RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#71 von bobo_1 , 15.12.2005 20:06

Genau, das ist ein Bild, was ich meinte! Irgendwann einmal werde ich den Grünen einen Tip geben und beim Altlastentsorgen dann mit anfassen *meld*
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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#72 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 20:09

Paß´ ´mal auf: Mein Onkel - übrigens Hofgärtnermeister beim Herzog - war verwundet auf der Wilhelm Gustloff, mindestens so lange sie über Wasser war!
Gut, dann heute schon (muß mich aber bald ausklinken!): Bernstein ist ein noch zu junges Material, was richtig versteinert sein könnte! Es ist brennbar(!) und löslich - ich glaube in Terpentin oder ähnliches? D.h.: In den Kriegswirren bzw. kurz danach hätte niemand diesen Bernstein (Akten sind schnell verbrannt um Spuren zu verwischen - du merkst sicher, daß ich absoluter Realist bin, damit werden in meinen Büchern grundsätzlich nur 100% sichere Sachen verwendet, wobei ich leider nicht nachvollziehen kann, ob -zig Leute den gleichen Blödsinn dokumentieren - auf jeden Fall möchte ich div. Geschichten nach dem Wahrheitsgehalt aussondern!) irgendwie nutzen können - auch nicht auf dem Schwarzmarkt! Er wäre sofort aufgefallen und die Teile wären ruck zuck gegen Kippen und Dollars nach Amerika gewandert! Meine Vermutung ist(solange es nicht gefunden wird!) - genau die gleiche wie mit Gott! Apollo und Hubble haben ihn noch nicht gesehen! D.h. aber noch nicht, daß es ihn nicht gibt! Ich würde Ihn gern ´mal zu ´nem Hefe einladen! Egal! Was hat man früher aus dieser Bernsteinlösung gemacht?????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? Bootslack!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Somit konnte man z.B.:Planen wasserdicht machen!!!
Und die paar Trümmer, die bis jetzt aufgetaucht sind hat der böse "Verflüssiger" als Andenken behalten! - In dieser schlechten Zeit hätte er mit Sicherheit z.B.: auf dem Dorf ´ne schwarzgeschlachtete Sau vom Nachbarbauern bekommen! Mit Bernstein, so schön es auch sein mag hätte der Bauer nicht ´mal seine Säue füttern können!
Also denkt einmal logisch! Es kann schnell tausende E Grabungsgelder sparen!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#73 von bobo_1 , 15.12.2005 20:21

Will Dir ja nicht auf die Füße treten, aber man sollte sich ein wenig schon mit dem Thema befassen. Das Mosaik wurde schon auf dem Weg nach Königsberg entwendet. Beweis ist hierfür die Inventarliste von Rohde!
Verwunderlicher wird es mit der Komode! Ja, warum hatte diese wohl ein russisches Inventar-Schildchen hinten drauf kleben!?

Und wenn wir schon mal beim Wahrheitsgehalt von Aussagen sind. Hast Du die Aussagen von Rohdes Sekretärin oder der von ... ach mist - jetzt fällt es mir wieder nicht ein.

z.B. .... sah ich die gelbliche Masse auf dem Kellerboden mit verkohlten Holzstückchen ......

Schon mal Bernstein verbrannt, oder sich mit den Temparaturen auseinander gesetzt?

Ich kenne nur eine grünliche Masse nach dem Verbrennen, was für einen chemischen Laien kaum zu deuten sein dürfte!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#74 von bobo_1 , 15.12.2005 20:21

Will Dir ja nicht auf die Füße treten, aber man sollte sich ein wenig schon mit dem Thema befassen. Das Mosaik wurde schon auf dem Weg nach Königsberg entwendet. Beweis ist hierfür die Inventarliste von Rohde!
Verwunderlicher wird es mit der Komode! Ja, warum hatte diese wohl ein russisches Inventar-Schildchen hinten drauf kleben!?

Und wenn wir schon mal beim Wahrheitsgehalt von Aussagen sind. Hast Du die Aussagen von Rohdes Sekretärin oder der von ... ach mist - jetzt fällt es mir wieder nicht ein.

z.B. .... sah ich die gelbliche Masse auf dem Kellerboden mit verkohlten Holzstückchen ......

Schon mal Bernstein verbrannt, oder sich mit den Temparaturen auseinander gesetzt?

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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#75 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 20:34

