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  • MohrenstraßeDatumGestern 08:55
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 7c

    1928 Stadt Coburg, ein Brückenhäuschen mit Bedürfnisanstalt

    In diesem Gebäude befand sich eine Verkaufsfiliale des Coburger Milchhofs, später ein Obst- und Gemüsegeschäft (ich sage nur "Brücken-Millionär)

    [[File:mohrenstrae-7c_30012487402_o.jpg|none|auto]]

  • Dr. Christian BoseckertDatum24.06.2019 10:55
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Geschichte

  • MohrenstraßeDatum24.06.2019 10:47
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 7b

    1864 Kuno Albrecht, ein Wohnhaus in der Lossau

    1880 Friedrich Albrecht, Korbwarenfabrikant

    1883 Hermann Kühn, Baumeister

    1888 Paul Kilian, Privatier

    1919 Lisette Grams

    1955 Marie Riegler, Hausfrau

    Das Gebäude wurde 2005 abgerissen. Dort befindet sich heute ein Parkplatz. Das Bild zeigt das Haus kurz vor dem Abbruch.

    [[File:888894686_7f8da27bb8_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum22.06.2019 09:00
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 7a

    1879 Professor Friedrich Lütkemeyer, Theatermaler, errichtet eine Villa.

    1912 Hedwig Lütkemeyer, Theatermalerswitwe

    1919 Dr. med. Max Heß

    1955 Dr. med. Walter Heß

    Diese Villa wurde in den 1970er Jahren zugunsten eines Ärztehauses abgerissen.

  • MohrenstraßeDatum21.06.2019 10:06
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 7

    1959 Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), ein Gewerkschaftshaus

    [[File:mohrenstrae-7_31511164562_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum20.06.2019 09:10
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 6

    1884 Bernhard Brockardt errichtet für den Kaufmann Ernst Volz ein Wohnhaus.

    1886 Ernst Volz, Thüringisches Tapetengeschäft

    1912 Elise Volz, Witwe

    1937 Erbengemeinschaft Volz (auch 1955 verzeichnet)

    [[File:mohrenstrae-6-i_30091761206_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum19.06.2019 10:05
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 5

    1907 Georg Kempf errichtet für den Arzt Dr. Albert Florschütz ein Wohnhaus.

    1908 Dr. med. Albert Florschütz, Sanitätsrat

    1955 Alice Florschütz, Sanitätsratswitwe

    [[File:mohrenstrae-5_4956824616_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum18.06.2019 09:31
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 4

    1886 Bernhard Brockardt errichtet eine Stadtvilla

    1887 Clara Lotter

    1900 Georg Häckel, Architekt

    1912 Clara Häckel, Witwe

    1924 Dr. med. Walter Arnold, Hautarzt (noch 1955 verzeichnet)

    [[File:mohrenstrae-4_32501909881_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum17.06.2019 17:31
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Das ist ein Tippfehler von Google.

    Mohrenstraße 2 war auf der Grünfläche zwischen Lossaustraße 4a und Mohrenstraße 4 geplant.

  • MohrenstraßeDatum17.06.2019 09:29
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 2

    Diese Hausnummer ist bis heute nicht vergeben, da das Grundstück unbebaut geblieben ist.

    Mohrenstraße 3

    1877 Hermann Kühn, Baumeister, errichtet ein Mietshaus.

    1888 Professor Friedrich Lütkemeyer, Theatermaler

    1912 Erbengemeinschaft Lütkemeyer

    1919 Dr. med. Carl Gärtner, Augenarzt

    1955 Margarethe Gärtner, Klinikleiterin

    [[File:mohrenstrae-3_31155063816_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum15.06.2019 10:25
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Mohrenstraße 1a

    1908 Max Roth, Baumeister, errichtet ein Mietshaus

    1932 Erbengemeinschaft Roth

    1955 Bayerisches Landesamt für Vermögensverwaltung

    [[File:mohrenstrae-1a_4956231955_o.jpg|none|auto]]

