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  • Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Beschäftigt man sich mit der Geschichte des Mittelalters, so stellt man fest, dass Menschen jüdischen Glaubens oft verfolgt, ausgegrenzt und getötet worden sind. Der Höhepunkt dieser Verfolgung sollte aber erst im 20.Jahrhundert sein. Darum soll es heute aber nicht gehen, sondern um die Lebensweise der jüdischgläubigen Menschen im Mittelalter, speziell in Coburg. Dabei darf man die äußeren Gegebenheiten, wie sie oben genannt werden, nicht außer Acht lassen.

    Die ersten Hinweise auf jüdisches Leben in Coburg findet man bereits Mitte des 13.Jahrhunderts. Wo sie damals in Coburg lebten, weiß man heute nicht mehr. Erst ab 1350 dürften sich die Juden den Bereich der unteren Judengasse angesiedelt haben. 1382 werden erstmals vier jüdische Haushalte erwähnt. 1418 sind es bereits neun jüdische Haushalte. Es scheint eine Zeit der Blüte und der Nichtverfolgung gewesen sein. 1393 wird erstmals eine Synagoge erwähnt, die man in der Nähe des Judentores suchen muss. Eine genaue Ortsangabe ist leider nicht möglich. In dieser Zeit entstand auch eines der frühesten Zeugnisse jüdischen Glaubens, ein Pentateuch (besteht aus den fünf Büchern Moses), dass 1395 in Coburg, in hebräischer Handschrift verfasst wurde. In diesem Buch ist auch eine Wehranlage illustriert, die vermutlich die Veste Coburg darstellt. Damit wäre es die älteste, bekannte Darstellung der Veste. Dieser Pentateuch befindet sich heute im Besitz des Britischen Museums in London. Entdeckt wurde diese Kostbarkeit 1979 von Frau Helen Gutman, einer ehemaligen Coburgerin, die wegen ihres jüdischen Glaubens in die USA emigrierte.

    1413 erlaubt Markgraf Wilhelm von Meißen seinen jüdischen Untertanen in Coburg, die Anlegung eines Friedhofs. Dieser Friedhof lag zwischen der unteren Judengasse, der Walkmühlgasse und dem Hahnfluss. Beim Neubau des Hauses Judengasse 50 (heute Mutter-Kind-Cafe "Der kleine Muck" ) im Jahre 1896, entdeckte man dort menschliche Knochenreste und eine jüdische Grabplatte.

    Aber bereits nach 1413 deutete sich bereits die nächste Judenverfolgung an. Der Chronist Karche berichtet "1422 wurde den Juden der Aufenthalt zu Coburg vom Bischof Johannes zu Würzburg verboten und den Christen aller Umgang mit ihnen untersagt. Zum Kennzeichen mussten die Juden ein rotes Schild an der Brust tragen."
    Und so dürften bis 1447 alle Juden aus Coburg vertrieben worden sein, da zu diesem Zeitpunkt in den Chroniken erwähnt wird, dass durch eine Verfügung des Herzogs Wilhelm von Sachsen die Coburger Synagoge in eine christliche Kirche umgewandelt werden soll. Mit einer großen Spende eines Coburger Bürgers konnte diese Umwandlung vollzogen und die neue Kirche der heiligen Maria geweiht werden. Wie lange diese Marienkirche existierte oder wann sie abgerissen wurde, wissen wir ebenfalls nicht.

    Erst ab 1533 haben sich Juden wieder in Coburg angesiedelt. Im Jahre 1880 zählt man bereits 210, und im Jahre 1925 sogar 316 jüdische Glaubensangehörige. Seit 1873 gab es auch wieder eine Synagoge, die in der St. Nikolauskapelle untergebracht war. Ein jüdischer Friedhof wurde 1874 auf dem Gelände des neuen Friedhofs auf dem Glockenberg angelegt.
    Heute ist all dies Geschichte, denn seit den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 gibt es keine jüdische Gemeinde in Coburg mehr. Übrig geblieben sind die oben genannten Fragmente die die Stürme der Zeit überdauert haben. Und natürlich erinnern die Judengasse und das Judentor an das mittelalterliche Siedlungsgebiet an Sie.

    Bildquellen:
    Bild 1: Siedlungsplatz der Coburger Juden im Spätmittelalter bzw. Frühe Neuzeit (Zeichnung Christian Boseckert)
    Bild 2: Der ehemalige Judenfriedhof, heutiger Zustand (Bild: Christian Boseckert, 2010)
    Bild 3: Die beim Neubau das Hauses Judengasse 50 entdeckte Grabplatte auf hebräisch und deutsch (Repro: Christian Boseckert aus der Coburger Heimat Band III von Ernst Eckerlein)

  • Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Der Festungsberg ist heute eine feine Wohngegend. Die Bebauung begann dort ab 1860. Zahlreiche Villen zeigen uns noch gegenwärtig den Wohlstand ihrer früheren Besitzer. Die Frage, die jedoch mit der Zeit auftaucht, ist was sich früher auf diesem Areal wohl befand? Es mag den Leser erstaunen, dass dort einmal drei Biergärten existierten. Über diese Einkehrstätten der Coburger möchte ich nun berichten. Der erste befand sich gleich neben der St. Augustinkirche, an der Stelle wo sich heute das moderne katholische Gemeindezentrum und die Villa Anker (Obere Klinge Nr.1) befinden. Dieser Garten gehörte dem Bäckermeister und Bierwirt Johann Gottfried Fischer, der seinen Betrieb im Steinweg (Haus Nr. 43, heute Weltbasar Rückert) unterhielt. Fischer übernahm 1849 das Unternehmen und richtete daraufhin schließlich einen Biergarten auf seinem Grundstück am Festungsberg ein. 1870 schloss dieser Garten seine Pforten. Heinrich Langbein, der in den 1930er Jahren einen ersten Aufsatz zu diesem Thema schrieb, erinnerte sich, dass dort Gebäude in einfachster Weise vorhanden waren. Dazu gehörten ein Gartenhaus, einige offene Hütten und eine Sandkegelbahn. Die Gäste saßen auf langen Holzbänken an Tischen, die ungehobelt und nicht gestrichen waren. Das Bier wurde in Schlotterkrügen und billigen Gläsern ausgeschenkt. Wer etwas essen wollte, musste es sich seine Brotzeit selber mitbringen, oder sich mit dem Begnügen, was der Wirt an Wurst und Käse selbst anbot. Die weiblichen Gäste strickten im Sommer die Wollstrümpfe für den Winter und die Männer gingen dem Kegelsport auf der offenen Bahn nach. Liebespaare trafen sich hier ebenso wie die vornehmen Damen der Coburger Gesellschaft. Eine Ziehharmonika sorgte für Musik. Windlichter und Öllampen ließen den Biergarten auch am Abend in hellem Licht erscheinen.

    So mag es vielleicht auch bei den beiden anderen Biergärten am Festungsberg zugegangen sein. Die nächste Einkehrmöglichkeit lag direkt hinter der St. Augustinkirche. Dort wo heute die Villa Festungsstraße Nr. 4 zu finden ist, lag bis 1867 der sogenannte „Casinogarten“. Er gehörte zu einer Gaststätte, die sich in dem späteren Logengebäude in der Theatergasse befand. Dieses Haus ist bei einem amerikanischen Luftangriff am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört worden. Zu dem Biergarten gehörten neben einem festen Gasthaus wahrscheinlich auch eine überdachte Kegelbahn. Hier traf sich vornehmlich die bessere Gesellschaft, direkt nach ihrem sonntäglichen Spaziergang im Hofgarten. Eine Reklame in den frühen Coburger Adressbüchern belegt diese Annahme. Die Vermutung liegt hier nahe, dass es sich hierbei nicht nur um einen Biergarten, sondern auch um ein Ausflugslokal mit Kaffeeausschank handelte.

    Ein ganzes Stück weiter an der Festungsstraße, dort wo sich jetzt die Häuser Nr. 9a und 9b befinden, war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Biergarten zu finden, der 1804 gegründet wurde. Dieser Garten gehörte dem Bäckermeister und Bierwirt Fritz Frommann, der seine Stadtwirtschaft im Steinweg Nr. 15 (heute Modehaus K&L Ruppert) hatte. Das Anwesen Frommanns erstreckte sich in der ganzen Breite von der Festungsstraße bis zur Bergstraße. Auch in dieser Kellerwirtschaft wurde das Bier nur in Schlotterkrügen ausgeschenkt. Nach 1871 wurde der Ausschank aufgegeben und das Grundstück parzelliert. Auf einem verkleinerten Areal an der Festungsstraße entstand dann schließlich ein neues Ausflugslokal, welches den Namen „Wilhelmshöhe“ trug. Möglicherweise diente das Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel als Vorbild, wo der französische Kaiser Napoleon III. interniert war. Das Ausflugslokal sprach vor allem eine feinere Kundschaft an. So empfhal sie in einem Inserat aus dem Jahre 1882 ihre schönen Gartenanlagen, die Marmorkegelbahn, den Konzert- und Ballsaal, vorzügliche einheimische und fremde Biere, feine Weine und eine hervorragende Küche zu guten Preisen an. Trotz der Werbung konnte sich die „Wilhelmshöhe“ nicht lange halten. Bereits 1890 zog in das Gasthaus eine Molkereikuranstalt ein, in der in den Morgen- und Abendstunden frische Ziegenmilch verabreicht wurde. Gesundheitsfördernde Brunnen- und Heilwasser wurden dort ebenfalls angeboten. 1893 erfolgte der Abbruch sämtlicher Gebäude auf diesem Gelände. Es entstand das heutige Wohnhaus Festungsstraße 9b, in dem ein Knabenerziehungsinstitut einzog. Aus heutiger Sicht ist es bedauerlich, dass sich keines dieser Gastronomiebetriebe halten konnte. Fehlt doch nach Ansicht vieler Coburger, dem Hofgarten so etwas wie eine Ausflugsgaststätte, in der man auch sein Bier trinken könnte.

