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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Coburger Persönlichkeiten
Seiten 1 | 2
Christian Offline



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17.12.2014 17:37
Emil Maurer Zitat · antworten

Der Kunstmaler Emil Maurer hat uns zahlreiche Bildnisse des alten Coburg hinterlassen, was nicht genug zu würdigen ist. Hier sollen einige seiner Werke gezeigt und beschrieben werden.

Spitaltor.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Das erste Bild zeigt das Spitaltor vom Steinweg aus, vor dessen Brand 1685. Damals wurde die gesamte Turmstube nebst Dachkonstruktion zerstört und durch eine barocke welsche Haube ersetzt. Links ist das St. Georgen-Spital zu erkennen. Die beiden Häuser rechts wurden 1933/34 abgerissen. Heute steht hier das Stadtcafe (Gräfsblock). Auch die im Hintergrund noch zu sehende Stadtmauer existiert heute nicht mehr. Erhalten blieb das Gebäude in der Bildmitte. Es handelt sich dabei um das Haus Steinweg Nr. 2 (ehemals Alberti, heute Bettengeschäft Gebers).

Rolf Metzner Offline




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17.12.2014 18:19
#2 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #1
Der Kunstmaler Emil Maurer hat uns zahlreiche Bildnisse des alten Coburg hinterlassen, was nicht genug zu würdigen ist. Hier sollen einige seiner Werke gezeigt und beschrieben werden.



Das erste Bild zeigt das Spitaltor vom Steinweg aus, vor dessen Brand 1685. Damals wurde die gesamte Turmstube nebst Dachkonstruktion zerstört und durch eine barocke welsche Haube ersetzt. Links ist das St. Georgen-Spital zu erkennen. Die beiden Häuser rechts wurden 1933/34 abgerissen. Heute steht hier das Stadtcafe (Gräfsblock). Auch die im Hintergrund noch zu sehende Stadtmauer existiert heute nicht mehr. Erhalten blieb das Gebäude in der Bildmitte. Es handelt sich dabei um das Haus Steinweg Nr. 2 (ehemals Alberti, heute Bettengeschäft Gebers).



Hier sieht man den Abriss 1934:

Gräfsblock Abriß Vorgebäude 1934.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



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18.12.2014 16:50
#3 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Schwieriger einzuordnen ist dieses Maurer-Bild




Es zeigt den Hahnfluss gen Norden auf Höhe der Schenkgasse mit seinen zahlreichen Gerberhäusern. Die Gebäude rechts vom Fluss sind 1881 durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Lediglich das hinterste Gebäude mit dem barocken Mansardwalmdach steht noch. Es handelt sich dabei um das Haus Steinweg Nr. 57, welches im Einmündungsbereich Steinweg/Gerbergasse steht. Die Häuser auf der linken Seite sind erst ab den 1960er Jahren abgerissen worden. In den 1980er Jahren entstand hier das Parkhaus Post.

Rolf Metzner Offline




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18.12.2014 17:19
#4 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #3
Schwieriger einzuordnen ist dieses Maurer-Bild




......Die Gebäude rechts vom Fluss sind 1881 durch eine Feuersbrunst zerstört worden.....


Das Foto von diesem Großfeuer 1881 ist wohl hinreichend bekannt, es passt aber hier zum Thema:

Großbrand Steinweg 1881.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sputnik60 Offline



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18.12.2014 17:30
#5 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Kann ein farbiges Bild dazu beitragen: 2014-12-18 17_28_14-Die Schenkgasse - Microsoft Word.png - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



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19.12.2014 14:16
#6 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Hier habe ich gleich zwei Bildnisse von Emil Maurer, welche den Salvatorfriedhof zeigen.

Salvatorfriedhof 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Diese hiergezeigten Gruftakaden wohlhabender Coburger Bürger wurden 1902 beim Bau der Alexandrinenschule (heutiges Gymnasium Albertinum) abgerissen. Einige dieser Arkaden im Hintergrund wurden in den Neubau als architektonischer Schmuck, integriert. Die Aufnahme zeigt dabei den Nord-Westen des Friedhofsareals.

Salvatorfriedhof 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dieses Bild entstand von der Unteren Anlage aus. Links herunter geht es in Richtung Lichtensteinturm und Gerichtsgebäude, was durch die Spuren im Schnee zu erahnen ist.. Auch der dargestellte Turm wurde 1902 beim Bau der Alexandrinenschule abgerissen. Der Zugang zum Salvatorfriedhof existiert aber noch.heute.

Christian Offline



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21.12.2014 21:03
#7 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Dieses Bild zeigt das Hahntor, welches 1810 abgerissen wurde.

s198.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der Standort des Malers befindet sich ungefähr auf dem Platz vor dem Utopolis Richtung Innenstadt. Das Fachwerkhaus rechts, stellt die alte Hahnmühle dar. Das Gebäude rechts neben dem Hahntor ist das sogenannte Douscha-Haus (benannt nach einem Schokoladengeschäft), welches die Adresse Steinweg 61 trug. Es wurde Anfang der 1970er Jahre abgerissen. Hinter dem Tor trennen sich die Straßen in den Steinweg und den Oberen Bürglaß. Das Gebäude links stellt einen Stadel dar, auf dem das Steinweg 66 (ehemals Drogerie Zimmermann) errichtet wurde.

Christian Offline



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22.12.2014 21:59
#8 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Ehrenburg.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dieses Bild zeigt Schloss Ehrenburg noch vor dem Umbau unter dem Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Deutlich ist die heutige Grundstruktur des Komplexes als Zweiflügelanlage erkennbar. Der Wirtschaftshof wurde bei der Anlegung des Schlossplatzes abgerissen. Im Hintergrund sind die Türme der Morizkirche, des Casimirianums und des Steintores zu erkennen. Um das Schloss herum verläuft der Stadtgraben. Die dargestellte Brücke war ursprünglich die Verbindung zwischen Residenz und Hofgarten, der sich ursprünglich auf dem Gelände des heutigen Schlossplatzes befand. Links ist der Marstall zu sehen, der erst in den 1880er Jahren in seine heutige Form umgebaut wurde. Als markante Gebäude im Hintergrund sind noch das Rathaus und das Zeughaus zu erkennen.

Christian Offline



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23.12.2014 14:32
#9 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Inneres Ketschentor.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Das Bild hier zeigt das Innere Ketschentor welches bis 1791 am Eingang der Ketschengasse Richtung Albertsplatz stand. An dieser Stelle befindet sich heute links die ehemalige Bonbon-Fabrik Weiß und der Flachbau des Orthopädiegeschäftes Brünner. Rechts befindet sich das Gebäude Ketschengasse Nr. 25 (ehemals Cafe Huber/Fahrenberger) und die Einmündung der Unteren Anlage in die Ketschengasse.

Christian Offline



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26.12.2014 11:59
#10 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Ruine.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dieses Aufnahme zeigt die Einmündung des Oberen Bürglaß in den Theaterplatz. Links ist deutlich das Bürglaßschlößchen mit dem dazugehörigen Garten zu erkennen. In der Mitte zeigt Maurer zum einen die Veste Coburg mit dem Festungsberg und eine künstliche Ruine, welche Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Dazu gehörte auch ein kleiner Park. Die Anlage wurde nach 1847 eingeebnet. Heute steht dort das ehemalige Kyrill-Palais (Kinderhaus der Stadt Coburg). Rechts sind die Rückgebäude der casimirianischen Stahlhütte zu sehen, in welchem die Stadt Coburg im 19. Jahrhundert ein Waisenhaus betrieb. Die beiden Häuser wurden beim Bau des Landestheaters (1837-40) abgerissen.

Rolf Metzner Offline




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26.12.2014 12:43
#11 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #10


........ und eine künstliche Ruine, welche Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Dazu gehörte auch ein kleiner Park...........


Hier noch 2 andere Bildnisse dieser künstlichen Ruine mit Park:

Oberer Bürglaß, Augustengarten mit künstlicher Ruine, um 1830.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Park der Herzoginwitwe am Bürglaßtor ,1820.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



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29.12.2014 15:35
#12 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Die nächste Darstellung zeigt das Judentor mit seiner Westseite.

Judentor.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Das Bild zeigt die Situation vor dem Judentor vor dem Jahre 1721. In jenem Jahr wurde das alte Dach abgetragen und durch die heutige "welsche Haube" ersetzt. Das Vortor stand bis 1899 auf Höhe der Häuser Judengasse 18 (ehemals M. C. Mönch) und 11 (heute Netto-Discount). Beim Abbruch wurde das herzogliche Wappen vorsichtig abgenommen und am Hauptturm wieder angebracht. Das Gebäude rechts zeigt das Bäckerhaus Wagner (Judengasse Nr. 11) in welchem auch Bier gebraut wurde. Das Gebäude wurde durch einen Großbrand 1987 zerstört und durch einen Neubau ersetzt. Das Gebäude links war der Vorgängerbau der Firma M. C. Mönch und wurde ebenfalls 1899 abgerissen. Lediglich die beiden Gebäude ganz links außen, stehen heute noch. Der Hausgiebel im Hintergrund, neben dem Judentor, gehört zum Gebäude Judengasse Nr. 9.

Rolf Metzner Offline




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29.12.2014 17:01
#13 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Zitat von Christian im Beitrag #12
Die nächste Darstellung zeigt das Judentor mit seiner Westseite.



........ Das Gebäude rechts zeigt das Bäckerhaus Wagner (Judengasse Nr. 11) in welchem auch Bier gebraut wurde. Das Gebäude wurde durch einen Großbrand 1987 zerstört und durch einen Neubau ersetzt...........


Großbrand "Judengasse 11" 1987:

Brand Judengasse 11, 1987.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Christian Offline



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09.01.2015 19:49
#14 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Hier mal wieder eine neue Zeichnung von Emil Maurer. Sie zeigt den Gräfsblock vor 1933 von der Mohrenstraße aus.

img20150109_19405143.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Links führt die Straße zum Steinweg bzw. zur Georgengasse. Die Straße rechts führt zur Spitalgasse und Richtung Mauer. Im Hintergrund ist auch das ehemalige Sporthaus Hess und das Spitaltor zu erkennen. Die Gebäude im Vordergrund sind allesamt 1933/34 abgerissen worden. Es dauerte über 2 Jahre, als hier wieder ein neues Gebäude errichtet wurde. Der Name Gräfsblock stammt von einem ehemaligen Kolonialwarengeschäft her, welches von einem Max Gräf betrieben wurde. Dieses Geschäft befand sich im hier dargestellten verschiefertem Haus ganz rechts auf dem Bild. Die Häuser trugen die Adressen Steinweg Nr. 1 und 3, Mohrenstraße 35 und Webergasse 36. Weitere Infos dazu finden sich in meinem neuen Buch "...damit Coburg schöner wird"?.

Rolf Metzner Offline




Beiträge: 1.638
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09.01.2015 21:11
#15 RE: Emil Maurer Zitat · antworten

Auf diesem alten Foto links das verschieferte Haus mit der Aufschrift "Herrmann Gräf":

Spitaltor mit Häusern vor Gräfsblock, ca. 1900.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

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