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Dieses Thema hat 63 Antworten
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 Coburger Geschichte
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Stefan Offline




Beiträge: 391
Punkte: 401

06.02.2009 19:52
#46 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Gerd,
das war das Sudhaus



Es wurde übrigens 1951 - 52 neu gebaut. Auf der Seite Rosenauerstr. stadteinwärts war der Treberauslaß für die Bauern, die regen Gebrauch vom "Bio-Dünger" machten.

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

06.02.2009 20:04
#47 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten
Stefan,mit jedem Satz ,(über die Brauerei), kommen Erinnerungen dazu!Da standen immer die Gummiwagen der Bauern und haben den noch dampfenden Treber aufgeladen.Und der hatte seinen eigenen Geruch!
Mensch, ist das schon wieder lange her?
Stefan Offline




Beiträge: 391
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06.02.2009 20:15
#48 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Ich bin mir nicht ganz sicher, irgendwann gegen Ende der 80ziger wurde der Treberauswurf abgebaut.
Ich habe auch noch den malzigen Geruch in der Nase, wenn gebraut wurde.

Jürgen Offline



Beiträge: 1.089
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07.02.2009 11:56
#49 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten


Hallo Gerd, hallo Stefan.
Der Treber, den die Bauern in den Brauereien abholten, wurde nicht als Dünger genutzt - dazu war er zu wertvoll.
Man nutzte ihn meist als Schweinefutter, da ja auch das ausgekochte Malz im Treber enthalten war und Malz nun mal ein Prudukt der Gerste und damit nahrhaft ist. Wahrscheinlich habt Ihr den Treber der Brauereien mit dem Treber der Horstcompanie verwechselt. Dieser Treber wurde nur als Dünger verwandt, da er kein Malz und somit keine Nährstoffe enthielt. Übrigens mussten die Bauern - soweit ich weiß - bei den Brauereien für den Treber sogar zahlen.
Gruß Jürgen

Schoschana Offline



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09.09.2011 13:52
#50 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Hallo Jürgen,
und wieso heißt der Blaue Turm Blauer Turm??

Gruß Schoschana

Schoschana Offline



Beiträge: 16
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09.09.2011 13:57
#51 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Zitat:

Hallo Christian,von diesem Domänenhof im Bereich des späteren Festungshof ist mir ein Bild bekannt.

Siehe Bericht im Heft 3-Mai-August-1998-Coburger Geschichtsblätter
der Historischen Gesellschaft.( Mit Bild )

Stefan Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 365



06.01.2009 19:11
#7 RE: Vor 100 Jahren ·Zitat antworten

Siehe Bericht im Heft 3-Mai-August-1998-Coburger Geschichtsblätter
der Historischen Gesellschaft.( Mit Bild )

Ich weiß - Anfängerfrage - aber, wie komme ich da ran - vielleicht sogar online ????


Hallo Stefan, ganz einfach in der Stadtbücherei ausleihen das Heft der Coburger Geschichtsblätter bzw. den entsprechenden Jahresband.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.636
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11.09.2011 18:12
#52 RE: Vor 100 Jahren, blauer Turm Zitat · antworten

Wie man schon aus der Entfernung sieht (ich konnte mich heute bei einem Hundespaziergang aus der Nähe überzeugen), wird der "blaue Turm" momentan auf Vordermann gebracht und ist blau eingerüstet.
Auch ein größeres Teilstück der Wehrgangsmauer rechts daneben ist eingerüstet (soweit ich die Arbeiter auf dem Gerüst beobachten konnte, wird das Mauerwerk neu verfugt)!

http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/cob...PRINT?_FRAME=33

Angefügte Bilder:
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 Einrüstung Veste 3_600x800.jpg  Einrüstung Veste 11_800x600.jpg  Einrüstung Veste 12_800x600.jpg 
Schoschana Offline



Beiträge: 16
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12.09.2011 14:20
#53 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Zitat von Jürgen

Hallo Gerd,
die "Blaue Kehre" - der Begriff mag etwas verwirrend sein - befindet sich an der Zufahrt / Abfahrt zur und von der Veste. Es ist der Punkt, wo sich Zu- und Abfahrt treffen; früher stand in diesem Bereich eine Ampel in Richtung Festungshof/Parkplatz am Kiosk.
Der Begriff dürfte vom "Blauen Turm" abgeleitet sein.
Gruß Jürgen



Herkunft des Namens "Blaue Kehre" : Quelle: Marr, Max: Die Flurnamen von Coburg, Roßteutscher, 1928:
"Hier war in heidnischer Zeit vermutlich die Gerichtsgrenze für das auf dem Festungsberge errichtete Hochgericht, denn ahd. Chera, cher, mhd. kere, ker bezeichnet die Gerichtsgrenze und ahd. plav = blutig. Von der "blauen kehr" aus ließ der kaiserliche General Lomboy im Jahre 1634 bei der Belagerung der Veste Coburg Minen gegen den blauen und den roten Turm vortreiben, um die Belagerten zur Übergabe der Veste zu zwingen."
So weit das Zitat aus dem Buch von 1928

Gruß Schoschana

Rolf Metzner Offline




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05.06.2013 12:21
#54 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Zitat von Stefan im Beitrag #29
Hallo Jürgen, hallo Gerd,

falls ihr die Eisrutsche meint, klar gabs die und die steht auch noch heute:


Auf dem Foto von früher ist noch der kleine Eisteich in Betrieb, auf dem dann 1955 das Anwesen "Am Bach 1A" errichtet wurde.
Das Eis wurde dann im Eiskeller in der Brauerei (Gebäude an der Eisrutsche) gelagert bzw. auch in die Bierkeller im Bausenberg gebracht. Auf dem folgenden Foto kann man die Überreste dieser Eiskeller am Bausenberg noch erkennen.



