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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 Das Coburger Umland
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Christian Offline



Beiträge: 5.742
Punkte: 5.936

20.08.2010 17:31
#16 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

1232
Erstmalige urkundliche Erwähnung der Burg Lichtenstein zusammen mit der benachbarten Burg Altenstein. Eine frühere Besiedlung des Areals kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Erste Besitzer sind wohl die Herren von Lichtenstein, die als Gefolgs- und Amtsleute des Bischofs von Würzburg in Erscheinung treten.

1257
Tayo von Lichtenstein muss seine Burg dem Bischof von Bamberg überlassen, nachdem dieser die Anlage erobert hat. Die Burg liegt im Spannungsfeld des Machtkampfes zwischen dem Würzburger und Bamberger Bischof und gilt für beide Seiten als ein strategisch wichtiger Punkt. Langfristig gesehen bleibt Lichtenstein im Würzburger Einflussbereich.

1345
Lichtenstein wird zu einer Ganerbenburg. Das bedeutet dass das Hochstift Würzburg als Lehensgeber die Anlage an verschiedene Adelsgeschlechter verliehen hat. Unter den Bewohnern der Burg treten die Herren von Rotenhan, Schott zu Schottenstein, von Schaumberg, von Heßberg, von Raueneck und zu Lichtenstein gleichzeitig auf.

1420-30
Ausbau der Burg aufgrund der Hussitenkriege.

1525
Im Bauernkrieg wird der nördliche Burgteil schwer beschädigt und verkommt in Folge zu einer Ruine. Die Südburg bleibt weitgehend intakt und wurde in der Zeit der Renaissance (ab 1570) um heutigen Umfang erweitert.

1568
Die Herren von Lichtenstein werden wieder alleinige Besitzer der Burg.

1699
Mit Wilhelm Ulrich von Lichtenstein stirbt die Linie der Lichtenstein zu Lichtenstein aus. Die Burg geht im Erbgang daraufhin an die Linie Lichtenstein zu Lahm.

1845
Die Linie Lichtenstein zu Lahm stirbt ebenfalls aus. Die Anlage kommt in den Besitz der Freiherren von Rotenhan, welche heute noch die Südburg bewohnen. Die Ruine wird dem Landkreis Ebern (heute Haßberge) überlassen.

1994-2009
Nach umfangreichen Sanierungs- und archäologischen Arbeiten ist die Burgruine für die Öffentlichkeit wieder eröffnet.

Jürgen Offline



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23.08.2010 14:07
#17 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

