Leider ist das Bild zu unscharf Gut so. 1. Sonntag des Schützenfestes aufgenommenAuf der Karte steht 1952 Interessant wäre mal das Bild im Original um zu erkennenHabe dir schon öfters gesagt das du mal bei mir vorbei schauen kannst.
Habe sogar noch ein wesentlich besseres Bild von der Tankstelle von fast dem gleichen Standpunkt aus! Bitte versucht es erst gar nicht mir zu erklären, wie man das Bild hier reinsetzt - sinnlos! König war: Frido Einecke I. Ritter: Hans Kämmerer (Weinhändler) II. Ritter: Armin Merbach (Trostdorf) usw. usw.
Hallo zusammen,nach längerer"Abstinenz" will ich mal wieder hier schreiben.(Falls mir das noch gestattet ist?)
Zum früheren Thema "Coburger Tankstellen"ist mir in einer Fachzeitschrift ein interessanter Bericht in die Hände gefallen, den ich mit meinen Worten hier wiedergeben möchte.
Darinnen wird der Aufbau der Tankstellen in Deutschland und wie man vor langer Zeit sein Benzin gekauft hat,beschrieben.Aus heutiger Sicht,regen einen die Zeilen zum Schmunzeln an.
Die Geschichte des Autos reicht ja mittlerweile fast 120 Jahre zurück.Doch erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Treibstoffversorgung in Deutschland auf gänzlich neue Vertriebswege umgestellt. Mit der Zunahme des motorisierten Straßenverkehrs bestand dringender Bedarf an geeigneten Stellen,wo man die Benzinvorräte seines Autos ergänzen konnte. In der Frühzeit des Autos,um 1890 mussten zunächst APOTHEKEN(!) für die Versorgung der Vehikel mit Benzin sorgen! Allerdings war das meißt Reinigungsbenzin, welches auch nur in kleineren Gebinden abgegebnen wurde.Schon bald entdeckten clevere Geschäftsleute hier eine Marktlücke und versorgten die Auto und Motorradfahrer in ihren Konolialwarenläden ,aber auch in Gaststätten, Bäckereien oder Klempnereien mit Benzin. Aus Holzfässern(!)oder Ballonflaschen wurde Benzin literweise abgefüllt!
Um 1900 nahm der Bedarf stetig zu, der Sprit wurde nun in Blechkanistern verkauft!(Später dann hatte ja unsere Fa. Brose sich an der Produktion von den bekannten Kanistern beteiligt.-Ab wann fertigte eigentlich Brose diese Kanister?-Weis da jemand was darüber?) Diese Kanister konnte man nun direkt,auch zu Hause in den Tank entleeren.(Auch wenn das immer noch recht gefährlich war,so war doch eine Lagerung zu Hause nun möglich.)
Spezielle Benzinstationen wurden am Straßenrand erst von der Deutsch-Amerikanischen Petroleumsgesellschft(DAPG)um das Jahr 1905 angelegt.Hierbei handelte es sich um kleine Depots mit Fässern und Kanistern aus denen das Benzin abgezapft wurde.Nur 2 Jahre später gab es bereits 3000 von diesen Stationen im Deutschen Reich.Die DAPG konnte hier auf ihr bestehendes Betriebsnetz für Petroleum zurückgreifen. Auch der Benzolverband(B.V.),aus dem später ARAL hervor ging suchte nach neuen Vetriebswegen und setzte den Treibstoff über die ihm angeschlossenen Kohlehändler ab. So gab es bereits 1914 für die mittlerweile 90 000 zugelassenen Vehikel im Deutschen Reich, 50 000 kleine Benzinstationen, die den Benzinverkauf aber allesamt nur als Nebenverdienst betrieben!
(Im Zusammenhang mit diesem Artikel hier suche ich ein Bild von der ehemaligen "CALTEX" Tankstelle in der Rosenauer Straße,wo sich später die Firma "Einrichtungen Kirsch" niederlies.Existiert da evtl. ein Foto?) (F.folgt) Gruß Gerd
unsere Fa. Brose sich an der Produktion von den bekannten Kanistern beteiligt
Da gab es doch letzte Woche eine Broschüre von Brose (hab sie aber nicht war als Webung im Briefkasten ich bekomme aber keine Werbung).)