Bildquelle: Fotosammlung S.Peter



Hier mal ein paar aktuelle Außenfotos von mir vom ehemaligen Eiskeller der Scheidmantelbrauerei in Cortendorf (oberhalb des Kriegerdenkmals):

Eiskeller Scheidmantelbrauerei (9)_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)Eiskeller Scheidmantelbrauerei (7)_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)Eiskeller Scheidmantelbrauerei (1)_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)Eiskeller Scheidmantelbrauerei (3)_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)Eiskeller Scheidmantelbrauerei (5)_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Ich will mal schau'n, ob meine "Unterweltexperten" auch Fotos vom Inneren haben

gerd Offline



Beiträge: 4.384
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05.06.2013 12:52
#55 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Das könnte ja dann der Keller sein, wo angeblich C.E. während dem Beschuss 1945 im April Zuflucht gesucht hatte? Ich denke vom Inneren des Kellers gibt es auch Aufnahmen, aber in einem anderen Forum! Leider kein Zugriff darauf....

Stefan Offline




Beiträge: 391
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05.06.2013 15:18
#56 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Hallo Gerd,

ja, das ist der Keller. Und C.E. war wirklich dort - ich kenne eine Augenzeugin. Ich habe zu Hause eine Zeichnung, die ich nach Augenzeugenberichten angefertigt habe.

Gruß
Stefan

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.636
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05.06.2013 17:00
#57 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Hallo Stefan,

ist es möglich, dass Du diese Zeichnung vom Inneren des Eiskellers hier einscannst?

Ich hatte zwar zwischenzeitlich Kontakt mit jemanden, der in dieser "Eiskeller-Unterwelt" war, aber es fehlen Fotos.
Leider ist der Kellerzugang jetzt so verrammelt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man da nochmal reinkommt. Vielleicht geht es durch den Lüftungsschacht (siehe Foto mit meinem Hund), aber so etwas traue ich mir nicht zu.

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

08.06.2013 05:57
#58 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Hallo Stefan, war da nicht vor langer Zeit einmal eine Zeichnung hier...??oder war das bei Dir?
gerd

cni Offline




Beiträge: 83
Punkte: 89

12.06.2013 22:07
#59 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

Hallo Stefan,

ja das wäre echt interessant, diese Zeichnung!
Vielleicht gibt es ja noch andere Eingänge...

Danke

Gruß
Christian

Stefan Offline




Beiträge: 391
Punkte: 401

13.06.2013 04:58
#60 RE: Vor 100 Jahren Zitat · antworten

BSC-Eiskeller.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der ehemaligen Eiskeller der Brauerei am Bausenberg wurde wie folgt benutzt:
Es wurde Eis in den Hauptraum ("Dom") durch einen Eiseinwurf eingeworfen. Der Raum wurde somit mit Eis gefüllt. Die Bierbutten wurden per Kuh-Gespann bzw. Pferdewagen zur Lagerung bzw. Gärung in die Gänge des Eiskellers gebracht. Zudem war früher dort auch der Hopfen in sogenannten Hopfenbüchsen gelagert. In den Gängen (die Breite kenne ich leider nicht) wurden die Butten / Fässer gelagert, die Gänge hatten Einbuchtungen für die Petroleumlampen.
Der Eiskeller besteht im Ursprung aus einem Felsenkeller, der wohl Ursprung des "langen Gangs war. Der gemauerte Aufsatz ist das Dach des sog. "Doms", dem Hauptraum, der das Eis enthielt. Auf diesem Dach, also dem Plateau, haben in früheren Zeiten die Cortendorfer das Tanzen gelernt. Das Dom ist gemauert und die Größe entspricht dem Dach. Genau kann ich es nicht sagen, ich würde so 10x6 m schätzen, vielleicht größer.
Der Eingang war rechts neben dem Dom. Vom Dom (ich vermute auch rechts vom Eingang) geht der sog. "lange Gang" entlang, der mind. 50 Meter lang ist und entsprechend der Erhebung etwas parallel der Straße in den Wald verläuft. Ca. 50 m vom Eingang entfernt war ein Eisengitter zu Lüftung des Ganges. Wie lange der Gang wirklich ist, weiß ich leider nicht. Ob der Dom noch einen kleinen Vorraum (wie kommt man sonst vom großen in den kleinen Gang, wenn der Dom voller Eis ist!?) hatte, weiß ich nicht und konnte ich auch nicht mehr in Erfahrung bringen.
Auf der anderen Seite des Doms gibt es den "kleinen Gang", der am früheren Schießstand endet. Auch hier ist mir die Länge nicht bekannt.
Früher waren bessere Zufahrtswege, der Dom hatte am oberen Ende des Plateaus einen Eiseinwurf, der später zugemauert wurde, nachdem ein Hund hineinfiel / geworfen wurde, der dann im Keller verendete. Auf welcher Seite der Eiseinwurf war, kann ich nicht sagen, vermutlich mittig.
Somit gab es nur einen echten Eingang, einen Eiseinwurf sowie ein Lüftungsgitter.
Eine Skizze kann ich nur nach Erzählungen anfertigen, die Lage, Richtung, Breite und Länge der Gänge und Dimensionen sind Vermutungen. Der Dom hat die auf den angefügten Bilder sichtbare Höhe, ist/war also ein sehr hoher Raum. Die Relationen auf der Skizze passen sicher nicht.
Der Keller wurde zugemauert und ist nicht mehr begehbar.

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