Quintessenz der unterschiedlichen Varianten über die Enstehungsgeschichte von Coburg ist wohl, dass hier einiges im Dunklen liegt (wie es für viele Entstehungsgeschichten von Ortschaften/Städten gilt)
Also die erste Aussage ist falsch aus zwei Gründen. 1. wurde das Kloster in Saalfeld erst 1071 gegründet und 2. erfolgte die Einrichtung einer Propstei in Coburg erst nach der Klostergründung im Jahre 1075.
Die Ersterwähnung Coburgs findet sich in einer Schenkungsurkunde der Polen-Königin Richeza an ihrem Bruder, dem Erzbischof Hermann von Köln im Jahre 1056.
Der Wortlaut der Urkunde ist auf Latein.
Zitat daraus: "Dies spürte die Königin Richeza, zog einen Kreis kluger Männer zu Rate und hielt es dann für geboten, den Erzbischof durch Rechtsverleihungen zufriedenzustellen. Sie begab sich deshalb zu ihm auf die Insel Kaiserswerth, wo er mit dem Kaiser weilte, und schenkte unter feierlicher Übergabe durch die Hand ihres Rechtsverwalters, des Pfalzgrafen Heinrich, unter Vorbehalt ihres lebenslänglichen Nießbrauchs dem Hl. Petrus (= Erzbistum Köln) Saalfeld und Coburg."
Zwei Dinge kann man daraus lesen. 1. Coburg muss ein bedeutender Ort gewesen sein, sonst würde es nicht in dieser Urkunde mit auftauchen". 2. Coburg muss irgendwann vor 1056 gegründet worden sein.
Zwei Dinge kann man daraus lesen. 1. Coburg muss ein bedeutender Ort gewesen sein, sonst würde es nicht in dieser Urkunde mit auftauchen". Coburg war zumindest insofern ein bedeutender Ort, als sich hier zwei wichtige Handelsstrassen kreuzten: Die sehr wichtige Nord-Süd-Verbindung von Nürnberg nach Erfurt und Leipzig sowie eine Ost-West-Verbindung.
2. Coburg muss irgendwann vor 1056 gegründet worden sein. Es spricht wohl vieles dafür, dass es die Burg "Coburg" vor der nach ihr benannten Marktsiedlung/Stadt "Coburg" gab.
Die Ersterwähnung Coburgs findet sich in einer Schenkungsurkunde der Polen-Königin Richeza an ihrem Bruder, dem Erzbischof Hermann von Köln im Jahre 1056.
Sie begab sich deshalb zu ihm auf die Insel Kaiserswerth, wo er mit dem Kaiser weilte, und schenkte unter feierlicher Übergabe durch die Hand ihres Rechtsverwalters, des Pfalzgrafen Heinrich, unter Vorbehalt ihres lebenslänglichen Nießbrauchs dem Hl. Petrus (= Erzbistum Köln) Saalfeld und Coburg."