Nicht genug,das seit geraumer Zeit ein zukünftiger "Turm" von sich reden macht,....nein,ein weiterer ist seit gestern/heute Stadtgepräch in Coburg. Die schwärzesten "Ansagen" kursieren momentan in der Stadt!Teils Betroffenheit über die Tat,Ratlosigkeit und dumme Sprüche.....
M.M,seines Zeichens Fremdenführer in der Ehrenburg geht zu dem Zeitpunkt gestern früh an der Moritzkirche vorbei um sich ein Frühstück zu kaufen...als wenige Meter von ihm entfernt,ein Menschlicher Körper auf das Pflaster knallt! M. hat danach auf sein Frühstück verzichtet!
war einige Wochen vor diesem Suizid zum Fotografieren auf dem Morizturm.
Da ich damals analog fotografiert habe, musste ich diese Bilder aus dem Fotoalbum scannen und noch datenreduzieren, um sie in's Forum einstellen zu können (also etliche Qualitätsabstriche).
Coburg bietet jedenfalls auch von oben tolle Eindrücke und Einblicke!
Hallo Rolf,super....sind dir auf verschiedenen Aufnahmen die "Türmle" aufgefallen?..Da sieht man eines rechts neben dem Spitalturm.Eines im Bereich Hofapotheke, das andere bei der Neugasse.Könnte das zum Münzmeisterhaus gehören? Das sieht man halt alles nur vom Moritzturm aus!Oder?
Zitat von gerd Hallo Rolf,super....sind dir auf verschiedenen Aufnahmen die "Türmle" aufgefallen?..Da sieht man eines rechts neben dem Spitalturm.Eines im Bereich Hofapotheke, das andere bei der Neugasse.Könnte das zum Münzmeisterhaus gehören? Das sieht man halt alles nur vom Moritzturm aus!Oder?
Was die beiden von Dir gesichteten "Turmhäuble" betrifft; ich glaube, da müssten mal unsere Stadthistoriker bzw. Gebäudespezialisten ran (ehrlich gesagt, habe ich diese beiden "Türmle" auch erst jetzt auf Deinen Hinweis hin entdeckt)!
Die drei Türme sind Treppentürme der jeweiligen Anwesen. Der erste im Bereich Neugasse gehört zum Steinernen Haus.
Der zweite Turm ist der Treppenturm der Hofapotheke. Dort gelangt man in den Kräuterboden. Der dritte am Spitaltor gehört zum Anwesen Spitalgasse Nr. 30 (heute Tchibo).
Die Fotos vom Morizkirchenturm aus über Coburg sind ja richtige "Türmle-Suchbilder".
Links vom Spitalturm ist auch noch eine Turmhaube erkennbar; sie gehört zum alten Vereinsbankgebäude.
Bin heute Vormittag mal mit "für Türmle sensibilisierten Blick" durch Coburg gelaufen/gefahren und habe dabei festgestellt, dass es an sehr vielen Coburger Gebäuden "Türmle/Turmhäuble" gibt. Meist handelt es sich dabei um den oberen Abschluss von Erkern oder Treppenhäusern.
Wenn man die Fotos aufmerksam bedrachtet fällt auf,das sogar die Hinterhäuser und deren Fassaden in recht gutem Zustand sind...(fast) alle hell gestrichen!.. Man sollte das einmal mit alten Aufnahmen von Coburg vergleichen.. Wenn ich so zurück denke..da waren doch viele Häuser früher "grau in grau!" und nur die Geschäfte mit ihren Auslagen bildeten einen gewissen Kontrast dazu. Wie lange hat es eigentlich gedauert,bis "Farbe" ins Stadtbild kam? Das lag aber sicher an den begrenzten Möglichkeiten,früher Farben herzustellen.Hätten unseren Vorfahren die Möglichkeiten der Farbherstellung gehabt,wie wir sie heute haben.....dann hätte die Stadt sicher damals auch schon anders ausgesehen?Oder? Ist bekannt,wann das Stadthaus seinen hellen Anstrich bekam?
Warum ist eigentlich über den "Rabenturm??" der Moritzkirche so wenig bekannt?Wenn man die Kirche ins Gespräch bringt,ist der Moritzturm immer präsent!Der Turm sollte doch sicher die gleichen Aussmaße bekommen wie der Moritzturm?...Ist damals das Geld ausgegangen?...Wer weiss was darüber?
Und was noch auffällt:....im Gegensatz zu früher.....keine Fernsehantennen mehr und auch keine Freileitungen,welche früher an jedem Haus zu sehen waren...was waren da teilweise für Antennenwälder zu sehen?Und ebenfalls wahre "Gerüste" auf den Dächern,wo Freileitungen mündeten...auf dem Haus von Riemann z.B. war so ein Gerüst zu sehen..nur mal alte Aufnahmen von der Innenstadt suchen!..
> Das lag aber sicher an den begrenzten Möglichkeiten,früher Farben herzustellen.
Ich glaube auch, dass das Bewusstsein für farbige Stadtbilder vielerorts gestiegen ist. Wobei das z.B. in Altbayern immer weiter verbreitet war als nördlich der Donau.
Ist bekannt,wann das Stadthaus seinen hellen Anstrich bekam?
1976 . Ursprünglich befand sich an der Außenfassade Wandmalereien, welche 1819 übertüncht wurden. Dargestellt wurden dabei Personen. Leider ist aber nicht überliefert, welche Personen dargestellt wurden.
Sicher waren die Möglichkeiten Farben herzustellen begrenzt. Begrenzt heisst aber nur teuer und nicht unmöglich. Und eben deswegen waren die Häuserzeilen bunter. Man konnte perfekt mit Farbe prahlen, mischte sogar manches was uns heute kitischig erscheint. Blankes Holz gabs praktisch nicht, vgl. die bemalten Schränke, die erst in den 80er und 90er Jahren dutzendweise abgebeizt wurden.
So kenne ich es jedenfalls aus z.B. dem Elsass und Regensburg. Und es gilt bestimmt auch in Coburg.