Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älterer Eckbau mit stark vereinfachter, modernisierter Hülle. Der kompakte, dreigeschossige Kubus mit hohem Walmdach, durchlaufender Traufe und streng regelmäßiger Fensterachsen verrät den Typus des bürgerlichen Stadthauses. Der rustizierte Sockel bzw. das im Erdgeschoss angedeutete Bossenmauerwerk, die schlichte Geschosstrennung durch ein Gurtgesims und die klare Achsordnung sind klassische Elemente des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Vieles wirkt jedoch überformt: Die heute kleinen, quadratisch wirkenden Kunststofffenster schneiden in die ursprünglichen Öffnungen (einst vermutlich höher und schmaler, mit Sprossen und profilierter Rahmung), Stuckdetails und Kranzgesims fehlen, und die glatte Wärmedämm-Putzfassade nivelliert ältere Fassadenprofile. In seiner ursprünglichen Gestalt dürfte das Gebäude also ein repräsentatives, aber nüchternes klassizistisch-biedermeierliches Bürgerhaus (mit spätbarocker Tradition) gewesen sein, dessen Proportionen und Grundform erhalten sind, dessen Dekor jedoch im Zuge späterer Modernisierungen weitgehend verloren ging.
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Parzellenhaus der Altstadt, das im Laufe der Zeit stark vereinfacht wurde. Seine Grundform – schmaler, dreigeschossiger Baukörper, streng gereihte Fensterachsen und ein ausgeprägtes Traufgesims mit Zahnschnitt – verrät die Tradition des bürgerlichen Stadt- und Geschäftshauses des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Im Erdgeschoss ist die Fassade durch große Schaufenster geöffnet; die Sandsteinpfeiler deuten auf eine nachträglich modernisierte Ladenfront (wohl aus der Nachkriegszeit) auf älterer Substanz. In den Obergeschossen wurden die ursprünglichen, höheren Fenster durch kleinere, bündige Kunststofffenster ersetzt und die Fassade mit glattem Putz bzw. Wärmedämmung überzogen, sodass Stuckrahmungen und Profilierungen weitgehend verschwunden sind. Als architektonisches Vorbild stand somit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus Pate – eine klare, axialsymmetrische Fassadengliederung mit kräftigem Kranzgesims –, das heute in einer reduzierten, modernisierten Hülle weiterlebt
Vielleicht fragt sich noch jemand was ein Melmer macht /gemacht hat..!? Ich hab mal gegoogelt. Herausgefunden habe ich nicht viel. Als Berufsbezeichnung habe ich nichts gefunden. "Melm" bedeutet allerdings im Thüringischen wohl aber soviel wie "'Staub, besonders 'Straßenstaub' oder 'lockerer, sandiger Lehmboden'" https://www.boari.de/ortsnamen//melm.htm
Ich könnte mir also vorstellen, dass es entweder etwas mit Straßenbau / Straßenreinigung zu tun hat oder dass der Herr irgendeinen anderweitigen sandigen Job hatte.
Hat hier jemand vielleicht eine bessere Erklärung?
Vielleicht fragt sich noch jemand was ein Melmer macht /gemacht hat..!? Ich hab mal gegoogelt. Herausgefunden habe ich nicht viel. Als Berufsbezeichnung habe ich nichts gefunden. "Melm" bedeutet allerdings im Thüringischen wohl aber soviel wie "'Staub, besonders 'Straßenstaub' oder 'lockerer, sandiger Lehmboden'" https://www.boari.de/ortsnamen//melm.htm
Ich könnte mir also vorstellen, dass es entweder etwas mit Straßenbau / Straßenreinigung zu tun hat oder dass der Herr irgendeinen anderweitigen sandigen Job hatte.
Hat hier jemand vielleicht eine bessere Erklärung?
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Altstadthaus auf schmaler Parzelle, das im Laufe der Zeit stark vereinfacht wurde. Der dreigeschossige Baukörper mit ausgebautem Dach und kleinem Dachgeschossfensterband, die streng gereihten Fensterachsen sowie das zwischen Erd- und Obergeschoss verlaufende Gurtgesims verraten die ursprüngliche, klassisch geordnete Fassadekonzeption. Im Erdgeschoss deutet die sandsteinartige Sockel-/Bossierung auf eine ältere Laden- oder Wohnsockelzone hin. In den Obergeschossen sind die Fensterformate heute kleiner und quadratischer; sie sitzen in nachträglich aufgesetzten, kantigen Rahmungen, während frühere, höhere Öffnungen mit Sprossen und profilierter Einfassung ebenso wie ein kräftigeres Kranzgesims durch Putzvereinfachung und Wärmedämmung verloren gingen. Wahrscheinlich besitzt der Bau einen verputzten Massiv- oder Fachwerkkern des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Als architektonisches Vorbild diente damit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus: ruhige Achsordnung, horizontale Gliederung (Sockel – Gurtgesims – Kranzgesims) und eine ursprünglich feiner detaillierte, heute weitgehend modernisierte Fassade.