Ein Stadtmuseum für Coburg ist eine Unendliche Geschichte. (Beitrag in Kurzform) Ab 1839 wurde das Inventar des Heimatmuseums auf der Veste ausgestellt,ab Nov.1905 im Rathaussaal bis 1944/45. Danach begann eine bis heute nicht zuendene Wanderschaft, des zu deponierten Bestandes.( 18 000 Objekte ) Seit 1980 wird darüber diskutiert.( über ein Stadtmuseum) 1990 kaufe die Stadt Coburg das Haus nr.7 in der Steingasse für ein Museum das war vor zwanzig Jahren. Diese Arbeitsleistung muß man erst mal erbringen.
Oder wie Gert Melville in seiner Eröffnungsrede zur Historiker-Tagung in der Ehrenburg gesagt: Coburg ist so eine schöne Stadt und die Coburger selbst sind so begeistert von ihrer Stadt, dass sie gerne über sie reden. Umso mehr würden sie sich auch auf ein eigenes Stadtmuseum freuen, welches die bürgerliche Geschichte und damit ihre eigene Vergangenheit, darstellen kann.
Das ist von Prof. Melville eine korrekte Aussage, m.E. aber nur schöne Worte. In der Öffentlichkeit engagiert sich Professor Melville leider nicht für dieses Thema. Wo sind Infostände in der Fußgängerzone? Wo sind Leserbriefe? Wo sind Flugblaktionen?. Norbert hat nun einen Leserbrief geschrieben, ich selbst vor einigen Wochen auch schon - wo bleibt Professor Melville? Wo bleiben die übrigen Coburg-Magazin-Forums-Mitglieder?
Was macht Prof. Melville? Das ist hier die völlig falsche Frage. Die richtige Frage wäre, warum Bürgermeister Tessmer als Kulturreferent der Stadt sich nicht zu dem Thema äußert und warum die Initiative Stadtmuseum Coburg nicht stärker in die Öffentlichkeit geht? Und soweit ich weiß ist Rupert Appeltshauser Vorsitzender der Initiative Stadtmuseum und nicht Gert Melville. Er hat als Professor für mittelalterliche Geschichte zusammen mit Kollegen an der TU Dresden ein Konzept für das Museum ausgearbeitet und dazu steht er auch.
Außerdem bezweifle ich den Sinn von Flugblättern und Infoständen. Die Entscheidung ob ein Stadtmuseum kommt oder nicht entscheidet der 40köpfige Stadtrat + OB und nicht die Coburger Bevölkerung. Damit es klar ist, ich bin für ein Museum aber nicht für blinden Auktionismus, der die Entscheidung des Stadtrates nicht beeinflussen wird.
Ferner möchte ich mal mit der Legende aufräumen, dass die Historische Gesellschaft ein Konzept für das Museum erarbeitet hat. Das ist völliger Unsinn und entspricht nicht den Tatsachen. Dass dieser Verein sich auch für ein Museum ausgesprochen hat, ist jedem bekannt. Das konnte man zuletzt an dem Interview des stellv. Vorsitzenden der Historischen Gesellschaft Amend sehen, der dabei auch nicht an Kritik gegenüber der früheren Vereinsspitze (Dr. Bachmann) sparte.
Und über Herrn Melville muss ich sagen, dass er sich prinzipiell nicht über Leserbriefe äußert. Wenn ihm was nicht passt oder man ihm an den "Karren" fährt, ruft er diejenige Person an und klärt es mit der. Das ist zwar nicht medial, dafür aber effektiver.
Damit es klar ist, Prof. Melville hat ein Konzept für das Museum erarbeitet.Und dies hatt er auch nicht umsonst gemacht. Und noch eine frage wie lange ist Bürgermeister Norbert Tessmer schon dafür verantwortlich,und wie lange geht dieses hickhack den schon es geht schon über 20 Jahre.( Nicht mit Herrn Prof. Melville ) Lieber Chrstian,das du oder ich für ein Stadtmusum sind können wir nur über die Öffentlichkeit bekannt geben, und nicht hinter verschlossenen Türen. Und über Herrn Melville muss ich sagen, dass er sich prinzipiell nicht über Leserbriefe äußert. Wenn ihm was nicht passt oder man ihm an den "Karren" fährt, ruft er diejenige Person an und klärt es mit der. Das ist zwar nicht medial, dafür aber effektiver. Und was macht er wenn er die Telefonnummer nicht bekommt?
