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 Coburger Geschichte
Christian Online



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19.06.2009 08:35
Der Hahnfluss (Aufsatz 19.06.2009) Zitat · antworten

Im Rahmen des Filmbeitrages über die Verrohrung des Hahnflusses aus dem Jahre 1967 befasst sich auch das Coburg-Magazin mit der Geschichte dieses Seitenarms der Itz.



Der Hahnfluss auf Höhe der Schenkgasse (Zeichnung von Emil Maurer, im Privatbesitz Boseckert)

Über den Hahnfluß 1938

Es ist sehr lohnend, einmal die Winkel und stillen Idyllen aufzusuchen, die man dem Hahnfluß ließ. Noch immer waschen die Frauen auf Holzstegen ihre Wäsche, und dann flattert sie zum Trocknen auf den offenen Holzgängen und Böden der alten Häuser, die heimlich Tag und Nacht dem verschwiegenen Gang des Wassers lauschen. Manche Gasse führt dorthin. Die Namen sagen viel aus und lauten: Gerbergasse, Schenkgasse, Brunnengasse, Badergasse, Mühlgasse und Walkmühlgasse. An der Judenbrücke, der einzigen alten Steinbrücke noch, vereinigt sich der Hahnfluß nach kurzem, arbeitsreichem und fröhlichem Dasein wieder mit seiner Lebensspenderin, der Itz...
(Quelle: Städte der bayerischen Ostmark - Coburg 1938)



Der malerische Hahnfluss am Lohgraben nach Hans Weberpals (im Privatbesitz Boseckert).

Oberhalb des Stadtteils Cortendorf entläßt die Itz einen kleinen Nebenfluss, der zunächst entlang dem Höhenzug und nach dem Rittersteich durch die Stadt fließt, bis er schließlich nach nur 3300 Meter bei der Judenbrücke wieder in das eigentlich Flußbett zurück kehrt. Wenn auch der Mensch dieses Nebengewässer vielfach nach seinem Gutdünken - bzw. nach den wirtschaftlichen Erfordernissen - formte, so dürfte der eigentliche Ursprung doch natürlich gewesen sein. Die vielen Windungen des Hahnflusses in früheren Zeiten, wie alte Karten erkennen lassen, deuten jedenfalls darauf hin.
(Zitat aus: Georg Aumann / Karl-Ulrich Pachale: Die Itz (= Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft Coburg, Band 15) Coburg 2001.)



Der Zusammenfluss von Itz und Hahnfluss an der Judenbrücke (Sammlung Christian Boseckert)

Mühlen am Hahnfluss:

1.) Pulver- und Walkmühle in Cortendorf (1841 bzw. 1863 abgerissen, die Mühlen befanden sich auf dem Betriebsgelände der Firma Lasco)

2.) Lohmühle am Hahnweg, gegenüber der Firma Waldrich.

3.) Hahnmühle

4.) Hasel- bzw. Ennesmühle in der Gerbergasse (1985 im Zuge des Baus des Parkhauses Mauer abgerissen)

5.) Stückles-Brods- bzw. Stadtmühle in der Badergasse (1970 abgerissen, die Mühle befand sich auf dem Kaufhofgelände)

6.) Lautermühle in der Mühlgasse (1875 abgerissen, heute steht dort das Haus Mühlgasse Nr.12)

7.) Walk- bzw. Halbmühle in der Walkmühlgasse (Beie Mühlen sind erhalten.)



Verlaufsplan des Hahnflusses nach einem alten Stadtplan von 1819.

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