Das Gebäude ist kein Neubau, sondern ein stark überformtes Altstadthaus mit giebelständiger Straßenfront. Der breite, steile Satteldachkörper, die unregelmäßige Fensterstellung und die flache, heute glatt verputzte Giebelfläche weisen auf eine ältere, handwerkliche Bausubstanz hin. Im Erdgeschoss sind spätere Ladenöffnungen und moderne Türen erkennbar; die kleinen, quadratisch wirkenden Kunststofffenster schneiden in größere, ehemals hochrechteckige Öffnungen. Vermutlich steckt hinter der Dämmputz-Hülle ein verputztes Fachwerk mit massivem Erdgeschoss, wie es für fränkische Handwerker- und Ackerbürgerhäuser des 17./18. Jahrhunderts typisch ist. Ursprünglich dürfte die Fassade kleinteiligere, sprossengegliederte Fenster, ein hölzernes Gesims bzw. einen einfachen Ortgang und ein mit Biberschwanzziegeln gedecktes Dach gezeigt haben.
Als architektonisches Vorbild diente somit nicht der repräsentative Historismus, sondern das traditionelle fränkische Giebelhaus/Ackerbürgerhaus in spätbarocker bis biedermeierlicher Einfachheit, das im 19. Jahrhundert häufig verputzt und später für Ladennutzungen geöffnet wurde; die heutigen Vereinfachungen sind Ergebnisse jüngerer Modernisierungen.
Aus Forenbeitrag von Christian: Das Bild entstand 1925. Zu den Fahrzeugen: Links im Bild ist der Lebküchlermeister Georg Dorn vom Unteren Bürglaß mit seinem Firmenwagen zu sehen (Fabrikmarke Adler, Baujahr 1907). Rechts im Bild ist ein Motorrad, 2 Zylinder V-Motor, Marke Wanderer zu sehen. Bildquelle: Archiv Rolf Metzner bzw. Link hier aus dem Forum
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein tradiertes Altstadthaus auf schmaler Parzelle, das mehrfach erneuert wurde. Die traufständige Fassade mit drei Vollgeschossen, streng gereihten Fensterachsen, schlicht profilierten Putzrahmen und einem kräftigen Traufgesims folgt dem Typus des bürgerlichen Stadt- und Geschäftshauses. Charakteristisch sind der segmentbogige Steinrahmen des Eingangstores sowie das steile Ziegeldach mit drei giebelständigen Gauben – Details, die zwischen Barockspätzeit und Biedermeier vermitteln. Das Erdgeschoss wurde zur Ladenfront umgebaut; Beschriftung und Holz-/Glasfüllungen stammen aus jüngeren Modernisierungen, ebenso die heutigen Fensterformate. Als architektonisches Vorbild diente damit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus (auf barocker Tradition basierend). Der Baukern dürfte spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (ca. 1780–1830) sein; die Gauben und die Ladenzone wurden wohl im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert ergänzt und später nochmals vereinfacht.
Nur falls wieder jemand nach alten Berufen googeln muss und/oder sich nicht traut Christian zu fragen... [klugscheissmodus on] Ein Aufläder bezeichnet meines Wissens einen Angestellten bei der Bahn, der als sog. "Ladeschaffner" die Beladung von Zügen verantwortete. Das genannte Datum bei dem Besitzer Georg Nicol Wittmann von Unterer Bürglaß 8 ist übrigens auch das Jahr des Baus des Coburger Bahnhofs (1857/1958).
Und die "Rollfuhrmänner" waren ebenfalls für die Bahn tätig. Rollfuhrunternehmen waren Unternehmen, die spezialisierte städtische Nahtransporte mit rollenden Wagen, eng verbunden mit Eisenbahnlogistik durchführten. Im Gegensatz dazu übernahmen Fuhrunternehmen traditionelle Transporte über Land mit Fuhrwerken, oft über längere Strecken. [\klugscheissmodus on]
Das Haus Unterer Bürglaß 8 ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Parzellenhaus, dessen Erscheinung in der Nachkriegszeit stark überformt wurde. Der schmale, dreigeschossige Baukörper mit Satteldach, regelmäßigen Achsen und der mittigen, segmentbogigen Gaube verrät noch den Typus des bürgerlichen Stadt- und Wohnhauses. Die heute sichtbare Fassade – großformatige Natur-/Kunststeinplatten, schlicht gerahmte, eher breite Fenster und eine nüchtern modernisierte Erdgeschoss-Zone – ist typisch für Umbauten der 1950/60er Jahre und hat frühere Stuckrahmungen, Gesimse und höhere Fensterformate ersetzt. Als architektonisches Vorbild stand ursprünglich das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus (spätes 18. / frühes 19. Jh.) Pate; die jetzige Hülle folgt der Nachkriegsmoderne. Wahrscheinlich entstand der Baukern um 1780–1830, erhielt im 19. Jahrhundert die Dachgaube und wurde in den 1950/60ern in der heutigen, steinverkleideten Form erneuert.