  • MohrenstraßeDatum14.06.2019 11:10
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Machen wir mit der Häusergeschichte weiter:

    Mohrenstraße 1

    1871 Emil Deyßing, Justizrat, errichtet für sich eine Stadtvilla

    1901 Sophie Deyßing, Justizratswitwe, erblich.

    1904 Erbengemeinschaft Deyßing

    1907 Max Roth, Baumeister, Ausbau des vorhandenen Gebäudes.

    1932 Erbengemeinschaft Roth

    1955 Heinrich Lachmund, Privatmann

    [[File:mohrenstrae-1_4956233153_o.jpg|none|auto]]

  • Walter SchneierDatum13.06.2019 08:50

    Geboren am 25. Januar 1925 als Sohn eines Postbeamten in Coburg.
    1931-43, Schullaufbahn, Abitur an der Aufbauschule Coburg (dem heutigen Gymnasium Albertinum)
    1943-44, Kriegsdienst, der Ende 1944 mit einer schweren Verwundung endet und in der Folge sein ganzes Leben bestimmt. Als schwer Kriegsbeschädigter ist er in seiner Bewegungsfreiheit stark behindert. Dies und sein schon in früher Jugend erkennbares Interesse an der Geschichte führten dazu, dass er bald als Autor tätig und schließlich zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Heimatforscher wurde.
    1947 beginnt er seine Berufslaufbahn als Grundschullehrer in Neuses, dann an der Heiligkreuz- und Jean-Paul-Schule. Damit wirkt er an der Erwachsenenbildung mit. So ist er u. a. auch Dozent an der BGS-Fachschule Coburg.
    1950 ist er Mitbegründer des wiedererstandenen Heimatvereins Coburg, dem Vorläufer der Historischen Gesellschaft. Er ist dort zunächst Schriftführer (1953-57) und danach anschließend zweiter Vorsitzender (1957-74 und 1980-83). Seine erste Veröffentlichung erscheint 1962.
    Nach einem weiteren Studium am Staatsinstitut in München-Pasing wird Schneier in den Mittelschuldienst übernommen. Ab 1963 ist er als Pädagoge an der Staatlichen Realschule Coburg 1 tätig.
    Für seine geschichtsforschende Tätigkeit erhält er ab den 1980er Jahren zahlreiche Auszeichnungen.
    Schneier starb am 21. Juli 1989 im Alter von 64 Jahren. Sein letztes Werk erschien 1990 posthum und behandelt die Geschichte des Ortes Ebersdorf bei Coburg.

    Schneiers Lebenswerk umfasst Hunderte von Aufsätzen in den Tageszeitungen, Festschriften etc. Auch zahlreiche Bücher hat der Autor verfasst.

  • Der HexenturmDatum12.06.2019 15:53
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Hier zwei Bilder vom Hexenturm mit dem Gebäude der ehemaligen Sonntagsschule.


    Der vorhergehende Text hat die Basis in drei Aufsätzen von Ernst Eckerlein. Dies hatten den Titel: Die Frohnveste in Coburg, Das Theater am Hexenturm und Der Hexenturm|addpics|avq-5f-1b4d.jpg,avq-5e-d57f.jpg|/addpics|

  • Der HexenturmDatum11.06.2019 08:46
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Wenn Mauern sprechen könnten, so würden die des Hauses Ernstplatz 12, welches einst die Sonntagsschule beherbergte, nicht nur von dieser Lehranstalt sondern auch von der Baugewerkschule (der heutigen Hochschule), der Handelsschule, dem Kunstverein, dem Stenografenverein, der Taubstummenlehranstalt und der Handwerkskammer erzählen können. Denn alle diese Institutionen hat es im Laufe der Jahre beherbergt. Aber wohl kein Name ist so schnell in das Bewusstsein der Bevölkerung eingegangen wie der Name "Theater am Hexenturm", obwohl erst seit Beginn der Spielzeit 1979/80 des Landestheaters dort Theater gespielt wurde. Ein Musentempel blieb das Gebäude bis 1985. Danach zogen die Theaterleute in die renovierte Reithalle um. Heute hat das "Stadtbild Coburg" sein Domizil in diesem Haus. Dieser Verein hat sich in den letzten Jahrzehnten um das Aussehen vieler Altstadthäuser und dem Erhalt des innerstädtischen Flairs große Verdienste erworben. (Ende)

