Ob dieser Beitrag hier im Forum ,am richtigen Platz ist,möchte ich einmal dahingestellt lassen...
Möbelkutscher
Als ich diese Zeilen niedergeschrieben habe war das Jahr 1990 nur wenige Tage alt. Ich werde nie vergessen, als wir an einen Donnerstag Abend vor dem Fernseher saßen und sie in den Nachrichten sagten, das die Grenze bei Neustadt bei Coburg aufgemacht wird! War das damals eine Nachricht!! Wir befanden uns in der aufgeregten Wende und Nachwende Zeit Die Straßen hier bei uns im Coburger Raum verstopft mit Trabis und anderen Fahrzeugen aus der DDR. -Am Wochenende die Innenstadt von Coburg fest in der Hand der Besucher aus den zukünftigen neuen Bundesländern. Alles „zugeparkt“, die Polizei drückte zunächst noch beide Augen zu!! Sogar bei Optikern in Coburg wurden Bananen verhökert!!!
Es ist Sonntagnacht und es geht wieder auf Tour .Am Freitag habe ich mit Wilfried ausgemacht , das er mich in Ahorn am Rathaus abholen soll .Eine Tour ins Ruhrgebiet steht an. Unser Möbelzug ist mit ca. 30 Polstermöbelgarnituren ausgelastet. Das hat zwar kein Gewicht ,ca.6Tonnen ,aber die „Klamotten“ brauchen viel Platz! Ich stehe am Rathaus und gegen 22.00 Uhr höre ich den vertrauten Klang unseres LKW. Türe auf: “Servus!“ –„Servus“ –„Iss es glatt?“ –„Nee nur hier in der Ortschaft etwas. Draußen auf der 303 is nix.“ –So beginnt unsere Tour ins Ruhrgebiet. Es hat übers Wochenende nicht geschneit und so fahren wir über die Rhön, zur A7 nach Fulda. Bei Schneefall hat die Passstraße über die „Schwedenschanze“ so ihre Tücken .Deshalb fährt man dann besser über Schweinfurt zur A7 nach Kassel Als wir von Ahorn aus zur B 303 einbiegen wollen ist erst mal ein längerer Halt angesagt! Eine endlose Kolonne von Lastzügen quält sich den Berg hinauf in Richtung Tambach. Endlich gibt einer „Lichthupe“ und das bedeutet für Wilfried : ich kann raus! Die Fahrer dahinter werden zwar jetzt meckern, das es noch langsamer geht, bis wir beschleunigt haben, aber nach der Höhe bei Siebenwind rollt es wieder. In Tambach reihen sich immer mehr Lastzüge in die Kolonne ein .Das sind die Möbelzüge aus Wiesenfeld, Rodach usw. Plötzlich ist einer von der „Deutrans“ mit dabei!! Wo kommt denn der her ?? Ich bin genauso überrascht, wie an einem Samstagmorgen im November 89, als am Rathaus in Ahorn ein Bus vom „Kraftverkehr Eisfeld“ stand, der voll mit Besuchern aus der DDR war, die hier ihr „Begrüßungsgeld“ abholten, weil in der Stadt die Zahlstellen hoffnungslos überlaufen waren !-(die Deutrans war das Volkseigene Speditionsunternehmen der DDR. Sie fuhren meistens orange VOLVO) Wir fahren so mit 60 –70-kmh dahin und jetzt wird bequatscht was am Wochenende gelaufen ist! Plötzlich beginnt alles zu stocken. Am Altensteiner Berg „zuckelt“ ein Holzfritze , mächtig aufgeladen den Berg hinauf. Da sind wir halt besser dran mit unseren 15 Tonnen!. Gott sei dank fährt er auf den Waldparkplatz, -es läuft wieder! Nun kommt die Abzweigung nach Königshofen und viele biegen hier ab. Auch wir, andere fahren weiter nach Schweinfurt. Wie wir hier abbiegen, kommt mir das „Bayerndenkmal“ wieder in den Sinn! –So wurde damals die Brücke genannt, die , schon für die weiterführende B 303 gebaut, über viele Jahre in der Landschaft stand, dann für teures Geld erst wieder saniert werden musste ,bis endlich der Verkehr drüber rollen konnte! –Alles kalter Kaffee – wen interessiert es denn heute noch, das damals , genauso wie heute Millionen an Steuergeldern „in den Sand „ gesetzt wurden?? So ein Bauwerk steht auch heute noch bei Reundorf, unweit von Lichtenfels. Als damals der „Frankenschnellweg dort gebaut wurde, waren ja schon Planungen im Gange, eine Autobahn durch den Lichtenfelser Forst Richtung Coburg zu bauen. Scheinbar war damals noch „Knete“ übrig und so wurde halt ein Brückenlager für die Brücke über die Bahnlinie dort gebaut. Es steht bis heute dort in der Landschaft. Ob es jemals für eine Brücke verwendet ,oder ob es wieder mit dem Presslufthammer beseitigt wird wer weiß das schon?. Einer hat an das „Bauwerk“ gesprüht „Esst mehr Beton----(heute, im Jahr 2006 wird dort tatsächlich eine Autobahnbrücke gebaut!!)
