Der Weg begann beim Eselstor an der heutigen Viktoriastraße, führte an der ehemaligen Angermühle, jetzt Rotkreuzhaus, vorbei zum inneren Ketschentor am Albertsplatz. Das Straßenstück zwischen dem ehemaligen Eselstor und Rotkreuzhaus wurde 1945 in Sally-Ehrlich-Straße umbenannt. Im Volksmund wird Zinkenwehr so erklärt, daß hier in der Itz eine Auffangeinrichtung mit Latten, Balken, Zinken gebaut war, die das durch den Auffangrechen beim Floßanger an der Judenbrücke durchgekommene Flößholz aufhielt, so daß es herausgeholt werden konnte. Die Flößerei wurde ab erst 1578 von der Landesherrschaft eingerichtet, währen das Zinkenwehr bereits 1432 im Stadtbuch auftaucht. Es heißt dort: "....gelegen im Cinckenwerd..." In dem Wort "werd" steckt die alte deutsche Bezeichnung für Insel, Halbinsel oder überhaupt für das Ufergelände. Es findet sich auch abgewandelt in Ortsnamen wie Donauwörth. Das Bestimmungswort "Zinken" ist wohl anderweitig abzuleiten, nicht von der Auffangeinrichtung. Im Stadtbuch tritt wiederholt der Personenname Zink auf, so Hermann Zinck 1436 und 1442, oder Heinz Zinck 1426 und 1431. Es wäre denkbar, daß ein Zink Besitzer des Geländes oder wenigstens eines Teils davon gewesen sein könnte, so daß aus dem "Werd" des Zink das "Zinkenwerd" entstanden wäre.
Hallo Christian, woher kommt dieses Foto (Bild), da ist ein klein LKW darauf zu sehen,gehörte meinen Bruder er hatte im Henneberger Haus seine Markstände gelagert. Kannst du mir das Bild mal per e-mail schicken.
Hallo Christian, der Name "Werd" -auch in etwas anderer Schreibweise - ist noch heute vielfach existent. So z. B. in Düsseldorf "Kaiserswerth" Gruß Jürgen
Es ist immer wieder interessant zu entdecken, dass man früher überall die gleichen Wörter verwendet hat und diese sich mit der Zeit veränderten. Ich finde "Zinkenwerth" auch recht passabel als Namen.
Meines Wissens befand sich diese Insel zwischen dem Verlauf der Itz (Höhe Mühldamm) bis zu dem Verlauf des ehemaligen Mühlgrabens (heute ungefähr der Verlauf der Sally-Ehrlich-Straße). Einziger Anhaltspunkt hier ist die Angermühle (heute Rot-Kreuz-Haus) Gruß Christian
Sally-Ehrlich-Straße). Einziger Anhaltspunkt hier ist die Angermühle (heute Rot-Kreuz-Haus) Gruß Christian, Gerd möchte über dieses Haus etwas wissen. ( Baujahr-Hauseigentümer und Zweck )
Erbaut 1904 (Jugendstil ist unverkennbar) als Lagerhaus der Firma Ehemann, Eisenwarenhandlung, Inhaber: Carl Ehemann. Die Geschäftsräume befanden sich im Hause Viktoriastraße Nr. 4. 1931 übernahm die Firma Heyn das Lagerhaus und betrieb es weiter. Später wohnten dort auch Leute. Wann es abgerissen wurde, weiß Norbert