So,l da will ich mal - verprochen - weiterschreiben:
Nochmals zum Teufelsstein. Was ich hier vergessen hane, ist der neben dem Aufgang einarbeitete "Wächter". Diese hat man bei allen wichtigen Stätten (meist beiheiligen Stätten usw.) eingrichtet.
Doch nun zur Ruine. Auffällig ist vor der Ruinr der sog. "Pfeilschartenburg (Dank Christian haben wir ja jetzt sogar Bilder von der gesamtn Anlage). Wieso man so hohe Scharten anlegte weiß man heute nicht mehr, auch in Überlieferungen war bisher nichts zu finden. Man geht heut davon aus, dass sie für Bogenschützen angelegt wurden. Dies wäre vielleicht eine Erklärung, reißt mich aber auch nicht vom "Hocker"! Ich muss aber gestehen, auch ich habe keinen Erklärungsversuch.
Wenn wir nun die Anlage betreten, fällt auf, dass die Felsen in die Ankage integriert waren Direkt im Eingangsbereich befindet sicheine Einritzung, von der der Archäologe behauptet, ein Hütejunge habe sie an einem Nachmittag (!!!) hergetellt, Mit dieser Leistunggehörte der Jungee ins Buch der Rekorde und man hätte sich um ihn als Steinmetz "gerissen"!
Weiterhin fallen aus dem Fels oder den Mauern herausgearbeite Ringe oder Augen auf. Eine Erlärung hat der Archäologe dafür nicht. Nach unserer Meinung wurden an dieser Stell zwei sich zerdtrittene Sippenmitglieder angebunden. Aufgrund der Höhe dieser "Augen" mussten sie sih in die Augen schauen und man versuchte so, sie wieder zu verdöhnen. Weiterhin finden wir viele Schabstellen - in Näpfchenform, kerbnförmif usw. Manche größeren Näpfchen wurden wahrscheinlich auch mit Wachs oder Fett, Öl usw. gefüllt und noch zusätzlich Duft- oder vielleicht auch Rauschkräuter begeben.
Was uns besonders auffällt, sind Treppenläufe, die z. B. direkt unter einem Felsen (Überhang) enden. Die verbleibende Höhe zhwischen Treppe und überhang beträgt dann meist nur noch ca. 20 cm. Nach unserer Lesart hat man damit Strahlungen geleitet um nicht zu sagen kanalisiert.
Der für die Anlge benutzte Brunnen war noch lange Jahre in Betrieb - ich glaube sogar, für den noch bewohnten Burgteil
Was noch sehr sehenswert ist, sind zwei Höhlen, von denen aber nur noch eine zugänglich ist. Die zugängliche Höhle wird als "Schneiders-Loch" oder "...Höhle" bezeichnet. Bei einem Meiner ersten Besuche vermutete ich, dass es sich um eine Schamanenhöhle handeln würde. Dem war aber nicht so! Eine Überprüfung mit der Lecherantenne (Spezialwünschelrute) konnte ich die Wellenlängen für Blut, Schmerzen, Wunden und auch Tod feststellen. Meine erkärung - auf die ich im Laufe der Zeit kam - : Es dürfte sich um eine Art Krankenstation gehandelt haben, wo meist Verletzungen auskuriert uwrden. Eine Bestätigung dafür fand ich auch, da dort der Burgzugang vorbeiführte und man so den Verletzten nicht noch über Treppen in der Burg transportieren musste.
Der Sage nach handelt es sich beim Schneiders-Loch aber um was ganz anderes, Die Bewohner der Burg sollen Raubritter gewesen se5n und sind dann nach ihren Ra4bzügen an dieser Höhle beim Betreten der Burg v6rbeigekommen, In dieser Höhle soll e5n Schni5der gehaust haben, der von d5eser
kolonne sich immer den 3etzten "schnappte" und ausraubte. Man hat ihn aber geschappt und getötet. Im Bereich des Zugangs zur Höhle bfindet sich fast eine Art Apsis; auch die hier messbare Strahlung wiest auf ein vorgeschichts Heiligtum hin.
Bleibt noch eine Höhle und das ist die interessanteste. Hier ist auf der linken Seite eine Hand eingeritzt. Vor und hinter der Hand sind Wellenlinien erkennbar. Die wellenlinien markieren den Bereich, der für Heizwecke genutzt werden kann und die Hand ist das non plus ultra, die stärkste Stelle!. Nach Sun-Bear, dem indianischen Medizinmann, soll man mit der rechten Hand die Kraft der eingeritzten Hand aufnehmen und mit der anderen bei sich sebst oder anderen die Strahlung nutzen. Diese Kraftübernahme solte aber Berührungsfrei gehen, um die Einritzung nicht abzugreifen. Nach dem Archäologen ist dies alles Unsinnn. Er habe mit älteren Personen gesprochen, die als Kinder in der Höhle waren. Nimmt man das Alter Dieser Personen miot 70.80 Jahre an und dass sie mit 8-10 Jahren in der Höhle waren, war diese "Begehung" so in den Jahren um 1925 bi8s 1930. Hier ist die Frage, gab es da schon Elektrizität in Lichtnstein? Wenn nicht, war es für die Kinder gar nicht leicht! Keine Taschenlampe, keine Fackel, vielleicht die Stalllaterne geklaut und zweckentfremdet (Petroleumlampe!), oder ein Kerzenstummel oder ein brenneder Zweig - und da sollen die Kinder auf eine solcheEinritzung Achten? Mit nichten und Tanten! Was suchen denn Kinder in einer solchen Höhle? Mit Sicherheit keine derartigen Einritzungen, sondern Schwerter, Spieße, Speere und andere alte Waffen, vielleicht noch eine Münze usw. Wer solche Argumente braucht, sollte lieber gleich schweigen.
Um nochmals auf Sun-Bear zurückzukommen; Er Erklärte noch, dassvor dieser Höhle ein Wächter sein müßte, der auf die Höhle blickt. Und dieser Wächter ist da! Er ist in der Treppenmauer, die als Absturzsicherung und Geländer dient, eingearbeitet. Das erkennt der Archäologe nun auch wieder nicht an. Er behauptet, dass der Kopf erst nach dem Absturz des Berings in diesem Bereich hergestellt worden sein kann. Dass der aber bereits vor Errichtung der Burg da war, gibt es nicht!
So, das wars. Korrekturlesen kann ich aus Zeitmangel heute nicht mehr, mache ich morgen!