    Bildquellen:
    Bild 1: Standort des Fischer-Biergartens in der Oberen Klinge
    Bild 2: Standort des Casinogartens in der Festungsstraße
    Bild 3: Standort des Frommann-Biergartens in der Festungsstraße

    (Fotos: Christian Boseckert, 2008)

  • Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Der Hofgarten und sein Mausoleum sind gegenwärtig im Besitz der Stadt Coburg. Diese ist laut Vertrag von 1919 für ihre Erhaltung verpflichtet. Der Bausenat der Stadt hatte deshalb am 18. Mai 1983 einer Sanierung des Hofgartenmausoleums zugestimmt, welche dann im Jahr darauf gründlich durchgeführt wurde. Darauf soll aber hier nicht eingegangen werden. Jedoch sind einige geschichtliche Daten und Hinweise erforderlich, die das Fürstenpaar, welches dort begraben liegt, betreffen. Das Mausoleum, dessen Architekt leider bis heute noch nicht festgestellt werden konnte, ließ Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha in den Jahren 1816 und 1817 seinen Eltern Franz Friedrich Anton (gestorben 1806) und Auguste Caroline Sophie (gestorben 1831) errichten. Dieses Herzogspaar hatte vier Söhne und fünf Töchter, von denen allerdings ein Sohn und eine Tochter im Kindesalter verstorben sind. Durch eine geschickte Heiratspolitik des Herzogshauses entstanden Verbindungen zu fast allen Königshäusern Europas. Am 9. Dezember 1817 wurde Franz Friedrich Anton und im November 1831 seine Gemahlin Auguste Caroline Sophie im Mausoleum beigesetzt. Aber schon neun Monate nach dem letzten Begräbnis, in der Nacht vom Samstag, den 18. August zum Sonntag, dem 19. August 1832, wurde die Gruft durch einen Einbruch geschändet. Ein morgendlicher Spaziergänger hörte laute Hilferufe aus dem Inneren des Mausoleums. Er stellte fest, dass die eiserne Gittertüre des Eingangs geschlossen, aber die Falltüre zur eigentlichen Gruft gewaltsam geöffnet war. Der Spaziergänger vermutete sofort, dass ein Mensch in böswilliger Absicht in die unterirdische Gruft eingebrochen war und sich aus seiner unheimlichen Lage nicht mehr befreien konnte. Kurzentschlossen eilte er zur Polizei, die den Einbrecher aus seinem grauenvollen Gefängnis herausholte, seine Personalien feststellte und ihn eingehend verhörte. Der Einbrecher war der Schlossergeselle Andreas Stubenrauch aus Hofheim in Unterfranken. Dieser hatte sich am Samstagabend in verschiedenen Wirtshäusern Mut angetrunken, sich dann mit dem notwendigen Einbrecherwerkzeug versehen und dabei auch nicht Feuerzeug und Talglichter vergessen. Man musste zu jener Zeit noch mit Stahl, Feuerstein und Zündschwamm Licht machen. Der Weg zum Hofgartenmausoleum war damals nicht so bequem wie heutzutage. Die Arkaden


    mit den Treppenaufgängen und der Weg, der an der Reithalle vorbeiführt, waren noch nicht gebaut. An der Stelle des jetzigen mittleren und oberen Hofgartens lagen seinerzeit noch Privatgärten. Man konnte deshalb nur von der Festungsstraße, vorbei an den Zäunen verschiedener Gärten, zum Mausoleum gelangen. Doch zurück zum Thema. In der Dämmerung schlich sich Stubenrauch zum Hofgarten-Mausoleum. Das Schloss der eisernen Gittertür konnte er mit seinen Schlüsseln und Dietrichen nicht öffnen. Die Stäbe des Gitters ließen aber oben so viel Platz, dass er hindurch kriechen konnte. Innen boten ihm die starken Eichenbohlen der Falltüre ein so starkes Hindernis, das er nur mit einem Brecheisen zu überwinden vermochte. Beim Schein des Talglichtes erblickte er in einer Tiefe von drei Metern die beiden Särge. Aber eine Treppe führte nicht hinab. Der Einbrecher glaubte sich helfen zu können. Er holte sich aus einem benachbarten Garten einen Pfahl. Beim Versuch, daran hinab zu gleiten, stürzte er in die Gruft. Es war ihm sofort klar, dass er mit Hilfe des etwas zu kurzen Pfahles nicht mehr heraus steigen konnte. Umgeben von den Schauern der Verwesung musste er die Nacht in der Gruft zubringen. Er gab aber seinen teuflischen Plan nicht auf und machte sich daran, den Sarg der Herzogin zu öffnen, den er im Schein seines Talglichtes von dem älteren Sarg des Herzogs unterscheiden konnte. Große Schwierigkeiten bereitete ihm das Öffnen des Sargdeckels. Es gelang ihm nur, diesen etwas zu heben. Aber was er gesucht hatte, fand er nicht. Die Leiche der Herzogin war nur mit einem schwarzen Samtkleid ohne jeglichen Schmuck bekleidet. Die grauenhafte Arbeit war umsonst gewesen. Schon der nächtliche Aufenthalt war für Stubenrauch eine Strafe. Man erzählte sich später in Coburg, dass das Haar des Einbrechers in der Schreckensnacht völlig ergraut wäre. Stubenrauch, auf frischer Tat ertappt, legte ein offenes Geständnis ab und wurde 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Freilassung war er wiederholt straffällig. Im Jahre 1854 fand man in einem Waldstück bei Hofheim seine Leiche. Ein leerer Geldbeutel und eine leere Schnapsflasche waren seine ganze Habe. Er hatte sich selbst gerichtet. Der Gruftschänder endete als Selbstmörder. Damit war die Geschichte des ersten Einbruchs in das Hofgartenmausoleums zu Ende gegangen. Doch 120 Jahre später, sollte sich dies noch einmal wiederholen, doch dass ist eine andere Geschichte.

