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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 572 mal aufgerufen
  
 Fragen und Antworten zur Geschichte Coburgs
Seiten 1 | 2
Stammbus Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 556

23.07.2011 16:00
Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Liebe Foris,

als der Beschluss zum Abriss des Alexandrinenbads und zum Bau der Verbindungsstraße von der Viktoriastraße zur Lossaustraße fiel fiel, hatte ich Coburg bereits zum Studium verlassen. Deshalb habe ich damals die Diskussion darum nicht mitbekommen.

Unabhängig wie diese Entscheidung heute gesehen wird, würde mich mal interessieren, ob es - ähnlich wie beim Abriss der "Spindler-Villa" und zuvor des Bürglasstors - eine wochenlange Diskussion in den Coburger Zeitungen und der Bevölkerung gab, und vor allem ob Alternativen für die Lenkung des immer dichter werdenden Verkehrs diskutiert wurden.

Die alte Judenbrücke war ja mit Sicherheit nicht dem Verkehr gewachsen und galt nach meiner Erinnerung bei Fortsetzung des damaligen status quo sogar als einsturzgefährdet. Ich habe im Sommer 1970 mal ein paar Wochen bei der damaligen Firma Elektro-Thau gearbeitet und das dort live mitbekommen. Der Sonntagsanger war dem Verkehr auch nicht gewachsen, zumal die Schlachthofkreuzung als neuralgischer Punkt galt, nicht nur wegen des Bahnübergangs, sondern auch wegen der Unübersichtlichkeit aus allen Richtungen (ein Grauen für alle Fahrschüler). Die Stadtautobahn gab es noch nicht, geschweige denn die A73. Aber die Räume Rodach / Meeder, Neustadt und das damals schon aufstrebende Rödental wurden immer stärker motorisiert, und die Verkehre (LKW's von und zu den Industriebetrieben in Rödental und Neustadt und dem Coburger Norden !) mussten sich ihren Weg durch Coburg suchen.

Ich erinnere mich, das damals schon eine Osttangente als Tunnel von der Ketschendorfer Straße über die Obere Anlage und unter dem Schlossplatz durch in die Allee diskutiert wurde. Aus heutiger Sicht wohl eher ein Horrorszenario, gegen den der Bau einer Tiefgarage unter dem Schlossplatz nichts wäre.

Hat jemand noch Erinnerungen oder alte Zeitungsartikel?

gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.556

23.07.2011 18:59
#2 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Hallo Erhard,
ich habe zu dem Zeitpunkt damals in Ahorn gewohnt und war aber beruflich die ganze Woche "auf Achse"...deshalb sind diese Aktivitäten an mir vorrüber gerauscht!
Was für mich aber schon etwas bedeutender war,das war der Abriss des Bürglass Tores!
Das Tor hatte der damalige Altpfadfinder und Tiefbau Ingenieur "Schorsch" Gerorg Müller,für die Pfadfinder "an Land "gezogen!(Schorsch war damals im Bauamt tätig)
Wie man auf alten Fotos erkennen kann,war an der linken Seite des Tores ein Treppenturm angebaut durch den man das schöne Turmzimmer im ersten Stock erreichen konnte.Das Zimmer hatte an allen Seiten des Turmes Fenster,war also hell und freundlich.Ein Kamin war vorhanden,sodass auch im Winter das Zimmer genutzt werden konnte.Es hatte ungefähr die Ausmaße vo ca 4x4 Metern
Uns jüngeren Pfadfindern wurde das Zimmer nach einer Faschingsfete der Altpfadfinder überlassen,musste aber innen neu gestrichen werden,besonders die Fenster.Kleinere Arbeiten am Holzfussboden wurden mit Hilfe von eimem Schreiner repariert und somit konnten unsere Gruppenstunden dort beginnen.
Das lief auch einige Zeit so.Man wurde älter,die einen begannen die Lehre,andere das Studium.Trotzdem war das "Türmle" wie wir sagten 2x in der Woche unser Treffpunkt.
Es blieb dann nicht aus,das der eine oder andere seine Freundin mitbrachte und die zunächst spartanische Einrichtung wurde mit anderen Möbeln etwas aufgewertet.Einer besorgte 8 alte Holzbierfässer,welche als Sitze dienten.(die Mütter nähten die Schaumstoffkissen und die Bezüge dazu)ein grösseres Bierfass mit einem Wagenrad und einer runden Glasplatte darauf wurde als Tisch verwendet.Kühlschrank,Radio,Tonbandgerät brachten Leute mit und zwei übereinander gestellte Biertische dienten als "Bar"
Ulli,später dann der chef einer alteingesessenen Strassenbaufirma war der "Türmleswirt" und kümmerte sich,während seiner Studentenzeit darum,das auch alles mit rechten Dingen zu ging!
So lief das einige Jahre bis sich alle dann anderen Aufgaben zuwendeten,viele Coburg verliessen!
Das Türmle stand dann eine Zeit lang leer...war ein Hinderniss für die Busse,welche zur Veste wollten!.....
Der Turm hatte als oberen Abschlus Zinnen.Dahinter,von unten aber nicht zu sehen ,befand sich ein Satteldach,mit einen niedrigen Spitzboden,der über eine Eisenleiter zu erreichen war.
In diesem Spitzboden quartierten sich dann sogenannte "Stadtstreicher" ein und schürten da oben ein Feuer!!!...
Es blieb natürlich nicht aus das der Dachstuhl Feuer fing und sich das Feuer durch die Decke frass....
Das war dann praktisch das "Aus" für den Turm.Jetzt hatte man noch ein Argument,das Tor abzureissen!
Ich glaube heute würde man das nicht mehr tun!?
Die ´Busse fuhren ja eh über Lützelbuch/Rögen zur Brandensteinsebene/Veste.

Rolf Metzner Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 324


23.07.2011 19:47
#3 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Zitat von gerd
Hallo Erhard,
ich habe zu dem Zeitpunkt damals in Ahorn gewohnt und war aber beruflich die ganze Woche "auf Achse"...deshalb sind diese Aktivitäten an mir vorrüber gerauscht!
Was für mich aber schon etwas bedeutender war,das war der Abriss des Bürglass Tores!
Das Tor hatte der damalige Altpfadfinder und Tiefbau Ingenieur "Schorsch" Gerorg Müller,für die Pfadfinder "an Land "gezogen!(Schorsch war damals im Bauamt tätig)
Wie man auf alten Fotos erkennen kann,war an der linken Seite des Tores ein Treppenturm angebaut durch den man das schöne Turmzimmer im ersten Stock erreichen konnte.Das Zimmer hatte an allen Seiten des Turmes Fenster,war also hell und freundlich.Ein Kamin war vorhanden,sodass auch im Winter das Zimmer genutzt werden konnte.Es hatte ungefähr die Ausmaße vo ca 4x4 Metern
Uns jüngeren Pfadfindern wurde das Zimmer nach einer Faschingsfete der Altpfadfinder überlassen,musste aber innen neu gestrichen werden,besonders die Fenster.Kleinere Arbeiten am Holzfussboden wurden mit Hilfe von eimem Schreiner repariert und somit konnten unsere Gruppenstunden dort beginnen.
Das lief auch einige Zeit so.Man wurde älter,die einen begannen die Lehre,andere das Studium.Trotzdem war das "Türmle" wie wir sagten 2x in der Woche unser Treffpunkt.


