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Dieses Thema hat 24 Antworten
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 Sonstiges
Seiten 1 | 2
Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.647
Punkte: 1.667

23.10.2011 20:11
#16 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Zitat von gerd
Hallo Rolf,bin ich jetzt verkehrt dran?...war in dem Laden unten nicht einmal der Schuster RITZ?Oder war der auf der anderen Seite der Metzgergasse?




Nein Gerd, der Schuster Ritz war in der Metzgergassenseite vom Haus Judengasse 9 (dieses Haus reicht bis an Metzgergasse 2 heran) Im früheren Schustergeschäft von Ritz ist auch jetzt noch ein Schuster.
Otto Warskulat ist bereits in den 1930er Jahren verstorben. In seinem Gemüseladen von Metzgergasse 2 waren später ein Friseurgeschäft, ein Tabakladen, eine Annahmestelle der Reinigung LAVITA, dann mal ein Second-hand-Plattenladen, ein Reisebüro, ein türkischer Gemüseladen und jetzt das Stadtbüro des Jugendzentrums (dessen Schließung ja gerade diskutiert wird).
Wir (meine Tante, der Sohn von Warskulats und ich) haben das Haus in den 1990er Jahren an eine junge Architektin verkauft, die es dann im Rahmen der Stadtsanierung sehr schön hergerichtet hat.
Das Haus Metzgergasse 2 hat ja einen Hof zwischen Haus und Stadtmauer; hier hatte Frieda Warskulat ("Tante Frieda") Hasen und Gänse in Holzverschlägen gehalten (ich glaube, nach dem 2. Weltkrieg auch eine Ziege). Der Wäschetrockenplatz war auf der Stadtmauer, erreichbar über eine Holzleiter vom Hof aus. Im Hofeck war auch das Waschhaus, angelehnt an Judengasse 9/Metzgergasse 2.

gerd Offline



Beiträge: 4.386
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24.10.2011 07:00
#17 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Rolf,der Schuster Ritz wohnte in einem Anwesen ganz oben in der Judengasse,kurz vorm Markt rechts.Da waren die auch mit der Schusterei.Dann ist der Ritz in die Metzgergasse, eingangs rechter Hand verzogen.Die hatten eine Tochter und einen Sohn.Die Tochter war bei den "Pfadis" und ich denke,das der Sohn dann das Geschäft, vom Vater übernommen,weiterführte.Der Sohn muss auch beim damnaligen "NSU-Club Coburg" gewesen sein.....(60er Jahre)
Da möchte ich ja behaupten,das sich die Grosseltern gekannt hatten.Vorne am Eck war doch Bäcker Bärmann(?),wo die Oma immer eingekauft hat.Und mit Sicherheit auch im Gemüsegeschäft.
Oma hatte ihren Bratwurststand am Markt (Grossmanns Bratwürste) Der Opa läutete im Judenturm die Glocke,als das noch per Hand gemacht werden musste.
Meine Schwester in USA,ist heute noch begeistert,wenn sie mit dem Opa in den Turm steigen durfte und sich die Ohren zuhielt,weil die Glocke so laut tönte......alles schon "ewig"her...

Christian Offline



Beiträge: 5.773
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26.10.2011 10:43
#18 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Für Gerd:

Angefügte Bilder:
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 Mauer 2a.jpg 
gerd Offline



Beiträge: 4.386
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26.10.2011 20:02
#19 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Hallo Christian,super die Aufnahme!An der Fassade unten,wo sich das Cafe befand hat sich ja nicht viel verändert.Was aber unbekannt ist,sind die grossen Fenster ganz oben unter dem Dach.Was mag da drinnen gewesen sein?
Kann man das Foto eindatieren?
Ich weis nicht,wann die Grosseltern dort eingezogen sind.Es muss aber noch vor dem 2.W.K. gewesen sein.Ich erinner mich, das die Grossmutter immer vom "Laden" gesprochen hatte und hiermit den linken Raum meinte,rechts neben der linken Haustüre.
Hinter dem Cafe,war ein Durchgang,sodass man vom linken Hauseingang/Treppenhaus zum rechten Hauseingang/Treppenhaus gelangen konnte.Im Hinterhaus war ein kleiner Hof,der auf jeder Etage eine "Galerie" hatte,wo sich die Toilette befand.Und ich denke,das dieser Hof mit Drahtglas Dach oben abgeschlossen war.(?)