    Bildquellen:
    Bild 1: Das Hofgarten-Mausoleum (Foto: Christian Boseckert, 2008)
    Bild 2: Das Herzogs-Paar Franz Friedrich Anton und Auguste Caroline Sophie (aus Bachmann/Aumann: Coburg und Europa (Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft 11, Coburg 1997)

  • Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Es gilt als eines der wenigen Rokkoko-Häuser der Stadt. Gemeint ist das Gebäude Markt 2/3, in dem heute die Sparkasse untergebracht ist. Entstanden ist das Haus im Jahre 1766. Als Bauherr verrät die Giebel-Inschrift am Marktplatz den Kaufmann und Königlich-Preußischen Salzfaktor (= Salzhändler) Johann Philipp Beyer. Durch seine Geschäft war es wohl Beyer möglich gewesen, ein derart stattliches Haus zu errichten. Die reiche Ornamentik zeugt heute noch vom Reichtum des Kaufmanns. Wie schon die Adresse verrät, entstand das Gebäude anstelle zweier älterer Fachwerkhäuser. Das linke von beiden, Richtung Rathaus, gelangte bereits 1666 in den Besitz der Familie Beyer. Das rechte Haus, Richtung Rosengasse, erwarb Johann Philipp Beyer im Jahre 1749 und vereinigte damit beide Grundstücke. Das Beyer´sche Wohnhaus war damals beileibe nicht das einzige Handelshaus am Marktplatz. Die Nähe zum Marktgeschehen und zu den auswärtigen Kaufleuten war hierbei ganz entscheidend. Ferner spielte der soziale Status eine Rolle. Wer am Markt ein Haus besaß, galt als reicher und vornehmer Bürger. Die Familie Beyer betrieb hier noch lange Jahre ein florierendes Unternehmen. Erst 1829 bzw. 1866 wurden die im Inneren zweigeteilten Häuser verkauft. Die linke Haushälfte erwarb 1829 die Wirtsehefrau Anna Caroline Oehrl. In der Folgezeit eröffnete hier ihr Ehemann Johann Anton Oehrl eine eigene Bierwirtschaft, die bis 1906 existierte. Die rechte Haushälfte gelangte 1866 in den Besitz des Fabrikbesitzers Johann Rudolf Geith, Gründer des Annawerks in Rödental und Mitbegründer der Städtischen Gasfabrik in Coburg, der heutigen SÜC. 1893 ging die Haushälfte in den Besitz der Familie Nonnenmacher über, die dort ein Wäschegeschäft betrieb. Zwischen 1913 und 1919 gelangte das Gebäude in den Besitz der Stadt Coburg. Bereits 1926 gab es Planungen, hierher die Stadtkasse zu verlegen. Die scheiterte jedoch. Allerdings hegte nun die Städtische Sparkasse Interesse an dem Gebäude. 1930 wurde schließlich für sie das Erdgeschoss umgebaut, womit auch die Fassade erstmals verändert wurde. Als schließlich die Nationalsozialisten die Macht in Coburg erlangten, sollte nunmehr das ganze Haus verschwinden. Nach einem Plan von 1938 sollte das Gebäude dem Erweiterungsbau des Rathauses zum Opfer fallen. Bereits ein Jahr zuvor wurden sämtliche Rückgebäude zugunsten des Sparkassen-Neubaus abgerissen. Adolf Hitler selbst hatte seinerzeit die Bauarbeiten an dem Gesamt-Projekt gebilligt. Bis 1939 wurden die gesamten Inneneinbauten aus der Rokkoko-Zeit herausgeschlagen. Danach sollte das Gebäude abgerissen werden. Dazu kam es durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. In den 1950er Jahren baute die Sparkasse das Gebäude zu ihrem Hauptsitz komplett um und bezog dabei auch die oberen Stockwerke ein, die als Büroräume dienten. Weitere Umbauten erfolgten 1970, 1979 und im Jahre 2000, als hier auch eine Asbestsanierung durchgeführt wurde. Stets präsentierte sich dabei die Sparkasse in einem modernen Kleid. Andererseits verlor dadurch das Haus seine Ursprünglichkeit, sodass kritisch gesehen heute nur noch eine Hülle aus Rokkoko vorhanden ist, hinter der sich ein modernes Bankgebäude verbirgt.

