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Dieses Thema hat 79 Antworten
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Phoenician Offline



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17.04.2013 22:57
#16 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Was war denn damals in dem Eckhaus gegenüber, wo der Brunnen ist?
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In dem Eckhaus gab es frueher ein Geschaeft, das schoen gestickte Tischdecken verkauft hat. Zur Zeit als das Foto aufgenommen wurde, muss allerdings ein anderes Geschaeft drin gewesen sein, denn unten an der Eingangstuer wird fuer "Miele" geworben (auf dem Originalfoto erkennbar).

Christian Offline



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18.04.2013 09:48
#17 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Im Geschäft am Bürglaßbrunnen war die Firma "Radio Knauf - Elektro und Fernsehen". Inhaber: Elektromeister Alfred Knauf

Rolf Metzner Offline




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18.04.2013 09:51
#18 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Heute in der NP:

Judengasse 20, Ignatz Stern, kauft nicht bei Juden.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Hierbei dürfte es sich um das Textilwarengeschäft von Ignatz Stern, Judengasse 20, handeln.

Christian Offline



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18.04.2013 09:56
#19 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Richtig Rolf.

Die Geschichte der Firma Stern habe ich in meinem Buch über die Judengasse zusammengefasst.

alter Coburger Offline



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19.04.2013 16:42
#20 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Nach meinen Erinnerungen,war da wo heute der Brillenladen ist einmal ein Tabak-Geschäft.

gerd Offline



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19.04.2013 18:03
#21 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Auf dem Foto von Heidi, wo man das Einbahnstraßenschild sieht, müsste der Tabakladen gewesen sein und im selben Haus daneben der "Zirkel"-Schreibwaren Geschäft(?)

Christian Offline



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19.04.2013 19:18
#22 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Zitat von alter Coburger im Beitrag #20
Nach meinen Erinnerungen,war da wo heute der Brillenladen ist einmal ein Tabak-Geschäft.



Das war der Tabak-Derks

Rolf Metzner Offline




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19.04.2013 19:41
#23 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #22
Zitat von alter Coburger im Beitrag #20
Nach meinen Erinnerungen,war da wo heute der Brillenladen ist einmal ein Tabak-Geschäft.



Das war der Tabak-Derks


Wo ich, damals noch nicht ganz 16, meinen ersten Pfeifentabak kaufte (Pfeife rauchen war zu jener Zeit "cool").
Wahrscheinlich hatte ich schon damals meine Liebe zu Coburg entdeckt, denn es war "Prinz Albert Tabak"

Prinz-Albert-Tobacco.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Damit war ich dann für den "gemütlichen Abend" auf der Blockhütte in Neukirchen gerüstet (auch wenn die Zunge immer brannte)

gerd Offline



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20.04.2013 09:00
#24 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

alter Coburger Offline



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20.04.2013 13:09
#25 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Zum Bezug Beitrag #9 Bild Phoenician
Habe ich in Erinnerung, das da schon vor oder in den 40. Jahren eine Schreinerei beheimatet war. Ich glaube Fromann oder so ähnlich. Von der Badegasse aus war ein großes Tor auf der rechten Seite dahinter ein langer Gang hier, wurden die Bretter oder Bohlen für die Verarbeitung angeliefert und gelagert. Im linken Bereich waren die Bearbeitungsmaschienen und im ersten Stock die Werkstätte für die Weiterverarbeitung. Vom Erdgeschoß wurde die vorgefertigte Ware mittels eines Aufzugs in den ersten Stock gebracht. Fromann beschäftigte etwa 10-12 Schreiner. die von der Wandvertäfelung über Möbel so ziemlich alles anfertigten.
Nach vorne zum Steinweg war ein Ladengeschäft dieser Firma.
Später war in diesem Laden eine Tauschzentale ich glaube Hans Löchel danach erst kam Textilhaus Franke und dann Quelle. Hans Löchel hat später ein Haus in der Allee links von der Drogerie Zimmermann gebaut.

gerd Offline



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20.04.2013 15:41
#26 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

War das dieses Haus in der Allee das beim Beschuss auf Coburg im April 1945 in Flammen aufging?
Löchel?Baute doch später im Hahnweg neu.(Das angrenzende Anwesen oberhalb von der ehemaligen Baustoff Firma Blümlein/Krafft Nachfolger.

alter Coburger Offline



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21.04.2013 13:26
#27 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

betrifft #26
Du hast wahrscheinlich wie immer Recht,ich hatte da einen Denkfehler.Von dem ich die Information Löchel bekommen habe,hat mir gesagt Löchel habe 1900irgendwann ein Haus neben Zimmermann gebaut.Ich habe dabei an die Drogerie Zimmermann gedacht und der meinte das Wohnhaus von Zimmermann, der wohnt ja im Hahnweg. Ich entschuldige mich für meinen geistigen Aussetzer!