Langsam zieht sich die Kolonne auseinander und nur an den Steigungen schiebt sie sich wieder zusammen. Vor Königshofen plötzlich Nebel und da heißt es „runter vom Gas“ Weiter Richtung Saal, wird es so neblig, das man höchstens 20 Meter Sicht hat! Nebelscheinwerfer und Schlussleuchte sind längst eingeschaltet! –Alle Lichter an, damit man gesehen wird! -In Saal ist kurzer Stop. Beim „Hugo“( ein bekanntes Wegegasthaus) stehen viele Lastzüge und von der Firma H. stehen sogar 3 Züge auf der Straße (Müssen die Zeit haben??) Weiter – immer noch Nebel! Mal mehr ,mal weniger. Man sitzt und schaut in milchiges Nichts! Jetzt kommt der Bahnübergang mit der scharfen Kurve. (Auch den gibt es schon lange nicht mehr). Das war die Bahnlinie von Bad Neustadt nach Königshofen. Und wieder stockt es im Verkehrsfluss , die Umgehungsstraße von der Ortschaft Heustreu war noch nicht gebaut und hier verlief die Durchgangsstraße noch durch die Ortschaft, es mussten aber noch zwei schmale Sandsteinbrücken überquert werden. Einer hatte damals mit seinem Anhänger ein steinernes Brückengeländer in den Fluss geworfen! ---Aber es geht gleich weiter .Der Nebel wird weniger und nun setzt das große Überholen an , denn die lange Steigung hinauf zur Rhön beginnt! Mittlerweile ist es gegen 22.30 Uhr und es sind nur noch Lastzüge oder Bundeswehrsoldaten unterwegs, die ihren Wochenendurlaub mit dem Dienst in irgendeiner Kaserne tauschen.(Wie hieß es immer?—„Urlaub bis zum Wecken!“) Der Lichterkette nach, die vor und hinter uns leuchtet, ist wieder die ganze Oberfränkische Polsterindustrie mit ihren Lastzügen nach Norddeutschland unterwegs!(In einer Fachzeitschrift, werden die Polsterfritzen als die „heimlichen Könige von Oberfranken“ bezeichnet. Das war damals gar nicht so verkehrt ausgedrückt!) Endlich kommt die Schwedenschanze in Sicht und die Passhöhe ist erreicht! Eine kurze Pinkelpause steht an und dann geht’s weiter. Langsam schiebt sich die Kolonne den Berg hinunter nach Gersfeld. Drei schwere Züge fahren vor uns und die können nicht überholt werden .Damals gab es in Gersfeld ein schweres Unglück, als ein schwerer Zug mit heißen Bremsen den Berg hinunter fuhr und unten „nix mehr kam!“ Bremspedal am Anschlag und keine Bremswirkung mehr. Das passierte , wenn einer zu lange auf der Bremse stand. Die Bremstrommeln begannen zu glühen, weiteten sich dermaßen, bis die Bremsbacken keinen Anschlag mehr hatten.! Und dann ging es dahin!! Das Haus in Gersfeld musste danach abgerissen werden !! Nach Gersfeld kann man sich endlich frei fahren und es rollt flott dahin! In der Ortschaft Eichenzell ,haben sie die ersten „Starenkästen“ aufgestellt, weil der Verkehr zu „rasant“ durch den Ort rollte. Bei Fulda Süd biegen wir auf die A7 ein, der Blick auf die Autobahn signalisiert : wenig Verkehr! Es ist jetzt Mondhell und wir rollen mit ca. 90 kmh. Da kommen auch schon die Lichter der Raststätte „Großenmoor“ in Sicht, ich sage zu Wilfried: „ Fahr mal rein, ich brauch was zu Rauchen!“ -Es ist jetzt nach 24.00 Uhr und eine Pause muss sein! Viele Lastzüge aus der Coburger Ecke machen hier Pause. Als ich wieder einsteige, werden im Radio die neuesten Nachrichten vom Golfkrieg mitgeteilt! Das gibt Gesprächsstoff für die nächsten Kilometer! Am „Hattenbacher Dreieck“ überholen uns schon Lastzüge aus Rastatt und Karlsruhe! Ich frage mich immer, wann die bloß am Sonntagnacht los fahren ??-Es macht sich halt bemerkbar, wenn man wie die eine Autobahn vor der Haustüre hat !- Ob wir auch mal in Coburg eine Autobahn bekommen Vielleicht wenn jetzt die Grenze für immer offen bleibt?? Nach dem „Kirchheimer Dreieck“ wo die Autobahn nach Eisenach abzweigt, beginnt die große Steigung und somit für uns das Überholverbot! Schon vom weiten sieht man die vielen Scheinwerfer den Berg herunter und die roten Schlussleuchten den Berg hinauf. Die „Nordlichter „ fahren gen Süden , wir umgekehrt! Viele Möbelzüge aus Westfalen begegnen uns .Zur Rechten leuchtet hell im Mondlicht die große Eisenbahnbrücke , die sich auf vier Bögen über das Tal schwingt .In Gedanken sehe ich schon den Intercity über die Brücke fegen !Lange wird es nicht mehr dauern und die neue Bahnstrecke Würzburg –Hannover wird eröffnet werden! Und dann denke ich :“ die Kohle, die solch eine Brücke kostet müsste man haben?!