Es blieb dann nicht aus,das der eine oder andere seine Freundin mitbrachte und die zunächst spartanische Einrichtung wurde mit anderen Möbeln etwas aufgewertet.Einer besorgte 8 alte Holzbierfässer,welche als Sitze dienten.(die Mütter nähten die Schaumstoffkissen und die Bezüge dazu)ein grösseres Bierfass mit einem Wagenrad und einer runden Glasplatte darauf wurde als Tisch verwendet.Kühlschrank,Radio,Tonbandgerät brachten Leute mit und zwei übereinander gestellte Biertische dienten als "Bar"
Ulli,später dann der chef einer alteingesessenen Strassenbaufirma war der "Türmleswirt" und kümmerte sich,während seiner Studentenzeit darum,das auch alles mit rechten Dingen zu ging!
So lief das einige Jahre bis sich alle dann anderen Aufgaben zuwendeten,viele Coburg verliessen!
Das Türmle stand dann eine Zeit lang leer...war ein Hinderniss für die Busse,welche zur Veste wollten!.....
Der Turm hatte als oberen Abschlus Zinnen.Dahinter,von unten aber nicht zu sehen ,befand sich ein Satteldach,mit einen niedrigen Spitzboden,der über eine Eisenleiter zu erreichen war.
In diesem Spitzboden quartierten sich dann sogenannte "Stadtstreicher" ein und schürten da oben ein Feuer!!!...
Es blieb natürlich nicht aus das der Dachstuhl Feuer fing und sich das Feuer durch die Decke frass....
Das war dann praktisch das "Aus" für den Turm.Jetzt hatte man noch ein Argument,das Tor abzureissen!
Ich glaube heute würde man das nicht mehr tun!?
Die ´Busse fuhren ja eh über Lützelbuch/Rögen zur Brandensteinsebene/Veste.



Hallo Gerd,

jetzt schweife ich auch etwas vom Thema "Alexandrinenbad" ab und es wird ebenfalls etwas persönlicher, so wie bei Deinem Beitrag:

Wir hatten von der evangelischen Jugend aus in den 1960er-Jahren das Turmzimmer im Morizkirchenturm als Gruppenzimmer zur Verfügung. Dieses Zimmer war zwar relativ karg eingerichtet, aber wir übernachteten dort häufiger mit Luftmatraze und Schlafsack und abendliche Exkusionen "auf ein Bier" in's Rohmann (lag ja in direkter Nachbarschaft)gehörten dazu.

Als wir vor einigen Wochen den Morizkirchenturm besteigen konnten, habe ich selbstverständlich auch einen Blick in das Turmzimmer, unser ehemaliges Gruppenzimmer, geworfen und festgestellt, dass sich hier in den letzten knapp 50 Jahren nichts geändert hat. Ich habe natürlich auch ein Foto geschossen; das linke "Turmfräulein" ist seit über 30 Jahren meine Frau.


Doch jetzt bitte zurück zum Thema "Alexandrinenbad"; hier habe ich bei Bademeister BORES das Schwimmen gelernt!

Angefügte Bilder:
CCI23072011_00000_800x554.jpg  
gerd Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.556

23.07.2011 19:58
#4 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Hallo Rolf,na...da waren wir ja gar nicht so weit entfernt..damals...
Die Ev. Jugend,ich glaube Bruder Reinhold(?)war der damalige Gruppenleiter,hatten ihr Zimmer neben den Unseren im Jugendheim.Das Zimmer im Moritzturm konnte ich 2x bewundern....
Seit wan hatte das die Ev. Jugend? Wurde das Zimmer in eigener Regie ausgebaut?
gerd

Rolf Metzner Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 324


23.07.2011 20:33
#5 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Zitat von gerd
Hallo Rolf,na...da waren wir ja gar nicht so weit entfernt..damals...
Die Ev. Jugend,ich glaube Bruder Reinhold(?)war der damalige Gruppenleiter,hatten ihr Zimmer neben den Unseren im Jugendheim.Das Zimmer im Moritzturm konnte ich 2x bewundern....
Seit wan hatte das die Ev. Jugend? Wurde das Zimmer in eigener Regie ausgebaut?
gerd




Hallo Gerd,

Ich will nicht so weit vom Thema "Alexandrinenbad" abschweifen, da "Stammbus" hierzu sicher auch noch Antworten/Kommentare erwartet.