CALTEX" Tankstelle in der Rosenauer Straße,wo sich später die Firma "Einrichtungen Kirsch" niederlies.Existiert da evtl. ein Foto
Habe ein klein Foto mit Herrn Talkhofer beim Tanken. Habe mir einen gleichnamige Ordner angelegt, für eine Ausstellung. Wann-wo-wie was, ich weiß es noch nicht macht viel Arbeit.
Um das Jahr 1923 wurden in Deutschland die ersten "Bürgersteigpumpen" am Straßenrand aufgestellt.-(Hier waren uns noch in den 50er Jahren einige bekannt,so z.B. in Neuses oder in der Ketschendorferstraße.) Hier konnten nun die Auto/Motorradfahrer ihre Benzinvorräte direkt, in die Tanks ergänzen.Der Tankvorgang wurde dadurch wesentlich sicherer, da nun nicht mehr zu Hause mit Kanistern handiert werden mußte! Da diese Bürgersteigpumpen,wie schon angeführt bei z.B. Bäckereien,Kolonialwarenläden,Klempnereien usw. aufgestellt waren,also für den Autofahrer bekannte Orte,(Einheimische)entfiel somit auch das Suchen nach der nächsten Hinterhof-Verkaufstelle.(Siehe hierzu das Foto von Christian,-Pumpe am Gemüsemarkt)
Die Zufuhr zu diesen neuen Zapfstellen wurde von speziell konstruierten Tankwagen ausgeführt.(Somit ergab sich hier schon wieder ein Industrieeller Zweig,denn diese Tankwagen mußten ja gebaut werden. Trotz dieser Neuerungen blieben die Bürgersteigpumpen auch weiterhin nur ein Nebenerwerb für die Betreiber!!
Etwa zur selben Zeit entstanden durch die Fa. OLEX auch die ersten Tankstellenbauten mit festen Überdachungen in Kioskform.Diese Tankstellen wurden mit Genehmigung der Gemeinden an öffentlichen Plätzen oder belebten Straßen errichtet.( Hierzu sei auf die ehemalige ARAL Tankstelle in der Ketschendorfer Str. hingewiesen,von der es ein Foto hier im Magazin gibt.-(Stand auf dem Platz,wo heute das kongresshaus steht.) Noch waren solche modernen Bauten aber Einzelerscheinungen,die Bürgersteigpumpen waren immer noch in der Mehrzahl. Im Jahr 1928 betrieben in Deutschland die 3 größten Ölgesellschaften,DAPG,Rhenania-Ossag und Olex, etwa 26 000 Bürgersteigpumpen und auch die anderen Anbieter zogen nach und bauten ihre eigenen Zapfsäulennetze auf. 1935 gab es in Deutschland ca. 56 000 Tankmöglichkeiten. F.folgt gerd
Frage zu den "Bürgersteigpumpen" ------------------------------------------- Ich glaube zu wissen,das die Süc-Hotel Traube Hotel Excelsior( Bahnhofs-Hotel ) und andere diese Pumpen hatten.Zur Frage:War der Verkauf frei,oder nur für Kunden bzw Gäste.
Norbert, das ist auch eine interessante Frage!-Haben die nur an ihre Gäste oder auch an andere Leute den Sprit verkauft! Wenn man ließt,das der Benzinabsatz für viele nur als Nebenerwerb diente,könnte man sich das vorstellen. Mich würde wirklich einmal interessieren,wieviel PKW und Motorräder bis zum ersten Weltkrieg im Coburger Land angemeldet waren?Und welche Gesellschaft(en)den Sprit hier lieferten? gerd
Mich würde wirklich einmal interessieren,wieviel PKW und Motorräder bis zum ersten Weltkrieg im Coburger Land angemeldet waren?Und welche Gesellschaft(en)den Sprit hier lieferten? gerd Das weiß ich ( noch nicht )aber 1926 müßten es schon eine Menge gegeben haben, da in der Zeit von 7 Uhr abends bis 7 morgens sowie für die Sonn und Freiertage der Verkauf erlaubt war.Vorausgesetzt der Betriebsstoff war in einen Verkaufsraum völlig getrennten Lager und die Person über 16 Jahre alt. Und so nebenbei,von 1957 bis 1961- 19 Pfennige Sprit-Erhöhung, ha,ha das haben wir heute an einen Tag. Da soll einer mal sagen das unsere Wirtschaft schläft.
