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Dieses Thema hat 64 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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faraway Offline




Beiträge: 1.235
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19.02.2013 20:50
#46 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Da hat das Zeughaus eine bewegte Geschichte hinter sich. Interessant wenn man sich ueberlegt, wer und was da so alles ein-und ausgegangen ist.

Angelika

Christian Online



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19.02.2013 21:48
#47 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Genau das macht ja das Interessante an so einem Gebäude aus.

Christian Online



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25.02.2013 09:18
#48 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Ernst Eckerlein fährt bei seinen Betrachtungen zur Herrngasse mit dem Haus Nr. 13 fort.

"Das nächste Haus an der gegenüberliegenden Ecke Theatergasse/Herrngasse hat die Nummer 13. Hier wohnte der Obrist Philipp von Zehmen, der 1632 zusammen mit dem schwedischen Oberst Taupadel die Veste erfolgreich verteidigte. Als diese drei Jahre später nochmals von den Kaiserlichen belagert wurde, übergab Zehmen die Veste infolge eines gefälschten Briefes des Herzogs. Man machte ihm daraufhin den Prozess, wobei er jedoch freigesprochen wurde. Das Volk verachtete ihn trotzdem. Nach seinem Tode schaffte man seine Leiche auf einen Mistwagen nach Schottenstein, wo er begraben wurde. Ein weiterer Bewohner des Hauses Herrngasse 13 war der im Jahre 1572 geborene Johann Bachstädt, der unter Casimir als Hofadvokat wirkte und 1632 zu den angesehenen Coburger Bürgern gehörte, die Wallenstein bei seinem Abzug als Geisel mitnahm."

Seit den 1870er Jahren befindet sich in diesem Haus eine Büchsenmacherei.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...errngasse13.jpg

Christian Online



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28.02.2013 16:36
#49 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Ernst Eckerlein zur Herrngasse 17:

"Das Haus Herrngasse 17, seit 1967 Stadtbücherei, wurde 1590 erbaut und ist eines der schönsten Häuser Coburgs im Renaissancestil. Es war Mitte des 20. Jahrhunderts vom Verfall bedroht und wurde innen als ein völlig neues Haus nach modernen Gesichtspunkten wieder aufgebaut, wobei die herrliche Fassade mit ihrem schönen Erker, der Eingangstür und dem runden Gitterfenster erhalten blieb. Das Gebäude Herrngasse 17 war früher stets im Besitz hoher Verwaltungsbeamter gewesen, zu denen u.a. der im Jahre 1595 geborene Vizekanzler Johann Jakob Drach gehörte. In den schweren Zeiten des 30jährigen Krieges lenkte er mit eisernem Willen die Geschicke des Herzogtums."

Herrngasse 17-1-HG.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Herrngasse 17-2-HG.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Herrngasse 17.JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Häuseransicht Herrngasse 17.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Fotos 1+2: Archiv der Historischen Gesellschaft Coburg Fotos 3+4: Sammlung Boseckert

bademaus Offline



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01.03.2013 09:46
#50 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Das runde Gitterfenster in der Stadtbücherei ist ein Nachbau. Das Orginal ist in der Veste Coburg.

cortendorfer Offline



Beiträge: 7
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11.03.2013 12:50
#51 RE: Herrngasse Zitat · antworten

das Tapetengeschäft war Tapeten Funke. Die Familie hat auch in diesem Haus ganz oben gewohnt. Herr Funke hat nach der Geschäftsaufgabe die Farbenabteilung vomm OBI in Rödental unter sich!

cortendorfer Offline



Beiträge: 7
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11.03.2013 13:12
#52 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Zitat von cortendorfer im Beitrag #51
das Tapetengeschäft war Tapeten Funke. Die Familie hat auch in diesem Haus ganz oben gewohnt. Herr Funke hat nach der Geschäftsaufgabe die Farbenabteilung vomm OBI in Rödental unter sich!

War Herrngasse 12. War eine Zeit mit der Tochter befreundet.

Christian Online



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07.10.2013 09:41
#53 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Wie heute in der Zeitung zu lesen war, plant der Veste-Verlag ein neues Straßenbuch über die Herrngasse und ist deshalb auf der Suche nach alten Aufnahmen vor 1950 bei einigen Häusern.

Christian Online



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27.11.2013 19:47
#54 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Weitere Auszüge aus dem Aufsatz von Ernst Eckerlein.