  • Der HexenturmDatum10.06.2019 09:58
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Eine Hauptsorge des Vorstands der Sonntagsschule war die Raumnot, sodass der Gedanke an ein eigenes Haus aufkam. Die Auflassung der Frohnveste als Gefängnis brachte die Lösung. Das Gebäude war keine Zierde in der Nähe der 1798 geschaffenen Grünanlagen am heutigen Ernstplatz. Am 22. Januar 1860 bat der Vorstand den Magistrat der Stadt Coburg, das Gefängnis der Sonntagsschule zum Abriss unentgeltlich zu überlassen, um an der gleichen Stelle ein Schulgebäude zu errichten. Die Sonntagsschule hatte die Mittel dazu meist durch Spenden erhalten. Nach längeren Verhandlungen wurde die Schenkungsurkunde am 23. September 1861 unterschrieben. Bereits 1862 konnte das neue Gebäude bezogen werden. Aber schon nach einem Jahrzehnt begann der Abschwung. Das Coburger Schulgesetz von 1874 schränkte die Tätigkeit der Sonntagsschule wesentlich ein. Die Schülerzahl nahm ab und im Jahre 1894 beendete die Sonntagsschule ihre Tätigkeit. Als Stiftung lebte sie trotz vieler Schwierigkeiten weiter und hat das Coburger Handwerk und in Not geratene Handwerker immer wieder unterstützt. (Fortsetzung folgt)

  • Der HexenturmDatum08.06.2019 08:41
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Er war kostenlos und erstreckte sich auf Schreiben, Rechnen, Geometrie, Geschichte, Geografie und Singen. Finanziert wurde die Schule, abgesehen von einer geringen Eintrittsgebühr, durch die Armenkasse und durch Spenden. Die ersten Unterrichtsräume waren im nicht heizbaren Rathaussaal und in zwei Klassenzimmern der Ratsschule, später im alten Schießhaus und in der Stadtschule im Steinweglein. Wie aus dem Namen hervorgeht, fand der Unterricht an den Sonntagen vormittags und nachmittags statt, denn an den Werktagen musste gearbeitet werden. In den Anfangsjahren stellten sich die Lehrer, darunter Handwerksmeister, ohne Entgelt zur Verfügung. In vielen Fällen wurde ihre Arbeit durch einen herzoglichen Orden gewürdigt. Die Schülerzahl wuchs in den ersten Jahrzehnten seit Gründung der Schule von Jahr zu Jahr und hatte 1847 die Zahl von 330 Schülern erreicht. Dazu trug eine herzogliche Verordnung bei, wonach ohne erfolgreichen Abschluss der Sonntagsschule kein Lehrling Geselle werden konnte. Damit finden sich hier erste Ansätze des Berufsschulwesens. Alljährlich fanden Abschlussfeiern statt, wobei sehenswerte Lehrlingsarbeiten ausgestellt wurden, wie z. B. Schatullen, Kommödchen, Sporen, Hosenträger von Hirschleder, Uhrengehäuse usw. (Fortsetzung folgt)

