Da sollte man sich doch einmal Gedanken drüber machen wie diese "Ellenlangen" Gerüststangen damals transportiert wurden? Der hier zu sehende Leiterwagen dürfte doch das standart Transportmittel damals gewesen sein?Langholzfuhrwerke?
Das oben abgebildete Häuschen fiel mir beim Spaziergang auf, nicht unweit der Weinstraße. Entweder hab ich bisher immer gepennt oder war dort noch nie - mir ist das Häuschen noch nie aufgefallen. Weiß jemand etwas über die frühere Nutzung? War das das erste Coburger Bratwursthäuschen? Musste dort Albert hin, wenn er unartig war? Versteckte sich dort C.E. vor den Amerikanern? (Ich weiß, ich bin albern und C.E. versteckte sich in den Eiskellern der Scheidmantel...)
Mir ist es nur als "Hexenhäusle" bekannt und es waren Werkzeug der Gärtner und Wegemacher drinnen untergebracht.Wer und wann das gebaut wurde ist mir aber nicht bekannt.
Ich denke das war schon immer eine unterkunft für bedienstete, später war das Gerdle (Hofgartenstraßenkehrer)mit seinen Gerätschaften Anwesend (Im Volksmund Hexenhäusle.)
Zitat von NorbertIch denke das war schon immer eine unterkunft für bedienstete, später war das Gerdle (Hofgartenstraßenkehrer)mit seinen Gerätschaften Anwesend (Im Volksmund Hexenhäusle.)
Danke, Norbert. Und wie war das jetzt mit C.E.? Der hatte sich doch ein Einmarsch/ Beschuß der Amerikaner in Cortendorf versteckt, oder? Ich hab das mal irgendwo gelesen...
Uns allen ist ja Bodo Ebhardt als Baumeister an der Veste bekannt.Daneben gab es in früherer Zeit aber noch andere Baumeister,welche dort tätig waren.So arbeitete unter Herzog Johann Ernst,(der die Veste um das Jahr 1540 so ausbauen ließ,das sie "Festung"genannt werden konnte!)der damals hochgerühmte Nicolaus Grohmann.Seine Keller und Tunnelanlage lassen ihn als einen Techniker ersten Ranges bewundern.Grohmann nutzte die Gelegenheit an dieser Stelle Steine zu brechen,um die Hohe Bastei usw. zu bauen.Der Baugrund war aber sehr gefährlich.An den Aufmaßen,die vor der jetzigen Wiederherstellung an den Gewölben und Felswiederlagern gemacht wurden,ersah man,daß das Gestein,das als Widerlager benutzt wurde,vielfach nur aus einer Anzahl hochstehender Felsen bestand,die durch Klüfte bis zu 10 m Tiefe und von verschiedenen Breiten durchzogen waren.Beim Bau der "Roten Kemenade" wurden die Grohmannschen Keller in rechteckiger Form ausgebrochen: 40m Länge,15m Breite,10m Tiefe.Zwei große Innengewölbe wurden dann übereinander gestellt,so daß ein unterer Keller von 3.50m und ein oberer von etwa 4m Höhe entstand.An den Stellen,wo für die Fundamente dieser Tonnengewölbe,der Fels als Widerlager fehlte,mußte Grohmann sein Mauerwerk sehr tief gründen und an verschiedenen Stellen starke Strebepfeiler bauen.
Diese These hat Walter Schneier immer vertreten. Schneier schrieb auch das die Kapitulation der Veste in Besein von Carl Eduard und General Patton stattfand. Hans-Jürgen Schmidt ("Panzer-Schmidt") hat dies inzwischen widerlegt. Patton war zu diesem Zeitpunkt in Gotha und nicht in Coburg. (siehe dazu Hans-Jürgen Schmidt: Coburg und die amerikanischen Streitkräfte 1945-1990, (Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft Coburg, Band 10))
"Hexenhäusle" Das oben dargestellte Gebäude war ein Weinberghaus (siehe Weinstraße). Bis in die frühe Neuzeit war hier ein Weinanbaugebiet (Festungsberg-Südseite )Durch klimatische Veränderungen gab man den Weinbau auf. Der letzte gehörte zur Festung und befand sich unterhalb des Eingangsportales. Die kleine Türe, die einst zum "Herzoglichen Weingarten" führte, ist heute noch zu sehen.