RE: C.E.

#101 von Zugereister , 06.07.2016 20:21

S. 233: "Als die Offiziere der US-Armee Friedmann und Roberts am 11. April 1945 mit dem Herzog sprachen, mussten sie sich aus dem Munde des Präsidenten des DRK und Inhabers vieler Ämter anhören, dass es >>Zeit gewesen sei, die Juden zu Beseitigen<<. ... Fußnote 1: NA Washington D.C. RG 226 055, Intl. Reports >>Regular Series<<, Entry 16 Box 1484 1901141817, Vertraulicher Bericht Paul J. Friedmann und Robert H. Roberts aus der Psychological Warfare Division Intelligence Section vom 1.5.1945 an die Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force S.3

Anfang Mai sandten Friedmann und Roberts ihren ausführlichen Bericht an Ihre Stabsstellen. Erst am 6. Juni 1945 wurde Carl Eduard vom Counterintelligence Corps (CIC), der Militärstrafverfolgungsbehörde der US-Militärregierung , festgenommen und zunächst nach Bayreuth in ein Übergangslager gebracht.

Zugereister  
Zugereister
Beiträge: 273
Punkte: 277
Registriert am: 05.12.2009


RE: Walderholungsheim - Jugendarbeitslager

#102 von Rolf Metzner , 10.07.2016 13:41

Zitat von Rolf Metzner im Beitrag #86

Siehe Beitrag 86 auf der vorhergehenden Seite!
.............
Im Waldgebiet "Eller" bei Wüstenahorn wurde nach dem 1. Weltkrieg des Walderholungsheim für Lungenkranke eröffnet.
..............
Daß die Stadt Coburg auf diese soziale Einrichtung recht stolz war, zeigt u. a. die ausführliche Darstellung in Wort und Bild (so 5 Fotos von R. Uhlenhuth, Coburg), in der 1929 erschienenen Monographie deutscher Städte über Coburg.
..............



Habe mir inzwischen das Buch: Monographien deutscher Städte, Band XXX, Coburg, DKV 1929, angeschafft und kann deshalb Ulenhuth's 5 Fotos (ca. 1920; die Walderholungsstätte wurde unmittelbar nach dem 1. WK errichtet) nachreichen:

"Walderholungsstätte, Wirtschaftsbaracke": Walderholungsheim, Wirtschaftsbaracke.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

"Walderholungsstätte, Teil des Schlafsaales":Walderholungsheim, Schlafsaal.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

"Walderholungsstätte, Plantschbecken":Walderholungsheim, Quelle mit Plantschbecken.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)Überreste davon sind heute noch zu finden:Quelle und Plantschbecken heute.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

"Walderholungsstätte, Speisesaal":Walderholungsheim, Speisesaal.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

"Walderholungsstätte Liegeraum":Walderholungsheim, Liegeraum.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)


Die Walderholungsstätte wurde ja dann 1932 in ein Jugendarbeitslager umfunktioniert!


 
Rolf Metzner
Beiträge: 1.974
Punkte: 1.994
Registriert am: 29.03.2011

zuletzt bearbeitet 15.01.2020 | Top

RE: C.E.

#103 von Rolf Metzner , 26.10.2018 12:28

Zitat von Stefan im Beitrag #37
Zum Einzug von C.E. am 5.11.1905 in Coburg von Prof. Uhlenhuth - ist für euch bestimmt ein alter Hut, kennt ihr doch bestimmt....


Wegen interessanter Coburg-Fotos von 1905 habe ich mal mein Exemplar von " Einzug Seiner ....... in die Herzogliche Residenzstadt Coburg am 5. November 1905......" in die Bildergalerie eingestellt!

Einzug C.E. in Coburg, 1905, Einband.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


 
Rolf Metzner
Beiträge: 1.974
Punkte: 1.994
Registriert am: 29.03.2011

zuletzt bearbeitet 20.01.2020 12:19 | Top

RE: Walderholungsheim - Jugendarbeitslager

#104 von Rolf Metzner , 14.01.2020 12:26

Zitat von Rolf Metzner im Beitrag #86
Hierzu folgende Informationen:

Im Waldgebiet "Eller" bei Wüstenahorn wurde nach dem 1. Weltkrieg des Walderholungsheim für Lungenkranke eröffnet.

