Wiener Glasharmonika-Duo Konzert mit Glasharmonika und Verrophon im Europäischen Museum für Modernes Glas, Schlosspark Rosenau 23.4.2009, 19 Uhr
Sphärische Klänge werden am Donnerstag, 23. April, ab 19 Uhr das Europäische Museum für Modernes Glas erfüllen. Urheber ist das Wiener Glasharmonika-Duo, das zu den weltweit führenden Interpreten auf Glasharmonika und Verrophon gehört. Das Ehepaar Christa und Gerald Schönfeldinger konnte nicht nur die teilweise überlieferten „historischen“ Spieltechniken auf ein neues Niveau stellen, sondern das Spiel auf den Glasinstrumenten mit neuen Techniken und zeitgenössischen Musikästhetiken zu ungeahnten klanglichen Wirkungsmöglichkeiten erweitern, die an diesem Abend mit der Welt der Glaskunst verschmelzen. Es erklingen u.a. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Edvard Grieg und Arvo Pärt. Es besteht freie Platzwahl. Kartenvorverkauf zu 18 € an der Museumskasse im Europäischen Museum für Modernes Glas, Rödental, bei der Neuen Presse, Coburg, Löwenstraße 15, Tel. 09561/850170 und dem Coburger Tageblatt, 09561/888131. Abendkasse: 20 €.
Hochzeits-Festessen 1906 in Reinhardsbrunn Nachgekocht und serviert im Hotel Festungshof, Coburg
In der Sonderausstellung Tafelzier – Bestecke aus fünf Jahrhunderte, die am 3. April 2009 in den Kunstsammlungen der Veste Coburg eröffnet wird, ist eine Menukarte von einem opulenten Hochzeitsessen in Reinhardsbrunn zu sehen. Am 26. März 1906 hatte dort der Sohn des Geh. Hofrats zu Meiningen, Gustav Berlet, geheiratet. Aus diesem Anlass fand ein 8-Gänge-Menu unter anderem mit Kraftbrühe, Pastetchen, Zander in holländischer Soße, Reh-Schlegel mit gedünstetem Obst, Gemüse und Kartoffelkroketten, Dessert und Käse statt.
Der Chefkoch des Hotels Festungshof in Coburg, Herr Stadelmeyer, wird exklusiv wegen dieser Ausstellung das Menu in veränderter Form nachkochen und mit fränkischen Weinen servieren. Er erwartet seine Gäste am 30. April 2009, ab 19.15 Uhr, im Jugendstilraum des Hotels.
Wer diesen „Hochzeitsschmaus“ mit Verwandten und Freunden genießen will, möchte sich bitte gegen Vorkasse im Hotel Festungshof anmelden. Das Menu kostet incl. Getränken, Wein, Mineralwasser und Mokka, 69.- € pro Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Um die Besucher auf das Festessen einzustimmen, sind sie zu einem Gläschen Sekt auf der Veste Coburg eingeladen (ab. 18.00 Uhr). Wer will, kann sich von der Kuratorin, Frau Dr. Clementine Schack von Wittenau durch die Ausstellung führen lassen. Nähere Auskünfte sind unter den Telefonnummern 09561-8790 (Veste Coburg), 09561-80290 (Hotel Festungshof) oder übers Internet http://www.kunstsammlungen-coburg.de zu erhalten.
Das „Schaufenster auf Zeit“ zum Europäischen Museum für Modernes Glas reist weiter
Nach dreimonatiger Präsentation des „Schaufensters auf Zeit“ in der Sparkasse Coburg – Lichtenfels treten die ausgesuchten Glasobjekte des Europäischen Museums für Modernes Glas am 4. Mai die Weiterreise an. Die nächste Station ist die Firma Leise GmbH & Co. KG in Coburg.
Die Ausstellung wird dort bis zum 31.07.2009 zu sehen sein und wandert dann zum nächsten Stifter des Glasmuseums.
Hallo, habe gestern die Hofgartenführung mitgemacht. War eine schöne Sache. Im Herbst gibt es noch eine, die aber hauptsächlich von den Bäumen handeln wird. Schade, daß keiner von euch da war.
Unser Forum hat eine neue Funktion. Kuckt mal nach oben und da findet ihr einen Link zur Bildergalerie. Habe schon ein wenig damit gearbeitet. Wenn man die Bilder anklickt, kann man unterhalb des Fotos etwas dazu schreiben.
Ich würde mir wünschen, dass wir eine einheitliche Fotobreite von 800 in der Breite einhalten würden. Höhe: egal.
Als sie vor ein paar Jahren den Marktplatz neu gemacht haben, sind sie doch auf Reste früherer Bebauung gestoßen. Wurde da etwas erforscht und veröffentlicht?
Die Stadt hat sich in den letzten 20 Jahren auf eine boshafte Weise nicht verändert. So als wollte sie dir zeigen, dass alles nur Traum war. Wenn alles vorbei ist, so sagt sie, wird sie sein wie sie immer war, du nur, du nur hast geträumt. Sie scheut sich auch nicht, mit der Morgensonne zu kokettieren. Sie möchte dich dazu bringen, dass du ihre Zugehörigkeit zur Morgensonne anerkennst. Sie will dich glauben machen, du stündest allein. Die Stadt ist niemandens Freund. Sie läßt dich nicht gehen, sie läßt dich nicht bleiben. Sie ist dir über. Sie lacht dich aus, wenn du davon sprichst, sie zu verlassen. Sie lacht dich aus, wenn du anderswo lebst und denkst, du hättest dich von ihr befreit. Sie hat dich. Und ihre Augen leuchten. Dich in eine Liebe zu ihr zu flüchten, wird dich nicht vor ihr retten. Sie hat dich längst verdaut. Sie läßt nicht mit sich reden. Nenne sie nicht Heimat. Nenne sie Schmerz. Nenne sie Kralle. Nenne sie deinen Tod. Nenne sie das Sterben. Von mir aus nenne sie Leben, aber nenne sie nicht Heimat.
Für die Stadt kann man nichts tun. Wer immer auch vorgibt, etwas für sie tun zu wollen, kennt sie nicht. Sieht sie nicht. Hat sie vielleicht früher einmal gesehen, doch nun nicht mehr.
Sie sagt, sie wäre es, doch es ist die Dunkelheit und die nur auf der Gesichtshaut empfundene Kälte des Dezembermorgens. Der anheimelnde Geschmack von Pfefferminztee aus Plastiktassen gehört auch nicht zu ihr. Du hattest Kaffee zum Frühstück und diese Macht besitzt sie nicht. Jedoch kennt sie dich und du hast keine Chance.
Zeigt sie dir die Plätze, zu denen sie gingen? Die, die vor dir waren? Läßt sie dich über ihre morbiden Schätze stolpern? Fast wie aus Versehen? Rost und bröckelnder Putz als Beweis für irgendwas? Gar als das letzte Argument, von dem sie weiß, dass du es fressen wirst? Das, was du sagst, glaubt sie dir so wenig, wie du es selbst glaubst. Sie weiß zuviel. Sie hat dich am Zügel. Du kannst wählen was immer du willst – du hast keine Wahl. Sie ist in dir.
Mit dem Blick des Zeichners – Aquarelle und Zeichnungen der deutschen Romantik und des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Böhm-Hennes
Die bedeutende Sammlung von Zeichnungen und Aquarellen der deutschen Romantik bzw. des 19. Jahrhunderts, die der Coburger Sammler Heinz Böhm-Hennes (1914-2002) über viele Jahrzehnte aufgebaut hat, stellt ein eindrucksvolles Beispiel privater Sammlertätigkeit in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Der hochwertige Kern dieser Sammlung wurde den Kunstsammlungen der Veste Coburg von dem Erben des Sammlers, seinem Sohn Stefan Böhm-Hennes, als Stiftung überlassen und damit dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei dieser großherzigen Stiftung handelt es sich um die bedeutendste Schenkung von Kunstwerken, die die Kunstsammlungen der Veste Coburg bisher von privater Seite erhalten haben. Die Ausstellung zeigt alle 103 Blätter, die diese Stiftung beinhaltet, ergänzt um einige ausgewählte Blätter aus dem alten Bestand des Coburger Kupferstichkabinetts, in dem die Zeichnungen der Sammlung Böhm-Hennes auf dem Gebiet des 19. Jahrhunderts einen gewichtigen Akzent setzen.
Mit seinen ersten Erwerbungen, die bis in die vierziger Jahre zurück reichen, hat sich Heinz Böhm-Hennes schon früh einem Sammlungsgebiet zugewandt, das erst in den folgenden Jahrzehnten auf breiteres Interesse stoßen sollte. Das Interesse des Sammlers, wie es sich in seiner Sammlung spiegelt, galt der vielschichtigen und spannungsreichen Epoche vom ausklingenden Rokoko über das Biedermeier und die Kunst der Nazarener sowie die der Romantik bis zu Werken mit individuellen Ansätzen des Realismus und des Impressionismus. In der Sammlung befinden sich u. a. Zeichnungen von Jakob Philipp Hackert, Joseph Anton Koch, Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Franz Horny, Friedrich Overbeck, Adolf von Menzel, Ludwig Richter und Moritz von Schwind. Insofern präsentiert die Sammlung Böhm-Hennes, und damit die Ausstellung, ein abwechslungsreiches Panorama von herausragenden Beispielen der neuen Blüte der Zeichenkunst in den deutschsprachigen Ländern, die um 1800 ihren Anfang genommen hat.
Zu der Ausstellung erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog (344 S., 172 Abb. überwiegend in Farbe) zum Preis von ca. 35,- Euro
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Was bedeutet Brauereigerechtigkeit genau? Welche Häuser in Coburg haben die Brauereigerechtigkeit? Hat eine alte Brauereigerechtigkeit eines Hauses heute noch eine Bedeutung? Eine rechtliche Gültigkeit? Hat Brauereigerechtigkeit auch mit dem Recht zu tun Schnaps zu brennen? Hat Brauereigerechtigkeit auch mit dem Recht zu tun eine Gaststätte in dem Haus zu betreiben?
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Digitalisierungsvorhaben in den Kunstsammlungen der Veste Coburg
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt ein Projekt bewilligt, das unter der Federführung des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (Philipps-Universität Marburg) von mehreren Museen und Bibliotheken mit großen graphischen Sammlungen unter der Bezeichnung „Digitaler Porträtindex druckgraphischer Bildnisse der Frühen Neuzeit" beantragt worden war.
Ziel des Vorhabens ist die sammlungsübergreifende virtuelle Publikation und systematische Erschließung von über 200.000 druckgraphischen Porträts. Für die Kulturwissenschaften bietet der Digitale Porträtindex ein neues Instrument zur Erforschung weit reichender kunst- und sozialwissenschaftlicher Fragestellungen sowie der Dokumentation des Porträts als einer der wichtigsten Kunstgattungen in der Zeit vom späten 15. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
Beteiligt sind neben den Kunstsammlungen der Veste Coburg unter anderem die Österreichische Nationalbibliothek, die Staatsbibliothek Berlin, die Deutsche Bibliothek Leipzig, das Porträtarchiv Diepenbroick in Münster, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und das Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Aus der Coburger Sammlung sollen insgesamt 15.000 druckgraphische Portraits ausgehoben, digitalisiert und beschrieben werden.
Ausgangspunkt des Vorhabens war die Überlegung, den in den 1930er Jahren von Hans Wolfgang Singer im wesentlichen mit Beständen aus Berlin, Coburg, Dresden und Wien erstellten 13-bändigen „Allgemeinen Bildniskatalog“ mit Abbildungen zu versehen und im Internet der Forschung verfügbar zu machen. Mit dem jetzt angestrebten Umfang verdoppelt sich die Anzahl der Bildnisse, die zugehörigen Angaben werden erheblich erweitert und durch die Verknüpfung mit der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek wird der „Digitale Portraitindex“ an die Informationssysteme der Bibliotheken angebunden.
Die Initiative ging 2002 von den Kunstsammlungen der Veste Coburg aus, dank der Kompetenz und der Koordination des Bildarchivs Foto Marburg kann das Projekt jetzt in einem weit gespannten Rahmen mit Finanzierung der DFG realisiert werden.
Der Stifter aus München, der ungenannt bleiben möchte, hat den Kunstsammlungen der Veste Coburg wieder ein hochwertiges Glasobjekt geschenkt. Es handelt sich um ein fast lebensgroßes Porträtrelief aus Pâte de verre von Georges Despret (1862-1952), dem belgischen Glasfabrikanten und Wiederentdecker des altrömischen und venezianischen Mosaikglases. Jedes Sammlerherz schlägt höher, wenn es den Namen „Despret“ hört, und mit dieser Arbeit ist er nun auch erstmalig in den Kunstsammlungen vertreten. Das in drei unterschiedlichen Versionen existierende Relief zeigt die Pariser Tänzerin und Kurtisane Cléo de Mérode (1875-1966), die in der Zeit um 1900 als „schönste Frau der Welt“ gegolten hat. Ihr Markenzeichen ist das steinbesetzte Stirnband gewesen, das sich wie bei dem Relief duftig um das offene, das Gesicht vollständig umrahmende Haar schlingt. Der Blick der Dargestellten erscheint lasziv trotz der niedergeschlagenen Augen, die aufreizend roten Lippen hat sie schmollend verzogen.
Gerüchte der Zeit besagten, das die Schöne auch die Geliebte des belgischen Königs Leopold II. gewesen ist. Dem trägt die Präsentation im Cranach-Zimmer des Fürstenbaus pikanterweise Rechnung, denn in der Vitrine nebenan sind Stücke einer vielteiligen Glasserie ausgestellt, die dem Monarchen 1885 zu seinem 50. Geburtstag und anlässlich des 25jährigen Regierungsjubiläums von seinen Kindern geschenkt wurde.