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| Zuletzt Online: 05.12.2025
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Das gelb verputzte Haus ist kein Neubau, sondern ein schmaler, traufständiger Altstadttyp auf Parzellenbreite. Der dreiachsige, zweigeschossige Aufbau über dem Erdgeschoss, das steile Ziegeldach und die streng gereihten Fensterachsen zeigen die klare Ordnung eines bürgerlichen Wohn- und Geschäftshauses. Die Obergeschosse wirken bewusst schlicht: glatte Wandflächen, nur leicht profilierte Fensterrahmen und ein zurückhaltendes Traufgesims – typische Merkmale des klassizistisch-biedermeierlichen Bürgerhauses. Das Erdgeschoss ist später zur Ladenfront umgebaut und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nochmals modernisiert worden (große Schaufensteröffnung, Metallrahmen, Durchfahrtstor). Der Baukern dürfte daher spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (ca. 1780–1830) sein; kleinere Überformungen – etwa Fensterformate und Erdgeschoss – stammen aus dem späten 19. und besonders aus der Nachkriegszeit.
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Unterer Bürglaß 10
1795 Johann Christoph Sollmann, Schlossermeister
1810 Anna Dorothea Sollmann, Schlossermeisterswitwe und Georg Andreas Sollmann
1845 Georg Andreas Sollmann, Schlossermeister
1876 Adolf Sollmann, Schlosser
1904 Philipp Heinrich Wilhelm Hommert, Messerschmiedemeister
1910 Henriette Hommert, Witwe
1942 Richard Hommert, Messerschmiedemeister
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Unterer Bürglaß 9
1762 Philipp Gottlieb Mechthold
1815 Johann Andreas Schmidt, Schreinermeister
1860 Erbengemeinschaft Schmidt
1869 Andreas Baum, Blechschmiedemeister
1876 Friedrich Schröder, Malermeister
1890 Adolph Bätz, Hoftöpfer
1893 Arthur Uthe, Gastronom
1908 Wilhelm Ludwig Baumann, Glaser
1945 Das Haus wurde in den letzten Kriegstagen zerstört und nicht wieder aufgebaut.
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Das Haus Unterer Bürglaß 8 ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Parzellenhaus, dessen Erscheinung in der Nachkriegszeit stark überformt wurde. Der schmale, dreigeschossige Baukörper mit Satteldach, regelmäßigen Achsen und der mittigen, segmentbogigen Gaube verrät noch den Typus des bürgerlichen Stadt- und Wohnhauses. Die heute sichtbare Fassade – großformatige Natur-/Kunststeinplatten, schlicht gerahmte, eher breite Fenster und eine nüchtern modernisierte Erdgeschoss-Zone – ist typisch für Umbauten der 1950/60er Jahre und hat frühere Stuckrahmungen, Gesimse und höhere Fensterformate ersetzt. Als architektonisches Vorbild stand ursprünglich das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus (spätes 18. / frühes 19. Jh.) Pate; die jetzige Hülle folgt der Nachkriegsmoderne. Wahrscheinlich entstand der Baukern um 1780–1830, erhielt im 19. Jahrhundert die Dachgaube und wurde in den 1950/60ern in der heutigen, steinverkleideten Form erneuert.
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Unterer Bürglaß 8
1792 Thomas Gottlieb Blum, Korbmachermeister
1841 Johann Georg Angermüller, Schuhmacher
1844 Erbengemeinschaft Angermüller
1848 Dehler, Kammerdiener
1857 Georg Nicol Wittmann, Aufläder
1880 Christian Heinrich Michel, Rollfuhrunternehmer (spätere Spedition)
1888 Erbengemeinschaft Michel
1895 Emil und Adolf Michel, Rollfuhrmänner
1909 August Lorenz, Restaurateur
1943 Erbengemeinschaft Lorenz
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Unterer Bürglaß 7
1780 Andreas Eckstein, Fuhrmann
1823 Johann Philipp Brückner, Metzgermeister
1832 Johann Peter Hübner, Metzgermeister
1869 Bernhard Hübner, Metzgermeister
1870 Carl Friedrich Solcher, Schreinermeister
1902 Ernestine und Albert Solcher
1924 Albert Solcher, Schreinermeister
Bezüglich des Bildes siehe Unterer Bürglaß 5.
