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  • Markttreiben in CoburgDatum29.10.2019 09:03
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Zu jener Zeit verpachtete die Stadt Coburg den Spitalhof an Landwirte. Der Vertrag des letzten Pächters lief am 31. Januar 1867 aus, so dass der Stadtbaumeister Julius Martinet die Frage aufwarf, in welcher Weise denn die Gebäude des Spitalhofes in Zukunft genutzt werden sollten. Eine eigens dafür eingesetzte Baukommission ließ deshalb den baulichen Zustand des Hofes überprüfen. Dabei wurde festgestellt, dass eine Wagenremise und die Stallung, welche über eine Aufnahmekapazität für 20 Kühe, acht Pferde und zahlreiche Schweine verfügte, baufällig waren. Das Pächterhaus (heute Gemüsemarkt Nr. 1) hingegen zeigte sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand und lediglich einem Stadel wurde ein guter baulicher Zustand attestiert. Auch am alten Mädchenschulgebäude, welches den Theaterplatz vom Spitalhof trennte, stellte die Kommission schwere bauliche Mängel fest. Die Sachverständigen kamen zum Schluss, dass hohe finanzielle Investitionen nötig seien, um den landwirtschaftlichen Betrieb fortzuführen. Davon rieten sie aber ab. Vielmehr benötige die Stadt das Areal zur Anlegung eines Gemüsemarktes. Die Bauten des Spitalhofes und die alte Mädchenschule sollten vollständig auf Abbruch verkauft und an gleicher Stelle ein geräumiger Platz geschaffen werden. Das bei der Entscheidung ästhetische und hygienische Faktoren eine Rolle spielten, lässt sich nur unterschwellig feststellen. Jedenfalls legte die Kommission Wert darauf, dass bei der Neugestaltung des Areals auch die anliegenden Häuser verschönert werden sollten. Dass sich ein solcher landwirtschaftlicher Hof in der Mitte einer Residenzstadt des 19. Jahrhunderts zunehmend zu einem Fremdkörper entwickelte, dürfte auch mit einem gesteigerten Repräsentationsbedürfnis zusammenhängen, welches in Coburg gegeben war. Schließlich grenzte der Spitalhof auch an das dem herzoglichen Wohnbezirk zugehörige Bürglaßschlössschen und dem repräsentativ ausgestalteten Theaterplatz, der als optische Weiterführung des Schlossplatzes konzipiert wurde. Tatsächlich folgte das Stadtregiment der Argumentation der Baukommission. Die Gebäude wurden bereits im Mai 1867 auf Abbruch verkauft. Der Erlös betrug 466 Gulden. (Fortsetzung folgt)

  • Markttreiben in CoburgDatum28.10.2019 10:27
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Komme ich nun zum zweiten Teil dieser Reihe: Dem Gemüsemarkt.

    Mit der Eröffnung des Coburger Bahnhofs 1858 stieg in der Residenzstadt das Verkehrsaufkommen. Besonders die beiden Zufahrten zum Bahnhof über die Judengasse und über das Heiligkreuzviertel fahren stark frequentiert. Hier traten vor allem an Markttagen Verkehrsprobleme auf, denn diese fanden nicht nur auf Plätzen, sondern auch in diversen Straßen und Gassen statt. Der Gemüsemarkt war beispielsweise in der Spitalgasse beheimatet. An seinen Markttagen war an ein Durchkommen nicht zu denken, zumal neben den Verkaufsständen auch die Gärtnerwägen den Verkehr blockierten. Die Anwohner monierten außerdem den durch den Markt verursachten Unrat und Schmutz, der vor allem auf Fremde einen schlechten Eindruck machen könnte. Denn gerade das beste Hotel Coburgs, das "Leuthäußer" (später Kaufhaus Brandt und Deutsche Bank) befand sich in der Spitalgasse. Auch ästhetische Argumente wurden ins Feld geführt. Man wollte die Spitalgasse zu einer "Flaniermeile" mit neuen Schaufenstern und frisch gestrichenen Häusern umwandeln, um so den Anspruch einer herzoglichen Residenzstadt zu genügen. Ähnliche Argumente fanden wir bereits bei der Diskussion um den Säumarkt in der Ketschengasse. Das Thema wurde schließlich von der Kommunalpolitik aufgegriffen. Bürgermeister Oberländer schlug 1862 vor, den Markt auf dem neu angelegten Albertsplatz abzuhalten, nachdem die Idee einer Albert-Gedenkstätte dort verworfen wurde. 1865 plante man eine Gemüse-Verkaufshalle, die im Einmündungsbereich Badergasse / Webergasse entstehen sollte. Beide Vorschläge fanden jedoch nicht die Mehrheit innerhalb der Stadtverordnetenversammlung noch in der Bevölkerung.

