Im Zuge der Umbauphase von 1908-1924 auf der Veste Coburg wurde von Cortendorf über den Bausenberg eine Seilbahn in Betrieb genommen. Diese diente dazu um hauptsächlich Baumaterial wie Steine hinauf zur Veste zu befördern. Diese Bauphase wurde von dem Berliner Architekt, Professor und Burgenforscher Bodo Ebhardt geleitet. Als die Seilbahn nicht mehr in Gebrauch war, wurde sie abgerissen. Die Schneise die bei der Rodung der Bäume entstandt wurde noch viele Jahre von der Coburger Jugend als Skisprungschanze genutzt. Hier ein Bild der Seilbahn:
Zitat von Feldwebel MVielen Dank für das Kompliment Angelika, den Einheitsbrei können wir ja jeden Tag in der Zeitung lesen.
...vielleicht sollten die Könige und Fürsten unserer Stadt, da sie sich ja mit Hallenbauten so schwer tun, umschwenken und lieber mal wieder eine nette Seilbahn bauen. Vielleicht vom Brosekreisel zum Flugplatz? Nein, nein, natürlich meine ich nicht den Coburger Flugplatz, der funktioniert ja nicht mehr, ist Mutti beim Saubermachen draufgetreten. Unter Nürnberg machen wir es nicht! In diesem Sinne...
Seilbahn zur Veste? Da wundert mich nur, dass die. die die Bimmelbahn - wenn sie durch den Hofgarten fährt - so enorm stört, nicht schon längst danach geschrien haben!!
Da wurden ja ziemlich einschneidende Veraenderungen an der Veste gemacht. Und ich dachte frueher immer, dass sie all die Jahre durch so aussah wie heute.
Was hab ich nicht schon im Forum gelernt. Einfach prima!
Die Veste wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut. In der Burgkapelle wie sie heute ausschaut, hat Martin Luther wohl nie gebetet oder gepredigt. Der Fürstenbau ist von Bodo Ebhardt auch total umgekrempelt worden. Da ist früher einfach abgerissen worden, was nicht gefallen hat und dann nach eigenen Vorstellungen des Architekten wiederaufgebaut worden. Denkmalschutz Fehlanzeige !
Angelika,bevor der Umbau der Veste von Bodo Ebhardt in Angriff genommen wurde hatte die Veste ein ganz anderes Aussehen als heute.Ganz entscheidend war das nicht vorhandensein des Roten Turm,s der nach dem Vorbild eines Stadtturmes in Rothenburg/o.Tauber errichtet wurde.Aber darüber ist hier im Forum schon einmal geschrieben worden.Auch das Aussehen des Fürstenbau,der "roten Kemenade"-später Kongressbau-heute C.E. -Bau und weiterer Bausubstanz hatte früher ein anderes Aussehen,bzw.wurde umgebaut. Unbestritten ist die verklärte "Burgenromantik" von Ebhardt,die er damals praktizierte.So finden sich zur Hohkönigsburg im Elsass,welche man von der A5 Frankfurt-Basel,gut sehen kann,viele bauliche Paralellen zu unserer Veste,denn die Burg dort hatte auch Ebhardt umgebaut.Das löste im damaligen "Reichsland" Elsass heftigste Kritik aus!Hinzu kam,das die ehemalige Burgruine Kaiser Wilhelm zum "Geschenk" gemacht wurde.Die weitere Entwicklung dort,14-18 ist ja bekannt!
Auf dem angefügten Bild von Markus erscheint der Name Heideloff.Dieser Mann und auch andere hatten im 19.Jahrhundert mit unzulänglichen Mitteln versucht die Bausubstanz der Veste zu sichern.So wurde ja die damalige Rote Kemenade(C.E. Bau)von B. Ebhardt total abgerissen und es stellte sich heraus,das die beiden Tonnengewölbe auf dem nun der C.E. Bau steht, stark in Mittleidenschaft gezogen waren,da sich der Felsenuntergrund,an der Nordseite der Veste verlagert hatte.(das kann man nachlesen in der Baubeschreibung von Oskar Doehring,Gauting bei München.Hier sind auch einige interessante Aufnahmen zu sehen,als dort gebaut wurde.)B.Ebhardt mußte sehr feinsinnige Entlastungsbögen errichten um das kollosale Gewicht,des C.E. Baus,das auf die Tonnengewölbe lastet,abzufangen. Zu Bodo Ebhardt. Von 1898 an wurde die Veste vermessen und sehr viele Lichtbilder über die Anlage gemacht.Vom Bauherren kräftig unterstützt,hat Ebhardt von 1906 bis zum jahre 1924 das Werk in allen Teilen durchgeführt.Seit 1920 war sein 2. Sohn, der Architekt Fritz Ebhardt der Leiter der örtlichen Baustelle.
Über die Seibahn zur Veste kann man lesen: Umfangreiche und nicht alltägliche Maßnahmen wurden für das Heranschaffen der Baustoffe erforderlich.Die Lage der Burg hoch über dem Tal der Itz erschwerte und verteuerte außerordentlich das anfahren der Lasten,richtete überdies an den Zufahrtsstraßen,die durch die schöne Parkanlage des Hofgartens führen,durch starke Abnutzung Schaden an.Auf Vorschlag des Baumeisters wurde daher bereits zu Beginn des Baues eine große Drahtseilbahn mit elektrischen Antrieb errichtet.Sie führte an der Nordseite senkrecht bis auf die Sohle des Tales hinab und ermöglichte die Anfuhr von der Eisenbahn oder aus den Wäldern und Steinbrüchen der Nachbarschaft und des Maintales,verringerte die Kosten auf das möglichste Maß,verhütete die Störung des Verkehrs im Park sowie dessen Beschädigung.Die Drahtseilbahn hat weit über ein Jahrzehnt den gesammten Verkehr ohne Schwierigkeiten bewältigt!....