Hierzu aus http://www.wuestenahorn-coburg.de:

Walderholungsheim (Walderholungsstätte)

Während des 1. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit hatte sich die Zahl der Lungenkranken (Tuberkulösen) bedeutend vermehrt, so auch im Coburger Land. “Es hat sich in Coburg bei der grossen Steigerung tuberkulöser Erkrankungen das Bedürfnis herausgestellt, eine Walderholungsstätte für Tuberkulöse zu errichten. Diese soll einen Aufenthalt am Tage abgeben für solche Kranke, welche auf ihre Einberufung in eine Heilstätte noch warten müssen, für solche, welche nach ihrer Entlassung aus der Heilstätte noch einer weiteren Erholung bedürfen, bevor sie ihre frühere Arbeit wieder aufnehmen, und für Tuberkulöse, die an leichteren vorübergehenden Störungen ihrer Gesundheit leiden.

So wurde in der Wüstenahorner “Eller” (Fl. Nr. 117), einem Nadelwäldchen, das sich nördlich des Schorkendorfer Weges entlangzieht, ein Holzhaus mit getrennten Liegehallen jeweils für Frauen und Männer errichtet, das fortan als Walderholungsheim für Lungenkranke dienen sollte, bis es um 1930 als Jugendheim Verwendung fand. Die Walderholungsstätte ist auf einem Waldgrundstück in Wüstenahorn bei Coburg bis auf einige kleinere Baulichkeiten bereits fertiggestellt. Die Leitung des Betriebs soll einer Schwester der Fürsorgestelle hier [d. i. Coburg] anvertraut werden. Die ärztliche Leitung soll in den Händen des Fürsorgearztes liegen. Es wird mit einer vorläufigen Belegzahl von 25 – 30 gerechnet. Am 1. April 1920 soll der Betrieb eröffnet werden. Die Anlage ist erweiterungsfähig gebaut und soll nach und nach, entsprechend den eintretenden Bedürfnissen erweitert werden. Bei kostenloser Überlassung des Grund und Bodens seitens der Stadt Coburg sind die Baukosten und die Kosten der ersten Einrichtung auf 65 bis 70000 M. veranschlagt. Unter dem 1. April 1920 wurde zur Eröffnung des Walderholungsheimes eingeladen : “Am 7. April 1920 nachmittags 5 Uhr soll die neu errichtete Walderholungsstätte für Lungenkranke in der Städtischen Waldung bei Wüstenahorn durch eine kurze Feier ihrer Bestimmung übergeben werden. In der folgenden Zeit, in der sich zwischen 40 bis 50 Einwohner der Stadt Coburg aufhalten sollten, erfolgte eine weitere bauliche Ausgestaltung der Walderholungsstätte, so bereits 1921 mit einer Wasserleitung, einem Laufbrunnen und einem Planschbecken und 1923 mit einem Übernachtungsgebäude; auch ein Sonnenbad kam hinzu. Es war eine gute und sinnvolle Einrichtung, deren Finanzierung allerdings mancherlei Schwierigkeiten bereitete.

Daß die Stadt Coburg auf diese soziale Einrichtung recht stolz war, zeigt u. a. die ausführliche Darstellung in Wort und Bild (so 5 Fotos von R. Uhlenhuth, Coburg), in der 1929 erschienenen Monographie deutscher Städte über Coburg: “Unmittelbar nach dem Kriege hat die Stadt in den schön gelegenen Waldungen bei Wüstenahorn eine Walderholungsstätte errichtet, die aus einer Liegehalle mit Wirtschaftsräumen, einem Übernachtungsgebäude, einem Luft- und Sonnenbad mit Brausebädern, einem Planschbecken und mehreren Spiel- und Liegeplätzen besteht; es können dort etwa 50 erholungsbedürftige Kinder zu einem ganz mäßigen Verpflegungssatz untergebracht werden. Die gesundheitliche Überwachung erfolgt durch den Lungenfürsorgearzt, Oberarzt Dr. Herold, der an der Spitze der Hauptamtlichen Lungenfürsorgestelle steht. Deren Träger ist die “Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose”, die sich zusammensetzt aus der Thüringischen Landesversicherungsanstalt und dem ‘Zweckverband Coburg zur Bekämpfung der Tuberkulose’. Die Fürsorgestelle bilde: den Mittelpunkt aller Bestrebungen zur Bekämpfung dieser verheerenden Volksseuche innerhalb des früheren Herzogtums Coburg; in der Stadt. Coburg sind drei Lungenfürsorgeschwestern beschäftigt. Wie der Bericht andeutet, weilten nicht nur Erwachsene zur Erholung in Wüstenahorn, sondern (bis 1930) vermehrt auch Kinder: so hielten sich 1927/28 81 Kinder mit städtischen Zuschüssen in der Walderholungsstätte Wüstenahorn auf.