Ja, der Verantwortliche für die evangelische Jugend war damals Diakon Dieter Reinhold. Er hat nicht nur Zeltlager in Sambachshof und Obereisenheim organisiert (ich erinnere mich auch noch an ein Zeltlager im alten Oberfüllbacher Steinbruch), sondern wir waren ebenfalls mehrmals mit ihm auf "großer Fahrt" (z.B. 2x in Jugoslawien bis an die albanische Grenze; Fahrzeuge damals: Mercedes-PKW 170 D und Tempo-Matador-Bus). Dieter Reinhold hat damals auch der Band "Plektrums" zum Leben verholfen, die am Sonntagnachmittag im HdG gespielt hat.
Das Turmzimmer in der Morizkirche bestand eigentlich nur aus der Sitznische mit Tisch (siehe aktuelles Foto) und war sonst leer (hier konnten wir unsere Luftmatrazen und Schlafsäcke ausbreiten).Ich denke, wir haben dieses Turmzimmer Mitte der 1960er-Jahre ca 2-3 Jahre als Gruppen- und Übernachtungszimmer nutzen können. Weitere Gruppenzimmer der evangelischen Jugend hatten wir im HdG und im Stadtjugendheim (dort war ich übrigens damals auch als Filmvorführer tätig; im HdG hatte ich das Fotolabor unter mir).

Jetzt aber wirklich zurück zum Thema "Alexandrinenbad", sonst müssten wir einen neuen Thread "Jugenderinnerungen" oder so ähnlich aufmachen!

Stammbus Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 556

23.07.2011 20:49
#6 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

In der Tat, Rolf, bitte Beiträge zum Alexandrinenbad.

Die Diskussion um den Abriss des Bürglasstores habe ich, ich glaube 1971, live verfolgt.

Zur Diskussion um das Alexandrinenbad habe ich aber auch bei Sandner (Coburg im 20. Jahrhundert) kaum etwas gefunden.

Es geht mir auch nicht um die Frage, ob das Bad geschichtlich erhaltenswert ist oder nicht (aus heutiger Sicht ist das sicherlich so, aber man hat damals anders gedacht, nicht nur in Coburg).

Es geht mir eher um die Frage, ob Diskussionen erkennbar waren, den Abriss zu vermeiden und die Verkehrsprobleme Coburgs auf andere Art in den Griff zu bekommen.

Bei der Spindler-Villa gab es ja diese Diskussionen, aber offenbar war damals die große Mehrheit der Bevölkerung für einen Abriss, unabhängig von den "Spielchen" im Stadtrat, die wir ja auch heute wieder erleben.

Der Wert des Bürglasstors wird sicherlich auch nicht nur darin bestanden haben, dass Pfadfinder dort Feten gefeiert haben.

coas Offline

CM-infiziert
Beiträge: 36

23.07.2011 22:16
#7 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Zitat von Stammbus
Liebe Foris,

als der Beschluss zum Abriss des Alexandrinenbads und zum Bau der Verbindungsstraße von der Viktoriastraße zur Lossaustraße fiel fiel, hatte ich Coburg bereits zum Studium verlassen. Deshalb habe ich damals die Diskussion darum nicht mitbekommen.

Unabhängig wie diese Entscheidung heute gesehen wird, würde mich mal interessieren, ob es - ähnlich wie beim Abriss der "Spindler-Villa" und zuvor des Bürglasstors - eine wochenlange Diskussion in den Coburger Zeitungen und der Bevölkerung gab, und vor allem ob Alternativen für die Lenkung des immer dichter werdenden Verkehrs diskutiert wurden.

