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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Coburger Geschichte
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Christian Offline



Beiträge: 5.742
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29.09.2013 20:07
#46 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Endlich nach langem Suchen habe ich ein Bild von diesem Podest gefunden.

Christian Offline



Beiträge: 5.742
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15.11.2013 15:21
#47 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Ein weiterer Bau, der während des Dritten Reiches entstand, war die heutige Berufsschule in der Kanalstraße (damals Städtische Gewerbeschule). Bauzeit 1934-36. Architekt: Reinhard Claaßen.

Ansicht Berufsschule.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.641
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15.11.2013 15:47
#48 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Die Städtische Gewerbeschule war von 1942 bis Kriegsende (Reserve-)Hauptlazarett; Nebenlazarett war das Schloss Ketschendorf.

Z.B.:

Ende, Walter, geb. 14.02.1916 in Leipzig
Einberufung: 19.05.1942
Erkennungsmarke: -5510- I.G.Ers.Kp.14
(Infanterie Geschütz Ersatz Kompanie 14)

Lazarettaufenthalte:
06.08.1942 Reservelazarett Coburg Hauptlazarett Gewerbeschule
Zugang: v. Feld Ersatz Bataillon 113/5
Abgang: 15.09.1942 zur weiteren Behandlung
Teillazarett Ketschendorf

15.09.1942 Reservelazarett Coburg Teillazarett Schloß Ketschendorf
Zugang: von Hauptlazarett Coburg Gewerbeschule
Abgang: 08.10.1942 dienstfähig, kriegsverwendungsfähig
zur Truppe
Vermisst:
am 17.02.1943 bei Wolodicha/ UdSSR



Reservelazarett (ResLaz)

Die Reservelazarette waren ortsfeste Einrichtungen des Sanitätsdienstes, außerhalb des Kriegsgebietes. Sie wurden häufig in vorhandenen Krankenhäusern, in Schulen oder stillgelegten Fabriken eingerichtet, das Personal bestand zum größten Teil aus Angehörigen des Roten Kreuzes. Im Frieden vorhandene Wehrmachts- oder Standortlazarette wurden häufig als Reservelazarette weiterbetrieben.
Die Größe der Reservelazarette schwankte je nach den zur Verfügung stehenden Gebäuden, jedoch strebte man auch hier etwa 150 bis 200 Betten an, um den Verwaltungsaufwand in Grenzen zu halten.
In die Reservelazarette wurden Verwundete mit absehbar längerer Behandlungsdauer aus den Feldlazaretten verlegt, hier konnten auch umfangreiche therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden.
Die Reservelazarette unterstanden den Dienststellen des Ersatzheeres, also z.B. den Wehrkreiskommandos (Stv. Generalkommandos).

Christian Offline



Beiträge: 5.742
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14.12.2013 13:45
#49 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

1938/39 entstand an Stelle des Nonnenmacherhauses an der Rosengasse eine neue Schalterhalle der Sparkasse Coburg. Der im Neoklassizismus gehaltene Bau entwarf Architekt Reinhard Claaßen. Ursprünglich handelte sich bei der Schalterhalle um die erste Bauphase zur Erweiterung des Coburger Rathauses. Durch Kriegsausbruch 1939 konnte jedoch die 2. Bauphase (Abbruch des Nonnenmacherhauses an der Marktseite) nicht mehr realisiert werden.

DSCN1108.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Rolf Metzner Offline




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14.12.2013 17:17
#50 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #49
1938/39 entstand an Stelle des Nonnenmacherhauses an der Rosengasse eine neue Schalterhalle der Sparkasse Coburg. Der im Neoklassizismus gehaltene Bau entwarf Architekt Reinhard Claaßen. Ursprünglich handelte sich bei der Schalterhalle um die erste Bauphase zur Erweiterung des Coburger Rathauses. Durch Kriegsausbruch 1939 konnte jedoch die 2. Bauphase (Abbruch des Nonnenmacherhauses an der Marktseite) nicht mehr realisiert werden.




Hierzu ein paar mit Texten versehene Fotos aus: "Spuren - 175 Jahre Sparkasse Coburg" von Franz Finzel und Michael Reinhart, Deutscher Sparkassenverlag,1996:

Umbau Sparkasse 1937-1938 (6).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umbau Sparkasse 1937-1938 (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umbau Sparkasse 1937-1938 (2).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umbau Sparkasse 1937-1938 (3).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umbau Sparkasse 1937-1938 (4).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umbau Sparkasse 1937-1938 (5).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



Beiträge: 5.742
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14.12.2013 21:57
#51 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Schöne Fotos Rolf. Erstes Bild zeigt das alte Syndikatursgebäude, auch "Alte Wache" genannt, die 1938 ebenfalls abgerissen wurde. Den Bau der Stadtpolizei habe ich bereits durchgenommen.

bademaus Offline



Beiträge: 58
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15.12.2013 11:06
#52 RE: Geplante Baumapnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Die beiden Kanonen wurden 1878 in Frankreich bei Schneider u.Co. Creusot gegossen. Einsatz im 1.WK. .1918 in Polen stationiert.1939 In Deutschen Besitz. Mit dem Straßenbaubataillion 576 Major Schlör machten sie den Frankreichfeldzug mit. Nächste Station Berlin,dann Coburg. Ab 1941 auf dem Schloßplatz vor den Arkaden. August 1945 Entfernung auf Anordnung der Amerikaner. Einlagerung im Bauhof Coburg. 1953 Aufstellung vor dem Stabshundertschaftsgebäude ( 8./ 2 ). Im Juni 1986 Übergabe an das Armeemuseum Ingolstadt.

