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Dieses Thema hat 45 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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alter Coburger Offline



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22.03.2015 09:30
#31 RE: Alexandrinenstraße 11 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 11 seit 1903 1875 No.7 /V,71/ vorher 1859 No.328


BILD0101 (200x150).JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

1863: Auguste Stürmer, Witwe. Neubau (Min.D. 3635 Vol. II u.III A 1317/40)
1872: Heinrich von Plonsky.
1881: Wilhelmine Vogel geb. Plonsky.
1883: Plonskysche Erben.
1895: Ernst Schlick. (Ehefrau Emilie Schlick)
1899: Emilie Schlick. (Eltern von Gustaf Schlick und Adolf Schlick) sowie weitere 5 Kinder
1928: Schlicksche Erben.
1937: Dr. Adolf Schlick (München)
ca. 1970 Frau Schön (Tochter von Adolf Schlick)
ca. 1980 Kinder von Dr.Faber
ca. 2010 Annette u.Andreas Fritsch

Am 19.04.1894 wurde Luise von Plonsky in ihrem Hause erhängt aufgefunden.
Es lag Raubmord vor. Der Mörder, Schuhmacher Finzel wurde, ohne ein Geständnis abgelegt zu haben in Maßfeld hingerichtet worden (B.105)

Im Garten ist die Bogenspannerin ( eine Figur von Prof. Lepcke) einem Bruder von Frau Schlick aufgestellt. Die Bogenspannerinn von Ferdinand Lepcke 03 (122x200).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

alter Coburger Offline



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22.03.2015 10:17
#32 RE: Alexandrinenstraße 11 Zitat · antworten

Ferdinand Lepcke (* 23. März 1866 in Coburg; † 12. März 1909 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer.

FerdinandLepcke (154x200).JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Ferdinand Lepcke wurde am 23. Marz 1866 in Coburg geboren. Seine Ausbildung erhielt er im Atelier der Brüder Biber und an der Schule des Kunstgewerbemuseums in Berlin. Von Oktober 1883 bis September 1890 studierte er an der Berliner Akademie, ab 1888 als Meisterschüler von . 1891 wurde er Mitglied beim Verein Berliner Künstler. 1893 zeichnete ihn die Preußischen Akademie der Künste mit dem großen Staatspreis, der aus einem Stipendienjahr in Rom bestand, aus. Weitere Studienreisen führten ihn später nach Frankreich und Kopenhagen. 1903 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille. Am 8. Juni 1905 verlieh ihm der Berliner Minister für geistliche Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten den Professorentitel.
Lepcke starb an einer Lungenentzündung am 12. März 1909 in Berlin.


Werke von Ferdinand Lepcke

1895 Kriegerdenkmal 1870/71, Apolda (nicht mehr vorhanden)
1897 Statue Bildhauer, ehemals Anlagen vor der Nationalgalerie Berlin, verschollen
1897 Statue Bogenspannerin mit folgenden Abgüssen: Wilhelmshaven
1899 Hermenstele von Friedrich Rückert aus Carraramarmor, Viktoriapark, Berlin
1900 Bronzefigur der Phryne, Liegewiese am Schlachtensee (2007 versetzt auf den Vorplatz des S-Bahnhofs Nikolassee), Berlin (Nachguss des im Zweiten Weltkrieg verschollenen Originals)
1900 Der Kuss Eremitage (Sankt Petersburg)
Sintflutbrunnen: 1904 in Bydgoszcz (Bromberg), 1943 eingeschmolzen, bis zum Sommer 2014 wieder errichtet
1906 Kopie der Hauptfigurengruppe in Coburg 1916 verkleinerte Kopie aller drei Figurengruppen in Eisleben, 1942 eingeschmolzen
1905 Figur einer Tänzerin, Kunstsammlungen der Veste Coburg
1906 im Rosengarten, Coburg
1908 bronzenes Bismarck-Relief am Bismarckturm, Hildburghausen
1908 Denkmal für Ernst von Stubenrauch in Teltow

Christian Online



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22.03.2015 15:08
#33 RE: Alexandrinenstraße 11 Zitat · antworten

Das Werk Ferdinand Lepckes wurde in den letzten Jahren intensiv erforscht. Wer sich dafür interessiert, den kann ich auf das Jahrbuch der Coburger Landesstiftung von 2012 verweisen. Dort findet sich auch eine Zusammenfassung über Lepckes Werke.