Aus dieser Walderholungsstätte entstand, als das Thema "Lungenkrankheiten" keine so große Rolle mehr spielte, 1932 das Jugendarbeitslager.

Hierzu wieder aus http://www.wuestenahorn-coburg.de:

Vom Coburger Freiwilligen Arbeitsdienst zum Reichsarbeitsdienst (RAD)

Besonders in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden in mehreren Ländern in unterschiedlicher Ausgestaltung die Organisation männlicher und weiblicher Jugend zur freiwilligen oder pflichtmäßigen Ableistung öffentlicher oder im öffentlichen Interesse liegender Arbeiten ohne die übliche Entlohnung, sogenannte Arbeitsdienste. Mit der Errichtung von Arbeitsdiensten verfolgte man verschiedene Zwecke: die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, stärkere Lenkung der Jugendlichen, Bewältigung großer öffentlicher Arbeitsvorhaben wie die Kultivierung von Ödland, den Bau von Straßen, Kanälen u.s.w.. Solch ein “Freiwilliger Arbeitsdienst” wurde Anfang der 30er Jahre auch vom Deutschen Reich eingeleitet.

In Coburg erfuhr nun diese Einrichtung aus mehrfachen Gründen durch die nationalsozialistische Fraktion im Stadtrat eine Alternative, gemäß des unter Nationalsozialisten vertretenen Grundsatzes: “Möglichst keine Wohlfahrtsunterstützung ohne Arbeit. Ledige Wohlfahrtsarbeiter im Alter bis zu 25 Jahren sollten durch die Errichtung eines gemeinsamen Jugendlagers zusammengefasst werden. Dazu konnten sich nun die ledigen, ortsansässigen Wohlfahrtsarbeiter beim Wohlfahrtsamt freiwillig zur Aufnahme in die Jugendabteilung der städtischen Wohlfahrtsarbeiter bewerben. Als Heim für diese Jugendlichen wurde nun die bisherige Walderholungsstätte verwendet, “ungefähr eine halbe Stunde von Coburg entfernt, inmitten eines herrlichen “Fichtenwaldes”, also in Wüstenahorn. hat die nationalsozialistische Fraktion der Stadt Coburg die sozialdemokratisch gesonnene Einwohnerschaft von Wüstenahorn damit bewusst provozieren wollen?. Auf die Ergebnisse der folgenden Wahlen sollte es auf jeden Fall keinen Einfluß haben. Die Wüstenahorner liessen sich nicht umstimmen!

