,hat man die einfach "verscharrt"?? Kann ich mir nicht vorstellen!Welche Friedhöfe lagen der Brandensteinsebene am nächsten?-Cortendorf und Seidmannsdorf?-der Coburger Friedhof?.Anfragen dort bisher erfolglos!


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