Im Jahr 1927 begann auch in Deutschland der Bau von Großtankstellen,mit mehreren Zapfsäulen,wie sie bereits in den USA existierten.Sie besaßen ein eigenes kleines Tankstellengebäude für den Tankwart.Die Überdachung des leicht erhöhten Zapfsäulenbereiches ging oftmals in den Dachbereich des Gebäudes über. Gemeinsames Merkmal aller neugebauten Tankstellen war die räumliche Trennung von Straßenraum und fließenden Verkehr.Viele neue Tankstellen verfügten über eigene Zu und Abfahrten zur Straße. Als nützlichen Service boten nun viele Tankstellen Reparaturdienste für die noch recht schadanfälligen Kraftwagen an.Zunächst unter freiem Himmel(Hebebühne),-später dann in angebauten kleinen Hallen, wo man auch das Auto waschen konnte.Es folgte Reifen und Zubehörverkauf. Dieser neue Tankstellentyp wurde nun nicht mehr als Nebenerwerb betrieben,sondern als vollwertiger Arbeitsplatz geführt. Damit war um 1930 bereits der klassische, vom Prinzip her heute noch gülitige Tankstellentyp geschaffen! Die wesentlichsten Veränderungen später bezogen sich vor allem auf die äußere Getaltung von Kassenhaus und Tanksäulen. Mit dem Bau der Reichsautobahnen ab 1934 nahm die Zahl der Großtankstellen zu.Sie wurden ab 1937 gerne mit Autobahn- Raststätten kompiniert. Diese neuen Tankstellen läuteten ab den 30er Jahren den Niedergang der klassischen Bürgersteigpumpen ein,deren geringe ,nach dem 2.W.K. noch verbliebene Zahl in den 50er Jahren rapide zurückging. F.folgt gerd
Als nützlichen Service boten nun viele Tankstellen Reparaturdienste für die noch recht schadanfälligen Kraftwagen an.Zunächst unter freiem Himmel----->Siehe hier den Beweis dafür.
Der Tankstellentyp, der um 1930 aufkam, war nur bis in die 90er Jahre aktuell, dann kam das Tankstellensterben und übrig blieben Großtankstellen mit Supermarktcharakter, in denen es fast alles zu kaufen gibt, am wenigsten aber Autozubehör oder Reisebedarf. Das Ladenschlussgesetz leistet seinen Beitrag.
Nach dem 2.W.K. entstanden sowohl in der Stadt,als auch auf dem Land vermehrt Tankstellenanlagen modernen Gepräges.Sie dienten nicht mehr allein dem Tankvorgang,sondern offerierten dem Kunden auch weitere Bequemlichkeiten wie Wagenwaschen und die bereits bekannten Reparaturwerkstätten.Gerade letztere Kompination Tankstelle-Werkstatt wurde stilprägend für die Bauten der 50er und 60er Jahre.(Hier sei an die Tankstelle in Wüstenahorn AXTHELM oder an die Tankstelle Geleitstraße/Sieben Linden MASTMEIER verwiesen,denn die reparierten auch PKW`s) Bis Ende der 60er Jahre blieb das Tankstellengeschäft in der BRD ein riesiger Wachstumsmarkt.Immer neue Tankstellen wurden im Zuge der Massenmotorisierung errichtet. Dann kamen die sogenannten ÖLKRISEN zu Anfang der 70er Jahre.Die Situation damals sorgte für straffere Organisation des Tankstellengewerbes,viele kleinere Tankstellen mußten schließen! Von den zirka 47ooo Tankstellen des Jahres 1969 waren zehn Jahre später nur noch 26ooo übrig.Der Beruf des Tankwart war nun überflüssig geworden,es wurden immer mehr Tankstellen auf SB umgestellt,der Autofahrer betankte nun sein Fahrzeug selbst. F.folgt gerd