Die alte Judenbrücke war ja mit Sicherheit nicht dem Verkehr gewachsen und galt nach meiner Erinnerung bei Fortsetzung des damaligen status quo sogar als einsturzgefährdet. Ich habe im Sommer 1970 mal ein paar Wochen bei der damaligen Firma Elektro-Thau gearbeitet und das dort live mitbekommen. Der Sonntagsanger war dem Verkehr auch nicht gewachsen, zumal die Schlachthofkreuzung als neuralgischer Punkt galt, nicht nur wegen des Bahnübergangs, sondern auch wegen der Unübersichtlichkeit aus allen Richtungen (ein Grauen für alle Fahrschüler). Die Stadtautobahn gab es noch nicht, geschweige denn die A73. Aber die Räume Rodach / Meeder, Neustadt und das damals schon aufstrebende Rödental wurden immer stärker motorisiert, und die Verkehre (LKW's von und zu den Industriebetrieben in Rödental und Neustadt und dem Coburger Norden !) mussten sich ihren Weg durch Coburg suchen.

Ich erinnere mich, das damals schon eine Osttangente als Tunnel von der Ketschendorfer Straße über die Obere Anlage und unter dem Schlossplatz durch in die Allee diskutiert wurde. Aus heutiger Sicht wohl eher ein Horrorszenario, gegen den der Bau einer Tiefgarage unter dem Schlossplatz nichts wäre.

Hat jemand noch Erinnerungen oder alte Zeitungsartikel?



Guten Tag,

ich selbst kann von der "Eigenerfahrung" damit praktisch nichts dazu sagen,denn da war ich noch ein "Dreikäsehoch"!
Allerdings denke ich das eine großartige Diskussion ,wie sie heute wohl stattfinden würde (siehe Albertsplatz,Ketschentor,...),nicht gegeben war.Damals waren die Menschen (Bürger) noch nicht so "emanzipiziert" ,wie sie es heute sind-zum Glück!Viele Bausünden der 60er und 70er Jahre wären heute sicherlich nicht mehr so möglich.Damals war die Maxime einfach mehr oder weniger nur dem Pragmatischem untergeordnet.

Phoenician Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 134

23.07.2011 22:53
#8 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Hoffentlich verstehen die juengeren Leser noch die Coborcher Sproch...

Angefügte Bilder:
Bad.jpg  
Coburgerin Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 321

24.07.2011 05:14
#9 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Leider hab ich zur Frage Alexandrinenbad nur beizusteuern das, als es abgerissen wurde, ich schon in Amerika war und beim ersten "Wiedersehen" ziemlich bestürtzt war das nur noch die äußere Fassade da war.

faraway Offline

Stammgast
Beiträge: 1.030


24.07.2011 05:40
#10 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Zitat von Phoenician
Hoffentlich verstehen die juengeren Leser noch die Coborcher Sproch...



Ganz prima! Traurig, aber auch zum Lachen.