"Das Haus mit der Nummer 2, in dem sich jetzt die Bäckerei Schelhorn befindet (Anmerkung: Bericht stammte aus dem Jahre 1983), ist ein mächtiges Steinhaus mit einem hohen Giebel. In der Chronik wird erwähnt, daß sich darin die Ratskemmenate mit der Ratstrinkstube befunden hat, die mit einem Kamin versehen war. Die Kornwaage (1590) und eine Heuwaage (1764), die in dem Haus installiert waren, weisen darauf hin, daß die Herrngasse einst nicht nur der aristokratische Teil des alten Coburgs war, sondern daß sich dort auch gewerbliches Leben regte, das sich nicht nur in den Häusern, sondern auch auf der Straße abspielte."

In der Herrngasse fanden traditionell der Getreide- und Topfmarkt statt. Diese Märkte gab es noch bis in die 1930er Jahre hinein.

Christian Online



Beiträge: 5.713
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07.12.2013 11:03
#55 RE: Herrngasse Zitat · antworten

Ernst Eckerlein über das Haus Herrngasse 4:

"Das Haus Nr. 4, jetzt Fremdenverkehrsamt, brannte 1590 ab, wurde aber kurz danach ganz aus Stein wieder aufgebaut. Es war ursprünglich stets im Besitz reicher, vornehmer Patrizier und Beamter. Im Jahre 1600 wurde darin vom Herzog Casimir eine Trinkstube eingerichtet, diente diesem Zweck aber nur vier Jahre. Von 1720 bis 1806 war im Haus Nr. 4 das Postamt untergebracht. Es gelangte danach in den Besitz einer jüdischen Familie Simon, die es fast 100 Jahre lang besaß. Der erste Simon wird in der Hauschronik noch als "Handelsjude" bezeichnet, während dessen Enkel den Titel Kommerzienrat besaß. Im Jahre 1893 zog in das Haus die Firma Roßteutscher ein und blieb dort über acht Jahrzehnte. Heute ist es im Besitz der Stadt."

DSCN0057[1].JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Zugereister Offline



Beiträge: 268
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07.12.2013 13:35
#56 RE: Herrngasse 4 Zitat · antworten

Von der Familie Simon gibt es noch einen kleinen Friedhof bei der Kreuzung Rodacher Straße/Spittelleite.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.638
Punkte: 1.658

07.12.2013 15:00
#57 RE: Herrngasse 4 Zitat · antworten

Zitat von Zugereister im Beitrag #56
Von der Familie Simon gibt es noch einen kleinen Friedhof bei der Kreuzung Rodacher Straße/Spittelleite.


Aus der Denkmalliste:

An der Einmündung der Spittelleite liegt der kleine Friedhof, genannt Simonscher Friedhof, den die jüdische Familie Simon vor 1860 anlegen ließ. Die Nutzung endete mit dem Wegzug der Familie im Jahr 1913. Die Sandsteine der Friedhofsmauer der Süd- und Ostseite wurden später größtenteils zum Ausbau des Rottenbachs verwendet. Nach 1932 wurde der Friedhof zerstört, die Reste verwahrlosten bis 1962, als eine Neugestaltung folgte. Es sind noch sechs Grabsteine aus Sandstein aus dem 19. Jahrhundert vorhanden, teilweise als Bruchstücke. Darunter befindet sich ein Säulengrabmal von 1898 für Martha Oblet, gebürtige Simon, klassizistisch gestaltet mit einer Säule, um die sich eine Laub- und Blumengirlande windet.

Simon'scher Friedhof, Rodacherstr..JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Online



Beiträge: 5.713
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07.12.2013 15:42
#58 RE: Herrngasse 4 Zitat · antworten

Die Familie Simon betrieb in Coburg übrigens ein Bankhaus und Modewarengeschäft, zunächst in der Herrngasse Nr. 4, später in der Spitalgasse Nr. 12 (Heute Kaufhaus C&A)

Zugereister Offline



Beiträge: 268
Punkte: 272

07.12.2013 17:58
#59 RE: Herrngasse 4 Zitat · antworten

nach Fromm hatten die letzten Angehörigen der Familie 1913 in der Rosengasse 8 eine Korb- und Spielwarenfirma.

Christian Online



Beiträge: 5.713
Punkte: 5.907

08.12.2013 13:02
#60 RE: Herrngasse 4 Zitat · antworten

Ja das stimmt. Man muss aber bedenken, dass die Familie Simon mit reichlich Nachwuchs beschenkt wurde.

Allein der erste Simon in Coburg, Joseph Simon, hatte 3 Söhne (Louis, Moritz und Joachim Simon) die in Coburg tätig wurden.

Louis Simon hatte indes neun Kinder.
Joachim Simon konnte sich über vier Söhne freuen.
Moritz Simon hatte als Schlusslicht zwei Kinder.


Die Familiengeschichte wäre in diesem Fall sehr interessant.

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