“ „Volle Kanne alter Diesel, die Kassler Berge kommen in Sicht“ –spielen sie bei „Truck Stopp“ jetzt geht es in die Berge hinein! Ein Überholverbot jagt das andere! Damit sind die Nordhessen ganz groß!! –Sogar auf Sechsspurigen Ausbau der Autobahn! !Im Rasthof Hasselberg ist kurzer Stop. Und weiter geht’s in Richtung Norden. Plötzlich wird es wieder neblig .In der „Ostheimer Senke“ sind die Nebelwarntafeln erleuchtet . Runter vom Gas. Jeder hängt seinen Gedanken nach, und nun macht sich auch etwas Müdigkeit bemerkbar! .Am „Kasseler Kreuz“ ist wieder starker Nebel und man muss aufpassen das man nicht die Abfahrt Richtung Dortmundt verpasst! Es geht den Berg hinunter und über die hohe Fuldabrücke. Plötzlich ist die Fahrbahn nass. Das kann Glatteis auf der Brücke bedeuten!. Wir fahren noch die 20 km bis „Bühleck“ und wollen dort stehen bleiben um ein Paar Stunden zu schlafen. Ein Blick zur Tankuhr, auch wieder so weit. Wir haben auf der letzten Tour nicht getankt. Wilfried steuert den Zug an die Zapfsäule. Als ich aussteige haut es mich bald auf den A... Die Fahrbahn ist bei den Zapfsäulen total vereist! Unter einer Bodenplatte sprudelt Wasser hervor .Als ich den Tankwart (damals gab es noch welche) darauf anspreche meint er nur gelangweilt:“ Wasserrohrbruch“ !Über 300 Liter Diesel fließen in den Tank. Ich nehme die DKV Karte , gehe in den Verkaufsraum um zu bezahlen. Schnell ist alles erledigt. Wir suchen uns einen Standplatz etwas weiter hinten denn an der Autobahn vorne ist es immer sehr laut! (damals konnte man sich noch einen Platz suchen! Mach das heute mal Wenn du Glück hast überhaupt einen zu finden!!)Es dauert nicht mehr lange und wir sind „ins Reich der Träume entschwunden“ Es ist jetzt gegen 2.00 Uhr früh und wir wollen bis 6.00 Uhr stehen bleiben! Um dreiviertel vier Uhr klopft es an der Scheibe! Schlaftrunken schäle ich mich halb aus den Schlafsack, schieb den Vorhang zur Seite und sehe draußen eine junge Frau stehen. Ich kurbele das Fenster etwas herunter und frage : „Worum geht’s denn??“ Doch plötzlich sagt sie nur :“Nichts“ und geht weg! Erst weckt sie uns auf und latscht dann weg! Im rechten Außenspiegel sehe ich einen Koffer auf dem Gehweg stehen .Aha! Die will sicher mitfahren und jetzt friert sie am A...Ich krieche zurück in den warmen Schlafsack und bin gerade erneut am Einschlafen als es wieder klopft! Ich denke :“Du kannst mich ...!“ Und bleibe liegen. Kurz vor 6 Uhr früh weckt mich die innere Uhr. Ich „wälze“ mich aus den Schlafsack Wilfried über mir schlummert noch seelig. Ich schalte das Standlicht ein , ziehe mich an und steige dann aus um ein menschliches Bedürfnis zu erledigen. Danach gehe ich einmal um den Zug, und schaue nach ob alles o.K. ist. Ich fahre jetzt weiter Richtung Dortmundt. Nach einer halben Stunde versuche ich verzweifelt mir den ersten Kunden ins Gedächtnis zu rufen! Ich schaue auf den Ladepapieren nach, wo sich der erste Kunde in Werl befindet. Mir fällt er aber nicht ein, fahre nun in die Raststätte „Soester Börde“ um einen Stadtplan von Werl zu kaufen, Aber leider haben sie dort keinen . Ich fahre weiter und schon kommt die Ausfahrt Werl in Sicht. Es ist jetzt 7.00 Uhr und der Frühverkehr setzt ein. Da kommt eine Shelltankstelle .“Moin ,hamm sie ahn Stadtplan vo Werl?