Das alte Haus Seifartshofstraße 1 wurde 1959 im Zuge des Baus der Landeszentralbank abgerissen. Das LZB-Gebäuder erhielt die gleiche Adresse. Heute ist dort der Raumausstatter Kirsch drin.
Mensch Norbert, im Jahre 1948 war ja die Seifartshofstraße noch ne Trümmerlandschaft. Hast du vielleicht noch eine Erinnerung dran ? Bei Kriegsende 1945 hat es ja im Seifartshof 5 Häuser komplett erwischt und 6 waren schwer beschädigt.
Auch die Seifartshofstraße wurde im 2 WK nicht verschont. (Im Haus Nr.26 acht Tote). So wird auch erzählt das eine Bombe die in der Seifartshofstraße nicht explodierte, sondern zurück geschleudert wurde. Und durch unserer Wohnung im ersten Stock geflogen sei, auf der Rückseite Richtung Post habe sie die verwüstete Wohnung wieder verlassen. Es sollte alles Kaputt gewesen sein bis auf eine Heiligenfigur die ohne Beschädigung geborgen werden konnte.
Um genau die Zerstörung der Seifartshofstraße zu erfassen, muss man ins Detail gehen. Dabei ist zu erwähnen das vor allem die Nordseite der Straße, Richtung Itz, stark betroffen war. Hierbei lassen sich zwei zentrale Zerstörungspunkte feststellen.
Zum einem um das Gebiet des Anwesens Seifartshofstraße 12 (früher Elektrogeschäft Riemann) Hier wurde nicht nur das oben erwähnte Haus total zerstört, sondern auch die Nachbarhäuser Nr.10 und Nr.14 (heute Fahrschule Hahn) Schwerste Beschädigungen erlitten hierbei auch das Haus Nr.16 und gegenüber das Haus Nr. 7a.
Der zweite Zerstörungspunkt lag dicht an der Mohrenstraße, hinter dem Cafe Schubart. Hierbei wurde das Haus Nr.22 und das schräg dahinterliegende Haus Nr.26 total zerstört. Schwer beschädigt wurden hierbei das Haus Nr. 34 (ehemals Zahnlabor Holzberger) Nr. 20 und Nr. 22.
Hier nochmal die Narben des Krieges in der Seifartshofstraße Das schwerbeschädigte Haus Seifartshofstraße 10 wurde nach dem Krieg in vereinfachter Form wieder aufgebaut. In der Liste der zerstörten Häuser Coburgs rangiert das Gebäude unter total zerstört.
Das Haus Nr. 12 (ehemals Radio-Riemann) wurde im Krieg den Erdboden gleichgemacht. Auf den Ruinen baute man dieses Gebäude. Wie für das Haus Nr. 12 gilt dies auch für die Nr. 14 die ebenfalls vollständig vernichtet wurde.
In Antwort auf:Norbert, wer ist wer??(im Seifahrtshof??) Die 2 Cowboys (einer gebückt) sind Harald und Hänsle (Hans) Die anderen sind mir nicht bekannt. Bild links am Sandkasten ist Hänsle, Bild rechts am Sandkasten könnte ich sein.? da muß ich erst Toni fragen.
Wenn der Seifahrtshof "aufgearbeitet" ist,könnte es sicher interessant sein,die Kreuzwehrstraße,Raststraße,Bahnhofstraße unmittelbar am Bahnhofsplatz und die Brückenstraße einmal unter die Lupe zu nehmen.(Bevor dort die HUK alles neugebaut hat)-Wär das ein Vorschlag?
Das Haus Seifartshofstraße 22 wurde am Ende des Krieges total zerstört und danach in veränderter Form wieder aufgebaut
Der Standort des ehemaligen Anwesens Seifartshofstraße 26, das nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut wurde. Es stand abseits der Seifartshofstraße, Richtung Itz, und war über einem Durchgang zwischen den Häusern Seifartshofstraße 34 und 24 zu erreichen (beide Gebäude wurden damals schwer beschädigt). Heute befindet sich dort ein Privatparkplatz.
Christian,weil Du gerade die Bilder vom Seifahrtshof bringst,da erinner ich mich,das in den 50er Jahren im Seifahrtshof in einem Hinterhof ein separates Gebäude stand.Dort wohnte ein guter Bekannter meiner Eltern,er ist bekannt als der Heimatforscher Dr.Schubert/Rodach.Der hatte in diesem Haus ein Zimmer,er war ja "Grenzgänger" und hatte sich seinen Lebensunterhalt nach 45 mit "Schiebereien" ermöglicht.Da er politisch vorbelastet galt,durfte er zunächst nicht als Volksschullehrer arbeiten.Das Verbot wurde aber bald aufgehoben und er bekam dann eine Lehrstelle an der Volksschule in Rodach.(Mitbegründer der Waldbühne in Heldritt) In welchem Hinterhof das Haus stand,oder steht??Man schaute auf jeden Fall zur Itz raus.
Gerd es existiert noch ein Hinterhaus zum Anwesen Nr. 24 ! Ferner noch ein Gartenhaus auf dem Gelände von Nr. 22. Dieses steht unter Denkmalschutz (Liste lege ich hier bald bei)