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Dieses Thema hat 45 Antworten
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 Die Geschichte Coburger Straßen
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Sputnik60 Offline



Beiträge: 163
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06.03.2014 21:08
Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Gibt es eigentlich ein Bild von der Villa Alexandrinenstraße 13, in der Johann Strauß wohnte? Das ehem. Gartenhaus steht ja noch auf dem Grundstück, nur die Villa wurde abgerissen

Christian Offline



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07.03.2014 14:56
#2 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Das Gebäude zentral im Hintergrund ist es.

scan0051.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sputnik60 Offline



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07.03.2014 20:29
#3 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

oh das Bild kenn ich sogar ... bloß kam ich mit der Perspektive noch nie klar
...dann müsste diese Tanzfläche ja ungefähr da gewesen sein, wo jetzt der Sinflutbrunnen ist, oder?

Christian Offline



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07.03.2014 20:52
#4 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

korrekt. Die Aufnahme entstand vor der Umgestaltung des Rosengartens 1962.

Rolf Metzner Offline




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07.03.2014 22:56
#5 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Hier noch ein altes Foto der Alexandrinenstr. mit der Villa Schalepanski (Alexandrinenstr. 13) auf der rechten Bildseite:

Alexandrinenstr. mit Villa Schalepanski (Johann Strauß).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sputnik60 Offline



Beiträge: 163
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09.03.2014 19:24
#6 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

super Foto, danke Rolf Ist es bekannt warum die Villa abgerissen wurde?
Wenn man das heutige Gebäude dazu sieht

Christian Offline



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09.03.2014 22:16
#7 RE: Alexandrinenstraße 13 Zitat · antworten

Laut mündlicher Überlieferung wusste man 1968 (damals wurde die Villa abgerissen) gar nicht, dass da Johann Strauß drin wohnte. Man ging davon aus, das er seinen Wohnsitz im Pilgramsroth Nr. 1 hatte. Daher auch der Name Johann-Strauß-Platz in der Nähe dieses Gebäudes. Erst in den 1980er Jahren kam heraus, dass Strauß tatsächlich in der Alexandrinenstraße gewohnt hat.

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:02
#8  Alexandrinenstraße Zitat · antworten

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Denkm
%C3%A4ler_in_Coburg/A#Alexandrinenstra.C3.9Fe

Einleitung Fortsetzung folgt.

Alexandrinenstraße 1-3.png - Bild entfernt (keine Rechte) Das Ensemble Villenviertel Alexandrinenstraße/Marienberg wird von den Häusern Alexandrinenstraße 1–14, Ketschendorfer Straße 5, 7, 9, 11; Marienberg 1–16, Marienstraße 1–9, Hohe Str. 2, 4 und Glockenberg 6, 6b, 7a umgrenzt.
Die Alexandrinenstraße führt von der Oberen Anlage zur Ketschendorfer Straße. Vor 1859 hieß die Straße noch Am neuen Ketschendorfer Fahrweg oder einfach Vor dem Ketschentor (s. Albertsplatz). Im Volksmund wurde sie in Anlehnung an Seligmann Mannheimer, dem ersten Bauherrn an der neuen Straße, auch Mannheimerweg genannt.
Namenspatron der Straße ist Herzogin Alexandrine, die von 1842 bis 1893 mit Herzog Ernst II. verheiratet war.
Das Ensemble am Fuße des Glockenberges besteht aus drei verschiedenen Bebauungszonen. Dies sind zum einen klassizierende Villen entlang der südlichen Alexandrinenstraße. Die nördliche Alexandrinenstraße und die Marienstraße werden von Wohnhäusern im Jugendstil und historisierenden Landhausstil, die zum großen Teil Carl Otto Leheis entwarf, geprägt. Vor allem späthistoristische Wohnhäuser verschiedener Gestalt kennzeichnen den Marienberg.

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:05
#9 RE: Alexandrinenstraße 1 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 1

Alexandrinenstraße 1.png - Bild entfernt (keine Rechte) Die Villa errichtete der Baumeister und Architekt Otto Leheis 1903 in historisierendem Jugendstil und verkaufte sie als Mietshaus 1904 an den Generalagenten Heinrich Steinhäuser. Um einen traufständigen, dreigeschossigen Kernbau sind niedrigere Anbauten und auf der Gartenseite ein Giebelbau mit Veranda und Erkern angeordnet. Im Landhausstil gestaltet besitzt die Fassade der unteren Geschosse eine geritzte Putzquaderung, Fachwerkkonstruktionen zeigen im Obergeschoss der nördliche Anbau und die Giebel sowie Filialgiebel. Von der bauzeitlichen Einrichtung sind noch Treppenhaus, Türen und Fenster mit Buntverglasung vorhanden. Auf dem Grundstück befindet sich der überbaute Eingang des 1846 erbauten Felsenkellers der Brauerei Anton Sturm.

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:09
#10 RE: Alexandrinenstraße 2 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 2

Alexandrinenstraße 2.png - Bild entfernt (keine Rechte) Im Jahre 1903 erbaute Otto Leheis die Villa in historisierendem Jugendstil und verkaufte das Wohnhaus 1905 an Sophie Heil. Das Gebäude ist gekennzeichnet durch architektonische Formen des Landhausstils, wie verschieden hohe Sattel- und Halbwalmdächer sowie Fachwerk bei den Obergeschossen, den Giebelwänden und einem teilverschindelten Erkertürmchen. Jugendstilelemente sind vor allem bei den Fensterformen, insbesondere bei den seitlichen Fenstern der Schleppgauben, und im Innern vorhanden.