    Fortsetzung folgt.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum26.10.2019 11:55
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 14 - Ehemaliges Braumeisterhaus

    1885 Aktienbrauerei

    1919 Coburger Hofbräu AG (bis 1982)

    [[File:braumeisterhaus_4748444226_o.jpg|none|auto]]

    Das Haus findet sich heute unter der Adresse: Am Hofbräuhaus 3.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum25.10.2019 08:57
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 13 Hofbräuhaus

    1858 Gründung der Aktienbrauerei

    1919 Coburger Hofbräu AG (bestand bis 1982)

    Die Adresse des Hofbräuhauses lautet heute: Am Hofbräuhaus 1

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum24.10.2019 08:45
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 12

    1886 Heinrich Grasser, Brauereibesitzer

    1904 Lorenz Neidiger

    1919 Lina Neidiger (noch 1955 verzeichnet)

    Das Haus ist heute kaum noch einsehbar. Deshalb hier ein älteres Foto aus der Bildergalerie: Es handelt sich dabei um das zweiflügelige Backsteingebäude in der Bildmitte.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum23.10.2019 09:24
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 10

    nicht vergeben

    Neuer Weg 11 und 11a

    1872 Brauerei Grasser

    1917 Heinrich Grasser, Privatier

    1919 Firma Gebrüder Schumann (noch 1955 verzeichnet)

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum22.10.2019 09:08
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 9a

    1955 Vereinigte Coburger Sparkassen

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum21.10.2019 08:30
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 9

    1873 Prof. Dr. Ernst Kornemann, Institutsinhaber, lässt sich durch Bernhard Felber eine Villa errichten.

    1892 Lina Kornemann, Witwe, erblich.

    1894 Hermann Senftleben-Cotta, Institutsvorsteher

    1898 Wilhelm Müller

    1906 Erbengemeinschaft Müller

    1912 Emil Völler

    1945 Das Haus wird durch Artilleriebeschuss zerstört.

    1955 Die Kriegsruine gehört noch Emil Völler.

    [[File:Hausansicht.jpg|none|auto]]

  • Herzlichen GlückwunschDatum19.10.2019 18:49
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Auch einen herzlichen Glückwunsch an "Alter Coburger".

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum19.10.2019 09:23
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 8a

    1912 Ludwig Oertel, Weinhandlung

    1955 Carl-Ludwig Oertel, Weinhandlung

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum18.10.2019 08:33
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 8

    1868 Dr. Ernst Kornemann, Institutsinhaber, lässt für sich eine Villa errichten.

    1892 Lina Kornemann, Witwe, erblich.

    1894 Carl Polmann, Brauereibesitzer

    1902 Malwine Polmann, Brauereibesitzerswitwe in Eisfeld

    1908 Elise Saling

    1924 Geschwister Glaser

    1937 Gisela Glaser (auch 1955 verzeichnet)

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum17.10.2019 08:55
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 7