Die Bogenspannerin kenne ich noch an zwei weiteren Orten, wo sie aufgestellt wurde: In Coburg in der Bahnhofstraße an der Itzanlage und in Berlin auf der Museumsinsel.

alter Coburger Offline



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24.03.2015 10:32
#34 RE: Alexandrinenstraße 11 Zitat · antworten

Die Bogenspannerin kenne ich noch an zwei weiteren Orten, wo sie aufgestellt wurde: In Coburg in der Bahnhofstraße an der Itzanlage und in Berlin auf der Museumsinsel.
Christian, 22.03.2015 15:08

Die Bogenspannerinn steht aber auch im Hahnweg 53 bei Herrn Zimmermann im Garten und war zur Austellung auf der Veste ausgeliehen.

alter Coburger Offline



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24.03.2015 10:45
#35 RE: Alexandrinenstraße 12 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 12 seit 1903 vorher No: 8 noch früher 1875 ./V 71


Alexsandrinenstr.12 (150x200).JPG - Bild entfernt (keine Rechte)1874/75 errichtete der Baumeister Hermann Kühn das Wohnhaus mit elf Zimmern und vier Kammern. 1876 verkaufte er das Anwesen an den Privatier Ludwig Kalb. Die im Stil der Neurenaissance gestaltete Villa besitzt eine Fassade mit versetzten Eckquadern an den Hauskanten, einem umlaufenden profilierten Gesims und einem Sockel aus Haustein. An der Nordseite steht ein achteckiger Turm mit verschieferter Haube. An der Südwestecke ist ein Ziergiebel mit einem reich dekorierten Erker vorhanden. Erhalten ist der bauzeitliche eiserne Gartenzaun und eine aus dem Jahr 1931 stammende Holzbrücke, die das Obergeschoss mit dem Garten verbindet (1981 erneuert).

1874: Hermann Kühn Baumstraße. ( Min.D.3635/Vol.Ivu. V)
1878; Ludwig kalb.
1919: Agnes Kalb.
1924: Dr. Ludwig Ludloff.
1928: Emilie Ludloff.
ca. 1960 Ludloff's Erben
ca. 1980 Dr.Wieland Debusmann
ca. 2000 ?????

alter Coburger Offline



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25.03.2015 13:08
#36 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

1875 No. 9 (Min.D.3635 Vol . iVu.V) Seit 1903 No. 13

Alexandrienenstraße 13.JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Alexandrinenstr. 13_klein.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)



Das zweigeschossige Gartenhaus gehörte ursprünglich zu einem 1875 für den Privatier Carl von Schalepansky errichteten Wohnhaus mit sieben heizbaren Zimmern und einer Kammer.

Die Villa diente 1886/87 Johann Strauß als Wohnung. Während das Hauptgebäude später aus unbekanntem Grund abgerissen wurde, blieb das dazugehörende Gartenhaus bestehen. Das traufständige Walmdachhaus mit drei Achsen wurde nach dem saniert und zum Wohnhaus umgebaut.

1875: von Schalepansky, Carl
1886: Witwe von Carl Schalepansky (Dresden)
1893: Robert Holzapfel, Kommerzienrat.
1919: Alfred Hausknecht, Kommerzienrat. Bewohner. Peter Reißenweber, Superintendent in Neustadt
ca. 1960 Abriss
und Neubau ca.1960 Praxis Dr.Faber

alter Coburger Offline



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25.03.2015 13:12
#37 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Beitrag zu Johann Strauß!

Johann Strauß.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

alter Coburger Offline



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25.03.2015 13:17
#38 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Beitrag zu Alfred Hausknecht

Alfred Hausknecht. Kommerzienrat, wurde am 22.2.1866 in Sondershausen (Thr. geboren.)
Er starb am 29.12.1950 im Alter von 84 Jahren. Sein Weg führte ihn über Breslau nach Coburg. Wo 1901 als Mitarbeiter in die
Firma Hoffmeister- Grasser eintrat. Als ausgezeichneter Möbelfachmann hatte er wesentlichen Anteil an der Entwicklung dieses Unternehmens, aus dessen Werkstätten zahlreiche Anfertigungen für Villenhaushalte, fürstliche Schlösser hervor gingen.
Die Firma genoß Weltruf! Kommerzienrat Haußknecht stellte aber auch sein reiches Wissen in den Dienst der Coburger Wirtschaft. Nachdem er 1913 durch das Vertrauen der Kaufmannschaft als ordendliches Mitglied in die Industrie- und Handelskammer gewählt wurde, stellte er dieser einen Großen Teil seiner Arbeitskraft zur Verfügung. In Würdigung seiner Verdienste wurde er 1927 zu deren Präsident gewählt. Dieses Amt führte er bis 1933.
An seinem 80. Geburtstag wurde er zum Ehrenpräsident gewählt.

alter Coburger Offline



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25.03.2015 13:22
#39 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Beitrag zuFirma Hoffmeister & Grasser