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:18
#11 RE: Alexandrinenstraße 3 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 3

Alexandrinenstraße 3.png - Bild entfernt (keine Rechte) Die Villa in historisierendem Jugendstil hatte Otto Leheis 1904 fertiggestellt. Als er 1907 zahlungsunfähig war, erwarb Minna Therese Laturner das dreigeschossige Wohnhaus bei einer Zwangsversteigerung. Die Landhausarchitektur bestehend in der Fassade aus Fachwerkkonstruktionen wie straßenseitig einem breiten Giebel mit Fußwalm, einem dreiseitigen Eckerker und einem Verandavorbau prägt das Anwesen. Die rechte Hausseite ist durch ein Schleppdach gekennzeichnet, das bis zum ersten Obergeschoss gezogen ist (Frackdach) und über einer Altane endet, die im Erdgeschoss von einer Arkade getragen wird. Auf der Rückseite steht ein polygonaler Treppenturm. Das Fachwerk des Hauses war ursprünglich blau angestrichen. Das führte im Volksmund zu dem Namen „der blaue Aff“

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:21
#12 RE: Alexandrinenstraße 4 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 4

Alexandrinenstraße 4.png - Bild entfernt (keine Rechte) Die wegen einer aufwändig dekorierten Sonne im Giebel Sonnenhaus genannte, prachtvolle Jugendstilvilla von Otto Leheis aus dem Jahr 1903 mit reichem Putzdekor lehnt sich mit vegetabiler Ornamentik an die Bauten des belgischen Jugendstils und der Münchener Architekten August Endell und Martin Dülfer an. Es ist der einzige reine Jugendstilbau in Coburg.


Das Sonnenhaus oder auch die Sonnenburg ist ein Jugendstilgebäude, das in der oberfränkischen Stadt Coburg in der Alexandrinenstraße 4 steht. Das Sonnenhaus wurde 1902/03 errichtet und ist das einzige Bauwerk Coburgs, das in der floralen beziehungsweise vegetabilen Jugendstilrichtung gestaltet wurde. Aufgrund des Sonnenemblems auf der Fassade wird das stattliche Bürgerhaus im Volksmund Sonnenhaus beziehungsweise in Zusammenhang mit dem zinnenbekränzten Turm auch als Sonnenburg bezeichnet.
Wie bei den meisten seiner etwa 30 Häuser plante und baute der Baumeister Carl Otto Leheis, der in Coburg ein Architekturbüro mit angeschlossenem Baugeschäft und Steinbruch sowie ein Säge- und Hobelwerk besaß, das Mietshaus auf eigene Rechnung. Es gehört zu einem Ensemble von acht Villen am Fuße des Glockenberges in der Alexandrinen- und Marienstraße, das Leheis von 1902 bis 1904 errichtete. Der Bauantrag mit den Plänen wurde am 17. Januar 1902 bei der Stadt eingereicht und am 27. Februar genehmigt. Nach dem Kauf des Bauplatzes vom Geheimen Finanzrat und Bankdirektor Emil Riemann am 25. September 1902 begannen die Bauarbeiten, 1903 war das Gebäude fertiggestellt. Als 1907 Leheis zahlungsunfähig wurde, kam es am 20. Juni 1907 zur Zwangsversteigerung des mit 58.500 Mark taxierten Gebäudes.[1] Den Zuschlag erhielt der Kaufmann Richard Burmeister. In den nächsten Jahrzehnten wechselten mehrmals die Eigentümer. 1977/78 kam es zu einer ersten umfangreichen Instandsetzung, 1985 folgte ein Umbau und die Sanierung des Dachgeschosses und 1995/96 eine weitere Instandsetzung.

alter Coburger Offline



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13.03.2015 16:28
#13 RE: Alexandrinenstraße 5 Zitat · antworten

Alexandrinenstraße 5 (ehemalige Spindlervilla)


Bild 3 Spindler Villa_klein.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Ursprünge der Villa gehen ins Jahr 1846 zurück. Damals ließ der Kammerrat Carl Hofmann an dem neuen Promenadeweg vorm Ketschentor (der heutigen Alexandrinenstraße) eine spätklassizistische Villa errichten.
1865 erwarb der Privatier Johann Gustav Adolph Schauer aus Berlin das Anwesen. Der Rentier Franziskus Johannes Hallo von Cannenburg kaufte die Villa vom Privatier Schauer. Cannenburg starb bereits zwei Jahre nach dem Kauf des Anwesens. Seine Kinder erbten das Grundstück und behielten es bis 1919. Danach gelangte es in den Besitz des Kaufmanns Viktor Spindler aus Erfurt, der zum Namenspaten der Villa wurde. Spindler betrieb eine Lebensmittel- und Kolonialwarengroßhandlung.


Die Villa wurde im Juli 1973 abgerissen, um einem
Hotel Platz zu machen, das aber bis heute noch nicht errichtet wurde.

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
 Grundstück heute.png 
Rolf Metzner Offline




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13.03.2015 17:17
#14 RE: Alexandrinenstraße 5 Zitat · antworten

Die SPINDLER-Villa wurde ja schon hier im Forum besprochen!

Zur Erinnerung nochmal zwei Bilder, auf denen die Figuren am Treppenaufgang noch vorhanden sind (eine Fotografie und eine Grafik des Malers Kurt Kress):

Spindler-Villa.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Spindler-Villa Kurt Kreß.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.641
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13.03.2015 19:37
#15 RE: Alexandrinenstraße 5 Zitat · antworten

Noch ein seltenes Foto der Alexandrinenstraße von 1905 mit den Häusern 2, 3 und 4 kurz nach deren Fertigstellung:

Alexandrinenstr. 1905.png - Bild entfernt (keine Rechte)

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