“ Leider nicht, die letzten sind gestern rausgegangen! Sch...! So frage ich die Frau in der Tankstelle nach der Straße und sie erklärt mir den Weg. Wilfried hat sich mittlerweile erhoben .Doch plötzlich stehen wir vor einer Unterführung mit 3.20 Meter Höhe! So ein Mist!! Keine Wendemöglichkeit und hinter uns eine Schlange PKW. Los Wilfried, wir probierens! Er springt aus dem Fahrerhaus und lotst mich mit Finger rechts und Finger links durch die Unterführung. Puuhh! Das war knapp Keine 5 cm waren da noch Platz! Ich habe es schon „Kratzen „ hören!! Ca. 100 Meter nach der Unterführung ist unser Kunde und gegenüber ein großer Platz, wo man mit dem Zug gut hätte drehen können! Glück gehabt, das keine Polizei da war! So was kann einem passieren, wenn man Leute fragt, die noch nie in einem Lastzug gesessen haben! Als ich vor dem Möbelgeschäft stehe kommt er mir wieder in den Sinn: Das ist aber schon Jahre her, wo ich einmal bei dem war. Das Geschäft öffnet natürlich erst gegen 9.00 Uhr. Ich sage zu Wilfried, er soll nachsehen ob es eine Möglichkeit zum abstellen der Garnitur gibt. Der Kunde hat hinter dem Haus einen Schuppen, und da können wir gefahrlos die Polstermöbel abstellen. Auf dem Lieferschein wird ein Vermerk gemacht. Es geht nun weiter zum nächsten Kunden. Der ist in der Ortschaft Werl- Bünderich. Es sind nur wenige Kilometer dorthin. Die große Firma Turflon ist es. Hier können wir sofort abladen, obwohl viele Lastzüge auf dem Hof stehen! Zurück nach Werl geht es nun über kleine Landstraßen weiter nach Welver. Am Ortseingang müssen wir erneut nach den Weg fragen. Aber als wir vor dem Hause stehen fällt der Kunde mir wieder ein. Ebenfalls vor sehr vielen Jahren war ich einmal bei dem . Das kann leicht passieren bei den vielen Kunden die wir in Deutschland haben.(Manchmal kommst du ehrlich ins Schleudern. War das jetzt in Wanne Eickel oder in Bochum Langendreer? ) Auch hier ist die Garnitur schnell abgeladen und wir fahren weiter nach Bockum Hövel. Die Firma Westmöbel ist dran Hier ist allerdings nur eine „Ausstellung“ und es werden keine Kunden Kommissionen angenommen. Die Firma Westmöbel hatte damals im Ruhrgebiet sehr viele Möbelhäuser. Zurück übers Kamener Kreuz fahren wir nach Dortmundt, eben falls zu Westmöbel .Wir haben Glück, denn der Hof in der Inselstraße ist leer! Sonst ist hier gerappelt voll LKW`s. Während Wilfried noch die Papiere unterschreiben lässt, ziehe ich von der Rampe weg und schließe die Hängertüren. Durch Dortmund geht es nur „Stop and Go“. So dauert es etwas bis wir nach Dortmundt Hombruch kommen. Wir sind schon angemeldet, denn das Möbelhaus hat Montags geschlossen! Der Junior wartet schon und wir laden schnell ab. Mit einem freundlichen „Gute Fahrt“ verabschiedet er sich von uns .Nach wenigen Kilometern kommt das Möbelhaus Kazmirzak in Sicht, das befindet sich unweit der Bochumer Universität. Als wir hier abgeladen haben, ist der Anhänger leer, wir stellen ihn hier bei der Uni ab. Bremse ankurbeln, Keil unterlegen und die Parktafeln ausklappen erledigt Wilfried, ich gehe mal piseln. Wir lassen den Hänger hier bis Abends stehen. Solo, also nur mit dem Maschinenwagen ist man halt doch sehr viel beweglicher. Über die A 45 und die A2 geht es nun nach Recklinghausen. Industriegebiet. Es ist mittlerweile 12.00 Uhr vorbei, als wir dort ankommen. Wilfried meint. “Jetzt ist sicher Mittagspause bei denen!“ Er geht aber trotzdem ins Büro. Ich schenke mir einen Becher Kaffee ein und will gerade ins Brot beißen, als Wilfried kommt und sagt , ich soll an die Rampe fahren. Nix mit Kaffee! Von Recklinghausen geht’s nun über die A2 und die B 224 auf die A 45 nach Bottrop zur Spedition H. Im Ruhrgebiet ist gut fahren! Wenn man sich auskennt. Als ich die ersten Jahre auf dem Zug saß, war eine Fahrt ins Ruhrgebiet immer ein Horror für mich. Dort wo eine Stadt in die andere übergeht hatten wir schon immer viele Kunden .Doch nun fahre ich weitgehendst ohne Stadtplan, mittlerweile kenne ich mich aus . Bei der Spedition fahre ich an die Möbelrampe. Als ich aussteige kommt einer und sagt, das jetzt Po Mö an die Halle gegenüber angeliefert werden müssen. Also wieder weg und an die andere Halle. Die Warenannahme erledigen hier zwei junge Kerle, denen man beim Laufen die Schuhe besohlen kann. So was lahmes!! Quer durch Bottrop geht es nun nach Essen zu Westmöbel. Hier müssen wir noch ca. 10 Minuten warten, die Pause ist noch nicht zu Ende! Es kommt ein Mädchen vom Büro und sagt uns, wo wir im Außenlager abladen können. Es liegt nur wenige Meter gegenüber der Hauptstraße. Wir haben Glück, das wir ohne Hänger sind, denn mit Hänger wäre es sehr schlecht hier an zu fahren! Manche haben schon böse „Löcher“ als Lagerräume!! Zurück über die Aktienstraße fahren wir zur B1, an Mühlheim Ruhr vorbei, über Duisburg Kaiserberg,(an diesem Autobahnknoten geht es in 4 Etagen übereinander weg) nach Duisburg Mitte. Hier nehme ich eine Ausfahrt zu bald und komme ins „schleudern!