LG
Jürgen

... unser Coburg ist doch einzig schön ...

Christian Offline



Beiträge: 5.742
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23.08.2010 18:58
#18 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

Jürgen, meinst du mit dem Wächter die Darstellung, die ich abfotografiert habe? Dort geht es wirklich zu einem unterirdischen Eingang / bzw. Höhle.

Was ist deine Meinung zu der großen runden Öffnung im Felsen, die ich hier abfotografiert habe. Es ist im übrigen der Felsen auf dem der alte Bergfried gestanden hat.

Gruß
Christian

Jürgen Offline



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24.08.2010 11:05
#19 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

Hallo Christian,
ja, Du hast den Wächter fotografiert. Es ist das Foto in der mittleren Reihe, das 2. von links.
Vielleicht ist es ganz gut, dass die Höhle zu Gunsten der Fledermäuse gesperrt ist; so bleibt sie der Nachwelt noch gut erhalten.
Leider kann ich Dir zu der großen Öffnung unter dem Bergfried nichts sagen; diese Stätte habe ich noch nicht untersucht und so viel ich weiß auch keiner meiner Kollegen. Wenn ich darüber etwas in Erfahrung bringen kann, werde ich Dir dies gerne mitteilen.

LG
Jürgen

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Jürgen Offline



Beiträge: 1.089
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24.08.2010 11:14
#20 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

Hallo Freunde,
das Rätselder hohen Scharten im Turm hat mich nicht losgelassen und heute Nacht (vielleicht ein Wachtraum?) hatte ich dazu eine Idee: Es wäre doch möglich, dass diese Scharten von zwei Bogenschützen besetzt waren? Diese standen dabei nicht nebeneinander, sondern übereinander. Damit wäre die Feuerkraft um 100% erhöht worden. Aber dazu müsste man den Turm auf der Innenseite näher untersuchen können.

LG
Jürgen

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Christian Offline



Beiträge: 5.742
Punkte: 5.936

24.08.2010 13:53
#21 RE: Lichtenstein Zitat · antworten

Jürgen ich habe mal nachgeschlagen und du hast Recht.

Die Schießscharte war für zwei Schützen ausgelegt, die übereinander standen. Innerhalb des Turmes gab es zwei Ebenen bzw. Etagen, abgetrennt von einem Holzfußboden.

Mehr dazu findest du in dem Aufsatz von Alfred Geibig: Wider die verdampten Keczer. Hussitenzeitliche Schießscharten an Burgen des Coburger Landes und ihre Effizienz.

Der Aufsatz ist ein Teil des Buches: Coburg 1353. Stadt und Land Coburg im Spätmittelalter von Gert Melville und Reinhardt Butz.

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