Christian Offline



Beiträge: 5.773
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26.10.2011 22:31
#20 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Hallo Gerd,
wenn du du dich an das Nachbarhaus Mauer 2 (Sprechsaal-Verlag) erinnerst, wirst du feststellen, das auch dieses Gebäude derartige große Fenster hat. Sie sind typisch für Druckereigebäude. Wie ich schon geschrieben habe, hatte der Hofdruckermeister Besser das Haus Ende des 19. Jahrhunderts erworben und dort waren wohl auch Betriebsräume der Druckerei untergebracht.

Das Foto lässt sich auf die Zeit zwischen 1905 und 1910 datieren.

Gruß
Christian

gerd Offline



Beiträge: 4.386
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07.11.2011 19:29
#21 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Da konnte ich heute morgen einen kurzen Blick in das Gebäude des ehemaligen "Sprechsaal Verlag"auf der Mauer tun.Den Pächter des "Irish Pub",das sich heute dort befindet, auf die oberen Etagen angesprochen,meinte der:"alles leer"!Die Brauerei Frankenbräu aus Mitwitz/Neundorf soll der Eigentümer des Anwesen sein und hatte dort erheblich in die Renovierung investiert.Aber scheinbar lassen sich die oberen Etagen nicht vermieten?
Die Räumlichkeiten des Lokals im Parterre ziehen sich recht weit in (General)Richtung Markt hin,was auch erklärt,das sich hier eine Verbindung zum Anwesen Judengasse 6(ehemaliges Geschäft von Fa. Leder Herzog)ergab,als der Besser dort noch mit seinen Verlag existierte.
Die frühere Gaststätte Heyn auf der Mauer,anschliesend an den Sprechsal Verlag, in Richtung Spitalturm, war auch Frankenbräu Gaststätte.
Unmittelbar nach der "Wende",war diese Gaststätte noch geöffnet und war recht schön renoviert worden.Warum das Haus dann abgerissen wurde???

Zum Foto vom Anwesen Mauer 2a,welches Christian hier zeigt,muss in der 3.Etage einmal ein grösserer Umbau statt gefunden haben,denn die grosse Fensterfront ist heute total verschwunden.Ich erinner mich,das eine Tante dort oben einige Zimmer gemietet hatte.(in den 50er Jahren).

Stammbus Offline



Beiträge: 1.510
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03.12.2011 18:38
#22 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Weiß jemand eigentlich, woher der Name "Sprechsaal-Verlag" kam? War das ein Eigenname oder stand das als Begriff für irgend etwas?

faraway Offline




Beiträge: 1.235
Punkte: 1.243

03.12.2011 19:17
#23 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Zitat von Stammbus
Weiß jemand eigentlich, woher der Name "Sprechsaal-Verlag" kam? War das ein Eigenname oder stand das als Begriff für irgend etwas?



Ich moechte dazu mal raten: Vielleicht soll der Name "Sprech-Saal" andeuten, dass hier eine Moeglichkeit fuer all die genannten Industrien vorhanden ist, wo sie ueber all das was sie anging "sprechen" konnten? Waere doch moeglich, oder?

Angelika

Phoenician Offline



Beiträge: 224
Punkte: 223

05.12.2011 07:07
#24 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Weiß jemand eigentlich, woher der Name "Sprechsaal-Verlag" kam? War das ein Eigenname oder stand das als Begriff für irgend etwas?
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In "Meyers Grosses Konversations-Lexikon, Band 18, Leipzig 1909, S.787" ist Sprechsaal wie folgt erklaert:

Sprechsaal, in Tages- und Wochenzeitschriften eine Abteilung, in der die Redaktion Anfragen ihrer Abonnenten beantwortet, auch Zuschriften aus dem Publikum zum Abdruck bringt u. einen schriftlichen Verkehr zwischen den Lesern vermittelt.

Stammbus Offline



Beiträge: 1.510
Punkte: 1.580

05.12.2011 07:57
#25 RE: Ansichtskarten Zitat · antworten

Danke, unsere Amis haben es wieder mal drauf.

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