    Bildquelle:
    Das Gebäude der Coburger Sparkasse heute (Foto: Christian Boseckert, 2010)

  • Die Geschichte der Hut- und Mützenfabrik Ehrlich begann bereits 1894 als der aus Römhild stammende Karl Ehrlich im Hause Judengasse 3 das oben genannte Unternehmen gründete. Nach dem Tod des Betriebsgründers übernahm seine Frau Clara 1906 das Geschäft, bis es schließlich in die Hände der beiden Söhne Hermann und Sally Ehrlich überging. Unter deren Leitung wurde die Fabrik zu einem prosperierenden Unternehmen mit Geschäftsverbindungen im gesamten süddeutschen Raum. Dies führte dazu, dass die Firma in immer größeren Betriebsräumen untergebracht werden musste. Nachdem man seit 1908 im Gebäude Judengasse 45 ansässig war, verlegten Hermann und Sally Ehrlich das Unternehmen in den Zinkenwehr, genauer gesagt ins Haus Nr. 39 (heute Sally-Ehrlich-Straße 10), wo die Hut- und Mützenfabrik bis zu deren Auflösung ansässig bleiben sollte.

    Insgesamt hatte Karl Ehrlich vier Söhne, Neben Hermann und Sally waren dies Julius Ehrlich, der 1914 auf den Schlachtfeldern von Verdun fiel und Max Ehrlich, der 1919 in der Löwenstraße 17a eine Zahnarztpraxis eröffnete. Die Ehrlichs genossen bei der Coburger Bevölkerung hohes Ansehen. In den Notzeiten der Zwanziger Jahre half das Unternehmen arme, Not leidende Menschen wie das Coburger Volksblatt berichtete: „Die Hut- und Mützenfabrik Karl Ehrlich hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, für verschiedene Kinder von Kriegsbeschädigten und –Hinterbliebenen Mützen kostenlos abzugeben. Die Firma hat sich durch diesen Akt edler Nächstenliebe den Dank vieler Coburger erworben.“ Die Familie Ehrlich waren durchaus liberale Juden und vollkommen in der Coburger Bevölkerung integriert.

    Dies änderte sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 grundlegend. Hermann Ehrlichs Tochter Hilde, in deren Klasse auch die Tochter eines hohen Nazi-Funktionärs war, wurde in der Schule schikaniert und diskriminiert. Das ging sogar so weit, dass die Eltern Hilde erst in ein jüdisches Pensionat und dann nach England bringen müssen. Nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 wurden Hermann und Sally Ehrlich festgenommen und zusammen mit anderen Juden durch die Stadt getrieben. Hermann kam schließlich nach Hof ins Gefängnis, währenddessen die Coburger Polizei seinem Bruder Sally die Gewerbekarten entzog und damit auch die Hut- und Mützenfabrik schloss. Nur durch den Verkauf des Hauses und die Überweisung des Geldes auf ein Sperrkonto kommt Hermann Ehrlich wieder frei und darf Coburg Richtung England verlassen, wo ihn seine Tochter Hilde bereits erwartete

    Sally Ehrlich hingegen blieb in Coburg, da er darauf hoffte, später nachkommen zu können. Doch zu einem „Später“ kam es für ihn nicht mehr. Am 24. April 1942 wurde er als einer der letzten Coburger Juden deportiert und ins Konzentrationslager Majdanek gebracht, wo er ums Leben kam. Das gleiche Schicksal ereilte auch Max Ehrlich, der zwar 1937 nach Frankreich geflohen war, aber dort nach der Besetzung durch die Deutschen ins Konzentrationslager Gurs interniert wurde und ebenfalls ums Leben kam. Einzig Hermann Ehrlich überlebte den Holocaust zusammen mit seiner Tochter und seinem Sohn Carl, der bereits 1938 in die USA auswanderte. Als amerikanischer Besatzungssoldat kehrte Carl Ehrlich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Coburg zurück, wo er als Assistent des Militärgouverneurs die Aufgabe wahrnahm, die Voraussetzungen für eine zivile Verwaltung zu ergründen. Auf seine Initiative hin entschied der Coburger Stadtrat im Jahre 1946 einen Teil des Zinkenwehrs in Sally-Ehrlich-Straße umzubenennen. Am ehemaligen Wohnhaus der Familie wurde zeitgleich, ebenfalls auf Anregung Carl Ehrlichs eine Gedenktafel angebracht, die an das Schicksal seines Onkels und damit stellvertretend auch an das Schicksal der Coburger Juden im Dritten Reich erinnern sollte.

    Bildquellen:
    Bild 1: Hier im Hause Judengasse 3 gründete Karl Ehrlich 1896 seine Hut- und Mützenfabrik (Foto: Christian Boseckert)
    Bild 2: Das Fabrikgebäude der Familie Ehrlich im Zinkenwehr, heute Sally-Ehrlich-Straße (Foto: Christian Boseckert)
    Bild 3: Sally Ehrlich (1878-1942) (Fotosammlung Stadtarchiv Coburg)
    Bild 4: Die Gedenktafel am Hause Sally Ehrlichs erinnert noch heute an das Schicksal der Coburger Juden in der Zeit des Dritten Reiches (Fotosammlung: Christian Boseckert)

  • Herrngasse 4Datum29.03.2011 22:46

    Hallo
    ich suche mal wieder die genaue Bezeichnung eines Geschäftes, welches bis 1891 im Hause Herrngasse Nr. 4 untergebracht war. Ich weiß das es einer Familie Simon gehörte und irgendwie was mit Handel zu tun hatte. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

  • Thema von Christian im Forum Termine

    Hallo
    aufgrund der hohen Nachfrage wird mein Vortrag "Coburger Gärten und ihre Geschichte" nochmals wiederholt.