Rolf Metzner Offline




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15.12.2013 19:45
#53 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Zitat von bademaus im Beitrag #52
.....1953 Aufstellung vor dem Stabshundertschaftsgebäude ( 8./ 2 )......


Links vor dem Coburger Kasernengebäude dürften diese beiden Teile stehen:

Hindenburgkaserne mit 2 Kanonen.jpeg - Bild entfernt (keine Rechte)Hindenburgkaserne mit 2 Kanonen (Vergrößerung).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Hab' noch Fotos mit den 2 Kanonen vor dem Kasernengebäude gefunden:

Kaserne mit 2 Kanonen.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)BGS-Kaserne (mit 2 Kanonen).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

gerd Offline



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16.12.2013 12:11
#54 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Interessant die Aufnahme....
sie ist wohl aus dem Kasernenblock heraus entstanden, den damals die US Army belegt hatte. Zeit muss vor 1970 gewesen sein, weil zu Anfang der 70er Jahre die Kasernen von der alten Tarnfarbe, die man im Krieg anbrachte, gesäubert wurden. Damals wurde von der Finanzbauverwaltung dort viel Geld investiert, neue Fenster, sanitäre Anlagen usw. Der BGS war ja hier noch zu Hause!

Und heute? Eine herunter gekommene Immobilie, die man am liebsten los hätte, wenn da nicht die horrenden Kosten der Beseitigung wären...!(Schon allein der Abriss von verschiedenen Dächern, deren Unterbau aus Beton besteht!!) Man baute wohl damals für die kommenden "1000 Jahre"

Stammbus Offline



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17.12.2013 08:08
#55 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

"Schwerter zu Pflugscharen" wäre wahrscheinlich auch hier möglich, "Konversionsprojekte" gab es in ganz Deutschland. Z.B. hier in Oldenburg (früher zweitgrößte Garnison Deutschlands) hat ein Energie- und Telekommunikationsunternehmen eine Kasernenanlage gekauft und viele Gebäude erhalten, die als Büros umgebaut sind. In Lüneburg sitzt die Uni in einer ehemaligen Kaserne, in Itzehoe ein Call Center und ein Stadtteilzentrum mit Kindertagesstätte, Fitnesszentrum, Gastronomie und Büros. Solche Beispiele gibt es viele.

Auf der Bertelsdorfer Höhe ist ja so viel gebaut worden. Hat man da nicht über Alternativen nachgedacht?

gerd Offline



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17.12.2013 16:47
#56 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Könnte mir vorstellen, das hier besagter Abriss von Kasernen Gebäuden im Vordergrund stand...Das wurde ja beim Neubau des Landratsamt und der Anlage der HUK umgangen. Und für Brose war wohl im Vordergrund, die logistische Anbindung in den "Sack", der damals hier noch vorhanden war..
Das kann man doch sehen wie man will....selbst wenn aufwändiger Umbau solcher Gebäude statt findet, ein Kasernen Charakter bleibt m.M. nach immer . Das sieht man an den Umbauten der Kaserne in Dörfles, auch wenn auf dem ehemaligen Kasernenhof Apartment Häuser entstanden. Und genauso gestaltet sich die zu (Eigentumswohnungen?) umgebaute Kaserne an der Neustadter Straße.
Das Problem haben ja viele ehemalige Garnisonstädte. Neuestes Beispiel wird sich nun bei Bamberg zeigen, denn die US Army gibt ja den Standort auf. Hier hört man allerdings, das sich die Liegenschaften der US Army als Filetstückchen für die Bamberger auftun können..

Stammbus Offline



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17.12.2013 20:26
#57 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Das http://www.ewe.com/de/_media/presse/pres.../Firmensitz.jpg ist eher noch ein schlechtes Foto.

Aber auch ein Abriss und Neubau kann sich rechnen:

Das http://www.google.de/imgres?client=firef...34&tx=136&ty=61 war auch mal eine Kaserne aus den 30er Jahren.

Stammbus Offline



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23.12.2013 10:00
#58 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Heute berichtet das "Coburger Tageblatt", dass auf dem alten BGS-Gelände nun Wohnungen geplant sind.

Christian Offline



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24.09.2014 13:33
#59 RE: Geplante Baumaßnahmen im Dritten Reich Zitat · antworten

Ein Veranstaltungstip der Historischen Gesellschaft Coburg

Am Montag, den 20. Oktober 2014

wird unser Vorstandsmitglied Herr Christian Boseckert M.A. einen Vortrag halten über

"...damit Coburg schöner wird"? Die NS-Baupolitik in der Vestestadt zwischen 1933 und 1945

und dabei auch aus seinem gleichnamigen, noch in diesem Jahr erscheinenden Buch vorlesen, das zugleich seine Magisterarbeit an der Universität Erlangen war.

Es wird anhand von reichen, bislang teils völlig unbekannten Bildmaterialien gezeigt werden, wie die NSDAP plante, Coburg zu einer architektonischen Musterstadt im Sinne des nationalsozialistischen Gedankenguts umzuformen. Es eröffnen sich sensationelle Einblicke, die Sie nicht versäumen sollten.

Zeit: 18.00 Uhr; Ort: Seniorentreff am Bürglaßschlößchen, Oberer Bürglaß 3

Eintritt frei.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen

Ihr Gert Melville

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