alter Coburger Offline



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17.09.2013 17:30
#28 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Eines der wohl ältesten Geschäfte in Coburg
Das Kolonialwaren Groß- und Einzelhandelsgeschäft M.C. MÖNCH.
Fünf Generationen in Familienbesitz


Am 14. Juni 1832 eröffnete Martin Mönch eine Spezereihandlung in der Judengasse am Judentor. Er entstammt einer alteingesessenen Coburger Familie. Sein Vater Johann Georg Mönch war Metzgermeister und hatte 1792 das Gasthaus „Zur goldenen Traube“ erworben und es über Jahrzehnte geführt. Im Jahre 1826 verkaufte er dieses Gasthaus und kaufte dafür das „Haus vor dem Judentor“
Nr. 463, in dessen Räumen dann sein Sohn Martin das Geschäft gründete.
Wer ein solches Geschäft betreiben wollte, war nach den Satzungen der Kaufmannschaft verpflichtet, eine mehrjährige Lehrzeit bei einem angesehenem Handelshause und den Besitz eines entsprechenden Vermögens nachzuweisen. Über die denkwürdige Geschäftsgründung berichtet uns ein Protokoll im hiesigen Ratsarchiv folgendes:

„Auf dem Polizeibüro erscheint der Handlungsbeflissene Herr Martin Christian Mönch von hier, 27 Jahre alt, jüngster Sohn des hiesigen Bürgers und Metzgermeisters, auch vormaligen Gastwirts Johann Georg Mönch produziert seinen Lehrbrief und zeigt an, daß er willens sey, eine Spezereihandlung unter der Firma M. C. MÖNCH dahier zu etablieren und daß er daher den wohllöblichen Magistrat hiervon pflichtschuldigst in Kenntnis setzen wolle.

In der Ratssitzung wurde dieses Gesuch vorgetragen und die Abgaben wie folgt festgesetzt:
8 Groschen 4 Pfennige terminliche Steuer, von seiner Person 10 Groschen 6 Pfennig als sogenannte Bürgerbäth oder Bürgersteuer
und 8 Groschen 4 Pfennig an Nachgeld zur Ablösung der Nachpflichtigkeit.“

Das sind in kurzen Zügen die Anfänge der heutigen Kolonialwarengroßhandlung M. C. MÖNCH.

Es wurde mit Lebensmitteln, Gewürzen aller Art, und mit Salzheringen gehandelt. Aber auch Pulver und Schrot waren im Angebot. Die Firma besaß unterhalb des Bismarckturmes einen Pulverturm. Der Handel mit Salzheringen brachte dem Anwesen einen Spitznamen ein, im Volksmund hieß es bald die „Heringsburg“. Sehr früh erkannte der Gründer auch seine Chance im Bohnenkaffeehandel. Eine eigene Bohnenkaffeerösterei mit Handbetrieb wurde eingerichtet. Noch zu Lebzeiten von Martin Mönch begann die Zeit, in der sich der Kolonialwarengroßhandel entwickelte. Bereits im Jahre 1854 ließ er sein Geschäft in das Großhandelsregister eintragen. Leider wurde Martin Mönch am 19.09.1862 im Alter von 58 Jahren aus dem Leben abgerufen.
Seine Ehefrau führte das Geschäft noch einige Jahre weiter, wobei die Aufwärtsentwicklung zum Stillstand kam. Im Jahre 1868 entschloss sie sich, das Geschäft an ihren Sohn August Mönch zu übergeben.

Fortsetzung folgt

Angefügte Bilder:
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 altes Judentor mit Vortor_klein.jpg  Gründer Ehepaar Martin Mönch.png 
alter Coburger Offline



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Punkte: 283

17.09.2013 17:42
#29 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Das Kolonialwaren Groß- und Einzelhandelsgeschäft M.C. MÖNCH.
Zweite Generation August Mönch