“. Also, hier hilft nur der Stadtplan! So ein Plan ist halt doch ein verlässlicher Freund!! Wir finden die Ausstellung der Firma Westmöbel sofort, jedoch in einer Fußgängerzone! Anlieferung nur bis 11.00 Uhr früh und jetzt ist es 15.30 Uhr! Wir fahren trotzdem rein, müssen aber eine Runde drehen, denn Ware wird nur an der Rückseite des Gebäudes angenommen. Plötzlich ist es sehr eng, PKW parken links und rechts, Blumenkübel stehen herum und auf Straßen Lampen ist zu achten. Das Lager ist „proppenvoll“ und wir stellen die Elementgruppe gleich beim Rolltor ab. Der Mitarbeiter von Westmöbel arbeitet nach der Devise: „In der Ruhe liegt die Kraft“ einfach Furchtbar !!Nix wie raus und nach Duisburg Wahnheimerort .Hier müssen wir warten, denn einer ladet Küchenmöbel ab und das kann dauern! Doch wir mogeln uns an ihm vorbei, bringen unsre Klamotten hinter Schloss und Riegel und sind wieder verschwunden! Nun müssen wir von Duisburg nach Hagen fahren und das dauert über eine Stunde! Der Feierabend Verkehr setzt ein , doch wir kommen auf der B1 flott voran. Wir biegen auf die A 43 ab Richtung Wuppertal und fahren hier bis Wuppertal Nord. Dort geht es auf die A1 bis Hagen West. Es ist Feierabend und alle Straßen um Hagen sind „dicht“! Wir müssen in die Rathauspassage zur Fa. Westmöbel Ausstellung. Ich weiß von früheren Lieferungen, das dort Fußgängerzone ist. Jetzt heißt es langsam tun. Die Straße ist voller Menschen, auf Blumenkübel ist zu achten, es kommen Gelenkbusse entgegen. Ich hoffe das die „Grünen“ weit weg sind!. Gerade habe ich die Türen vom Koffer geöffnet, schon fährt ein Grün – weißes Auto hinter uns. Die beiden Polizisten schauen aber nur und einer deutet mit dem Finger auf seine Armbanduhr! – Ja, ja ich weiß, wir sind auch gleich wieder draußen! Es ist mittlerweile 17.30 Uhr und der Verkehr sehr stark! Deshalb bin ich froh wieder auf der Autobahn zu sein. Wir fahren zurück nach Dortmundt, wo der Hänger steht Unser Zug ist nun leer, jetzt haben wir nur noch „Luft“ geladen! Als wir den Hänger wieder am Haken haben, nehme ich die Tachoscheibe heraus und sehe, das nicht mehr viel Zeit übrig bleibt!. Wir beschließen den Autohof in Dortmund anzufahren. Dort kann man ruhig schlafen, sich duschen und ein gutes Essen gibt es auch . Als wir gegen 18.00 Uhr eintreffen stehen schon einige LKW dort. Und jetzt werden es immer mehr. Glück gehabt, denn der Hof hat nur eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen z.V. Ich schreibe die Tachoscheiben, lege Neue ein und gehe erst einmal aufs „Örtchen“. Wir duschen und beim rausgehen aus dem Waschraum kommt durch das halb offene Fenster eine schwarz weiß gezeichnete Katze herein, die wahrscheinlich hier irgendwo wohnt. Im Autohof „PS – Stübchen“ setzen wir uns an den Stammtisch. Es dauert auch nicht lange als zwei Fahrer hereinkommen. Am „Grüss Gott“ und am „Slang“ hören wir sofort das sie aus unsrer „Ecke“ sind. „Noch Platz bei Euch?“ „Sicher!“ – „Ihr seit von der Fa. H. ?“ – „Hm“. „Und ihr?“ – „Von H. aus Sonnefeld“ Die Speisekarten werden studiert. Der Wirt fragt nach den Getränken. “ Vier Pils?“ – „Ja.“. Am Nachbartisch essen sie Holsteiner Schnitzel. Das sieht ganz gut aus. Wir bestellen und bald ist das Schnitzel „verschwunden“. Jetzt beginnt die Unterhaltung und jeder hat was zu erzählen. Das Zweite Pils kommt und bald wird es Zeit in die „Mulde“ zu gehen. Es ist mittlerweile 21.30 Uhr . Am Tisch gegenüber ist einer schon „dicht“ . Der ist von der Fa. R. aus Wertheim. „Gemmer halt ins Bett!