Gruss,

Angelika

Ettigirb Offline

Neuzugang
Beiträge: 19

24.07.2011 06:03
#11 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Zur Ära von Dr.Wolfgang Stammberger 0B von Coburg,
wenn etwas nicht nach sein Kopf gegangen ist,drohte er mit Rücktritt.
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Zur Diskussion um das Alexandrinenbad habe ich aber auch bei Sandner (Coburg im 20. Jahrhundert) kaum etwas gefunden.
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Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads"
OB Stammberger spricht sich aus Kostengründen für den Abriss des ehem.E-A-Volksbades aus.
„Abriss des Bürglasstores“
„Abriss der Spindler-Villa „
„Abriss Coburger Tageblatt“
„Abriss der Hofbräu-Gaststätte“
„Abriss der 2 Häuser in der Badergasse“
„Abriss der Stadtmühle“ (Badergasse- der letzten Mahlmühle der Stadt)
„Abriss der Zinkwehrschule“
„Abriss 4 Wohnhäuser in der Goethestraße“
„Abriss der Häuser 13 bis19 in der Webergasse“
„Abriss des ersten Jugenstilhauses im Weichengereuth „
„Abriss des Ateliers Prof.Lütkemeyer.( Parkhaus Huk)
„Abriss 2 Häuser in der Ketschendorferstraße.(Dreifachturnhalle)
„Abriss der Häuser Ketschengasse 2,4,6 und Zollhoff“
„Abriss der Poulton-Villa in der Weinstraße“
„Abriss der Geit Villa“
„Abriss der Häuser Raststraße“ (Huk)
„Abriss der Häuser Bahnhofstraße )
„Abriss der Häuser Spitalgasse 12 und 14 Gastwirtschaft Zum Bären“ ( Kaufhaus zum Mohren)
„Abriss des alten Schützenhauses am Anger“
„Abriss des Gagelgebäude in der Callenbergerstraße“
Der OB-Stammberger droht mit Rücktritt,wenn die Spindler-Villa nicht Abgerissen wird.
Der Stadtrat genehmigt die Fassade des Kaufhofes, Einzelne Stadträte beklagen die überraschend
angesetzte Abstimmung,da sie keine Gelegenheit zur Prüfung des Vorschlags gehabt haben.
Der Stadtrat beschließt den Bau einer großen Brücke vom Marschberg bis zum Schillerplatz.
Bei einer Besprechung zwischen der Stadt,Regierung von Oberfranken und dem Landesamt für Denkmalpflege
wird erneut über den geplanten Abbruch des Bürglasstores gestritten. Der Stadtrat verwirft den Plan der
Umgehung des Bürglasstores und stellt bei der Bezirksregierung erneut einen
Abbruchantrag.Am 28.6.1971 Um 6 Uhr beginnen die Abbruch arbeiten. Der Termin war aufgrund
des zu erwartenden Widerstandes der Bevölkerung geheim gehalten worden.
Die Merian-Hotelkette aus Krefeld will auf dem Gelände der Spindler-Villa ein 160-Betten Hotel errichten.
(Der Baubeginn sollte 1972 sein).
Vor der Zerstörung des Neugotik zwischen Ernst-und Schlossplatz wird von Denkmalschützern gewarnt.
( Gab es da auch Pläne ?)
30.4.1978. Ende der Dienstzeit von OB-Dr.Wolfgang Stammberger
„ Abriss der Zaren-Villa im Hofgarten ) (Noch OB-Langer 1969)).
Quellennachweis:Harald Sandner „Coburg im 20.Jahrhundert“

Stammbus Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 556

24.07.2011 15:12
#12 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Von 41 Zeilen ist eine auf das Alexandrinenbad eingegangen.

OK, ich ziehe daraus den Schluss, dass 1977 die Coburger Bevölkerung bereits vor dem großen Stadtabbrecher Stammberger kapituliert und nicht mehr diskutiert hatte.

Gut, dass ihn die SPD nicht mehr aufgestellt hatte, sonst hätte die Veste auch noch dran glauben müssen.

Christian Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.330

24.07.2011 15:22
#13 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Warum so ungeduldig? Umfassendes zum Thema finden sie hier:


Christian Boseckert: Das Ernst-Alexandrinen-Volksbad und seine Bedeutung für Coburg. Eine Hommage zum 100jährigen Jubiläum, in: Coburger Geschichtsblätter 15 (2007), S. 55-69.

Dort finden sie auch die Diskussion um den Abriss des Bades.

Stammbus Offline

Ordentliches Mitglied
Beiträge: 556

24.07.2011 15:32
#14 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Danke. Bitte Ungeduld nicht mit Ironie verwechseln.

Wo kann man diese Geschichtsblätter postalisch beziehen (ich nehme an, sie sind nicht im Web zu finden)?

Christian Offline

Alter Hase
Beiträge: 3.330

24.07.2011 16:02
#15 RE: Frage zum Abriss des "Alexandrinenbads" Zitat · antworten

Die Adresse lautet: Historische Gesellschaft Coburg e.V. , Postfach 1820, 96408 Coburg.

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