Vor kurzem war hier irgendwo ein Bericht /Beschreibung von Christian über das ehem. Bürglaß Tor. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr. Da gab es meines Wissens nach u.a. Fragen zum Aussehen des Tores. Ich habe eben auf Wundersame Weiße ca. 150 Bilder aus Coburg um 1965 bekommen. Hier mal nur beispielhaft die Bilder vom Bürglaß Tor 03.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) 02.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) 01.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Schöne Bilder. Was auffällt, ist das fehlende Fensterglas. Das ist aber nachvollziehbar. Einige Jahre vor dem Abbriss hatte die Turmstube gebrannt. Das kann man auf den Bildern auch erkennen.
Das Bürglasstor ist noch gut in Erinnerung. Es müsste Anfang der 60er Jahre gewesen sein, als das Tor für die Coburger Pfadfinder z.V. stand. "Altpfadfinder" aus dem Kreis vom "Schorsch" ( wer kannte ihn nicht...?😀) feierten dort einen Hausfasching. Danach stand das Turmzimmer den Pfadfindern offen. Es fanden Gruppenabende statt. Und das Zimmer,heizbar, wurde gerne genutzt. Damals gab es in der Steingasse noch die "Bauschule" und einige Bauschüler waren Pfadfinder. Auch der spätere Chef einer Coburger ( Strassen) Baufirma war Pfadfinder und die Bauschüler legten ihren Stammtisch ins "Türmle", wie das Bürglasstor genannt wurde. Oft ging es da hoch her...ein Problem war allerdings, das es dort keine Toilette gab,ebenso keinen Wasseranschluss.(der damalige Wirt von der "Künstlerklause" war ebenfalls Pfadfinder und so stand dessen Toilette z.V.,...zumindest für die Damen...) Die hier gezeigten Bilder sind m.M. nach entstanden, als dort bereits der Niedergang des Tor sichtbar war. Solange die Pfadfinder/ Bauschüler das Zimmer nutzten,wurden immer fällige Arbeiten ausgeführt. Erst als das Bürglasstor von den Pfadfindern nicht mehr genutzt wurde,ging es mit dem Tor schnell zurück. Über dem Turmzimmer befand sich ein mit Ziegel gedeckter Spitzboden der aber von der Strasse aus nicht sichtbar war.Dorthin kam man nur ausserhalb über eine eiserne Steigleiter. Der eigentliche Zugang war mit einer kleinen Holztüre verschlossen. Wie sich später heraus stellte,als die Pfadfinder nicht mehr im "Türmle" waren, verschafften sich "Leute" dorthin Zugang und endzündeten ein Feuer das schnell durch die alte Zimmerdecke durchbrannte! Und damit war das Ende des Bürglasstor besiegelt! Mit nur 2.8 Meter Durchfahr Höhe war das Tor ein Verkehrshindernis.... (für Busse zur Veste ein Problem... obwohl die Zufahrt zur Veste heute über Rögen für hohe Fahrzeuge problemlos möglich ist!!) Es dauerte dann auch nicht mehr lange,bis das Bürglasstor der Spitzhacke zum Opfer viel. Der linker Hand vom Tor damalige Garten,welcher ein gemauertes Gartenhaus sah,das ebenfalls verscvwunden ist wurde in einen Parkplatz verwandelt.
Auf dem Bild vom Bürglasstor ist links der Zugang zum besagten Turmzimmer zu sehen.Dort führte eine Treppe hinauf. Weiter inks erkennt man die Reste der ehemaligen Stadtmauer.Dort befand sich ein Garten,späterer Pakplatz. Vom Treppenaufgang gab es ein Fenster hinaus zur "Allee", wo sich die eiserne Steigleiter befand,über die man den Spitzboden erreichen konnte.Man sprach damals von sogenannten "Stadtstreichern"...🫢 welche sich Zugang verschafften und das Feuer abbrannten...
Ja früher hat man grundsätzlich erstmal abgerissen und dann nachgedacht. Viele Gebäude würden heute noch stehen, wenn man vor dem Abriss nach einer Alternative gesucht hätte.
Wäre interessant zu erfahren, wann das Bürglasstor gebaut wurde.? Es dürfte Bestandteil der dortigen Stadtmauer gewesen sein welche sich bis zum Hahntor erstreckte.