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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Fragen und Antworten zur Geschichte Coburgs
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gerd Offline



Beiträge: 4.384
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06.01.2010 17:36
#16 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Mir ist es nur als "Hexenhäusle" bekannt und es waren Werkzeug der Gärtner und Wegemacher drinnen untergebracht.Wer und wann das gebaut wurde ist mir aber nicht bekannt.

Stefan Offline




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06.01.2010 17:39
#17 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Norbert
C.E. versteckte sich in den Eiskellern der Scheidmantel
Auch das ist nicht richtig.



Mist!

gerd Offline



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06.01.2010 17:41
#18 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Es wird nicht mehr lange dauern und wir werden darüber näheres erfahren.

Stefan Offline




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06.01.2010 17:49
#19 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Norbert
Ich denke das war schon immer eine unterkunft für bedienstete,
später war das Gerdle (Hofgartenstraßenkehrer)mit seinen Gerätschaften
Anwesend (Im Volksmund Hexenhäusle.)



Danke, Norbert.
Und wie war das jetzt mit C.E.? Der hatte sich doch ein Einmarsch/ Beschuß der Amerikaner in Cortendorf versteckt, oder? Ich hab das mal irgendwo gelesen...

gerd Offline



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06.01.2010 18:02
#20 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Uns allen ist ja Bodo Ebhardt als Baumeister an der Veste bekannt.Daneben gab es in früherer Zeit aber noch andere Baumeister,welche dort tätig waren.So arbeitete unter Herzog Johann Ernst,(der die Veste um das Jahr 1540 so ausbauen ließ,das sie "Festung"genannt werden konnte!)der damals hochgerühmte Nicolaus Grohmann.Seine Keller und Tunnelanlage lassen ihn als einen Techniker ersten Ranges bewundern.Grohmann nutzte die Gelegenheit an dieser Stelle Steine zu brechen,um die Hohe Bastei usw. zu bauen.Der Baugrund war aber sehr gefährlich.An den Aufmaßen,die vor der jetzigen Wiederherstellung an den Gewölben und Felswiederlagern gemacht wurden,ersah man,daß das Gestein,das als Widerlager benutzt wurde,vielfach nur aus einer Anzahl hochstehender Felsen bestand,die durch Klüfte bis zu 10 m Tiefe und von verschiedenen Breiten durchzogen waren.Beim Bau der "Roten Kemenade" wurden die Grohmannschen Keller in rechteckiger Form ausgebrochen: 40m Länge,15m Breite,10m Tiefe.Zwei große Innengewölbe wurden dann übereinander gestellt,so daß ein unterer Keller von 3.50m und ein oberer von etwa 4m Höhe entstand.An den Stellen,wo für die Fundamente dieser Tonnengewölbe,der Fels als Widerlager fehlte,mußte Grohmann sein Mauerwerk sehr tief gründen und an verschiedenen Stellen starke Strebepfeiler bauen.

Stefan Offline




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06.01.2010 18:57
#21 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Norbert
Und wie war das jetzt mit C.E.? Der hatte sich doch bein Einmarsch.......
Richtigstellung kommt in 1-2 Jahren.



Das nenn' ich mal zeitnah!
Oder kann es sein, dass du an einem Buch arbeitest?

Christian Online



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06.01.2010 19:01
#22 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Carl Eduard und Scheidmantel-Keller:

Diese These hat Walter Schneier immer vertreten. Schneier schrieb auch das die Kapitulation der Veste in Besein von Carl Eduard und General Patton stattfand. Hans-Jürgen Schmidt ("Panzer-Schmidt") hat dies inzwischen widerlegt. Patton war zu diesem Zeitpunkt in Gotha und nicht in Coburg. (siehe dazu Hans-Jürgen Schmidt: Coburg und die amerikanischen Streitkräfte 1945-1990, (Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft Coburg, Band 10))

"Hexenhäusle"
Das oben dargestellte Gebäude war ein Weinberghaus (siehe Weinstraße). Bis in die frühe Neuzeit war hier ein Weinanbaugebiet (Festungsberg-Südseite )Durch klimatische Veränderungen gab man den Weinbau auf. Der letzte gehörte zur Festung und befand sich unterhalb des Eingangsportales. Die kleine Türe, die einst zum "Herzoglichen Weingarten" führte, ist heute noch zu sehen.

gerd Offline



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07.01.2010 05:46
#23 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Das war also der berühmte "Coburger Festungsberg Südseite"----Nierentritt-Kabinett.????