“ sage ich zu Wilfried, bezahlen und sind auch bald am schlafen. In der Nacht gegen 2.00 Uhr wache ich auf. Es fährt einer neben uns. Er lässt ewig den Motor noch laufen und zusätzlich rappelt das Kühlaggregat. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. „ Ich hüpfe aus der Koje und klopfe so lange bei ihm bis er aufsteht. „Was issn los?“ fragt er „Kannst du nicht die Kiste ausmachen??“ frage ich und er ist einsichtig und stellt das Aggregat ab! Endlich wieder Ruhe!. Um 6.00 Uhr stehe ich auf, gehe mich Waschen und wecke Wilfried: Er meint ich soll ihm gleich ein Frühstück mitbestellen. Er kommt nach. Gegen 7.00 Uhr haben wir ein gutes Frühstück hinter uns. Die Fahrer der Fa. H. aus Sonnefeld haben ebenfalls mit uns gefrühstückt. Ich gehe zum Parkplatzfritzen, bezahle die Parkgebühr und mache meinen Kontrollgang um den Lastzug herum. Es geht Richtung Heimat. Sogar in der Stadt ist es neblig, bin gespannt wie es weiter draußen auf der Autobahn aussieht?. Es ist starker Frühverkehr als wir auf die „Magistrale des Ruhrgebiets“ einbiegen ,die B1. Stadtauswärts läuft es ganz gut, stadteinwärts quälen sich Kolonnen von Fahrzeugen. Wo die bloß alle parken denke ich? Am Autobahnkreuz Unna ist kurzer Stau, dann wir der Verkehr weniger und nur der Fernverkehr rollt flott in Richtung Kassel. Die Morgensonne wärmt schon mächtig durch die Windschutzscheibe .Es gibt aber immer wieder Nebelbänke und man muss runter vom Gas. In der „Soester Börde“ überholt uns ein „Sattel“ . Als wir kurz vor Kassel sind , ein Stau. Auf der Überholspur steht einer mit der ROT WEIß ROTEN Flagge und winkt die Fahrzeuge von der linken auf die rechte Spur Als wir näher kommen, steht Polizei da und wir sehen den „Sattel“ voll eingeknickt auf der linken Spur stehen. Die Maschine hängt auf und in der Leitplanke! Die Straße ist trocken und es ist auch kein Nebel! Was hat der bloß gemacht?? Am Kasseler Kreuz biegen wir wieder auf die A7 ein und es geht in die Kasseler Berge hinein. Aber jetzt sind wir leer und das merkt man an den Steigungen. Wie viel leerer Raum wurde damals durch die Gegend gekutscht! .Und die Bahn hatte nix mehr zu fahren? Nur Leute Verblödung in diesem Land!!! Auf der Gegenfahrbahn kommen uns nun die Züge aus Westfalen entgegen , die uns am Sonntag begegneten. Es ist ja Dienstagfrüh! Je weiter wir nach Süden fahren, desto schöner wir das Wetter. Wenig Verkehr! In der Raststätte „Großenmoor“ tanken wir noch einmal .Der Tankwart kommt heraus und hält fragend die Rechte Hand waagrecht unter die Nase .Ich nicke nur mit dem Kopf und das bedeutet für ihn „voll tanken“ .Wir wechseln und Wilfried fährt die letzten 150 km nach Hause. Bei Fulda ist wieder Nebel und die Außenspiegel sind vereißt!. Wilfried schaltet die Spiegelheizung ein und schnell ist wieder freie Sicht! Die Spiegel sind unsere Lebensversicherung nach Rückwärts! Früher war das nicht schön als wir noch ohne Spiegelheizung fuhren .Den linken Spiegel kann man ja frei kratzen. Aber der rechte Spiegel war immer „blind“, wenn der Beifahrer im Bett lag. Das war schlimm, wenn man einen Lkw überholte und man wieder einscheren wollte. Deshalb helfen sich die Kutscher untereinander und geben in dieser Situation „Lichthupe“. Das ist mittlerweile International und klappt auch ohne vereißte Spiegel. (Spiegelheizung ist ja heute schon lange Standart)! Als wir hinter Gersfeld hinauf zur Schwedenschanze fahren wird der Nebel immer dünner und plötzlich strahlender Sonnenschein auf den Rhön Gipfeln! Alles darunter liegt wie in weißer Watte gepackt! Bei Königshofen ist wieder starker Nebel und vor uns fahren zwei Schleppergespanne. Überholen ist nicht möglich. Doch nicht lange ,die Trecker biegen ab und es läuft wieder. Bei Siebenwind auf der 303 mache ich mich fertig für den „Absprung“. Ziehe den Anorak an und richte die Tasche. Wilfried setzt mich wieder am Rathaus in Ahorn ab. „Servus bis morgen!“ – „Servus!!“ Die Heimat hat mich wieder. Als ich am Mittwoch morgen die Tour schreibe komme ich auf 1106 gefahrene km! Die letzten Meter gehe ich gemütlich nach Hause. Der Sohn begrüßt mich mit :“HeyDad!