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Dieses Thema hat 129 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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Christian Offline



Beiträge: 6.037
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03.08.2018 08:46
#121 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Leopoldstraße 50

nicht vergeben

Leopoldstraße 51

1605 Erstmals erwähnt.

1685 Ein alter Bau mit zwei Stockwerken, einem Keller, einer Stube und einem Stall.

1789 Christiana Margaretha Döbrich

1800 Christian Ludwig Döbrich, der Ehemann, erblich.

1807 Christoph Georg Döbrich, der Sohn, erblich.

1808 Barbara Döbrich, die Witwe, erblich.

1854 Peter Döbrich, Malermeister, der Sohn, erblich.

1881 Auguste Döbrich, Malermeisterswitwe, erblich.

1892 Erbengemeinschaft Döbrich

1894 Johann Georg Büchner, Handarbeiter

1919 Max Büchner

1927 Ida Büchner

1931 Willi Müller in Altenburg

1937 Martha Müller in Altenburg


Leopoldstraße 47 bis 51 by chris_boseckert, auf Flickr

Christian Offline



Beiträge: 6.037
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04.08.2018 08:44
#122 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Leopoldstraße 52

nicht vergeben

Leopoldstraße 53

1619 Erstmals erwähnt

1687 Ein alter Bau mit zwei Stockwerken, zwei Stuben und einem Keller

1763 Georg Michael Heger, Leineweber, erkauft.

1800 Erbengemeinschaft Heger - Hahnhaus

1833 Johann Georg Fischer erkauft die Hälfte des Hauses

1864 Luise Stark, diese eine Hälfte erblich

1869 Christiane Stark

1878 Theodor Oppel, Malermeister, das ganze Haus

1890 Margaretha Oppel, Malermeisterswitwe, erblich

1904 August Strasburg, Forstassistent

1937 Erbengemeinschaft Strasburg

1955 Hermann Schelhorn, Schlosser


|addpics|avq-4a-ed6c.jpg|/addpics|

Christian Offline



Beiträge: 6.037
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06.08.2018 08:49
#123 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Leopoldstraße 54

nicht vergeben.

Leopoldstraße 55

1569 Erstmals erwähnt.

1683 Ein Mittelbau mit zwei Stockwerken, zwei Stuben und einem Keller

1780 Johann Georg Schelhorn, erkauft.

1807 Johann Schelhorn, der Sohn, erblich.

1844 Marie Meister, Schreinermeistersehefrau

1858 Christian Weidmann, Schreinermeister

1869 Bertha Weidmann, Schreinermeistersehefrau

1902 Wilhelm Weidmann

1955 Bertha Weidmann

Leopoldstraße 55 by chris_boseckert, auf Flickr

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.752
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06.08.2018 16:09
#124 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #123

Leopoldstraße 55
1569 Erstmals erwähnt.
............


Dieses Eck Richtung Kunstverein/Hofgarten sah früher etwas anders aus.
Ich habe hier im Forum zwei Fotos von Patrick aus 1995 gefunden:

Leopoldstraße Richtung Hofgarten, 1995 (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Leopoldstraße Richtung Hofgarten, 1995 (2).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Aus meiner Kindheit (Ende 1950er-/Anfang 1960er-Jahre) erinnere ich mich, dass es bei den rückwärtigen Gebäuden Richtung Hofgarten ein kleines erhöhtes Schaufenster gab, in dem die Särge der dortigen Sargschreinerei (Schreinermeister Heinrich Baier) ausgestellt waren (vornehm als "Erdmöbel" bezeichnet).Die Särge wurden mit einem Seil aus diesem Fenster gelassen.
Damit waren für mich damals etwas grauselige Orte (Sargschreinerei und Gefängnis) direkt nebeneinander!

By the way: schon über 100.000 Zugriffe alleine zum Thema "Leopoldstraße" zeugen von der Attraktivität und Seriosität dieses Forums

Christian Offline



Beiträge: 6.037
Punkte: 6.255

07.08.2018 09:01
#125 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Leopoldstraße 56

nicht vergeben.

