RE: Seilbahn zur Veste

#11 von gerd , 06.01.2010 08:41

Auf dem angefügten Bild von Markus erscheint der Name Heideloff.Dieser Mann und auch andere hatten im 19.Jahrhundert mit unzulänglichen Mitteln versucht die Bausubstanz der Veste zu sichern.So wurde ja die damalige Rote Kemenade(C.E. Bau)von B. Ebhardt total abgerissen und es stellte sich heraus,das die beiden Tonnengewölbe auf dem nun der C.E. Bau steht, stark in Mittleidenschaft gezogen waren,da sich der Felsenuntergrund,an der Nordseite der Veste verlagert hatte.(das kann man nachlesen in der Baubeschreibung von Oskar Doehring,Gauting bei München.Hier sind auch einige interessante Aufnahmen zu sehen,als dort gebaut wurde.)B.Ebhardt mußte sehr feinsinnige Entlastungsbögen errichten um das kollosale Gewicht,des C.E. Baus,das auf die Tonnengewölbe lastet,abzufangen.
Zu Bodo Ebhardt. Von 1898 an wurde die Veste vermessen und sehr viele Lichtbilder über die Anlage gemacht.Vom Bauherren kräftig unterstützt,hat Ebhardt von 1906 bis zum jahre 1924 das Werk in allen Teilen durchgeführt.Seit 1920 war sein 2. Sohn, der Architekt Fritz Ebhardt der Leiter der örtlichen Baustelle.


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RE: Seilbahn zur Veste

#12 von gerd , 06.01.2010 11:51

Über die Seibahn zur Veste kann man lesen:
Umfangreiche und nicht alltägliche Maßnahmen wurden für das Heranschaffen der Baustoffe erforderlich.Die Lage der Burg hoch über dem Tal der Itz erschwerte und verteuerte außerordentlich das anfahren der Lasten,richtete überdies an den Zufahrtsstraßen,die durch die schöne Parkanlage des Hofgartens führen,durch starke Abnutzung Schaden an.Auf Vorschlag des Baumeisters wurde daher bereits zu Beginn des Baues eine große Drahtseilbahn mit elektrischen Antrieb errichtet.Sie führte an der Nordseite senkrecht bis auf die Sohle des Tales hinab und ermöglichte die Anfuhr von der Eisenbahn oder aus den Wäldern und Steinbrüchen der Nachbarschaft und des Maintales,verringerte die Kosten auf das möglichste Maß,verhütete die Störung des Verkehrs im Park sowie dessen Beschädigung.Die Drahtseilbahn hat weit über ein Jahrzehnt den gesammten Verkehr ohne Schwierigkeiten bewältigt!....

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RE: Seilbahn zur Veste

#13 von Christian , 06.01.2010 15:12

Hier auch mal ein schönes Bild: Die Umbauarbeiten an der Lutherkapelle

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RE: Seilbahn zur Veste

#14 von gerd , 06.01.2010 15:31

Da sollte man sich doch einmal Gedanken drüber machen wie diese "Ellenlangen" Gerüststangen damals transportiert wurden? Der hier zu sehende Leiterwagen dürfte doch das standart Transportmittel damals gewesen sein?Langholzfuhrwerke?


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RE: Seilbahn zur Veste

#15 von Stefan , 06.01.2010 17:32

Zum Thema "Veste" hätte ich noch ne Frage:



Das oben abgebildete Häuschen fiel mir beim Spaziergang auf, nicht unweit der Weinstraße. Entweder hab ich bisher immer gepennt oder war dort noch nie - mir ist das Häuschen noch nie aufgefallen.
Weiß jemand etwas über die frühere Nutzung?
War das das erste Coburger Bratwursthäuschen? Musste dort Albert hin, wenn er unartig war? Versteckte sich dort C.E. vor den Amerikanern? (Ich weiß, ich bin albern und C.E. versteckte sich in den Eiskellern der Scheidmantel...)

 
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RE: Seilbahn zur Veste

#16 von gerd , 06.01.2010 17:36

Mir ist es nur als "Hexenhäusle" bekannt und es waren Werkzeug der Gärtner und Wegemacher drinnen untergebracht.Wer und wann das gebaut wurde ist mir aber nicht bekannt.

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RE: Seilbahn zur Veste

#17 von Stefan , 06.01.2010 17:39

Zitat von Norbert
C.E. versteckte sich in den Eiskellern der Scheidmantel
Auch das ist nicht richtig.



Mist!

 
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RE: Seilbahn zur Veste

#18 von gerd , 06.01.2010 17:41

Es wird nicht mehr lange dauern und wir werden darüber näheres erfahren.

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RE: Seilbahn zur Veste

#19 von Stefan , 06.01.2010 17:49

Zitat von Norbert
Ich denke das war schon immer eine unterkunft für bedienstete,
später war das Gerdle (Hofgartenstraßenkehrer)mit seinen Gerätschaften
Anwesend (Im Volksmund Hexenhäusle.)



Danke, Norbert.
Und wie war das jetzt mit C.E.? Der hatte sich doch ein Einmarsch/ Beschuß der Amerikaner in Cortendorf versteckt, oder? Ich hab das mal irgendwo gelesen...

 
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RE: Seilbahn zur Veste

#20 von gerd , 06.01.2010 18:02

Uns allen ist ja Bodo Ebhardt als Baumeister an der Veste bekannt.Daneben gab es in früherer Zeit aber noch andere Baumeister,welche dort tätig waren.So arbeitete unter Herzog Johann Ernst,(der die Veste um das Jahr 1540 so ausbauen ließ,das sie "Festung"genannt werden konnte!)der damals hochgerühmte Nicolaus Grohmann.Seine Keller und Tunnelanlage lassen ihn als einen Techniker ersten Ranges bewundern.Grohmann nutzte die Gelegenheit an dieser Stelle Steine zu brechen,um die Hohe Bastei usw. zu bauen.Der Baugrund war aber sehr gefährlich.An den Aufmaßen,die vor der jetzigen Wiederherstellung an den Gewölben und Felswiederlagern gemacht wurden,ersah man,daß das Gestein,das als Widerlager benutzt wurde,vielfach nur aus einer Anzahl hochstehender Felsen bestand,die durch Klüfte bis zu 10 m Tiefe und von verschiedenen Breiten durchzogen waren.Beim Bau der "Roten Kemenade" wurden die Grohmannschen Keller in rechteckiger Form ausgebrochen: 40m Länge,15m Breite,10m Tiefe.Zwei große Innengewölbe wurden dann übereinander gestellt,so daß ein unterer Keller von 3.50m und ein oberer von etwa 4m Höhe entstand.An den Stellen,wo für die Fundamente dieser Tonnengewölbe,der Fels als Widerlager fehlte,mußte Grohmann sein Mauerwerk sehr tief gründen und an verschiedenen Stellen starke Strebepfeiler bauen.


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