August Mönch wurde 1847 geboren und erlernte bei der Schokoladenfabrik Sprengel in Hannover den Kaufmannsberuf. Nach Abschuss seiner Lehre trat er in die Firma Dahmke in Hannover ein, und errang sich dort in kurzer Zeit eine Vertrauensstellung. Er hatte Aussicht, die Leitung dieser Firma zu übernehmen, da die Ehe des Inhabers kinderlos geblieben war. Als seine Mutter ihn zur Übernahme des väterlichen Geschäftes nach Coburg zurückrief, folgte er nur ungern. Schließlich war ihm jedoch der Erhalt des väterlichen Geschäftes wichtiger als die angenehmere, aussichtsreichere Stellung in Hannover. Im Alter von 21 Jahren übernahm er im Jahre1868 den Kolonialwaren Groß-&Einzelhandel.
Die Jahrzehnte des Friedens, die dem Deutsch-Französischen Krieg und der Bismarckschen Reichsgründung folgten, brachten dem wirtschaftlichen Leben einen unerhörten Auftrieb. Den Zahlungs- und Warenverkehr erleichterten jetzt Einheit von Maß, Gewicht und Geld.
Viel zur Festigung des Kundenkreises trug bei, dass der junge Chef regelmäßig seine Kundschaft mit dem Landauer seines Vetters selbst besuchte, die Wünsche der Kundschaft sorgfältig berücksichtigte, sehr viele neue Verbindungen anknüpfte und enge persönliche Geschäftsfreundschaften anstrebte.
Die wachsende Bedeutung seines Großhandelsgeschäftes kam für die Coburger Bürger insofern immer deutlicher zur Geltung, als sich die Zahl der Planenwagen vor dem Geschäft in der Judengasse ständig vergrößerte. Die Händler, die in Coburg ihre Ware feilboten, nahmen auf dem Rückweg Waren, die sie für sich selbst oder wieder zum Verkauf benötigten, mit nach Hause.
Neue Artikel wurden aufgenommen. Einer der wichtigsten war zu dieser Zeit das Petroleum. In großen Holzfässern traf es in Coburg ein und setzte sich damals als beste Beleuchtungsart rasch durch. Als guter Griff erwies sich auch die Herstellung von Spirituosen und der Handel mit Weinen. Die Mönch-schen Liköre erfreuten sich bald größter Beliebtheit, nicht zuletzt dadurch,weil sie nach alten Rezepten und mit viel Sorgfalt zusammengestellt waren. August Mönch war unermüdlich damit beschäftigt, den Betrieb zur Kolonialwarengroßhandlung auszubauen.
Die Kaffeerösterei wurde erweitert und verfeinert. Als weitere Spezialität des Hauses kamen die selbst eingelegten Salzgurken hinzu. Dem persönlichen Ansehen des August Mönch kam zugute, dass er sich im Jahre 1875 mit Fräulein Marie Redwitz aus dem Geschlechte des Freiherrn von Redwitz vermählte. Mit außerordentlicher Tatkraft und mütterlicher Obsorge erfüllte sie ihre Aufgaben zum Wohle des Geschäftes. Erfolg reihte sich an Erfolg. Da die Ausstattung und Einrichtungen laufend den jeweiligen wachsenden Bedürfnissen angepasst werden mussten, war das Geschäftshaus bald zu klein geworden. Infolge des zunehmenden Verkehrs und der baulichen Entwicklung Coburgs musste im Jahre 1898 das alte Judentor abgerissen werden. Damit war auch das alte Geschäftshaus der Firma, das an das alte Judentor angebaut war, zum Abriss verurteilt.
Der großzügig geplante Neubau,begonnen im Jahre1898, wurde1900 vollendet und hat sein Aussehen mit Ausnahme einer späteren baulichen Veränderung des Anbaues bis heute gewahrt. Im Anbau wurden die Pferde und die Planenwagen untergebracht, Kutscher und Fuhrknechte eingestellt. Nicht mehr der Kunde holte seine Waren ab, sondern der Großhändler belieferte mit eigenen Wagen seine weitverzweigte Kundschaft auf den Dörfern.
Der älteste Sohn von August Mönch, Wilhelm Mönch, geboren1881, kehrte nach vollendeter kaufmännischer Lehre bei Firma Umbreit in Gotha, nach Tätigkeiten bei anderen Firmen und nach Ableistung des Militärdienstes in das elterliche Geschäft zurück und trat 1903 als Teilhaber ein.
Unter der Leitung von Vater und Sohn konnte das Geschäft weiter modernisiert und auch durch rationellere Arbeitsmethoden die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Die wirtschaftlich schweren Zeiten des ersten Weltkrieges und die Krisenzeiten der Inflation konnten durch reiche Kenntnisse, große Erfahrung und nicht zuletzt durch Ehrlichkeit und Anständigkeit im persönlichen und geschäftlichen Handeln mit großem Geschick überwunden werden.
Als August Mönch im Jahre1927 nach nimmermüdem und arbeitsreichem Schaffen im Alter von 80 Jahren die Augen für immer verschloss, tat er es in dem Bewusstsein, in seinem Sohn Wilhelm einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben.
Frau Else Mönch, Ehefrau von Heinrich Mönch übernahm 1933 das Einzelhandelsgeschäft und war besonders durch die schwierigen Bedingungen während des 2. Weltkriegs im Laden sehr gefordert.