Leopoldstraße 57

Das Gelände war zwischen 1648 und 1838 unbebaut.

1838-40 Bau des Schwurgerichtsgebäudes.

1861 Umbau des Gebäudes, später Landgerichtsgefängnis

Das Gebäude war stets im Besitz des Staates und wurde 1983 abgerissen.

Rolf Metzner Offline




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07.08.2018 09:50
#126 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #125

Leopoldstraße 57
.........
1861 Umbau des Gebäudes, später Landgerichtsgefängnis
.........
Das Gebäude war stets im Besitz des Staates und wurde 1983 abgerissen.


Vom Gefängnis gibt es ja noch etliche Fotos, z.T. auch hier im Forum.
Hier mal 3 Bilder, beim rechten hat bereits der Abriss begonnen:

Gefaengnis mit Kiosk1965.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gefängnis Leopoldstr..jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gefängnis, Abriss 1984.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Treppe links hoch ging's rein in den Knast, die Treppe rechts runter zurück in die Freiheit:

Gefängnis, Eingang Leopoldstr. 57, ca. 1965.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Hier noch das Gefängnis auf einem Stadtplan von ca. 1925 in Nachbarschaft zur "Zarenvilla":

Gefängnis auf Stadtplan von 1925.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Stammbus Offline



Beiträge: 1.560
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07.08.2018 14:12
#127 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Wieso links hoch rein und rechts raus? Wegen dem Briefkasten, in dem man noch schnell Abschiedspost einwarf?

Und weiß eigentlich jemand, wie es zu dem Spitznamen "Villa Meier" kam?

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.752
Punkte: 1.772

07.08.2018 15:01
#128 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Zitat von Stammbus im Beitrag #127

.............
Und weiß eigentlich jemand, wie es zu dem Spitznamen "Villa Meier" kam?

Die Antwort findet man hier im Forum: Es gab mal einen Gefängnisdirektor namens August Christian Mayer (1858-1933)

Stammbus Offline



Beiträge: 1.560
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07.08.2018 18:03
#129 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Danke, so ist das, wenn man nur unter "Meier" und Meyer" sucht, weil hier in Norddeutschland niemand diesen Namen mit a schreibt.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.752
Punkte: 1.772

08.08.2018 09:43
#130 RE: Leopoldstraße Zitat · antworten

Letzte Hinrichtung im Coburger Gefängnis

Wir haben einen monatlichen Klassenstammtisch "Einschulung 1953".
Im Rahmen dieses Klassenstammtisches hat mir mein Klassenkamerad Professor Hans-Ulrich Finzel einmal von der letzten Hinrichtung im Coburger Gefängnis erzählt.
Ich habe ihn gebeten, mir diese Begebenheit nochmal in schriftlicher Form für unser Forum zukommen zu lassen:

"Nach Erzählungen meines Großvaters hat sein Vater ( mein Urgroßvater Heinrich Finzel ) im Jahre 1905 die letzte Hinrichtung im Hof des
Gefängnisses in der Leopoldstraße verfolgt. Es wurde eine Kindesmörderin mit der Guillotine geköpft. Das Herzogtum Coburg besaß keine
Guillotine ( konnte sich nicht leisten oder wollte nicht ), so daß aus Bamberg eine gemietet werden mußte mit Henker und Gehilfen!
Mein Urgroßvater hat sich sehr beklagt, daß infolge des riesigen Andrangs an Besuchern er nicht viel gesehen hatte; es wurden Eintrittskarten
zu dem Spektakel ausgegeben!! Eigentlich doch sehr modern.
Dies sind die Erzählungen meines Großvaters, die ich umfassend wiedergegeben habe; im hohen Alter hat er mir das öfters wiederholt, deshalb
ist es auch so bei mir haften geblieben."

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