Besucher im Sommer 1932 verglichen dieses nunmehrige Jugendarbeitslager “inmitten eines prächtigen Nadelwaldes” mit einem “Erholungsheim”. Nach dem Passieren der Wachstube “aus gingen wir durch einen Schlafsaal, um dann in den Aufenthaltsraum zu gelangen. Hiernach besichtigten wir den zweiten und somit größten Schlafsaal des Arbeitslagers. Diese beiden Schlafsäle machten auf uns in Bezug auf Sauberkeit und Ordnung ebenfalls den denkbar günstigsten Eindruck.” Unterstellt wurde dieses Heim dem Diplomingenieur Franz Hammer. Am 12. Januar 1932 bezogen zum ersten Mal zehn Jungarbeiter das Lager. In kurzer Zeit stieg die Lagerbesatzung schon auf 24 Mann an. Der Mannschaftsbestand wuchs in der nächsten Zeit rasch weiter: über 60 Personen bis zu 80-120 Mann. Die Kontrolle des Lagers unterstand dem Coburger Bürgermeister Franz Schwede und Bürgermeister W. Rehlein. Es erfolgte für die jungen Menschen nach Dienstantritt eine genaue Diensteinteilung, die um 6:15 Uhr mit dem Wecken begann und sich bis zum Beginn der Nachtruhe um 22:15 Uhr über den ganzen Tag erstreckte. Die Arbeitsdienstzeiten waren jeweils von 8:00 Uhr – 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr – 16:15 Uhr. Am Samstag war von 8:00 Uhr – 10:00 Uhr Baustellendienst. Gemeinsam erfolgte der Marsch zum Arbeitsdienst, ebenso geschlossener An- und Abmarsch zum Mittagstisch. Das Essen empfingen die Jungarbeiter gegen 12:00 Uhr im Städtischen Pflegehaus (heute Karl-Türk-Str. 88); die Brotration betrug pro Tag 1 1/2 Pfund. Beobachter stellten fest, daß das Essen “sehr schmackhaft und außerordentlich kräftig zubereitet” war. Mancher, “der unter den jetzigen Verhältnissen zu leiden hat, würde froh sein, eine derartige Hausmannskost in Wüstenahorn für lange Zeit einnehmen zu dürfen.” Am Dienstag, den 7. Juni 1932, gab es für 89 Mann Mischgemüse mit Rindfleisch sowie Tee mit Weißwurst; am Mittwoch, den 8. Juni 1932 war es Makkaroni mit Mischobst, Kakao mit Butter und Käse; am Donnerstag, den 9. Juni 1932, erhielten wiederum 89 Personen Kartoffelstampf mit Fleischklößchen, abends Tee mit Hamburger Wurst.

Zum Wach- und Zimmerdienst wurden “abwechslungsweise der Reihe nach drei Lagerkameraden abgestellt, die tagsüber zur Beihilfe in der Küche bzw. zum Botendienst verwendet werden” sollten. Insgesamt herrschte “im Lager vom ersten Tag an eine strenge Zucht und Ordnung und eine erstklassige Baustellendisziplin”. Dabei wurde auch auf “peinliche Sauberkeit” im ganzen Jugendarbeitslager geachtet. Die zu leistende Arbeit wurde “als durchaus den Kräften der Jugendlichen entsprechend” betrachtet. Körperlich schwächliche Arbeiter wurden “für leichteren Dienst eingeteilt, den zu leisten sie durchaus in der Lage” waren. Als weitere Arbeiten nach Fertigstellung des Lagererweiterungsbaues sowie der Ringstraße (Gustav-Hirschfeld-Ring) kamen “laut Angaben des Leiters des Jugendarbeitslagers Straßenbauten, Ent- und Bewässerungsanlagen, Erbauung von Schleusen usw. in Frage.” Zur Verhütung von Unfällen wurden “weitgehende Vorkehrungen getroffen; auch sind für die einzelnen Arbeitskolonnen Sanitätsmittel sowie fachmännisch ausgebildetes Sanitätspersonal vorhanden.” Für die Insassen des Lagers bestand auch die Möglichkeit bei Gelegenheit kostenlos das Landestheater in Coburg sowie kulturelle und wissenschaftliche Vorträge in der Stadt aufzusuchen. Das “Einpassieren” der dazu beurlaubten Lagerkameraden wurde im Wachbuch vermerkt.

Franz Schwede bemerkt rückblickend 1941 zur Disziplin im Lager und außerhalb allerdings auch: “Der umsichtigen Führung des Parteigenossen Hammer gelingt es auch, in dem kleinen Kreis der Lagerteilnehmer die Idee der Volksgemeinschaft zu verankern und zu verwirklichen. Diese Tatsache, daß es dem Lagerführer so schnell gelingt, die Lagerkameradschaft zu einer fest gefügten Truppe zusammenzuschweißen, befriedigt die weiten Kreise der Bevölkerung, und die Coburger freuen sich immer von neuem, wenn der Arbeitsdienst mit frohem Sang in bester Marschordnung durch die Straßen zieht. Bereits im Juni des Jahres 1932 kann die Mannschaft uniformiert werden. Von diesem Zeitpunkt an ist das Tragen und Halten der Zivilkleidung im Lager verboten. Die Tatsache von der nationalsozialistischen Idee des Arbeitsdienstes wird schnell im Reich bekannt.”