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 August Mönch 2.png 
alter Coburger Offline



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18.09.2013 14:22
#30 RE: alte Coburger Geschäfte und Firmen Zitat · antworten

Das Kolonialwaren Groß- und Einzelhandelsgeschäft M.C. MÖNCH.
Dritte Generation Wilhelm und Heinrich Mönch


Wilhelm Mönch übernahm das Geschäft von seinem Vater im Jahre 1927
Leider konnte sich die Firma seiner Dienste nicht lange erfreuen, denn eine tückische Krankheit hat diesen strebsamen erfahrenen Kaufmann, nur 52 Jahre alt werden lassen. Als er 1933 starb, schien das Ende dieses traditionsreichen Handelshauses gekommen zu sein. Der zweite Sohn von August Mönch Heinrich Mönch hatte sich nicht dem kaufmännischen Berufe zugewandt sondern ist seiner Neigung folgend Ingenieur geworden. Durch seine Tätigkeiten bei verschiedenen bekannten Firmen schuf er sich eine gute Existenz, die ihn immer mehr vom elterlichen Geschäft loslöste. Heinrich Mönch sah sich nun plötzlich vor die Wahl gestellt, entweder die gesicherte Stellung als Ingenieur aufzugeben und Kaufmann zu werden oder aber im technischen Beruf zu bleiben und das weit über die Grenzen des Coburger Landes hinaus bekannte Geschäft in andere Hände gelangen zu lassen.Heinrich Mönch entschloss sich der Tradition gehorchend 1933 zur Übernahme des Geschäftes. Durch nimmermüden Fleiß in den ersten Jahren, unterstützt von seinem überaus tüchtigen Prokuristen Karl Ziermann, gelang es die neuen Aufgaben zu meistern. Nachdem sich in den dreißiger Jahren das motorisierte Zeitalter durchgesetzt hatte, brachte es die für den Geschäftsbetrieb so bedeutungsvolle Umstellung, von Pferde- auf die Autohaltung. Im Jahre 1933 wurden die Pferde und Planenwagen verkauft und der erste Lastkraftwagen angeschafft, sodass nun alle Waren damit befördert wurden und so eine bedeutend raschere Belieferung der Kunden möglich war. 1936 erfolgte ein Erweiterungsbau für die Garagen mit einem Obergeschoss zur Warenlagerung. In den folgen Jahren kamen weitere Motorfahrzeuge sowie ein PKW hinzu, so konnten nunmehr auch die regelmäßigen Kundenbesuche mit dem Auto vorgenommen werden.Nachdem durch Beseitigung der Arbeitslosigkeit und Hebung der Kaufkraft, eine Besserung der wirtschaftlichen Lage eingetreten war, wurde diese durch den Beginn des zweiten Weltkrieges unterbrochen und führte damit wieder zu außergewöhnlichen Schwierigkeiten im Wirtschaftsleben. Der Lebensmittelgroß-und Einzelhandel litt besonders unter dem eingeführten Zwangswirtschafts-System. Nach dem totalen Zusammenbruch kam es zu nie geahnten Störungen und am Ende zu einer völligen Verknappung aller Waren. Zehn Jahre Zwangswirtschaft, eine gänzlich in Unordnung geratene Versorgung und ein fast zum erliegen gekommenes Transportwesen, stellten die Geschäftsführung in den ersten Nachkriegsjahren vor kaum lösbare Aufgaben. Wie viel Improvisation und nie erlahmender Unternehmergeist dazu gehörten, um unter diesen misslichen Umständen ein Lebensmittel-großhandelsgeschäft zu erhalten und weiterzuführen, kann nur der beurteilen, der in dieser Branche tätig war. Schließlich beendete die uns allen noch in Erinnerung stehende Währungsreform 1948 diesen Zustand und brachte bald darauf die Aufhebung der Zwangswirtschaft.
Ein neues Wirtschaftssystem, die soziale Marktwirtschaft kam auf, die Gewerbefreiheit brachte eine Unzahl neuer „Geschäftseröffnungen“. Nachdem der Handel für jedermann, ob mit oder ohne Fachkenntnisse frei war, kam es oftmals zu harten manchmal auch skrupellosen Existenzkämpfen.

Ab 1954 wurde das Ladengeschäft viele Male umgebaut, um es immer wieder auf dem neuesten Stand zu halten. Auch die vermehrten kapitalkräftigen Zusammenschlüsse zu Genossenschaften und Großfilialen bilden für den freien mittelständigen Handel, eine große Gefahr.
1963 wurde der Laden erneut umgebaut und das erste Selbstbedienungs-Geschäft in Coburg eröffnet.
Es war eine große Erleichterung. Die Waren mussten nicht mehr einzeln eingefüllt und abgewogen werden.
Herr Heinrich Mönch verstarb im Jahre 1967. Die Firma wurde von seinem Sohn Hans Mönch, der schon seit Jahren in der Firma tätig war übernommen.

Fortsetzung folgt

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 Bild Ehepaar Heinrich Mönch.jpg  neues Geschäftshaus.jpg  Wilhelm Mönch.jpg 
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