Auf die Bemerkung: verbranntes Bernsteinzimmer möchte ich noch etwas sagen:
Ich war Mitte der ´80er beim 3.Inst.Btl.10Tle.Ingolstadt stationiert. Da ich Waffeninst. Dienstgrad war wurde ich Sonntagvormittag - ich schlief noch! - von den Waffenprüfern auf einen Truppenübungeplatz (Name leider entfallen - war jedenfalls ein weiter Weg, welchen ich während meiner Dienstzeit öfters vor mir hatte - div.!) "gebeten" wurde! Zur Unfallaufnahme! Leckere Sache! Du kommst in ein Gefechtsfahrzeug - darfst nicht wissen, was vorgefallen ist und mußt einen Schadensbericht sowie eine vermutliche Unfallursache unabhängig und ohne mit jemanden vorher gesprochen zu haben (Feldjäger passen dich vorher ab + keinerlei Telephonate!!!) schriftlich abliefern! Ich weiß jetzt auf jeden Fall, daß ich seit diesen Jahren, die ich Dienst tat inzwischen ruhiger schlafen kann, da ich nicht mehr von diesen Sachen träume! Auf jeden Fall kann ich dir mit ruhigem Gewissen sagen, was eine 20mm Spreng-Brand - wenn sie richtig funktioniert (kann nur bei dem Amiglump passieren - bei WKII Mun undenkbar!!!) anrichten kann! Pro Transporter 1en Treffer, und dann kannst du dir nur noch die Finger Wärmen!!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#76 von Archiv der SGC ( Gast ) , 15.12.2005 21:01

Wenn Bernstein oder Holz verbrennt - übrigens auch Pulver zumindest das aus dieser Zeit - bleiben verschiedene Stoffe übrig! Dies ist aus der chemischen Zusammensetztung des Pulvers bzw. des Stoffes resultierend! Bei Abbrandgeschwindigkeit unter 1cm pro Sec. immer: Holzkohle oder Kohlenstoff(annähernd identisch!),CO2, CO1, Pottasche und div. andere mehr oder weniger giftige Chemikalien! (Dir übrigens einen sehr lebenswichtigen Tipp: TNT (Trinitrotoulol) ist sehr einfach in der Handhabung - bei vielen WKII Granaten verwendet! - ist aber in der Zeit vor der Explosion - also im Lagerzustand - bei Berührung höchst giftig!!!!!!!!!!!!! , also nach Berührung nicht in der Nase bohren!!!!!!!!! - Kein Witz! Die Gifte gelangen sofort in die Blutbahn! Obwohl Volkssturmmänner auf ausgebauten Panzerfaustsprengladungen immer wieder gerne Kaffee oder ähnliches kochten! - bleibt eigentlich nur schwarzes poröses Material übrig - allerdings wesentlich feiner wie bei einem abgebrannten Streichholz! D.h.: leider für dich: wenn die temperatur hoch genug ist, findest du von dem abgebrannten Bernsteinzimmer - eigentlich fast egal welche Größe es hatte nur so viel tatsächliches Material, um einen leeren Bierkasten wieder voll zu machen! - Je reiner das Verbrennungsmaterial, desdoweniger die Rückstände! Frag mal´jemanden der Vorderladerwaffen aktiv schießt! Bei normalem Jagdschwarzpulver braucht man nämlich mind. 1,5x soviel wie von dem verbrennungsrückstandsfreieren und abbrandfreundlicheren SchII!


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#77 von bobo_1 , 15.12.2005 21:10

In Antwort auf:
Auf die Bemerkung: verbranntes Bernsteinzimmer möchte ich noch etwas sagen:
Ich war Mitte der ´80er beim 3.Inst.Btl.10Tle.Ingolstadt stationiert. Da ich Waffeninst. Dienstgrad war wurde ich Sonntagvormittag - ich schlief noch! - von den Waffenprüfern auf einen Truppenübungeplatz (Name leider entfallen - war jedenfalls ein weiter Weg, welchen ich während meiner Dienstzeit öfters vor mir hatte - div.!) "gebeten" wurde! Zur Unfallaufnahme! Leckere Sache! Du kommst in ein Gefechtsfahrzeug - darfst nicht wissen, was vorgefallen ist und mußt einen Schadensbericht sowie eine vermutliche Unfallursache unabhängig und ohne mit jemanden vorher gesprochen zu haben (Feldjäger passen dich vorher ab + keinerlei Telephonate!!!) schriftlich abliefern! Ich weiß jetzt auf jeden Fall, daß ich seit diesen Jahren, die ich Dienst tat inzwischen ruhiger schlafen kann, da ich nicht mehr von diesen Sachen träume! Auf jeden Fall kann ich dir mit ruhigem Gewissen sagen, was eine 20mm Spreng-Brand - wenn sie richtig funktioniert (kann nur bei dem Amiglump passieren - bei WKII Mun undenkbar!!!) anrichten kann! Pro Transporter 1en Treffer, und dann kannst du dir nur noch die Finger Wärmen!!

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Spielst Du auf die Bomben in Königsberg an?

Wenn ja, müßte Dir auch bekannt sein, das Bernsteinzimmer konnte nicht komplett in Königsberg aufgebaut werden.

Ein Teil vom Zimmer wurde von Rohde im Keller gelagert. Außerdem war das Zimmer zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr im Schloß aufgebaut, sondern von Rohde ordentlich verpackt.
Hast Du Dich auch mal mit der Person von Georg Stein auseinander gesetzt? Kennst Du die Umstände, welche zu seinem Tod geführt hatten?

Wer konnte nach dem 24. Januar 1945 nur über das BZ nur noch befehligen? Nur Bohrmann und Adolf möchte ich mal meinen.

Ist Dir bekannt, um welches Transportvolumen es sich bei dem Bernsteinzimmer gedreht hat.