Die Meinung, alleine der Stadtrat (der ja in der Vergangenheit schon einige "zukunftsweisende" Entscheidungen zum Wohle der Stadt getroffen hat), würde eine zielführende Entscheidung herbeiführen, ist reichlich naiv. Flugblätter, Infostände und Leserbriefe sorgen für den notwendigen Druck aus der Bevölkerung. Würden die hiesigen Tageszeitungen wöchentlich mehrere Leserbriefe bekommen, würde das ebenso das Thema weiterbringen, als wenn man die Öffentlichkeit informiert. Wenn man etwas erreichen will, ist das nicht mit Sonntagsreden abgetan sondern man muss sich mit allen Mitteln engagieren, zahlreiche Beispiele bei anderen Projekten in der Republik beweisen dies. Es reicht eben nicht, wenn man ein Konzept erarbeitet - und damit auch Einnahmen generiert - und darüber hinaus wenig Engagement in der Öffentlichkeit zeigt. Wenn man hinter einem Projekt steht, muss man auch dafür einstehen. Das Prof. Melville dies nicht in der Öffentlichkeit, sondern lieber effektiver in persönlichen Telefonaten usw. klärt, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Mir persönlich stellt sich sein Verhalten seiner Stellung unangemessen dar, da er es nicht einmal nötig zu haben glaubt, persönliche, an ihn gerichtete Briefe zu beantworten.
Zitat von AutorDie Meinung, alleine der Stadtrat (der ja in der Vergangenheit schon einige "zukunftsweisende" Entscheidungen zum Wohle der Stadt getroffen hat), würde eine zielführende Entscheidung herbeiführen, ist reichlich naiv. Flugblätter, Infostände und Leserbriefe sorgen für den notwendigen Druck aus der Bevölkerung. Würden die hiesigen Tageszeitungen wöchentlich mehrere Leserbriefe bekommen, würde das ebenso das Thema weiterbringen, als wenn man die Öffentlichkeit informiert. Wenn man etwas erreichen will, ist das nicht mit Sonntagsreden abgetan sondern man muss sich mit allen Mitteln engagieren, zahlreiche Beispiele bei anderen Projekten in der Republik beweisen dies. Es reicht eben nicht, wenn man ein Konzept erarbeitet - und damit auch Einnahmen generiert - und darüber hinaus wenig Engagement in der Öffentlichkeit zeigt. Wenn man hinter einem Projekt steht, muss man auch dafür einstehen. Das Prof. Melville dies nicht in der Öffentlichkeit, sondern lieber effektiver in persönlichen Telefonaten usw. klärt, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Mir persönlich stellt sich sein Verhalten seiner Stellung unangemessen dar, da er es nicht einmal nötig zu haben glaubt, persönliche, an ihn gerichtete Briefe zu beantworten.
Das ein notwendiger Druck der Bevölkerung die Entscheidungen des Stadtrates beeinflusst, ist mir in Coburg neu. Und diese Tendenz sehe ich auch in ganz Deutschland. In der politischen Theorie ist das schon richtig das man durch Arrangement Einfluss auf die Politik nehmen kann. Aber in der Realität? Man muss nur die letzten 10 Jahre in Coburg hernehmen.
Wieviele Leserbriefe und Flyer wurden verteilt um die Bebauung der Lauterer Höhe mit Supermärkten, Baumärkten und Drogerien zu verhindern um den Reiz der Innenstadt zu erhalten? Und was haben wir heute auf der Lauterer Höhe?
Wieviele Leserbriefe wurden geschrieben um die Zentrale Bushaltestelle am Theaterplatz zu verhindern? Und wo ist sie heute?