So wurde die in Wüstenahorn erfolgte Einrichtung eines Jugendarbeitslagers, die mehr und mehr paramilitärische Züge annahm, im Dritten Reich in “mancher Beziehung richtungsweisend” für die Gründung und Organisation des halbmilitärischen Reichsarbeitsdienstes (RAD) im Jahre 1935. Nochmals Franz Schwede zum weiteren Verlauf der Ereignisse in Wüstenahorn aus nationalsozialistischer Sicht: “Die bisher so kampfreiche Entwicklung des Coburger Arbeitsdienstes ist für die Zukunft dann fast kampflos gesichert. Die Machtübernahme im Reich bringt die notwendige organisatorische Neuordnung. Ostern 1933 wird durch die Eingliederung des studentischen Freiwilligen Arbeitsdienstes das Ideal der Volks-. Gemeinschaft im Coburger Lager zur Vollendung gebracht. Der Mai bringt die Überführung des Coburger Jugendarbeitsdienstlagers in den NSDAP-Arbeitsdienstgau Oberfranken. In Wüstenahorn sollte dann vorübergehend eine Truppführerschule des deutschen Arbeitsdienstes errichtet werden. Unter einheitlicher Verwaltung wurden 1933 in den Lagern Mönchröden, Meeder und Wüstenahorn dann “insgesamt 300 Arbeitsdienstwillige” zur Arbeit eingesetzt. Stolz betont Franz Schwede abschließend in seinem Buch “Kampf um Coburg”, daß in Coburg noch vor der Errichtung des Reichsarbeitsdienstes der Gedanke des Freiwilligen Arbeitsdienstes in die Tat umgesetzt worden sei. Ab 1935 sollte dann für alle männlichen Jugendlichen eine sechsmonatige Dienstpflicht beim RAD bestehen. Daß dies nun gerade in dem sozialdemokratisch gesonnenen Wüstenahorn mit seinen Anfang nahm, gehört wohl zu den oftmals unerklärlichen Unwägbarkeiten der Geschichte.



Hier ein Foto vom Jugendarbeitlager (die "Schubkarren-Parade" erfolgte nach dem Arbeitseinsatz bei der Tiefbaufirma Wischniowski - Bau des Hirschfeldrings):

Jugendarbeitslager Wüstenahorn.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Den Brunnen vom Walderholungsheim bzw. vom Jugendarbeitslager im Waldgebiet Eller/Wüstenahorn findet man heute noch:

Brunnen, Waldgebiet Eller (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)



Auf der Basis eines sehr detaillierten Stadtplanes von Coburg aus dem Jahr 1935, in dem das Walderholungsheim bzw. das Jugendarbeitslager eingezeichnet ist, konnte ich dessen Lage (und z.B. auch die Anzahl der Gebäude) rekonstruieren. Ich habe hierzu den entsprechenden Ausschnitt des alten Stadtplanes über die aktuellen Karten gelegt:

Wüstenahorn, Walderholungsheim, Jugendarbeitslager, Waldgebiet Eller, Projektion früher - neu.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Bereich Walderholungsheim, Jugendarbeitslager, Projetion alte auf neue Karte.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


 
Rolf Metzner
Beiträge: 1.974
Punkte: 1.994
Registriert am: 29.03.2011

zuletzt bearbeitet 20.01.2020 12:25 | Top

RE: Walderholungsheim - Jugendarbeitslager

#105 von Rolf Metzner , 15.01.2020 11:37

Hab' mich heute mal - mit dem Lageplan in der Hand - im Bereich der Hauptbaracke oberflächlich umgeschaut und dort Stein-/Mauerreste (vermutlich Fundamentreste) gefunden:

Jugendarbeitslager, Hauptbaracke, Fundamentreste, 01.2020 (4).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Jugendarbeitslager, Hauptbaracke, Fundamentreste, 01.2020 (3).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Jugendarbeitslager, Hauptbaracke, Fundamentreste, 01.2020 (2).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Jugendarbeitslager, Hauptbaracke, Fundamentreste, 01.2020 (1).jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Den Brunnen kann man, wenn man seine Lage nicht genau kennt, nur noch schwer finden, weil er jetzt unter einem umgefallenen Baum versteckt ist.


 
Rolf Metzner
Beiträge: 1.974
Punkte: 1.994
Registriert am: 29.03.2011

zuletzt bearbeitet 15.01.2020 | Top

   

Adalbert Bringmann



Xobor Ein Kostenloses Forum von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz