Eine vielzitierte Urkunde aus den Jahre 1075 kann vorläufig noch trotz auseinander gehender Meinung über ihre Echtheit,als die Geburtsurkunde Ketschendorf angesehen werden. Laut dieser Urkunde erhöht Bischof Adalbero von Würzburg die Kirche zu Coburg und gibt dem Abt Adelbert von Saalfeld das Recht, in verschiedenen genannten Orten ( u.a. Keczendorff ) und Herrenhöfen zu binden und zu lösen,zu taufen,zu beerdigen und Beichte zu halten. Eine weitere Urkunde aus den Jahre 1100 ist vorhanden.
1303: Ketschentor Das bereits 1303 erbaute (äusseres Ketschentor)ist das älteste und zugleich auch das Einzige erhalten gebliebene voneinstmals sieben äusseren Stadttoren.Anstelle des ursprünglichenFachwerk- obergeschosses und eines gotischen Satteldaches erhielt der Turm 1713 sein heutiges achteckiges steinernes Oberteil sowie die Welsche Haube. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1414: Rathaus Neben dem 1414-1438 erbauten kleinen Rat-Kaufhaus am Markt wird zur Ketschengasse hin ein gleichgrosses mit prächtigen Coburger Erker angebaut.(Linke Hälfte)und das Rathaus zu seiner heutigen grösse erweitert.1766 wurde die Rokokofassade an der heutigen Sparkasse fertiggestellt. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1425: Rittersteich Schloss Rosenau am Rittersteich von den Brüdern Hans und Gunther Münzmeister als Steinerne Kemenate erbaut.War allseits von Wasser umgeben.1425 erbaut,1671 teilweise eingerissen und zum heutigen aussehn umgebaut.(1983 erneut umgebaut)1557-1562 wohnte der Reichs- ritter von Grumbach hier. Hier wurde auch der Plan für den über- fall auf Würzburg ausgehegt. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1465: Heiligkreuzbrücke 1465 als erste Steinbrücke erbaut.Am 21.4.1893 verbreiterung. Vorher Holzbrücke.Heiligkreuzstrasse nach der Heiligkreuzkirche (1401 als Kapelle erbaut) benannt. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1500: Rückertstrasse Um 1500 Klostergasse,später Schlossgasse.1869 zu Ehren des Dichters Friedrich Rückert benannt,der in dem Hause Nr.2 von 1820-1826 wohnte.
1599: Vogelschiessen Das Vogelschiessen auch Schützenfest genannt ist das Coburger Voklsfest schon 1599 unter Herzog Johann Casimir eingeführt,kann es auf eine lange Tradition zurückblicken. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1597: Regierungsgebäude 1597 als Herzogliche Kanzlei errichtet,später war das Gebäude Regierungssitz und dann Amtsgericht.1945 dienten die Figuren auf dem Gebäude als Ziel der U.S.Truppen.(auf Ansichtskarten aus den 50er Jahren noch zu sehn). Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Herrngasse. Bezeichnet nach den Herrn,die im Dienst des Herzog oder der Stadt standen,verkerten und wohnten.Zum teil waren die Häuser fürstliches Eigentum oder Lehen.In ihrenbreiten Anlagen mit stattlichen und einigen fürstlichen genehmigten Steinernen Haüser übertraf die Herrngasse die Grafengasse an vornehmen Aussehn.Haus Nr.4 war um 1600 die Trinkstube für Herzog Casimirs Beamte.Haus Nr.2 wird als lapideam Caminatam,auch als Rates Kemenate erwähnt.(c.a 1400) Haus Nr.17 seit 1591.Der Festungskommandant von Zehm besaß ein Haus in der Herrngasse,und um 1600 gehörte Wilhel von Streitberg zu Ahorn das Clobus Haus. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
1539: Grafengasse 1539 zum ersten mal erwähnt.Am Hause Nr.4 die Jahreszahl 1608.Bis 1828 zweiseitig bebaut und in früheren Jahren zum Teil von Adlichen bewohnt,die an Raum und Behaglichkeit keine großen Ansprüche stellten.Eine Familie von Bach besaß dort bis 1586 ein Freihaus.Sicher ist das vor hundert Jahren einnige Häuser an der östlichen seite Herzog- lichen Beamten überlaßen wurden.Vieleicht ist die Bezeichnung Grafen- gasse neben der stattlichen Herrngasse eine witzige Erfindung des Volkes gewesen. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Casimiranum. Das Cymnasium-Casimiranum wurde 1601-1605 während der Regierungszeit des Herzog Johann Casimirs erbaut und nach seinen Gründer benannt. Alljährlich im Juli wirt beim Schulfest das Denkmal des Herzogs bekränzt. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Landestheater Der Herzog Johann Casimir ließ 1603-1606 ein Schießhaus (die Stahl- hütte bauen).Die Stahlhütte stand an der stelle des jetzigen Coburger Landestheater (vormals Hoftheater) und mußte dem 1837-1840 errichtenen Theaterneubau weichen. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Hofgarten In seiner heutigen Form im wesentlichen Schöpfung Herzog Ernst II, der in wenigen Tagen 18 Privatgärten aufkaufen ließ,um sie den bereits bestehenden Teilen des Hofgarten anzuschließen.(1856) Die ersten Anfänge des Hofgarten 1680-1699. Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Denkmal. Enthüllung des Denkmals für den Reichsgeneralfeldmarschall Prinz Friedrich-Josias am 24.11.1911.Der Prinz hatte sich 1806 bein Durch- marsch der fanzösischen Truppen bei deren Marschall Augereau dafür eingesetzt das die Stadt vor Ausschreitungen verschont blieb.Es waren 60.000 Franzossen in der Stadt.(Prinz Josias 28.12.1737-26.2.1815) Quellenangabe: Sgl.Norbert Niermann.
Mausoleum Herzog Ernst I ließ es 1817 für seine Eltern,Herzog Franz-Anton und Herzogin Auguste,erbauen.(Herzog Franz Anton 15.7.1750-19.12.1806) (Herzogin Auguste 9.1.1757-16.11.1831)
1841: Alexandrinestrasse 1841 angelegt.Alexandrine war die Gemahlin von Herzog Ernst II von Sachsen-Coburg-Gothar sie war eine Wohltäterin fürs Volk und Land (+ 1904).