Das Gebäude trägt heute die Adresse Am Hofbrauhaus 2, doch es existiert noch. Es liegt auf einer Anhöhe neben dem Hofbrauhaus bzw. vor dem Plattenäcker und ist von der Frankenbrücke gut zu sehen. Das Haus ist 1868 vom Hofbaumeister Wilhelm Streib errichtet worden, der es zwei Jahre selbst bewohnte aber dann verkaufte. Seit 1892 gehörte das Gebäude der Coburger Hofbräu und die nutzten es als Wohnhaus für die diversen Braudirektoren, wie man in den Adressbüchern nachschauen kann. Als die Coburger Hofbräu 1981 von einer Münchner Brauerei aufgekauft wurde, gelangte auch dieses Gebäude in den Besitz der Brauerei. Wem es derzeit gehört ist mir leider nicht bekannt.
Hallo Christian, auf dem 2. Foto ist im Hintergrund der Bungalow, den Alberti gebaut hatte zu erkennen. Im Vordergrund das Gebäude hat mal einem Herrn Gothe gehört; er tat immer so, als gehöre ihm auch das Gelände der ehemaligen Kapelle (späteres Anwesen Alberti) Gruß Jürgen
Jürgen, der Familie Gothe hat auch das Anwesen, wo die Kapelle draufstand, gehört. Die waren die letzten Pächter des Lokals.
Als es 1945 zerstört wurde hatten die Gothes kein Geld für den Wiederaufbau und errichten lediglich unterhalb des Lokals ein kleines Häuschen.(heute Plattenäcker 2, auf dem unteren Bild gut zu erkennen). Den oberen Teil haben sie schließlich an den Gerhard Alberti verkauft.
Hallo, und seit 2006 ist das Haus Plattenäcker 2 in unserem Besitz. (Sabine und Stephan Hoell). Wir haben es renoviert und sind hier ganz glücklich. Besonders unsere Söhne finden es spannend in einem Haus mit "Geschichte " zu wohnen. Falls jemand noch alte Bilder von dem Anwesen hat, würde ich mich freuen davon zu erfahren.
Bezüglich meiner Forschung über die Coburger Biergärten, bin ich auch auf das Ausflugslokal "Kapelle" gestoßen. Dieses Lokal entwickelte sich aus einem solchen Biergarten heraus. Dieser ist sogar heute noch komplett erhalten. Wenn man den Fußweg zum Plattenäcker hinauf geht, befindet sich auf der rechten Seite Richtung Stadt ein Garten nebst Kellereingang. Das war der ursprüngliche Biergarten. Zu diesem Garten gehörte auch eine Ausschankstelle, die einer Kapelle glich. Von dieser habe ich eine Planzeichnung aus den 1870er Jahren. Weiter unten, dort wo jetzt das Haus Plattenäcker 2 steht, ließ der Kaufmann Johann Caspar Zangerle im Jahre 1835 ein Wohnhaus errichten, welches ebenfalls wie eine kleine Kapelle aussah. Nun fällt der Name Zangerle im Zusammenhang mit der Coburger Kirchengeschichte schonmal. Nämlich bevor die St.-Augustinkirche 1860 eingeweiht wurde, fanden die kath. Gottesdienste in einem Betraum im Hause Ketschengasse Nr. 1 statt, welches dem oben genannten Kaufmann Zangerle gehörte. Da ich hier nicht an Zufälle glaube, könnte Jürgen richtig liegen, wenn er sagt, dass am Plattenäcker womöglich eine Kapelle stand. Es ist nicht auszuschließen, dass das Gebäude Zangerles ebenfalls einen Betraum besaß. Das Aussehen eines Gotteshauses hatte es ja.