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Zu Unterer Bürglaß 6:
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein tradiertes Altstadthaus auf schmaler Parzelle, das mehrfach erneuert wurde. Die traufständige Fassade mit drei Vollgeschossen, streng gereihten Fensterachsen, schlicht profilierten Putzrahmen und einem kräftigen Traufgesims folgt dem Typus des bürgerlichen Stadt- und Geschäftshauses. Charakteristisch sind der segmentbogige Steinrahmen des Eingangstores sowie das steile Ziegeldach mit drei giebelständigen Gauben – Details, die zwischen Barockspätzeit und Biedermeier vermitteln. Das Erdgeschoss wurde zur Ladenfront umgebaut; Beschriftung und Holz-/Glasfüllungen stammen aus jüngeren Modernisierungen, ebenso die heutigen Fensterformate. Als architektonisches Vorbild diente damit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus (auf barocker Tradition basierend). Der Baukern dürfte spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert (ca. 1780–1830) sein; die Gauben und die Ladenzone wurden wohl im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert ergänzt und später nochmals vereinfacht.
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Unterer Bürglaß 6
1788 Johann Carl Ulmer, Lebküchnermeister
1805 Erbengemeinschaft Ulmer
1812 Johann Jacob Ulmer, Lebküchnermeister
1840 Johann Michael Heller, Lebküchnermeister
1859 Johann Georg Dorn, Lebküchnermeister
1896 Georg Dorn, Lebküchnermeister
1931 Albert Dorn, Kaufmann
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Das Gebäude ist kein Neubau, sondern ein stark überformtes Altstadthaus mit giebelständiger Straßenfront. Der breite, steile Satteldachkörper, die unregelmäßige Fensterstellung und die flache, heute glatt verputzte Giebelfläche weisen auf eine ältere, handwerkliche Bausubstanz hin. Im Erdgeschoss sind spätere Ladenöffnungen und moderne Türen erkennbar; die kleinen, quadratisch wirkenden Kunststofffenster schneiden in größere, ehemals hochrechteckige Öffnungen. Vermutlich steckt hinter der Dämmputz-Hülle ein verputztes Fachwerk mit massivem Erdgeschoss, wie es für fränkische Handwerker- und Ackerbürgerhäuser des 17./18. Jahrhunderts typisch ist. Ursprünglich dürfte die Fassade kleinteiligere, sprossengegliederte Fenster, ein hölzernes Gesims bzw. einen einfachen Ortgang und ein mit Biberschwanzziegeln gedecktes Dach gezeigt haben.
Als architektonisches Vorbild diente somit nicht der repräsentative Historismus, sondern das traditionelle fränkische Giebelhaus/Ackerbürgerhaus in spätbarocker bis biedermeierlicher Einfachheit, das im 19. Jahrhundert häufig verputzt und später für Ladennutzungen geöffnet wurde; die heutigen Vereinfachungen sind Ergebnisse jüngerer Modernisierungen.
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Unterer Bürglaß 5
1808 Joachim Geuther
1819 Johann Christoph Geuther, Schlossergeselle
1829 Georg Andreas Semmler, Schuhmachermeister
1866 Johann Heinrich Semmler, Maler
1871 Erbengemeinschaft Semmler
1873 Ernst Martin Eckardt, Schneidermeister
1877 Ernst Carl Krautworst, Schneidermeister
1888 Edmund Heym, Schneidermeister
1927 Emilie Heym, Witwe, erblich
1941 Erbengemeinschaft Heym
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Unterer Bürglaß 4
1795 Erbengemeinschaft Leonhard
1814 Johann Georg Heublein, Metzgermeister
1830 Johann Georg Kappauf, Zimmergeselle
1849 Johann Kappauf
1851 Carl Fischer, Tünchermeister
1880 Auguste Wahl, geb. Fischer
1891 Friedrich Schmidt, Schuhmachermeister
1912 Karl Wenzel, Schuhmachermeister
Das Haus wurde in den 1990er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
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Nochmals zu Unterer Bürglaß 3:
Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Altstadthaus auf schmaler Parzelle, das im Laufe der Zeit stark vereinfacht wurde. Der dreigeschossige Baukörper mit ausgebautem Dach und kleinem Dachgeschossfensterband, die streng gereihten Fensterachsen sowie das zwischen Erd- und Obergeschoss verlaufende Gurtgesims verraten die ursprüngliche, klassisch geordnete Fassadekonzeption. Im Erdgeschoss deutet die sandsteinartige Sockel-/Bossierung auf eine ältere Laden- oder Wohnsockelzone hin. In den Obergeschossen sind die Fensterformate heute kleiner und quadratischer; sie sitzen in nachträglich aufgesetzten, kantigen Rahmungen, während frühere, höhere Öffnungen mit Sprossen und profilierter Einfassung ebenso wie ein kräftigeres Kranzgesims durch Putzvereinfachung und Wärmedämmung verloren gingen. Wahrscheinlich besitzt der Bau einen verputzten Massiv- oder Fachwerkkern des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Als architektonisches Vorbild diente damit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus: ruhige Achsordnung, horizontale Gliederung (Sockel – Gurtgesims – Kranzgesims) und eine ursprünglich feiner detaillierte, heute weitgehend modernisierte Fassade.