Jürgen Offline



Beiträge: 1.089
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07.01.2010 14:03
#24 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von gerd
Da sollte man sich doch einmal Gedanken drüber machen wie diese "Ellenlangen" Gerüststangen damals transportiert wurden? Der hier zu sehende Leiterwagen dürfte doch das standart Transportmittel damals gewesen sein?Langholzfuhrwerke?


Hallo Gerd,
so schlimm war es nun doch nicht! Auch in den Jahren nach dem Krieg gab es keine Stahlgrüste (habe selbst Ende der 1950er Jahre noch diese Gerüste mit auf- und abgebaut). Die Verbindungen der Anschlüsse und der Hölzer miteinander erfolgte mit Gerüstketten und Gerüststricken, wobei mir die Stricke sympathischer waren, da ich sie als sicherer empfand.
Bei größeren Höhen, die mit einer Stange nicht erreicht werden konnten, wurden die Stsangen '"angeschuht", d. h., es wurden zwei Stangen vertikal miteinander verbunden, wobei die untere voll eingebaut war.
Wenn Du das Bild genauer betrachtest, erkennst Du sogar eine derartige "Anschuhung"

LG
Jürgen

... unser Coburg ist doch einzig schön ...

Stefan Offline




Beiträge: 391
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07.01.2010 14:04
#25 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Christian

Das oben dargestellte Gebäude war ein Weinberghaus (siehe Weinstraße). Bis in die frühe Neuzeit war hier ein Weinanbaugebiet (Festungsberg-Südseite )Durch klimatische Veränderungen gab man den Weinbau auf. Der letzte gehörte zur Festung und befand sich unterhalb des Eingangsportales. Die kleine Türe, die einst zum "Herzoglichen Weingarten" führte, ist heute noch zu sehen.



Gibt es vielleicht AKs zum Einanbeu oder Fotos?
Ein paar Literaturquellen habe ich gefunden, mal sehen, was die hergeben....

rüger Offline



Beiträge: 40
Punkte: 40

04.03.2010 14:59
#26 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Norbert
Ich denke das war schon immer eine unterkunft für bedienstete,
später war das Gerdle (Hofgartenstraßenkehrer)mit seinen Gerätschaften
Anwesend (Im Volksmund Hexenhäusle.)



Mensch 'des Gerdle', den hatte ich total vergessen -
den haben wir Kinder auf dem Schulweg oft im Hofgarten gesehen.
So'n kleiner Dürrer, dunkle Haare und immer den Reisigbesen geschwungen ...

Stefan Offline




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10.04.2010 18:53
#27 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Zitat von Norbert
C.E. versteckte sich in den Eiskellern der Scheidmantel
Auch das ist nicht richtig.



So, Neue Informationen: habe mit einem Zeitzeuge gesprochen, der am 10.4.45 im Eiskeller der Scheidmantel beim Beschuss war: C.E. kam nachts in den Eiskeller!

Jürgen Offline



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11.04.2010 12:07
#28 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

[quote="gerd"]Uns allen ist ja Bodo Ebhardt als Baumeister an der Veste bekannt.Daneben gab es in früherer Zeit aber noch andere Baumeister,welche dort tätig waren.So arbeitete unter Herzog Johann Ernst,(der die Veste um das Jahr 1540 so ausbauen ließ,das sie "Festung"genannt werden konnte[/quote

Hallo Gerd,
da muss ich Dir leider widerspechen. Zwar wird dies oft als Begründung für den Begriff "Festung" oder "Veste" herangezogen.
Bei einer speziellen Sonderführung vor vielen Jahren wurden die Begriffe "Burg" und "Veste" näher definiert: Danach wird eine Burg dann zur Veste, wenn der Besitzer, also der Fürst, nicht mehr ständig die Burg als Wohnsitz nutzt - und das ist ja auch bei uns der Fall. Mit dem Umzug in die Ehrenburg wurde die Burg zur Veste. Davon dürften auch die Begriffe "Burgverweser" (für nicht ständig benutzte Burgen wie z. B. Kaiserburgen) oder "Festungskommandant" abzuleiten sein.

LG
Jürgen

... unser Coburg ist doch einzig schön ...

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

11.04.2010 13:03
#29 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Wieder was gelernt,Jürgen!Danke!!
gerd

Autor ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2010 16:21
#30 RE: Seilbahn zur Veste Zitat · antworten

Hallo EssPe,
erbitte eine private Nachricht bez. des Zeitzeugen der CE am 10.04.1945 im Eiskeller der Scheidmantel gesehen haben will. Falls Sie ebenfalls was über diesen Keller wissen bitte ich ebenfalls um Mitteilung bzw. Telefonnummer, besten Dank im voraus!

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