    Er findet am 19. Mai 2011 im Schnür´s Pavillon am Adamiberg Nr. 8 statt. Parkplätze sind direkt am Haus im begrenzten Maße vorhanden. Ansonsten erreicht man den Pavillon über den Fußweg bei der Judenberg-Unterführung oder über den Hildburghäuser Weg Richtung Minigolf-Anlage.

    Beginn der Veranstaltung ist 17.30 Uhr.

    Veranstalter ist die Coburger Fremdenführer-Gilde.

  • HäuserabbrücheDatum19.05.2011 13:13
    Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Wie in den letzten Tagen in den Coburger Zeitungen zu lesen war, musste erneut ein altes Gebäude in Coburg wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Es handelte sich dabei um das Haus Steintor 16. Dieses Gebäude wurde 1849 errichtet und war lange Zeit ein landwirtschaftliches Anwesen. Der letzte Landwirt, er stammte aus einer Familie Sievers, starb 1908. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte es lange Zeit einer Familie Kruschel, bis in den 1970er Jahren die Stadt Coburg das Anwesen erwarb und es mit der Zeit verfallen ließ. Das Haus war seit den 1990er Jahren unbewohnt.

    Ich habe von dem Gebäude zwei Aufnahmen. Die erste zeigt das Haus im Jahre 1904 während der Trauerfeierlichkeiten für Herzogin Alexandrine von Sachsen-Coburg und Gotha. Das zweite Bild zeigt die aktuelle Situation.

  • Prof. August SommerDatum29.05.2011 10:50

    Hallo in die Runde,
    ich schreibe gerade an der Biografie des Bildhauers August Sommer (1839-1921). Dazu habe ich eine Frage. Sommer hat im Haus Lange Gasse 4 gewohnt. Hat er dort alleine gelebt oder ist dort noch eine Mathilde Sommer registriert. Das war im übrigen seine Schwester. Sommer soll dort zwischen 1890 und 1921 gelebt haben. Vielen Dank schonmal.

  • Führung durch die Hofapotheke Datum02.06.2011 10:59
    Thema von Christian im Forum Termine

    Führung durch die Historische Hofapotheke am Markt

    Das Anwesen der Coburger Hofapotheke ist sicherlich eines der bedeutendsten,noch erhaltenen Bauwerke des bürgerlichen Coburg aus der Wende von Mittelalter zu Früher Neuzeit. Die Führung bringt die seltene Gelegenheit, das Haus auch in den nicht-öffentlichen Teilen - insbesondere den Kräuterboden - zu besichtigen.

    Termin: Freitag, 3. Juni 2011 (also morgen!!!) 17.30 Uhr.

    Durch das Haus wird Dr. Rudolf Priesner führen. Veranstalter ist die Historische Gesellschaft Coburg e.V.

  • Die SpindlervillaDatum23.07.2011 16:32
    Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    In den letzten Tagen ist das Gelände der Spindler-Villa wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Bagger und Bauarbeiter sind angerückt, um das verwilderte Gelände der ehemaligen Villa zu urbar zu machen. Hier entsteht in wenigen Monaten die Notunterkunft das Gymnasiums Casimirianum. Durch eine Sanierung weiter Gebäudeteile wird der Schulbetrieb an der Gymnasiumsgasse nur eingeschränkt möglich sein, so dass ein Provisorium außerhalb der engen Schulmauern nötig wurde. Dafür scheint der Platz der ehemaligen Spindler-Villa ideal zu sein.

    Die Ursprünge der Villa gehen ins Jahr 1846 zurück. Damals ließ der Kammerrat Carl Hofmann an dem neuen Promenadeweg vorm Ketschentor (der heutigen Alexandrinenstraße) eine spätklassizistische Villa errichten. Zum Wohnhaus gehörten ein eigenes Salongebäude, ein Waschhaus, ein Gewächshaus und ein Stadel. Das Grundstück selbst hatte eine ungeheure Ausmaße. Es reichte von der Alexandrinenstraße bis an die Hohe Straße heran und endete im Süden auf Höhe des Anwesens Alexandrinenstraße Nr. 8. Dieses Haus steht ungefähr auf Höhe der Mitte des Rosengartens. Man kann hier deshalb schon von

    einer großen Parkanlage sprechen, die einst am Westhang des Glockenbergs existierte. 1865 erwarb der Privatier Johann Gustav Adolph Schauer aus Berlin das Anwesen. Coburg war zu jener Zeit ein Magnet für vermögende Berliner, die sich hier ihren Sommer- oder Ruhesitz schaffen wollten. Im Jahre 1878 erfolgte ein erneuter Besitzerwechsel. Der Rentier Franziskus Johannes Hallo von Cannenburg kaufte die Villa vom Privatier Schauer, der inzwischen nach München verzogen war. Doch