Wieviele Leserbriefe hat er Herr Weiß vom Albertsplatz schon geschrieben, um zu verhindern, dass eine Bushaltestelle vor seinem Haus entsteht? Wo kommt sie nun hin?
Wieviele Leserbriefe und Demonstrationen haben die Altstadtfreunde Coburg organisiert, um zu verhindern dass die Linden am Albertsplatz verschwinden? Wo stehen sie heute?
Vielmehr folgt das Stadtrat in vielen Fällen der Expertenmeinung (Architekten/Historiker) und nicht der einfachen Bevölkerung, weil die Politiker schon wissen, dass die Leute Veränderungen sehr kritisch gegenüber stehen und kalkulieren damit (Siehe die letzten Bürgerbegehren).
Schlussendlich ist der Stadtrat und damit auch der Oberbürgermeister dem Gemeinwohl verpflichtet. Man kann darüber streiten, wie das aussieht, aber unter dem Strich haben da Einzelinteressen zurückzustehen. Und in einer wirtschaftlichen schwierigen Situation mal alles auf dem Prüfstand zustellen, auch ein Stadtmuseum, halte ich im Endeffekt für legitim. Ich bin schon der Meinung das ein solcher Museum dem Allgemeinwohl dient und nicht, wie eine Stadträtin meinte nur zur Freude der Handvoll Historiker und Heimatfreunde in Coburg. So ein Museum dient der Allgemeinbildung und der Volkserziehung. Und darum bin ich auch dafür dass es eröffnet wird. Ich sehe auch keinen Widerstand in der Coburger Bevölkerung, jedenfalls sind mir Meinungsäußerungen disbezüglich nicht bekannt, mit Ausnahme einer Minderheitenmeinung aus der Sozialdemokratischen Partei. Also wo ist dann der Gegner, gegen den man mobilisieren kann? Die Leute, die das Thema nicht interessiert werden sich auch nicht durch Flugblätter und Flyer für diese Sache begeistern lassen.
Wenn nun Herr Melville sie nicht kontaktiert hat, würde ich an ihre Stelle eine der Veranstaltungen der Historischen Gesellschaft oder die Jahreshauptversammlung besuchen und ihn konkret auf ihr Anliegen ansprechen. Ich muss jedoch sagen, dass so ein Fall wie sie ihn geschildert haben, bei mir noch nicht eingetreten ist.
Das schlimme am System Melville ist, dass er, wenn er eine Telefonnummer nicht, immer jemanden weiß, der sie hat.
Wieviele Leserbriefe hat er Herr Weiß vom Albertsplatz schon geschrieben, Wieviele Leserbriefe wurden geschrieben um die Zentrale Bushaltestelle am Theaterplatz zu verhindern?
Diese Leserbriefe sind für das Eigenwohl geschrieben und nicht für das Gemeinwohl,und das wissen die Herren da oben auch.
Wieviele Leserbriefe und Demonstrationen haben die Altstadtfreunde Coburg organisiert, um zu verhindern dass die Linden am Albertsplatz verschwinden?
Diese Hand voll Demonstranten hatten keine Chance,auch die Demonstranten in der Brückenstraße(Baumfällung an der Itz) hatten keine Chance, wären aber 100 Leserbriefe eingegangen wäre doch die Chance größer gewessen oder. ( Leider bekommen sie kein Geld dafür )
Das schlimme am System Melville ist, dass er, wenn er eine Telefonnummer nicht,hat immer jemanden weiß, der sie hat. Eine Geheime Telefonnummer gibt man nicht weiter,sonst kannste den Typen vergessen.
Ich habe meine Meinung zu Stadtmuseum dazu geeusert,es fehlen noch 99 Leserbriefe.
"In der politischen Theorie ist das schon richtig das man durch Arrangement Einfluss auf die Politik nehmen kann".
--> Was Arrangement (ein Begriff aus der Musikwelt) mit Politik zu tun hat erschließt sich mir nicht.