“ Die Mutter kommt aus ihrem Zimmer und begrüßt mich mit :“ Na Jung` bist widder do? Wie wars denn ?Wie war die Tour? Erzähl doch mal!“. Ich hab aber keine Lust, erst einmal mit der Zeitung in den Sessel. – Abschalten ist jetzt angesagt!. Nach ca. einer Stunde kommt die „Bessere Hälfte“ von der Arbeit. Mit Kuss und „grüß dich“ wird sie empfangen. Es wir Zeit zum Abendessen. Noch etwas Nachrichten vom Golfkrieg und bald kommen die „Nickmännle“, die sich auf die Augendeckel setzen und es ist Zeit ins Bett zu gehen.(Damals saß man noch nicht vor dem PC bis zum abwinken!!) Und morgen geht es nach Sachsen. In die Ecke von Dresden. Dort bauen sie gerade eine „Möbelkette“ auf damit die „Noch DDR`ler“ so richtig mit dem Konsum von den Wessis vollgepflastert werden! Als ich unmittelbar nach der „Wende“ zum ersten Mal in Eisenberg war und in das „Staatseigene" Möbelgeschäft reinging und sagte das ich einen Lastzug voll mit Polstermöbel bringe haben die mich angeschaut als käme ich vom Mond!! Und dann begann das Problem: Wohin mit den Klamotten?? Eine Garage war schnell voll! Ein Hausflur ebenfalls. Im Verkaufsraum wurden die Sessel und Sofas übereinander gestellt. Und wir hatten immer noch Ware auf dem Lkw. Aber irgendwie hat es dann doch geklappt! Und dann hieß es :“Möchten se`eehn Täss-schen Hääsn`“! „Was iss`n des?“ – „Nu eehn Gaffääh!“.-„Klar doch!“. Und dann erzählte mir der Mann von dem Möbelgeschäft eine kleine Geschichte: “Wissen sie , die schönsten LKW-Touren in der DDR waren die : Halle, Hof Dresden und zurück!“ Ich fragte etwas ungläubig: Halle Hof?? –Nun das ist doch ganz einfach :“Von der Halle auf den Hof, dann Dresden –dann drehst du ihn ,heißt das auf Deutsch „!Und wieder zurück! – (Ich musste laut lachen!) Als wir wieder losfuhren meinte er noch:“ Mittags ab eins mach ich meins!“ Wie lang ist das schon her? Wie viel Polstermöbel Firmen gibt es nicht mehr?? Drei Tagestouren ins Ruhrgebiet waren damals in der Woche zu fahren!! Es boomte noch in der Wirtschaft in Deutschland! Ich hatte einen Freund der war Autoverkäufer damals. Er rief mich öfters an, und fragte ob ich nicht wüsste, wo es noch gebrauchte Autos gebe, die er nach den Neuen Bundesländern verscherbeln wollte!! Goldgräberstimmung in Deutschland!! Lang ist es her! Viele Möbelhändler aus dem Westen sahen damals ihre große Chance in der „Noch“ DDR. Eines Tages hieß es: “Ihr trefft euch mit Herrn M. auf dem Domplatz in Erfurt“. “Auf `m Domplatz??“ Na gut. Wir fahren also nach Erfurt. Finden auch den Domplatz. Die Volkspolizei hat auch nix dagegen, das wir dort parken! (Mit einen Lastzug!) –Herr M. ist anwesend und wartet schon auf uns. Unser Maschinenwagen war wie ein Musterwagen mit Polstergarnituren ausstaffiert, mit Bildern von anderen Polstermöbeln an den Wänden Und eine breite Holztreppe hatten wir dabei, damit die Leute bequem auf das Auto hinauf steigen konnten, um sich die Garnituren anzusehen. Unser Herr M. war nur am schreiben von Kaufverträgen.!! Wir standen ca. vier Stunden damals dort auf dem Domplatz Dann lud uns M. zum Essen ein, etwas außerhalb, wo auch viele Lastzüge standen. Er meinte damals: „Das hat sich sehr gelohnt!“ .Und rieb sich die Hände! Die nächste Tour nach Erfurt, war dann der Zug voll mit neuen Polstergarnituren, welche wir in ein „Lager“ anliefern sollten! Die Straße , etwas außerhalb von Erfurt war auch gleich gefunden, doch es war ein reines Wohngebiet! Hausnummer? Passt! Ich klingle und eine alte Frau kommt heraus. “Wo ist denn hier das Möbellager ?„ frage ich sie. “Gommse mal mit!“ Ich denke ich sehe nicht recht. Plötzlich stehe ich in einen leeren Pferdestall.!! In den Pferdeboxen waren auf dem Boden Decken und Pappkartons gelegt. „Und da rein sollen die Möbel??“ „Ja!“ Na gut, haben wir halt die 30 Garnituren dort reingebracht, von der Oma noch einen Kaffee bekommen und waren schnell wieder auf den Weg Richtung Westen. Wie sagten sie: der wilde Osten!