    Cannenburg starb bereits zwei Jahre nach dem Kauf des Anwesens. Seine Kinder erbten das Grundstück und behielten es bis 1919. Danach gelangte es in den Besitz des Kaufmanns Viktor Spindler, der zum Namenspaten der Villa wurde. Spindler betrieb eine Lebensmittel- und Kolonialwarengroßhandlung mit der er viel Geld verdiente. Die Adressbücher der 1920er und 1930er Jahren verraten, dass seine Familie nicht alleine in dem riesigen Gebäude wohnte. Es mag erstaunen, dass in einem

    Seitenflügel des Hauses sogar eine Korbwarenfabrik untergebracht war. 1961 erwarb die Stadt Coburg das Areal samt Villa. Ursprünglich stand die Idee dahinter, hier die Stadtbücherei unterzubringen. Jedoch genügte die Statik des Hauses den Anforderungen nicht die schweren Bücher zu tragen. Man wählte stattdessen das Haus Herrngasse Nr. 17 als neues Bibliotheksgebäude. Stattdessen richtete die Stadt dort Sozialwohnungen ein. Dies hatte zur Folge, dass Villa und Garten

    dem Vandalismus ausgesetzt waren. Die Wohnungen sind nach zehn Jahren nicht mehr vermietbar. Die Situation änderte sich erst, als ab 1970 der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Stammberger das immer noch 3000 Quadratmeter große Grundstück für den Bau eines Kongresshotels favorisierte. In der Folgezeit werden notwendige Renovierungen unterlassen. Die Sanierungskosten für die Stadt stiegen dadurch, was wohl auch beabsichtigt war. Schlussendlich wurde ein Betrag von

    577.000 DM genannt, um die Villa zu renovieren. Viele Coburger, darunter die „Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.“, versuchten das Gebäude zu retten. Auch war es für die Aufnahme, der im Jahre 1973 eingeführten Denkmalschutzliste vorgesehen. Doch es kam anders. Stammberger setzte sich mit seinem Vorhaben durch und der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung vom 20. September 1973 die Spindler-Villa abzureißen. An ihrer Stelle sollte ein Hotel entstehen, das aber

    schlussendlich nie gebaut wurde. Die Spindler-Villa wurde einen Tag nach dem Stadtrats-Beschluss um 7 Uhr morgens abgerissen. Eile war damals geboten, denn der Abbruch geschah einen Tag vor Inkrafttreten des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes, welches den Abriss verboten bzw. stark hinausgezögert hätte. So war gegen 12 Uhr mittags bereits das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Seitdem war das Gelände unbebaut und diente als Parkplatz für das Kongresshaus und das Landgericht.

  • Thema von Christian im Forum Coburger Geschichte

    Hallo,
    wie ich in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "MOHR" gelesen habe, wird jetzt im Herbst das alte Lehrschwimmbecken an der Rückertschule (auch Rückertbad genannt) abgerissen. Ein Ersatz dafür wird nicht geschaffen. Gibt es hier im Forum Mitglieder, die dort das Schwimmen gelernt haben oder andere Erinnerungen an dieses Bad haben?

  • Die MohrenkreuzungDatum15.08.2011 19:13

    Also ich vor ein paar Wochen die Kreuzung Zinkenwehr / Goethestraße näher vorgestellt habe, habe ich mich entschlossen, einige weitere Kreuzungspunkte in Coburg zu erforschen. Der bekannteste ist die Kreuzung Mohrenstraße / Löwenstraße / Hindenburgstraße.

    Als 1890 die Mohrenstraße angelegt wurde, gab es hier noch keine Kreuzung, lediglich, eine Einmündung in die Löwenstraße. Die Trassierung der Hindenburgstraße erfolgte erst 30 Jahre später. Auch danach war diese Kreuzung nicht so bedeutend, da die Hindenburgstraße noch Jahre lang eine Sackgasse war. Sie führte nur bis zur Hauptpost. Erst mit dem Durchbruch zur Bahnhofstraße gewann sie an Bedeutung. Doch kommen wir zu den Häusern, die an dieser Kreuzung stehen.

    Das erste Haus, welches ich vorstelle ist die Mohrenstraße 15a (siehe Foto). Es wurde 1887 durch den Baumeister Hans Rothbart für den Kaufmann Adolf Berghold errichtet und diente ursprünglich als vornehmes Wohnhaus. Das ist nicht untypisch, denn die Mohrenstraße war ursprünglich eine reine Wohngegend für das wohlhabende Bürgertum. Erst nach und nach siedelten sich hier Geschäfte an und machten so die Mohrenstraße zur Einkaufsstraße. Trotz allem konnte das Gebäude Nr. 15a diesen Wohnhauscharakter bewahren. Weitere Hausbesitzer waren 1924 Emil Frommann aus Leipzig, 1928 der Korbwarenfabrikant Max Lang, 1937 dessen Kinder in Erbengemeinschaft und 1977 Ingeborg Zimmerlein.

