Das gelb verputzte Haus ist kein Neubau, sondern ein schmaler, traufständiger Altstadttyp auf Parzellenbreite. Der dreiachsige, zweigeschossige Aufbau über dem Erdgeschoss, das steile Ziegeldach und die streng gereihten Fensterachsen zeigen die klare Ordnung eines bürgerlichen Wohn- und Geschäftshauses. Die Obergeschosse wirken bewusst schlicht: glatte Wandflächen, nur leicht profilierte Fensterrahmen und ein zurückhaltendes Traufgesims – typische Merkmale des klassizistisch-biedermeierlichen Bürgerhauses. Das Erdgeschoss ist später zur Ladenfront umgebaut und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nochmals modernisiert worden (große Schaufensteröffnung, Metallrahmen, Durchfahrtstor). Der Baukern dürfte daher spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (ca. 1780–1830) sein; kleinere Überformungen – etwa Fensterformate und Erdgeschoss – stammen aus dem späten 19. und besonders aus der Nachkriegszeit.
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein tradiertes Altstadthaus auf schmaler Parzelle, das im Laufe der Zeit mehrfach überarbeitet wurde. Die traufständige Fassade mit drei klar gereihten Fensterachsen, kräftigem Traufgesims mit Zahnschnitt und schlicht profilierten Putzrahmen folgt dem Typus des bürgerlichen Stadt- und Geschäftshauses. Ein mittiger Zwerchgiebel und zwei weitere Gauben belichten das ausgebaute Dach – Details, die eher im 19. Jahrhundert ergänzt wurden. Das Erdgeschoss wurde zur Ladenfront geöffnet und in jüngerer Zeit modernisiert (große Schaufenster, glatte Verkleidung, Klinkersockel).
Als architektonisches Vorbild diente das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus (auf spätbarocker Tradition). Der Baukern dürfte spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (ca. 1780–1830) sein; Dachaufbauten und Ladenumbauten stammen wahrscheinlich aus dem späten 19. Jahrhundert bzw. der Nachkriegszeit.
Zitat von Christian im Beitrag #28Unterer Bürglaß 12 1769 Johann Wilhelm Langbein .......... 1886 Ferdinand Schell, Glasermeister .......... 1936 Rosa Schwesinger, Landwirtsehefrau in Untersiemau
Historisches Foto von "Unterer Bürglaß 12" (links) und "Unterer Bürglaß 10" (rechts):
Gemini_Generated_Image_9tq9lz9tq9lz9tq9.png - Bild entfernt (keine Rechte)Zu Nr. 12:
Dieses Haus ist kein Neubau, sondern ein schmaler, traufständiger Altstadtbau auf Parzellenbreite, der mehrfach modernisiert wurde. Die drei klar gereihten Fensterachsen, das kräftige Traufgesims mit feiner Profilierung und die schlicht gerahmten, hochrechteckigen Fenster zeigen die klassische Ordnung eines bürgerlichen Wohn- und Geschäftshauses. In der Oberfassade deutet die mittlere, leicht abgesetzte Zone mit flachen Lisenen und Paneelfeldern (wie „angedeutete“ Klappläden) auf eine ursprünglich feinere Gliederung – vermutlich mit höheren Sprossenfenstern – hin; der heute glatte Putz überdeckt wohl einen massiven bzw. verputzten Fachwerkkern. Das Erdgeschoss wurde später zur Ladenfront geöffnet und mit rustizierten Rahmsteinen modernisiert. Stilistisch knüpft der Bau an das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus an. Der Baukern dürfte spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (etwa 1780–1830) sein; Schaufenster, Fensterformate und Teile der Stuckgliederung stammen aus späteren Umbauphasen des 20. Jahrhunderts.