"Vielmehr folgt das Stadtrat in vielen Fällen der Expertenmeinung (Architekten/Historiker) und nicht der einfachen Bevölkerung, weil die Politiker schon wissen, dass die Leute Veränderungen sehr kritisch gegenüber stehen und kalkulieren damit (Siehe die letzten Bürgerbegehren)."
--> Das Thema Gutachten- und Gegengutachtenflut in Coburg und die damit verbundenen Kosten ist sicherlich eine eigene Diskussion wert. Das Gutachten generell in der Praxis oftmals ein Ergebnis bringen, das dem entspricht, was die Kosenträger gerne hätten, ist auch kein Staatsgeheimnis. Warum schafft man es in einer derart geschichtsträchtigen Stadt wie Coburg einfach nicht, wie in zahlreichen anderen, teilweise deutlich ärmeren, Städten auch, ein Stadtmuseum zu errichten?
"Ich bin schon der Meinung das ein solcher Museum dem Allgemeinwohl dient. So ein Museum dient der Allgemeinbildung und der Volkserziehung."
--> Nicht nur das, so ein Museum bzw. dmait verbundene Aktivitäten generieren auch Mehreinnahmen, ich verweise auf meinen Leserbrief in der NP.
"Also wo ist dann der Gegner, gegen den man mobilisieren kann? Die Leute, die das Thema nicht interessiert werden sich auch nicht durch Flugblätter und Flyer für diese Sache begeistern lassen."
--> Das ist ein völlig falscher Ansatz. Es geht hier doch nicht um "Gegner". Es geht schlicht und einfach darum, in der Bevölkerung Interesse für das Projekt zu wecken um dann notwendigen Druck auf den Stadtrat ausüben zu können. Das dies in der Vergangenheit vielfach nicht zum gewünschten Erfolg führte, sollte niemand abschrecken, sich für das Projekt dennoch einzusetzen. Motto: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
"Wenn nun Herr Melville sie nicht kontaktiert hat, würde ich an ihre Stelle eine der Veranstaltungen der Historischen Gesellschaft oder die Jahreshauptversammlung besuchen und ihn konkret auf ihr Anliegen ansprechen."
--> Ich habe kein Anliegen an Herrn Prof. Melville, er bzw. die HG schulden mir etwas - und dies ist ja wohl keine Holschuld durch mich.
"Das schlimme am System Melville ist, dass er, wenn er eine Telefonnummer nicht, immer jemanden weiß, der sie hat."
--> Da gebe ich der Meinung von Norbert recht, ich gebe generell auch keine geheimen Telefonnummern ohne Zustimmung heraus. So etwas gehört sich nicht.
Abschließend verweise ich nochmals auf meine Argumente in meinem Leserbrief und rufe alle Befürworter eines Stadtmuseums dazu auf, ihre Meinung ebenfalls in Leserbriefen zu äußern - und zwar jetzt, vor der erneuten Diskussion im Stadtrat! An dieser Stelle Dank an Norbert Niermann für sein Engagment!
Also ich fasse mal zusammen: Im Grunde genommen sind wir alle für das Stadtmuseum. Nur der Weg wie man sowas einen Nachdruck verleiht, sind wir verschiedener Meinung. Finde ich auch gut so, es soll auch abweichende Meinungen geben. Die beste Lösung, und das wurde noch nicht erwähnt, wäre wenn man mal ne Ausstellung den Leuten zeigen würde, die auch beweisen kann, was heute ein Museum mit moderner Technik und umsichtiger Pädagogik leisten kann.
Wenn ich ausversehen Arrangement anstatt Engagement geschrieben habe, sollte mir das nachgesehen werden. An meiner Uni bin ich gerade im Bereich Musikgeschichte unterwegs, da kann der Gedankengang schonmal einen Streich spielen.
Und ich glaube durchaus, dass das Stadtmuseum kommen wird. Ich denke nur das es für manche eine Niederlage ist, wenn nach 20 Jahren des Redens und Verzögerungs ein Museum eröffnet wird, welches von einem Nicht-Coburger konzipiert wurde.