Das Unternehmen Hoffmeister und Grasser produzierte in der Hinteren Kreuzgasse 7, wo auch das Kontor war, und hatte ein Ladenlokal in der Spitalgasse, ab 1907 auch im Steinweg. In ihrer Blütezeit beschäftigte die Firma rund 50 Mitarbeiter. Zu ihren Spezialitäten gehörte der Innenausbau kompletter Villen und Schlösser. Hoffmeister & Grasser war auf den großen Weltausstellungen in London 1851 und 1862 sowie in Wien 1873 vertreten.
Neben Möbeln fertigte die Firma Wand- und Deckenvertäfelungen Hoffmeister & Grasser war Hoflieferant der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha, von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Meiningen sowie des englischen Königshauses. Die Firma produzierte in drei Stilrichtungen die das 19. und frühe 20. Jahrhundert dominierenden. Biedermeier, Historismus und Jugendstil.
In vielen europäischen Museen zählen die Erzeugnisse der Firma Hoffmeister & Grasser heute zu den herausragenden Beispielen der bürgerlichen Wohn- und Lebenskultur des 19. Jahrhunderts.

Ausfühliche Information: http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/cob...rt83423,1761313

Rolf Metzner Offline




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25.03.2015 13:56
#40 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Hier ein Foto zu Alexandrinenstr. 13 ("Villa Schalepansky"):

Alexandrinenstr. 13, Villa Schalepansky, 1968 abgerissen.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Und hier noch zwei Fotos zur Firma Hoffmeister & Grasser in der Hinteren Kreuzgasse:

Hintere Kreuzgasse 7, Möbelfabrik Hoffmeister & Grasser.png - Bild entfernt (keine Rechte)Hintere Kreuzgasse, Möbelfabrik Hoffmeister & Grasser mit Heiligkreuzkirche (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

alter Coburger Offline



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26.03.2015 09:31
#41 RE: Alexandrinenstraße 14 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 14
Villa Löwenherz
Alexandrinenstr. 14(240x320).JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Villa Löwenherz.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

1905. Max Fromann, Baurat
1914: Richard Löwenherz Möbelfabrikant
ab ca. 1980 Schleifenheimer


Das repräsentative Wohnhaus errichtete sich 1903 Max Frommann im Jugendstil. 1916 verkaufte er das Anwesen an den Kaufmann Franz Derichs, 1918 erwarb die Villa der Möbelfabrikant und Wagner Freund Richard Löwenherz, der es 1936 veräußern musste. Der Erkervorbau trägt auf Veranlassung durch Löwenherz Bildhauerarbeiten mit Motiven aus Wagners Opern Tannhäuser und Lohengrin. Das heutige Mehrfamilienhaus ist von einem weitläufigen Garten mit aufwändigen Mauern und Balustraden umgeben. Die Straßenfassade zeigt einen bossierten Sockel, einen reich verzierten Schweifgiebel, Erker und Altane. Der auf der Rückseite stehende polygonale Turm und die Anbauten sowie das Zwerchhaus an der Nebenseite sind im Landhausstil mit Fachwerk gestaltet. Ein neubarockes Tor mit Ziergitter schließt die Zufahrt zum Garten ab.

Rolf Metzner Offline




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26.03.2015 10:06
#42 RE: Alexandrinenstraße 14 Zitat · antworten

Zitat von alter Coburger im Beitrag #41
Alexandrinenstraße 14
Villa Löwenherz

1905. Max Fromann, Baurat
1914: Richard Löwenherz Möbelfabrikant
ab ca. 1980 Schleifenheimer
.........



Hier noch ein altes Hausfoto (ca. 1920) von "Alexandrinenstr. 14":

Alexandrinenstr. 14.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Online



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26.03.2015 10:12
#43 RE: Alexandrinenstraße 14 Zitat · antworten

Das Schicksal von Richard Löwenherz hat Hubert Fromm sind seinem Werk "Coburger Juden" dargestellt. Ich schau mal ob ich dazu komme, die wichtigsten Infos daraus zu ziehen.

Rolf Metzner Offline




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26.03.2015 11:21
#44 RE: Alexandrinenstraße 14 Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #43
Das Schicksal von Richard Löwenherz hat Hubert Fromm sind seinem Werk "Coburger Juden" dargestellt.......


Aus HUBERT FROMM: "Die Coburger Juden, Geschichte und Schicksal", S.264 - 265 in der 2. erweiterten Auflage von 2001:

Richard Löwenherz; Quelle Hubert Fromm (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Richard Löwenherz; Quelle Hubert Fromm (2).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Online



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26.03.2015 16:48
#45 RE: Alexandrinenstraße 14 Zitat · antworten

Das Grundstück Alexandrinenstraße 14 übernahm dann "ein Arier".

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