Rohde verblieb in Königsberg. Wenn das Zimmer auch dort verblieben wäre, hätte Rohde alles daran gesetzt, das es nicht geblündert wird.

Hast Du Dich schon mal mit der Verlagerung in die Schachtanlage Wittekind beschäftigt? Dorthin kam z.B. die Königsberger Bernsteinsammlung. Und diese liegt heute noch dort, samt anderen Geblinker. Was aber nichts mit dem Bernsteinzimmer zu tun hat.

Ist Dir bekannt, das die Pferdeliebhaberin auch ein Bernstein-Bett besaß? Hat aber auch nix mit dem Bernsteinzimmer zu tun. Das Bett taucht aber später mal bei einem ARD-Streich auf.
Oder was ist mit dem Erotischen Kabinett von Katharina passiert?

Ohne sich tiefgreifend mit dem Thema zu beschäftigen ermöglicht nicht, Schlußfolgerungen zum Verbleib des Bernsteinzimmers zu tätigen.


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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#78 von bobo_1 , 15.12.2005 21:19

In Antwort auf:
Wenn Bernstein oder Holz verbrennt - übrigens auch Pulver zumindest das aus dieser Zeit - bleiben verschiedene Stoffe übrig! Dies ist aus der chemischen Zusammensetztung des Pulvers bzw. des Stoffes resultierend! Bei Abbrandgeschwindigkeit unter 1cm pro Sec. immer: Holzkohle oder Kohlenstoff(annähernd identisch!),CO2, CO1, Pottasche und div. andere mehr oder weniger giftige Chemikalien! (Dir übrigens einen sehr lebenswichtigen Tipp: TNT (Trinitrotoulol) ist sehr einfach in der Handhabung - bei vielen WKII Granaten verwendet! - ist aber in der Zeit vor der Explosion - also im Lagerzustand - bei Berührung höchst giftig!!!!!!!!!!!!! , also nach Berührung nicht in der Nase bohren!!!!!!!!! - Kein Witz! Die Gifte gelangen sofort in die Blutbahn! Obwohl Volkssturmmänner auf ausgebauten Panzerfaustsprengladungen immer wieder gerne Kaffee oder ähnliches kochten! - bleibt eigentlich nur schwarzes poröses Material übrig - allerdings wesentlich feiner wie bei einem abgebrannten Streichholz! D.h.: leider für dich: wenn die temperatur hoch genug ist, findest du von dem abgebrannten Bernsteinzimmer - eigentlich fast egal welche Größe es hatte nur so viel tatsächliches Material, um einen leeren Bierkasten wieder voll zu machen! - Je reiner das Verbrennungsmaterial, desdoweniger die Rückstände! Frag mal´jemanden der Vorderladerwaffen aktiv schießt! Bei normalem Jagdschwarzpulver braucht man nämlich mind. 1,5x soviel wie von dem verbrennungsrückstandsfreieren und abbrandfreundlicheren SchII!

Da hast Du schon Recht. Will jetzt nicht überall ins Detail gehen; deshalb besorge Dir am Besten das Buch vom Schön zum Bernsteinzimmer. (gibt zwar auch nicht auf alle Fragen eine Antwort, aber zumindest bringt es einen Einblick in die umfangreiche Sache "Bernsteinzimmer")

Dir ist bestimmt nix zu den Bombenschäden im Königsberger Schloß bekannt - oder?
Mir aber schon!

Kennst Du Bilder vom zerstörtem Schloß?
Ich schon.

Und mir ist auch die Zusammensetzung vom Bernsteinzimmer bekannt. Wie oben schon geschrieben, war es nicht nur Holz und Bernstein!

Hast Du schon einmal mit dem Wolfgang Rohde gesprochen?
Ich schon

Kennst Du die Vereinbarungen im Bezug auf die Rückführung geraubter Kunst- und Kulturgüter zwischen den beiden Ländern?

Hast Du Dich schon einmal mit dem Gauleiter Erich Koch auseinander gesetzt? Oder dessen Vernehmungsprotokolle in polnischer Gefangenschaft gelesen?

Ich glaube nicht. Deshalb finde ich es mehr als waage dann sich ein Urteil über den Verbleib des Bernsteinzimmers zu erlauben.
MfG BOBO

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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#79 von bobo_1 , 15.12.2005 21:26

Nebenbei mal was anderes noch gefragt. Kennst Du die Vergeltungswaffen 3 - 8?
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RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges

#80 von Archiv der SGC ( Gast ) , 16.12.2005 10:12

Ich wollte damit nur auf einen eventuellen Beschuß durch Tiefflieger hinweisen! Fahrzeugkolonnen und Züge wurden zu dieser Zeit zu hunderten angegriffen und vernichtet, da längst die deutsche Lufthoheit verloren war! Und in einer Nacht fährt man nunmal nicht von Königsberg nach z.B. Coburg und schon gar nicht zur damaligen Zeit! Will damit sagen, daß es zu viele Gelegenheiten für Jabo-Angriffe gegeben hätte!
Selbstverständlich würde es mich freuen, wenn es das BZ noch gäbe - ist ja schließlich unser aller Kulturgut!
Aber ich bin nunmal ein Realist (kein Pessimist)!


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