Was weitere Veröffentlichungen betrifft: nachdem ich diesbezüglich in den letzten zehn Jahren nicht ganz untätig war, denke ich das es Zeit ist, dass auch andere Personen nun wieder einmal etwas schreiben sollten. Darüber hinaus - bei aller Liebe zu Coburg - in Südfrankreich gefällt es mir auch sehr gut. Ernst II. und Queen Victoria hat es auch des öfteren nach Nizza gezogen.
Zur Zeit lese ich das Buch "Hitlers Herzog". Wie viele andere auch, habe ich spannend darauf gewartet.
Im Moment habe ich ueber die Ereignisse im Jahr 1922 gelesen. Bis dato habe ich durch die Lektuere des Buchs sehr viel ueber die Geschichte der Herzog Familie und meine Heimatstadt Coburg gelernt, wovon ich vorher nicht wusste. In dieser Beziehung erfuellt das Buch seinen Zweck.
Allerdings bin ich in einer Beziehung recht enttaeuscht. Eine "Biographie" bedeutet fuer mich, dass ueber die beschriebene Person nur beweisbare Tatsachen berichtet werden, so dass man sich eine eigene Meinung ueber den jeweiligen Menschen bilden kann. In diesem Buch ist das leider nicht der Fall. Wie ein Leitfaden ziehen sich immer wieder "Annahmen, Vermutungen und persoenliche Gefuehle" des Autors durch das Geschriebene.
Ich freue mich, dass mein Buch auch in weiter Ferne gelesen wird und bin überzeugt, dass noch weitere Neuigkeiten bekanntwerden. Was die Beweise der niedergeschriebenen Fakten betrifft, verweise ich auf die ausführlichen Anmerkungen mit Nennnung hunderter Quellen und Archive. Alle verfügbaren Quellen (europaweit) wurden für diese Biographie herangezogen und ausgewertet. Meine persönliche Einschätzung zur Vita Carl Eduards findet sich komprimiert hauptsächlich im Epilog. Ich hoffe, damit etwas zur Aufklärung beigetragen zu haben und schicke heimatliche Grüße in die USA.
Ich muss Herrn Sandner hier zur Seite springen. Es ist durchaus für einen Historiker legitim aus den vorhandenen Fakten eine These abzuleiten. Als Biograph einer historischen Persönlichkeit hat man die Aufgabe so nahe wie möglich die Wahrheit über diese Person zu schreiben, quasi schon fast selbst die Person zu sein, über die man schreibt. Aber eine 100%ige Wahrheit ist in der Geschichtswissenschaft ein Ideal, das man niemals erreichen wird, aber wonach natürlich jeder Historiker streben muss. Selbst Autobiographien erreichen dieses Ideal nicht, weil sie doch schon oft die subjektive Sichtweise des eigenen Ichs wiederspiegelt.