    1889 Nikolaus Schörner, Kaufmann, lässt für sich eine Villa errichten.

    1904 Luise Schörner, Kaufmannswitwe

    1906 Carl Lysek, Bildhauer (auch 1955 noch verzeichnet)

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum16.10.2019 09:13
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 6

    1856 Julius Rochow, Hoftheater-Regisseur, lässt sich für sich ein Wohnhaus errichten.

    1864 Erbengemeinschaft Rochow

    1870 Generalleutnant von Roszynski-Manger

    1919 Carl Engelstädter, Drechslermeister

    1924 Gustav Müller

    1927 Elise Müller

    1955 Charlotte Faik

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum15.10.2019 08:39
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 5

    1873 General von Stein, lässt sich durch Bernhard Kleemann eine Villa errichten.

    1875 Mathilde von Stein, Generalswitwe

    1904 Carl August Greif, Techniker

    1919 Erbengemeinschaft Greif

    1955 Marie Tischer, Witwe

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum14.10.2019 08:31
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 4b

    1928 Emil Neidiger, Kaufmann (Papiergroßhandlung Dorn)

    1955 Emma Preußner in Marxgrün bei Naila

    Auch dieses Gebäude wurde beim Bau der Stadtautobahn abgerissen.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum12.10.2019 09:03
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 4a

    1872 Lisette Noth, ein Neubau

    1878 Hugo Carl und Bruno Noth

    1880 Hermann Reinhold Carl, Korbwarenfabrikant

    1919 Emil Neidiger, Kaufmann

    1955 Fritz Sander, städtischer Arbeiter

    Es handelt sich hier um eine Villa, die 1977 beim Bau der Stadtautobahn abgerissen wurde.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum11.10.2019 09:28
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 4

    1886 Hermann Reinhold Carl, Korbwarenfabrikant, eine Niederlage

    1910 Carl Römhild, Geschäftslokal

    1919 Ernst Dorn, Papiergroßhandlung

    1928 Emil Neidiger, Kaufmann (Papiergroßhandlung Dorn)

    1955 Hilmar Krautwurst, Maskenfabrik

  • Herzlichen GlückwunschDatum10.10.2019 10:03
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Zum 70. Geburtstag von Gerd alles Gute !

    Und auch den anderen Geburtstagskindern des Tages.

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum10.10.2019 09:47
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 3

    1865 Lisette Noth lässt durch den Bauinspektor Jacob Lindner ein Wohnhaus für sich errichten.

    1876 Hugo Carl und Bruno Noth

    1880 Eduard Katzung, Korbwarenfabrikant

    1904 Wilhelm und Marie Katzung

    1906 Anton Roßteutscher

    1931 Wilhelm Roßteutscher in Eisfeld

    1937 Max Lorenz, Oberpostschaffner

    1955 Frieda Wittmann, Rentnerin

    [[File:neuer-weg-4_31759467262_o.jpg|none|auto]]

  • Neuer Weg / AdamistraßeDatum09.10.2019 09:52
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Neuer Weg 2 - Ehemaliges Parkhotel

    1865 Theodor Koeppen, Privatier aus Potsdam, lässt durch den Architekten Paul Gehrlicher eine Villa errichten.

    1893 Erbengemeinschaft Koeppen

    1897 Wilhelmine May, Witwe, erkauft.

    1900 Luise Dehler, geb. May, erblich.

    1910 Eberhard Friedmann, Restaurateur (Eröffnung des Parkhotels)

    1913 Coburger Hofbräu AG, ersteigert.

    1918 Friedrich von Wiedebach, Korvettenkapitän, erkauft.

    1919 Oswald Henning, Kaufmann, erkauft.

    1942 Heinrich Stadler, Kinobesitzer in Braunschweig, erkauft. (noch 1955 verzeichnet)

    [[File:Hausansicht & Besitzer Friedmann.jpg|none|auto]]

    1977 wurde die Villa beim Bau der Stadtautobahn abgerissen.

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