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Melmer = alte Bezeichnung für Mehlhändler.
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Unterer Bürglaß 3
1793 Johann Andreas Müller
1823 Erbengemeinschaft Müller
1828 Johann Heinrich Müller
1858 Christian Martin Geiger, Melmer
1859 Anna Margaretha Geiger, Melmersehefrau
1869 Caroline Wolf, Gefängniswärterswitwe
1876 August Wolf, Schuhmachermeister
1878 Erbengemeinschaft Wolf
1885 Elisabeth Wolf, Witwe
1899 Johann Georg Bauer, Theaterzimmermann
1930 Hilda Link, Tapeziersehefrau
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Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älteres, traufständiges Parzellenhaus der Altstadt, das im Laufe der Zeit stark vereinfacht wurde. Seine Grundform – schmaler, dreigeschossiger Baukörper, streng gereihte Fensterachsen und ein ausgeprägtes Traufgesims mit Zahnschnitt – verrät die Tradition des bürgerlichen Stadt- und Geschäftshauses des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Im Erdgeschoss ist die Fassade durch große Schaufenster geöffnet; die Sandsteinpfeiler deuten auf eine nachträglich modernisierte Ladenfront (wohl aus der Nachkriegszeit) auf älterer Substanz. In den Obergeschossen wurden die ursprünglichen, höheren Fenster durch kleinere, bündige Kunststofffenster ersetzt und die Fassade mit glattem Putz bzw. Wärmedämmung überzogen, sodass Stuckrahmungen und Profilierungen weitgehend verschwunden sind. Als architektonisches Vorbild stand somit das klassizistisch-biedermeierliche Bürgerhaus Pate – eine klare, axialsymmetrische Fassadengliederung mit kräftigem Kranzgesims –, das heute in einer reduzierten, modernisierten Hülle weiterlebt
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Unterer Bürglaß 2
1835 Johann Georg Krautworst, Schneidermeister
1873 Marcus Stern, Handelsmann und Viehhändler
1892 Anton Müller, Malermeister
1906 Albert Müller, Malermeister
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Das Haus ist kein Neubau, sondern ein älterer Eckbau mit stark vereinfachter, modernisierter Hülle. Der kompakte, dreigeschossige Kubus mit hohem Walmdach, durchlaufender Traufe und streng regelmäßiger Fensterachsen verrät den Typus des bürgerlichen Stadthauses. Der rustizierte Sockel bzw. das im Erdgeschoss angedeutete Bossenmauerwerk, die schlichte Geschosstrennung durch ein Gurtgesims und die klare Achsordnung sind klassische Elemente des 18./frühen 19. Jahrhunderts. Vieles wirkt jedoch überformt: Die heute kleinen, quadratisch wirkenden Kunststofffenster schneiden in die ursprünglichen Öffnungen (einst vermutlich höher und schmaler, mit Sprossen und profilierter Rahmung), Stuckdetails und Kranzgesims fehlen, und die glatte Wärmedämm-Putzfassade nivelliert ältere Fassadenprofile. In seiner ursprünglichen Gestalt dürfte das Gebäude also ein repräsentatives, aber nüchternes klassizistisch-biedermeierliches Bürgerhaus (mit spätbarocker Tradition) gewesen sein, dessen Proportionen und Grundform erhalten sind, dessen Dekor jedoch im Zuge späterer Modernisierungen weitgehend verloren ging.
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Zur Architektur:
Das Gebäude präsentiert sich als Nachkriegsneubau, der sich bewusst in die historische Straßenzeile einfügt und dabei traditionelle Formen eines bürgerlichen Wohn- und Geschäftshauses des 18./frühen 19. Jahrhunderts aufgreift. Die streng symmetrische Fassadengliederung mit mittiger Achse, dem straßenseitigen Dreiecksgiebel, den gereihten, hochrechteckigen Fenstern und den hell abgesetzten Rahmungen orientiert sich deutlich an klassizistisch-biedermeierlichen Stadt- und Bürgerhäusern. Gleichzeitig verraten die großformatigen Öffnungen und die zurückgesetzte, schaufensterartige Erdgeschosszone sowie die insgesamt reduzierte Dekoration die Entstehung in der Nachkriegszeit und die Anpassung an moderne Nutzungsanforderungen. Das architektonische Vorbild ist somit ein historisches, klassizistisch geprägtes Bürgerhaus, dessen Proportionen und Gestaltungsprinzipien in einer vereinfachten, nachkriegsmodernen Formensprache rekonstruiert wurden, nachdem das ursprüngliche Haus 1945 zerstört worden war.
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