Diese Stimmung war aber sehr schnell vorbei. Die Leute wurden damals erst einmal mit billigen Garnituren voll gepflastert.. Etwa ein Jahr später fragte ich dann Herrn M. einmal „Wie läuft das Geschäft in den neuen Ländern?“ da sagte er nur: „Wir warten auf die zweite Welle!“ „?“ Wollte damit sagen ,das jetzt Polstermöbel der gehobenen Preisklasse dran wären! ----Schön wäre es gewesen!—Er verkauft seine Möbel, wieder dort, wo er sie schon immer verkauft hat, im Siegerland! Und dann kam die Zeit, als sich dort „Möbelketten“ nieder ließen. Damit begann der knallharte Wettbewerb, der bis zum heutigen Tage anhält. Lang ist das her, mittlerweile schon wieder 15 Jahre! Und wo stehen wir heute ????? gerd
Ein sehr schöner Erlebnisbericht Gerd. Da kann man sich richtig hineindenken und mitfahren. Habe heute auch eine schöne Tour gefahren. Lif - Neustadt- Sonneberg- Haselbach- Steinach- Lauscha- Neuhaus a. R. Siegmundsburg- Stelzen- Mausendorf (am Bleß beim ICE Tunnel)- Schalkau- Son und zurück. Da sag ich nur Ski und Rodel im Thüringer Wald sehr gut. Gruß Fw. M
Hallo in der Runde, auch bei uns war sehr oft der Teufel los und man versuchte, beim Fahren etwas auszuspannen und wieder Ruhe zu finden. Unsere jährliche Fahrtleistung lag in der Regel bei rund 100000km. An eine Fahrt erinnere ich mich wie gestern (lag am dichten Verkehr): Mönchengladbach-Essen-Gronau-Darmstadt-Mönchengladbach und in Darmstadt noch bei der TH Bessprechung über die Versuchsanordnung zur Materialprüfung. Die Trassenlängen deer Pipelines lagen so bei 20 bis 50km und mehr und man ist diese Strecke oft mehrfach am Tag gefahren; wenn ich heute zurückdenke wie lange wir da oft hinterm Steuer saßen - ein Wahnsinn! Bin nur gespannt, wann die gesetzgebeung mal auf den Trichter kommt, auch Pkw's mit Fahrtenschreibern ausstatten zu lassen, um solche (im Grunde genommenen Wahnsinns-) Fahrten zu verhindern. Ich möchte nicht wissen, wie viele Unfälle ausschließlich auf Übermüdung der Fahrer zurückzuführen sind. Auch ich habe mir angewöhnt - wenn ich mit meinem Womo unterwegs bin - Signal für das Wiederweinscheren nach dem Überholen für LKW's zu geben, denn die meisten sind doch viel schneller als ich und mir tun sie leid, wenn sie im Überholverbot (finde ich oft unsinnig) hinter mir herzuckeln müssen.
Jürgen,da muß ich dazu sagen,das wir im Werksfernverkehr lange nicht den Stress und Zeitdruck hatten,wie z.B. die Spediteure.Bei Norbert lag das auch wieder anders...trotzdem waren auch km Leistungen von 100 000 km das Jahr eine normale Leistung!Oftmals,als es noch so richtig brummte in Deutschland,70er/80er Jahre mußten bei uns die Möbelspeditionen zusätzlich mit fahren..die Möbelfirmen haben doch damals Knete ohne Ende gemacht...!Kein Witz.Und dann begann das große Firmensterben.Ich könnte sofort 10 Firmen aufzählen,welche im Ebersdorfer/Sonnefelder Raum dicht gemacht haben.Im letzten Jahr war einmal ein Bericht im Fernsehen,der sich mit dem Niedergang der Polsterindustrie im Coburger Raum befasste.Was ging da nicht alles den "Bach runter"...,nicht nur Polstermöbelfirmen waren betroffen,sondern auch viele Zulieferbetriebe und auch die Gaststätten merkten den Einbruch...! Wenn ich an die letzten Jahre zurück denke. Sonntagnacht...auf der B 303 in Richtung Schweinfurt...wohl LKW Verkehr,aber lange nicht in dem Ausmaß wie damals in den 70er/80er jahren...na gut,die Verkehrsströme mögen sich verlagert haben...wir haben jetzt eine Autobahn vor der Haustüre... Geht man davon aus,das die meisten Polsterfirmen einen eigenen Fuhrpark von rund 10 LKW,s hatten...und 10Firmen mußten zu machen,waren das schon 100 LKW,s weniger auf unseren Straßen...!!Das mögen jetzt die Umweltschützer gerne lesen....aber wie ist die momentane Situation auf unseren Straßen?? gruß gerd