  • Der HexenturmDatum07.06.2019 08:45
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Was wurde aber nach 1862 aus dem Hexenturm?
    Er erhielt ein neues Aussehen als komplett steinerner Rundturm mit neugotischen Zinnenabschluss. Daneben entstand das Gebäude der Coburger Sonntagsschule. Als Stiftung besteht diese seit dem 30. Januar 1860, die Schule selbst existiert seit 1894 aber nicht mehr. Bis vor wenigen Jahren war sie noch Eigentümer dieses Hauses.
    Was war die Sonntagsschule und was veranlasste ihre Gründung? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der allgemeine Schulunterricht noch sehr mangelhaft, sodass viele handwerkliche Lehrlinge nach ihrer Schulentlassung sich im Lesen, Schreiben und Rechnen sehr schwer taten. Das Handwerk litt darunter und gab selbst die Anregung zu einer Fortbildung der Lehrlinge. Zwei Männer, der Polizeiinspektor Eberhardt und der Edukationsrat Bagge, der auch das Ernst-Albert-Lehrerseminar ins Leben gerufen hatte, packten das Problem nach Vorbildern in Bamberg und Nürnberg in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Coburg erfolgreich an. Es gab auch Gegner der künftigen Schule. Die Kirche bangte um ihren Gottesdienst und die Schuster und Schneider wollten auf die Arbeit ihrer Lehrlinge auch an den Sonntagen nicht verzichten. Doch trotz mancher Widerstände konnte der Unterricht im Mai 1821 beginnen. (Fortsetzung folgt)

  • Der HexenturmDatum06.06.2019 07:40
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    In den bisherigen Ausführungen war auch von einer Frohnveste die Rede. Die wenigsten Coburger werden wissen, wo sie stand, was sie war und was jetzt an ihrer Stelle steht. Die Frohnveste wurde 1544 als eines der Stadtknechtshäuser erbaut. 1781/82 erfolgte wegen der schlechten Baubeschaffenheit ein Umbau, dem ein jahrelanger Papierkrieg wegen der Notwendigkeit und der Kosten voranging. Schon lange vorher diente sie als Coburger Gefängnis.

    Die Frohnveste, ein Fachwerkbau, war Mitte des 19. Jahrhunderts baufällig geworden und als Gefängnis nicht mehr verwendbar. Daher wurde ein neues Gefängnis im Jahre 1862 in der Leopoldstraße gebaut. Nach dem Jahre 1800 hatten es die "Gäste" der Frohnveste leicht, aus ihr zu entkommen, denn die Eisengitter in den Fensterlöchern boten wenig Garantie gegen Ausbruchsversuche. Aber vor 1800 war das Entfliehen mit Gefahren verbunden, denn vor der Frohnveste waren Wassergräben, Teiche und Sümpfe. Diese verschwanden ab 1798, um einer Anlage "für heitere Lustgänge friedlicher Bürger" Platz zu machen.
    Die Frohnveste selbst wurde nach auf der Auflösung des Gefängnisses abgerissen. An gleicher Stelle wurde das Haus Ernstplatz 1 errichtet. (Fortsetzung folgt)

  • Der HexenturmDatum05.06.2019 08:50
    Foren-Beitrag von Christian im Thema

    Es fanden Hexenprozesse nicht nur in katholischen, sondern auch in protestantischen Ländern statt. Das Fürstentum Coburg machte da keine Ausnahme. Dort erreichten die Verfolgungen zwischen 1612 und 1616 sowie zwischen 1628 und 1632 ihren Höhepunkt. Die Hexenprozessordnung schrieb schließlich den Angeklagten ein besonderes Gefängnis vor. Das war in Coburg der Kiliansturm, der spätere Hexenturm. Hier wurden die Beschuldigen dem "peinlichen" Verhör zugeführt. Die Hinrichtungs- und Verbrennungsstätte lag indes auf dem Glockenberg. Der Weg dorthin führte durch die in der Nähe des jetztigen Steintor gelegene frühere Galgengasse (der steile Weg neben der früheren Gaststätte "Deutsches Eck") und dann am ehemaligen Glockengießerhaus vorbei (heutiges Forstamt) in Richtung Hohe Straße.
    Der ehemalige Kiliansturm ist in seinen Grundmauern noch erhalten. Bis zum Jahre 1853 konnte man an ihm in einer lateinischen Inschrift lesen, deren Übersetzung lautet: "Damit das Böse durch das rächende Feuer verzehrt werde, ist dieses Haus für die Bösen durch die Stadt erbaut worden."
    (Fortsetzung folgt)

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