  • Herzog Johann CasimirDatum26.08.2011 15:56

    Hallo
    nachdem jetzt die Prüfung meiner universitären Abschlussarbeit beendet ist, darf ich diese nun veröffentlichen.

    Der Titel lautet:

    Die Selbst-Darstellung von politischer Macht am Beispiel Herzog Johann Casimirs von Sachsen-Coburg (1564-1633)

    Die Untersuchung umfasst 56 Seiten, ist mit Bildern versehen und ist die erste Untersuchung über die Person Johann Casimirs als Herzog.

    Das Buch erscheint im Selbst-Verlag und ist über mich Chris_Boseckert@gmx.de zu beziehen. Die Historische Gesellschaft Coburg wird nur ein Kapitel des Buches in den neuen Geschichtsblättern veröffentlichen.

  • Friedrich LütkemeyerDatum11.10.2011 19:43

    Hallo
    eine Frage, die vielleicht am ehesten Norbert beantworten kann. Ich suche den Wohnsitz von Prof. Friedrich Lütkemeyer in Coburg (gestorben 1912). Ich weiß auch, das dieser in Mohrenstraße lag. Meine Frage ist jetzt, in welchem Haus?

    Danke schon mal für die Bemühungen.

  • Webergasse, Kreuzwehrstraße, Steintor, Löwenstraße, Zinkenwehr?

  • Steintor (Häuser und Stadttore)Datum12.11.2011 09:45

    Damit es nicht zu unübersichtlich wird, öffne ich einen separaten Thread.

    Es wurde ja schon das bekannte Bild von Emil Maurer über das innere Steintor gezeigt. Man muss aber dabei vorsichtig sein. Maurer kannte das Steintor nicht mehr. Die Zeichnung entstand ca. 100 Jahre nach dessen Abbruch.

    Hier habe ich eine exaktere Darstellung des Steintores auf der Seite der Landesbibliothek Coburg gefunden. Gefertigt wurde die Zeichnung vom Baumeister Wilhelm Streib. Sie entstand um 1840.

    http://www.landesbibliothek-coburg.de/druckgraphik/234.html

    Zur besseren Erklärung: Die Ehrenburg ist hier rechts, die Moritzkirche links zu sehen.

  • WebergasseDatum29.11.2011 19:20

    Gerd hatte vor einiger Zeit eine Frage gestellt:

    "In Erinnerung an die Webergasse ist mir folgendes geblieben.(von der Judengasse kommend,bis hoch zur Mohrenstrasse)...
    Da war doch an dem Platz(Lindemannsplatz),wo man zum "Fisch Kupfer" hinter ging,jahrelang ein Bretterzaun.(das ehemalige Haus muss im 2.W.K. getroffen worden sein und nicht mehr aufgebaut .Webergasse linke Seite war dann ein Geschäft,welches Gummiartikel verkaufte.Es kam ein Friseur und schon gig es in die Poppengasse rein.Die war gepflastert und recht eng.An dem Eck Webergasse -Poppengasse war ein Bäcker.Kam dann schon die "Fischerei"??...Heute Glaserei(?) Fischer.Anschliesend war ein Graveur.Dann die Posthalterei(?)Und die Mühlgasse.Am Eck Webergasse -Mühlgasse das Geschäft von Langut,die verkauften Alu- Schüsseln,Waagen,Untensilien zur Hausschlachtung usw.Anschliesend...???Dann das schmalste Haus Coburgs?Und dann am Eck zur Mohrenstrasse "Stempel Scheler"...was habe ich vergessen??"

  • Burgen und Schlösser im Coburger LandDatum30.11.2011 12:17
    Thema von Christian im Forum Das Coburger Umland

    Hier eine Aufzählung der Burgen und Schlösser im Coburger Land nach Darstellung von Fritz Mahnke in seinem Buch "Schlösser und Burgen im Umkreis der Fränkischen Krone".

    1. Ahorn

    Kategorie: Schloss, ursprünglich eine Burg
    Erste Erwähnung: 1074
    Ursprünglicher Bauherr: unbekannt
    Burg im Bauernkrieg wohl zerstört

    Heutiger Baustil: Renaissance
    Bauzeit: Zwischen 1555 und 1621
    Bauherr: Joachim von Rosenau und dessen Erben, Wilhelm von Streitberg

    Heutiger Besitzer: Familie von Erffa
    Besichtigung nicht möglich.

    Sonstige Ausstattung: Wirtschaftshof, Schlosskirche

    Bildquelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...hloss-Ahorn.jpg

  • Coburg im FernsehenDatum25.12.2011 20:07
    Thema von Christian im Forum Termine

    Am Freitag, 6. Januar 2012 im Bayerischen Fernsehen - 15.00 bis 15.30 Uhr

    Franken-schwarzweiß. Die ersten Filme aus Coburg 1924-1954

    Eine Dokumentation des Bayerischen Rundfunks, der Kinemathek Coburg und der Historischen Gesellschaft Coburg

    Ab Januar 2012 auch in Originallänge von ca. 45 Min. auf DVD erhältlich.

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Alter Hase
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